Forum: Auto
Brennstoffzellen-Technologie: Post will Streetscooter mit Wasserstoffantrieb auf die
Hendrik Schmidt/DPA

Im Streetscooter liefert die Deutsche Post Pakete aus. Der Elektrotransporter soll jetzt weiterentwickelt werden: Mit Wasserstoff könnte das Gefährt seine Reichweite mehr als verdoppeln.

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tempus fugit 24.05.2019, 21:55
60. Nein, ich bin noch kein H2-ahrzeug ...

Zitat von Schneiderhahn
Sind Sie überhaupt schon mal mit einem H2-Fahrzeug gefahren, oder haben Sie eines gar betankt? Nein? Dann kann ich helfen: das Tanken dauert genau so lange wie beim Benziner/Diesel. Das ist ja gerade DER Vorteil. Ich fahre elektrisch und muss trotzdem nicht ewig Strom laden. Tanken dauert 3-4 Minuten für eine Reichweite von ca. 250 bis 300 km (aktueller GLC, ix35, Mirai). Nachteil aktuell: Tankstellennetz sowie Kosten pro Kg.
...gefahren, das ja auch nichts anderes ist als ein H2-Hybrid-E-Auto mit viel mehr Technik und einem etwas kleinerem Akku.

Zwischen einem Tankvorgang und dem anderen - so las ich hier... - dauert es einige Zeit, bis die Pumpe wieder ausreichend abgekühlt ist, damit sie pumpen kann ohne kaputt zu gehen...

Genauso wie bei H2-Transporten die Pumpe vor Inbetriebnahme tiefgekühlt - über das zu entladende H2 - werden muss, um zu funktionieren.
Also so ganz einfach wie bei Diesel oder Benzin oder sonstigen Antriebsgasen ist das nicht.
Passiert ist mir mal, dass eine schnell entleerte Propangasflasche mitten im Sommer am - aussen! - am Boden anfror, weil durch die
Temperatursenkung durch Flüssig zu Gas sowas verursachte.

Aber das erklärt besser jemand, der schon 'H2' in einen H2-Auto getankt und benutzt hat.

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Strangelove 24.05.2019, 22:37
61. Stimmt nicht

Zitat von tempus fugit
...gefahren, das ja auch nichts anderes ist als ein H2-Hybrid-E-Auto mit viel mehr Technik und einem etwas kleinerem Akku. Zwischen einem Tankvorgang und dem anderen - so las ich hier... - dauert es einige Zeit, bis die Pumpe wieder ausreichend abgekühlt ist, damit sie pumpen kann ohne kaputt zu gehen... Genauso wie bei H2-Transporten die Pumpe vor Inbetriebnahme tiefgekühlt - über das zu entladende H2 - werden muss, um zu funktionieren. Also so ganz einfach wie bei Diesel oder Benzin oder sonstigen Antriebsgasen ist das nicht. Passiert ist mir mal, dass eine schnell entleerte Propangasflasche mitten im Sommer am - aussen! - am Boden anfror, weil durch die Temperatursenkung durch Flüssig zu Gas sowas verursachte. Aber das erklärt besser jemand, der schon 'H2' in einen H2-Auto getankt und benutzt hat.
Ich weiß nicht was Sie hier durcheinanderwirbeln. Bei modernen Wasserstofffahrzeugen setzt man auf hochkomprimierten Wasserstoff. Da muss keine Pumpe tiefgekühlt werden, da es sich nicht um eine Kryoflüssigkeit handelt.
Und was den Vergleich mit der Propangasflasche anbelangt, so wird Waserstoff bei Raumtemperatur bei Expansion wärmer, nicht kälter. Siehe auch Joule-Thomson-Effekt.

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Strangelove 24.05.2019, 22:45
62. H2o...

Zitat von hansa_vor
die uns erwartet. Wenn man 1g Wasserstoff verbrennt entstehen 9g Wasser dabei. Wird ganz schon schwierig die leisen E-Mobile bei all dem Nebel dann noch zu "orten". Macht bestimmt auch im Winter richtig "fun" wenn der Vordermann die Fahrbahn zur Schlittschuhbahn umwandelt. Ich will ja nicht, typisch deutsch, alles nur schlecht reden, aber ein kleines etwas mehr an Chemie/Physik Wissen könnte manchem helfen. 1g Wasserstoff entspricht einem halben Mol, es reagiert (verbrennt) mit einem halben Mol O2 (16g) macht neun Gramm Wasser je verbranntem Gramm Wasserstoff ;)
Ein Mol H2 und ein halbes Mol O2 reagieren miteinander, nicht jeweils ein halbes Mol, und erzeugen Waserdampf (10 g nicht 9 g). Deswegen auch H2O und nicht HO....
so viel zu Ihrem Chemie/Physik Wissen, vielleicht liegt es ja nur an der Aufregung bei dem Thema oder "...ein kleines etwas mehr an Chemie/Physik Wissen könnte manchem helfen."

Übrigens erzeugen klassische Kraftwerke mit Kühlturm auch viel Wasserdamf und praktisch jeder Verbrennungsprozeß erzeugt neben CO2 und anderen Gasen viel Wasserdampf. Der Wasserstoff in den KohlenWASSERSTOFFEN verbrennt - für Sie wohl erstaunlicherweise - mit Sauerstoff zu Dihyrogenmonoxid, auch bekannt als Wasser mit bekannten Folgen auf den Straßen.

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Strangelove 24.05.2019, 22:50
63. Wow

Zitat von tempus fugit
...hat so seine Tücken - und das mit dem Tanken ist auch nicht so einfach - und kurz! - wie bei einem Benziner. Oder einen E-Auto, so die Ladesäule Power liefert. Und ich geh' jetzt mal davon aus, dass auch H2-Tanks und Leitungn nicht über sondern unterm Fahrzeug liegen... Und so eine H2-Flamme aus'm Parterre eines Hochparkhauses bis zur 3-4 Ebene oder mehr, na ja, alles ganz harmlos.... Gastanksäulen (GPL oder Erdgas) werden meist recht abseits und diskret von den Benzin- und Dieselpumpen angeboten.... Wird wohl seine Gründe haben...
woher Sie das wohl wissen? Sicher nicht aus der Anwendung. Sie können mir glauben (oder auch nicht), und ein anderer Forist hat es auch schon geschrieben, das Betanken geht praktisch so schnell wie bei anderen Kraftstoffen und ist mit einem ladevorgang nicht zu vergleichen.
Und wo sind in den letzten Jahren auffallend viele Gasfahrzeuge explodiert, haben als fatale Brandbeschleuniger etc. fungiert? Immerhin fahren die seit Jahren miT Erdgas oder Flüssiggas herum. Wasserstoff ist außerhalb geschlossener Räume kein solches Problem wie Sie glauben und da ist Erdgas oder eine hohe Konzentration von Benzin in der Luft genauso ein Problem.

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Teile1977 24.05.2019, 23:25
64. An Hansa vor

An den Typen der Angst hat das mit Wasserstoff als Energiequelle die Straßen Vereisen: Benzin hat als andere Bezeichnung auch Kohlenwasserstoff. Ich fasse mich kurz: bei der Verbrennung von einem Liter Benzin kommt ihnen ein Liter Wasser aus dem Auspuff. Aufgrund der höheren Temperaturen ist es Dampfförmig, daher kann man es nicht gut sehen, aber es ist da. Und??? Vereisen in der Stadt alle Straßen im Winter aufgrund der Abgase? Und warum soll das bei Wasserdampf aus Wasserstoff anders sein?

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schwarzeliste 24.05.2019, 23:28
65. Forum

Ich verstehe die Kommentare in diesem Forum nicht, viele Foristen behaupten, die deutsche Autoindustrie hätte diese Technik verschlafen oder die Post würde die Autohersteller vorführen. Ich durfte vor Jahren schon mal eine B-Klasse mit Brennstoffzelle fahren, die hat wunderbar funktioniert, eine entsprechende B-Klasse mit Brennstoffzelle parkt immer wieder bei mir in der Nähe. Letzte Woche habe ich unabhängig voneinander zwei verschiedenen Exemplare des neuen Fahrzeugs von Mercedes mit Brennstoffzelle (nennt sich GLC F-Cell und ist an der Sonderlackierung erkennbar) auf der Straße gesehen.

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Sensør 24.05.2019, 23:28
66. @m.w.r. - Nr 13 : Korrektur

Zitat von m.w.r.
Elektrizität aus Wasserstoff ist E - Mobilität .
Richtig ist, das die Motoren auch mit Strom betrieben werden. Richtig ist aber auch, dass nicht derartige Batterien wie bei reinen Elektroautos benötigt werden, weil ein umweltneutraler Brennstoff mitgeführt wird. Und dies hat viele Vorteile, angefangen von der Tankzeit bishin zur Vermeidung von umwelt- und sicherheitstechnischen Problemen. Die Massenherstellung riesiger Batterien wird berechtigterweise genauso bemängelt wie dessen Brand- und Explosionstgefahr.

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herbert 25.05.2019, 08:46
67. Gut gemacht Deutsche Post

Denn Wasserstoff ist die Lösung !

Die Welt mit Elektro Autos beliefern findet ein jähes Ende, wenn die Rohstoffe dazu nicht mehr reichen.

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M von B 25.05.2019, 10:35
68. Unwissenheit, Lügen und Falschmeldungen

es ist ein trauerspiel und wir werden es schon irgendwie hinbekommen dass wir interessante Ansätze in den Sand setzen.
Das KIT in Karlsruhe hat eine Batterie auf Fluorid Basis mit 6 facher kapazität entwickelt.
Der Streetscooter mit 80Km Reichweite kann in 2 Jahren mit gleicher Batteriegröße dann 480 Kilometer weit fahren. Warum sollte da jemand einen komplizierten Wasserstoff Antrieb einbauen ? Die wirkliche Frage ist doch: wer hat hier welche Interessen ?

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quark2@mailinator.com 25.05.2019, 10:37
69.

"Mit Wasserstoff könnte das Gefährt seine Reichweite mehr als verdoppeln." ... und ich dachte, auf Deutsch heißt das "Mit Wasserstoff könnte man die Reichweite des Gefährts mehr als verdoppeln." ... Aber da ist ja ein Genitiv dabei, das geht dar nicht, oder ?

Ich schreibe das, weil hier auf SPON öfter Dinge ihren eigenen Willen haben. "Der rote PKW wollte abbiegen ...", etc. Ich finde, da könnte mal jemand was machen.

Was die Sache selbst angeht - wieviel Ökostrom braucht man denn dann pro Kilometer (insb. im Vergleich zum aktuellen Zustand), bzw. wo kommt der Wasserstoff denn dann her ?

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