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Brennstoffzellen als Antrieb: Warum Toyota auf Wasserstoff umschwenkt
Toyota

Mit Hybridautos hat Toyota den Automarkt aufgerollt. Jetzt setzt der Konzern in großem Stil auf die Brennstoffzelle - und mit ihm ein ganzes Land.

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l/d 19.11.2017, 17:24
240. Ich habe jetzt nicht alle Kommentare gelesen,

aber natürlich gibt es ein großes Pipelinesystem unter Deutschlands Erdoberfläche für Sprit, für Kerosin. Ansonsten wären die benötigten Mengen überhaupt nicht zu den Flughäfen zu bringen.

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sikasuu 19.11.2017, 17:28
241. Ja, das stimmt, wenn man den Energiegehalt, die Gestehungskosten...

Zitat von Amadís
Typischer Denkfehler der Bedenkenträger. Genau wie die "Gegenargumente" des Herrn Bratzel. Ob die Tanker nun H2 oder Rohöl oder raffiniertes Benzin nach Japan schiffen, macht überhaupt keinen Unterschied!!!
... der KW/h Nutzenergie als außen vor lässt & die unterschiedlichen physikalischen Bedingungen auch nicht sehen will:-)
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Die "Bedenkenträger" tragen keine Bedenken vor sich her, sondern erinnern immer wieder an die chemischen, physikalischen, elektrotechnischen, wirtschaftlichen usw. Grundlagen&Naturgesetze, die die "Träumer" so leicht aus den Augen verlieren.
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Ob ein Tanker ¹H (H²0 ist Wasser. 1 Sauerstoff & 2 Wasserstoffatome ¹H bliebt bei der Elektrolyse übrig) oder Rohöl transportiert ist ein unterschied wie zw. Pferdewagen & Formel 1 fahren. .... Mit beiden kann man 80Kg Nutzlast, einen Menschen Transportieren, aber dazwischen liegen WELTEN ;-))

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hassowa 19.11.2017, 17:34
242. Toyota hat eine gute Nase

Das Elektroauto mit Batterie ist schon vor 100 Jahren einmal gefloppt - und 100 Jahre später wird es wieder zum Rohrkrepierer. Tesla ist nur eine nette Illusion. Eine Illusion, an die vor allem Menschen geglaubt haben, die noch bie eine technische Hochschule von Innen gesehen haben.

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Aberlour A ' Bunadh 19.11.2017, 17:39
243. nachhaltige Mobilität, die sogar günstig wäre??????

Zitat von viktorhugo
Da habt ihr aber lange gebraucht um euch von der Energie-Lobby die auch zukünftig die Wertschöpfungskette der Elektromobilität ordentlich vergolden will, frei zu machen und über sinnvolle Konzepte zu berichten. Die Hauptaufgabe bei der Etablierung der Brennstoffzelle wird darin bestehen, genau dieser Lobby die Stirn zu bieten. Im Gegenzug hätten wir nachhaltige Mobilität, die sogar günstig wäre, wenn man sich gesellschaftlich dafür einsetzt und sich nicht wieder einmal über den Tisch ziehen lässt.
Die Brennstoffzelle ist eine Totgeburt für die Großserienproduktion von Mittelklasse-PKW. Weil einfach viel zu teurer!!!!! Das weiß Toyota auch nach dem Reinfall mit dem "Mirai" - trotz intensivster Werbung in den USA. Deswegen nehmen sie diese Fahrzeug-Kategorie ja jetzt auch ausdrücklich aus. Man versteift sich bei der Brennstoffzelle dabei auf das hochpreisige Premium-Segment - also Kunden, denen es nichts ausmacht mal eben 80.000 € für einen PKW hinzublättern - und auf Omnibusse und LKW. Wenn Sie also zukünftig auf "nachhaltige Mobilität" aus der Brennstoffzelle setzten, kann ich Ihnen schon jetzt versichern, dass Sie eine tiefe Brieftasche benötigen werden.

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swissjazz 19.11.2017, 17:53
244.

Ich staune wie es Deutschland jemals an die Spitze der Industrienationen schaffen konnte. Bedenkenträger überall.

Werden Elektroautos oder Wasserstofffahrzeuge das Rennen machen? Das kann doch Toyota egal sein. Ein Brennstoffzellenfahrzeug ist nichts anderes als ein Elektroauto mit relativ kleinem Akku. Die Brennstoffzelle dient sozusagen als Rangeextender. Er könnte problemlos durch einen benzinbetriebenen Generator ersetzt werden. Oder bei einem plötzlichen Durchbruch in der Akkutechnologie baut man grössere Akkukapazität ein. Oder man fügt Plug-In Kapazität hinzu (laden über die heimische Steckdose). Reicht dann für die Pendelstrecke und für den Urlaub tankt man Wasserstoff.

Der Paradigmenwechsel ist hier dass der eigentliche Antrieb rein elektrisch stattfindet. Toyota, Hyundai und Co. sind dabei sich hier einen Jahrzehntevorsprung vor den anderen Herstellern zu holen.
Audi begnügt sich mit innovativen Designs im Bereich Blinker, Heckleuchten und Tagfahrlicht sowie einer Höchstgeschwindigkeit die ausserhalb Deutschlands niemanden interessiert.

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knuty 19.11.2017, 17:57
245.

Zitat von premstar_pill
Die werden nicht alle zur gleichen Zeit mit voller Last angestellt. Bei 200 Elektroherden haben Sie zur Mittagszeit, wenn alle kochen, vielleicht 100-150kW Last. Mehr nicht. Absolut überhaupt nicht mit 50 Elektroautos zu vergleichen die über Nacht voll aufgeladen werden mússen damit die Besitzer am nächsten Morgen in die Arbeit kommen.
Ja, das stimmt allerdings. Die 50 Elektroautos kann man da viel einfacher aufladen.

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spdf 19.11.2017, 17:59
246. re

Zitat von Kradfahrer
Übrigens, meine Stammtankstelle bietet LNG an und betankt damit in der Hauptsache die eigene Busflotte. Grundsätzlich lassen sich damit auch PKW, Motorräder (ja, ich kenne auch keine, aber möglich ist es dennoch), LKW, Busse und wenn es sein muss auch Rasenmäher und Unterseeboote betanken.
Ihre Tankstelle bietet garantiert kein LNG an sondern CNG. CNG = Compressed Natural Gas. LNG Tankstellen gibt es nicht.

Man sollte bedenken, dass man Wasserstoff nur sehr schwer lagern kann. Als kleinstes Molekül haut der ab. Die Verlustrate ist daher hoch.

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oloh 19.11.2017, 18:00
247. Seltsame Rechnung

Zur Herstellung einer Menge Q Hydrogen mit einer potentiellen E-Energie von N kwh braucht es mehr Strom als zur Bereitstellung eines Li-Ion Akkus gleicher Kapazität. Alles andere - Strom aus Windrädern, Transport via LKW ist nur Beiwerk und trübt einen sauberen Vergleich. Das Windrad, mit dem ich Hydrogen herstelle, speist nix mehr ins Netz ein.
Man sollte derlei sinnlos-sophistische Berechnungen von vornherein als Argumentation disqualifizieren. Es geht am Ende nur um den Wirkungsgrad und auch noch die Recycelbarkeit.

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litholas 19.11.2017, 18:06
248.

Zitat von premstar_pill
Die werden nicht alle zur gleichen Zeit mit voller Last angestellt. Bei 200 Elektroherden haben Sie zur Mittagszeit, wenn alle kochen, vielleicht 100-150kW Last. Mehr nicht. Absolut überhaupt nicht mit 50 Elektroautos zu vergleichen die über Nacht voll aufgeladen werden mússen damit die Besitzer am nächsten Morgen in die Arbeit kommen.
Nehmen wir an, die müssen im Durchschnitt für 120km aufgeladen werden, dann sind das 50 x 30kWh. Bei 10h Ladedauer kommen die PKW dann ebenfalls auf 150kW.

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flyte 19.11.2017, 18:07
249.

Zitat von Aberlour A ' Bunadh
Die Brennstoffzelle ist eine Totgeburt für die Großserienproduktion von Mittelklasse-PKW. Weil einfach viel zu teurer!!!!! Das weiß Toyota auch nach dem Reinfall mit dem "Mirai" - trotz intensivster Werbung in den USA. Deswegen nehmen sie diese Fahrzeug-Kategorie ja jetzt auch ausdrücklich aus. Man versteift sich bei der Brennstoffzelle dabei auf das hochpreisige Premium-Segment - also Kunden, denen es nichts ausmacht mal eben 80.000 € für einen PKW hinzublättern - und auf Omnibusse und LKW. Wenn Sie also zukünftig auf "nachhaltige Mobilität" aus der Brennstoffzelle setzten, kann ich Ihnen schon jetzt versichern, dass Sie eine tiefe Brieftasche benötigen werden.
Der Mirai ist absolut kein Reinfall! Die Produktion ist auf 3.000 Stück im Jahr begrenzt und die werden auch verkauft. Versuchen Sie mal einen Mirai zu bestellen - die Lieferzeiten liegen bei gut sechs Monaten. Sicherlich nicht, weil das Auto nicht gefragt wäre...
Der Preis ist hoch, ja. Allerdings ist der Mirai auch ein Fahrzeug der Luxusklasse, der mit aller Technik (voll-)ausgestattet ist, die es auf dem Markt so gibt.
Toyota hat übrigens schon angekündigt, dass die Preise für Brennstoffzellenfahrzeuge der Zukunft (ab ca. 2020) erheblich sinken werden und sich auf Hybrid-Niveau (Toyota Prius ca. 28.000,- EUR)
bewegen werden. Dann wüsste ich (bis auf die ausbaufähige Infrastruktur) kein Argument mehr, warum man sich einen Akkuschlepper kaufen sollte statt eines Brennstoffzellenfahrzeugs.

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