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Brennstoffzellenauto Honda Clarity: Zweiter so
Honda

Honda und Toyota kämpfen um die Führungsrolle bei neuen Technologien. Nun startet Honda im September den Verkauf des Wasserstoffautos Clarity in Europa - deutlich nach dem Toyota Mirai. Oder wie war das nochmal?

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HAJ 18.04.2016, 08:02
10. Welche Zukunft soll denn das sein?

Die Wasserstoff-Autos von Honda und Toyota wiegen so viel wie ein Oberklasse-Fahrzeug und bieten Platz und Fahrleistungen eines Golf. Wasserstoff muss aus anderen Energieträgern produziert werden.Das kann ebensowenig Verkehrs- und Umweltprobleme lösen wie Tesla. Ohne strikte Reduktion des Fahrzeuggewichts (1000 kg im Mittel) und Homogenisierung des Verkehrsflusses bei hohem Verkehrsaufkommen in Ballungsgebieten und auf Fernstrassen kann es kaum gelingen, Umweltbilanz und Leistung des Individualverkehrs für die Anforderungen der Zukunft zu verbessern - unabhängig von der Antriebstechnik.

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enrico.6 18.04.2016, 08:02
11. Und wieder mal ist Fukushima schuld...

"Mehr als 100 Fahrzeuge sind es nicht geworden, muss Brachmann einräumen und entschuldigt das mit Schäden im Werk durch die Reaktorkatastrophe in Fukushima im Jahr 2011".

Die Schäden in den Produktionsanlagen hatten mit Fukushima nur die Ursache, nämlich das Erdbeben gemeinsam. Nur in Deutschland wird die Naturkatastrophe von 2011 immer als "Reaktorkatastrophe" bezeichnet. Qualitätsjournalismus sieht anders aus!

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Klospülung 18.04.2016, 08:02
12. Förderung?

Warum gibt es keine Förderung für Brennstoffzellen-Autos, das wäre ein starkes Signal und bei den kleinen Stückzahlen, auch noch günstig für die Kanzlerin...

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Romiman 18.04.2016, 08:04
13.

Zwar optisch (wie nahezu alle Autos auf der Welt) nicht so schlimm wie der Mirai, aber ich frage mich dennoch, warum Brennstoffzellenautos anscheinend per se so unmöglich aussehen müssen.

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jupp78 18.04.2016, 08:11
14.

Die Brennstoffzelle inkl. Tanks ist zwar eine technische Herausforderung, aber die bekommt man tatsächlich in den Griff.
Das zentrale Problem dieser Technologie ist und bleibt die Herstellung des Wasserstoffs. Da ist einfach nicht denkbar, dass dieser in absehbarer Zeit nicht extrem teuer bzw. energieintensiv herzustellen ist. So lange es da aber keine Perspektive gibt, macht der ganze Rest nicht wirklich Sinn.

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mazzmazz 18.04.2016, 08:11
15. Hatte BMW nicht...

...auch bereits in den 90ern einen E36 3er Compact und später einen 7er mit Brennstoffzelle im Praxistest?
Das große Thema wird aktuell noch die Versorgung mit Wasserstoff sein. Geringe Tankstellendichte und hoher Energiebedarf bei der Erzeugung von Wasserstoff müssen gelöst werden.
Die Technologie an sich ist sicherlich eine sehr gute Brücke auf dem Weg zum rein akkubetriebenen E-Auto.

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arch.aisch 18.04.2016, 08:13
16. Hochinteressant

"Falls der Strom nicht aus regenerativen Quellen stammt, ist die Klimabilanz von Wasserstoffautos kaum besser als die eines Verbrenners." (Wobei die regenerativen Quellen übrigens auch erst einmal ihre Klimabilanz abarbeiten müssen) Diese Erkenntnis ist ja bahnbrechend. Da müsste man jetzt einmal wissenschaftlich untersuchen, wie sich das bei Elektrofahrzeugen mit konventioneller Aufladung verhält... Na ja, jetzt wollen wir mal keine Spielverderber sein. Das Ganze führt vermutlich irgendwie in eine richtig(er)e Richtung. Wird übrigens auch nicht erst ab dem 21.Jhd. erforscht. Ich oute mich einmal als Anhänger der betrügerischen deutschen Autoindustrie und frage mich, warum es den Japanern immer wieder gelingt, auf diesem Sektor total verunglücktes Design zu "verbrechen", obwohl sie in der Kunst und der Baukunst außerordentliche Ästheten sind. Was die Herren aus Bayern da beispielsweise präsentieren, scheint mir den Spirit sehr viel besser zu transportieren.

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RudiRastlos2 18.04.2016, 08:26
17.

Geringe Tankstellendichte als Argument gegen Eltro- bzw. Wasserstoffautos lasse ich nicht gelten. Das selbe Problem hat man auch mit benzingetriebenen Autos vor 100 Jahren gehabt und gelöst... Warum sollten wir heute, 100 Jahre später, nicht in den Griff bekommen?

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schumbitrus 18.04.2016, 08:33
18. Van

Warum baut man so was nicht in einen Van?

Da hat man doch mehr Platz, ohnehin etwas höhere Preise und auch eine geringere Nachfrage zu bedienen - was wohl der Hintergrund für die Design-Schwäche diverser e-Kfz sein dürfte. Denn zu gutes Design könnte eine Nachfrage inkl. entsprechender Qualitätsansprüche auslösen, die man aus Gründen der Amortisierung von Entwicklungskosten konventioneller Motoren und fehlender Herstellungskapazitäten für Elektro-Antriebe gar nicht liefern kann.

So verständlich es für bestehende, große Player ist, hier auf die Bremse zu treten, um bestehende Cash-Cows zu Ende melken zu können, so sehr wundert es, dass bei der Brennstoffzelle noch kein Tesla-ähnliches Startup mit einem disruptiven Ansatz versucht, den Verzögerern in die Suppe zu spucken und den Markt aufzumischen. Wäre VW innovativ, dann könnten sie sich darüber aucn neu erfinden - aber zu der Hoffnung besteht wohl wenig Anlass..

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GnRH 18.04.2016, 08:37
19.

Zitat von jupp78
Die Brennstoffzelle inkl. Tanks ist zwar eine technische Herausforderung, aber die bekommt man tatsächlich in den Griff. Das zentrale Problem dieser Technologie ist und bleibt die Herstellung des Wasserstoffs. Da ist einfach nicht denkbar, dass dieser in absehbarer Zeit nicht extrem teuer bzw. energieintensiv herzustellen ist. So lange es da aber keine Perspektive gibt, macht der ganze Rest nicht wirklich Sinn.
Es macht aber auch recht wenig Sinn erst mit der Entwicklung anzufangen wenn die Infrastruktur für Wasserstoff gegeben ist.
Wenn man wartet bis der Wasserstoff "richtig" gewonnen werden kann wartet man wieder zehn Jahre bis das erste Auto kommt. Es ist deutlich praktischer wenn die Technik für die Autos schon fertig ist.

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