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Brennstoffzelle-Autos: Die Wasserstoff-Offensive des Peter Ramsauer
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Starthilfe für die Revolution: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will den Bau von 50 Wasserstofftankstellen unterstützen. Damit wäre die wichtigste Voraussetzung geschaffen für den Durchbruch von Brennstoffzellenfahrzeugen. Das müssen Sie über die Zukunftstechnik wissen.

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Hermes75 20.06.2012, 20:14
70.

Zitat von Benjowi
Die irrationale Art, mit der teilweise gegen die Wasserstoffwirtschaft argumentiert wird kann wieder einmal nur ideologisch motiviert sein. Wenn man es schafft, die Sonnenenergie, die im extremen Übermaß zur Erde gelangt anzuzapfen -und nichts Anderes tut man mit der Photovoltaik oder auch mit der Windkraftnutzung- interessiert letztlich der Wirkungsgrad der Wandlung in Wasserstoff nicht. Der Wirkungsgrad der Energiewandlung in Fotosilizium interessiert ja letztlich auch nicht und obendrein verschenkt man den Strom mangels Speichermöglichkeit auch noch-insofern kann man damit auch Elektrolyse betreiben und dann hat man mehr oder weniger rückwirkungsfreie Energieumwandlung aus Sonnenenergie zur Verfügung. Insofern kann man Herrn Ramsauer nur zu diesem Schritt begückwünschen!
Besonders rational ist Ihre Argumentation aber auch nicht.

In der Theorie klingt die Wasserstoffwirtschaft natürlich erstmal toll,
aber man muss auch die praktischen Aspekte sehen.
Eine Energietechnik die sich nicht für die Alltagsgbrauch eignet, wird eben nur schwer zum Durchbruch kommen.

Wasserstoff ist ziemlich schwer zu handhaben. Das Gas ist hochexplosiv und steht unter extrem hohem Druck oder muss sehr tief abgekühlt werden. Beides ist bei unsachgemäßer Handhabung mit Risiken verbunden.
Wenn sie etwas Benzin verschütten, dann ist das nicht schön wird aber niemanden umbringen. Die gleiche Menge flüssigen Wasserstoff möchten Sie aber nicht in der Nähe haben.

Der andere Aspekt den man zwingend berücksichtigen muss, ist die Wirtschaftlichkeit. Die komplette Prozesskette von der Wasserstofferzeugung über den Transport, die Lagerung und die Rückwandlung in Strom oder mechanische Arbeit hat einen ziemlich lausigen Wirkungsgrad. Daher wird es schon aus wirtschaftlichen Gründen schwierig die vorhandene Technologie abzulösen.
Im Moment ist die Wasserstoff-/Brennstoffzellenrtechnologie einfach noch nicht ausgereift genug.
Ein paar Tankstellen werden das (leider) nicht ändern.

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willi2007 21.06.2012, 06:42
71. Windgas

Es mag sein, dass dem Wasserstoff und der Brennstoffzelle die Zukunft gehören. Bis dahin bietet sich aber als Brückentechnologie Methan bzw. Erdgas als Treibstoff für PKW an. Auch wenn es energetisch schwachsinnig erscheint aus überschüssigem Solar- und Windstrom zunächst Wasserstoff und im nächsten Schritt Methan zu erzeugen, um dieses dann in normalen Verbrennungsmotoren zu verbrennen, so hat dieses Verfahren doch den Vorteil, dass es relativ schnell einsetzbar ist. Der Umgang mit reinem Wasserstoff, sei es zur Verwendung in Brennstoffzellen oder in Verbrennungsmotoren erscheint mir auf viele Jahre hinaus mit zu vielen Unwägbarkeiten und technischen Schwierigkeiten behaftet zu sein. Am besten wäre aber, in der Entwicklung leistungsfähiger Batterien würde ein technischer Durchbruch gelingen. Aber danach sieht es zur Zeit nicht aus. Hier gilt der Grundsatz: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

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joki81 21.06.2012, 17:34
72. Dann wäre die Erde schon lange tot

Zitat von BrucyLee
Wasserstoff als Energieträger wird unverantwortlich verharmlost. Natürlich entsteht beim Verbrennen nur Wasser. Allerdings sind die Wasserstoffverluste entlang der Herstellungs-, Transport-, Lagerungs- und Verbrauchskette tödlich. Immer dann, wenn Wasserstoff in Gasform entweicht.Als leichtestes Element verschwindet er auf nimmer Wiedersehen. Am Ende fehlt das Wasser, aus dem er bei der Hydrolyse entstanden ist. Freier Wasserstoff ist für das Überleben der menschheit wesentlich gefährlicher als CO2 oder irgend ein anderes Klimagas. Denn ohne Wasser ist alles aus.
Tödlich?? Haben Sie mal die Mengen überschlagen? Prinzipiell stimmt es, dass freier Wasserstoff in die obere Atmosphäre aufsteigt und schließlich durch thermische Diffusion ins All entweicht. Sie übersehen hier aber, dass dieser Prozess auch ganz natürlich stattfindet. Der Wasserdampf in der Mesosphäre wird nämlich durch die dortige UV-Strahlung ständig dissoziiert (gespalten), so dass dass die Erde andauernd Wasser verliert. Es gibt auf unserem Planeten aber so viel Wasser, dass es noch Jahrmilliarden dauern wird, bis der Erde das Wasser ausgeht (wie z.B. bei der Venus geschehen). Auch wenn die Menschheit Wasserstoff in großem Stil verwendet, wird der Wasserverlust der Erde dadurch nur unwesentlich schneller.

Freier Wasserstoff stellt möglicherweise in der Stratosphäre eine gewisse Gefahr für die Ozonschicht dar, weil er dort ähnlich wie FCKWs den Ozonabbau katalysieren kann (ist bisher aber noch wenig erforscht). Andere Gefahren von Wasserstoff sind mir (außer Unfällen) nicht bekannt.

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mundi 21.06.2012, 19:14
73. Aller Anfang ist schwer

Zitat von Hermes75
..... Wasserstoff ist ziemlich schwer zu handhaben. Das Gas ist hochexplosiv und steht unter extrem hohem Druck oder muss sehr tief abgekühlt werden. Beides ist bei unsachgemäßer Handhabung mit Risiken verbunden. ....
Was glauben Sie, wie es mal schwer war, Wasserdampf zu zähmen. Zahlreiche Explosionen mit vielen Toten waren aber auch der Beginn des Maschinenzeitalters und der Technischen Aufsichtbehörden.

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Hermes75 22.06.2012, 20:07
74.

Zitat von mundi
Was glauben Sie, wie es mal schwer war, Wasserdampf zu zähmen. Zahlreiche Explosionen mit vielen Toten waren aber auch der Beginn des Maschinenzeitalters und der Technischen Aufsichtbehörden.
Richtig erkannt. Dann wissen Sie auch wieviele Tote es im 19. Jh. durch Unglücke mit Dampfmaschinen (z.B. durch Kesselexplosionen) gab.
Ich bezweifle stark, dass eine vergleichbar gefährliche Technik heute zugelassen würde. Der Umgang mit tiefkalten oder hoch komprimierten Gasen ist nichts für technische Laien...

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thomas2340 12.11.2012, 09:27
75. es gibt keine Alternative zum Wasserstoffauto

das ständig steigende Verkehrsaufkommen (weltweit) und die abnehmbaren Öl- und Gasreserven bekommt nur mit einem Wasserstoffauto in den Griff

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hartmut rencker 08.06.2013, 07:32
76. Jede Alternative wird teuer

Im Gegensatz zu Propan und Butan lässt sich Wasserstoff mit keinem Druck der Welt verflüssigen, außer durch Tiefstkühlung auf minus 253°. Also verbleibt nur die problematische Bombe einer Druckflasche mit bis zu 700 bar bei einer Energieäquivalent von ca. 3 l herkömmlichem Treibstoff. Unsere derzeitigen Flüssigtreibstoffe haben nahezu das Energiepotential von Wasserstoff, jedoch ohne dessen Handhabungsprobleme. Dennoch hat die elektromobile Zukunft längst ihren unauffälligen Siegeszug begonnen. Vor allem muss das Fahrzeug leicht sein mit wenig Luft- und Rollwiderstand. Gibt es: Das Elektrofahhrad. Die private Mobilität der Zukunft wird spartanisch sein. Den tonnenschweren Brötchenhol-Monstern droht das Schicksal der Saurier.

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