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Brennstoffzellen als Antrieb: Warum Toyota auf Wasserstoff umschwenkt
Toyota

Mit Hybridautos hat Toyota den Automarkt aufgerollt. Jetzt setzt der Konzern in großem Stil auf die Brennstoffzelle - und mit ihm ein ganzes Land.

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clausbremen 19.11.2017, 08:10
1. Ganz ...

... erstaunlich. Der Direktor des CAM ist kein Freund der H2-Technologie und bemüht Äpfel und Birnen, um dagegen zu argumentieren.
Kein Pipelinesystem für Wasserstoff?
Haben Benzintankstellen ja auch nicht.
Eine Million zu 50.000?
Der Vergleich hinkt, weil die H2-Tankstelle im der gleichen Zeit ein Vielfaches an Kunden bedient während eine Ladesäule von nur einem Fahrzeug belegt ist.

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marthaimschnee 19.11.2017, 08:24
2. die Gegenargumente von Herrn Bratzel sind der vollkommene Witz

Ein Pipelinesystem für Benzin bis zu den Tankstellen existiert auch nicht, hält aber keinen davon ab, mit Benzin zu fahren. Und die Infrastruktur für eine H-Zapfsäule muß auch nicht erst gebaut werden, die Tankstellen existieren bereits, neuer Tank rein, neue Säule dazu, fertig. Das kostet vielleicht eine Million, wenn man die ganze Tankstelle neu baut. Im übrigen stellt sich die Frage, wann die in freier Wildbahn herumstehenden Stromzapfsäulen Opfer von Vandalismus werden. Zudem brauch die Dinger eine Anbindung an ein Datennetz, um die Abrechnung - bei der wie beim Ladestecker die Industrie mal wieder falsch macht, was falsch zu machen geht - durchzuführen. Auch das ist an Tankstellen bereits vorhanden. Nicht zuletzt dauert es auch weiterhin viel zu lange, bis Akkus, die zudem nur mäßig viel Kapazität haben, aufgeladen sind und das wird sich auch so schnell nicht ändern, schon weil die Möglichkeiten, mal eben 50 bis 100kW aus einer Stromleitung zu ziehen, nicht gerade reich gesät sind - sofern man den Akku dabei nicht grillt. Auch wird der Akkupreis eben nicht sinken, wenn die Nachfrage nach Akkus rapide zulegt, weil jeder sie in großen Mengen verbauen will. Daß die Produktion sowieso nicht hinterher kommt, zeigt Tesla ja auch gerade eindrucksvoll. Und über die Herstellung des notwendigen Stromes brauchen wir uns nicht zu unterhalten, der Punkt ist für beide Szenarien identisch.
Der Hauptgrund für die Akku-Fixiertheit der deutschen Industrie - nachdem sie wohlgemerkt Jahre, Jahrzehnte keinen Finger gerührt hat, vom Verbrenner weg zu kommen - scheint schlicht und einfach Bequemlichkeit zu sein, sich nicht mit Alternativen befassen zu wollen. Die Japaner haben da viel weniger Berührungsängste, die haben schon früh und ohne Not Hybridsysteme eingesetzt oder auch alternative Verbrenner (Wankelmotor, der leider emissionstechnisch keine Zukunft hat) eingesetzt.

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sven2016 19.11.2017, 08:26
3.

An Brennstoffzellen wird seit den 70er Jahren intensiv geforscht. Es wäre schön, wenn diese als alternativer Weg zur Nutzung von Benzin/Diesel und elektrischer Energie für Antriebe endlich in die Produktionsstufe kämen.

Muss ja nicht entweder/oder sein.

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Desconocido 2 19.11.2017, 08:27
4. Noch zu wenig effizient,

aber dass muss ja nicht zwingend so bleiben. Die Technik in den Fahrzeugen ist ja heute schon serienreif. Die größten Probleme die vor ein paar Jahren noch tiefe Temperaturen und Wasserstoffversprödung der Tanks waren sollen ja im Griff sein. Jetzt muss man Wege finden die Produktion, die Lagerung und die Distribution des Wasserstoffs besser zu machen. Es gibt in Deutschland interessante Ansätze: die so genannte Methanisierung. Hierbei wird Wasserstoff mit Co2 zu Methan umgewandelt ( das Co2 soll aus der Atmosphäre entnommen werden) und kann dann im Gasnetz gespeichert werden. Mit unseren riesigen Gasspeichern wäre damit Distribution und Lagerung problemlos. Also bleibt nur noch die Produktion... Ich denke dafür wird man auch noch eine Lösung finden wenn man nur will.

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Dr. Clix 19.11.2017, 08:28
5. Also wer Solarzellen auf dem Dach hat...

macht den Wasserstoff zuhause. Hat Nissan und Toyota schon BEWIESEN. 4X4M = 60km pro Tag. Bei 30 Jahren Haltbarkeit der Solarzelle kommt man immer zur Arbeit und zurück...nur verdient wird nur einmal.

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stollm 19.11.2017, 08:33
6. genauso muss es kommen

Das Elektroauto ist ein Irrweg den die Deutschen jetzt einschlagen wollen. Als Massenmobilität schlicht nicht machbar. Man muss das nur bis zu Ende und in allen Facetten denken, dann wird das schnell klar. Gegen das Brennstoffzellenauto spricht gar nichts bis auf die gefährlichkeit von Wasserstoff als brennbare Flüssigkeit.

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thobie2 19.11.2017, 08:38
7. Bedenkenträger

gibt es natürlich überall. Klar muss der Wasserstoff zu den Tankstellen gebracht werden. Und? Werden die Tankstellen heute per Pipeline versorgt? Doch wohl kaum.
Ich gaube auch, dass die Brennstoffzelle die Technologie der Zukunft sein wird. Akkubetriebene Fahrzeuge haben eine zu geringe Reichweite und der Ladevorgang dauert dann zu allem Übel auch noch zu lange. Und was den Energieaufwand bei der Wasserstofferzeugung angeht: Das kann vernachlässigt werden, wenn der notwendige Strom aus regenerativen Energien stammt.

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dancar 19.11.2017, 08:48
8. Toyota macht es vor

Nur auf E-mobil zu setzen wird nicht funktionieren, deshalb ist der Weg von Toyota der richtige; wenn nach 15 bis 20 Jahren ein Mix von 15% E + 15% H2 + 10% Erdgas + 60% Verbrenner (in Verbindung mit Leichtbau) vorhanden wäre, dann stimmt die Richtung.

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blueshift774 19.11.2017, 08:53
9. Die anderen müssen es ...

... uns immer erst vormachen. Vor Monaten schon hatte ich in einem Kommentar zum Diesel in diesem Magazin darauf hingewiesen, dass die Energiebilanz beim Einsatz von Brennstoffzellen und der Herstellung von H2 durch Sonnenenergie bzw Windkraft außerordentlich positiv ist. Dieser Artikel über Japan ist der Beweis.

Auch der in diesem Artikel gezeigte japanische Bus, der 2020 zum Einsatz kommen wird, entspricht - auch vom Design - genau dem, was ich mir unter einem computer-gestützten autonomen sich selbst regulierendem vollautomatischen Nahverkehr vorstellen würde. In Japan wird es den ab 2020 geben !

As always "Stark, wie die Japaner!"

Tja, Asien beschäftigt sich mit der Zukunft, wir in Europa und Deutschland mit unseren Bedenkenträgern gegen die Zukunft!

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