Forum: Auto
Bundesautobahngesellschaft: Verkehrsminister wehren sich gegen "Mammutbehörde"
Corbis

Der Bund könnte die Gründung einer Bundesautobahngesellschaft vorantreiben. Mehrere Verkehrsminister der Länder stellen sich dagegen - auch aus Furcht vor privaten Investoren beim Fernstraßenbau.

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nolabel 27.01.2016, 16:36
1. Der Mautkasper

will also Tafelsilber verramschen. Wen wundert es bei dieser willfährigen Lobby- und Industriemarionette?

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susybntp11-spiegel 27.01.2016, 16:46
2. Oooch neee, Mutti...

die wollen mir was wegnehmen. Gut so last mal Andere machen. Dann könnte sich unser toller Verkehrsminister mal um die maroden Straßen in den Städten und die Landstraßen kümmern. Aber dann erst wird auffallen das der größte Teil der Steuern um das Auto überhaupt nicht für die Straßenbau genutzt werden.

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Beauregard 27.01.2016, 16:57
3. neue Behörde mit Sonderrechten

wer mal als Planer, Vertreter einer Kommune oder firma mit der Bahn zu tun hatte mit ihren Sonderrechten und die Arroganz und Unfähigkeit dieser Gesellschaft zu spüren bekommen hat, wird ganz bestimmt dagegen sein ein weiteres derartiges Sondergebilde zu schaffen!

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Pusteblume68 27.01.2016, 16:58
4. Experten sahen das eher kritisch

Soweit ich das in Erinnerung habe, soll diese Autobahngesellschaft dann Autobahnen mit privatem Geld bauen und dafür Versicherungen und anderen institutionellen Anlegern für das derzeitige Marktniveau unüblich hohe Zinsen zahlen. Sowohl die Fratzscher-Kommission als auch die Rechnungshöfe haben dieses Konzept durchaus sehr kritisch gesehen, das kommt in dem Artikel aber nicht so rüber. Das wird hier so ein Ding, wo man in 20 Jahren dann bei Frontal 21 vorgerechnet bekommt, was für eine selten dämliche Entscheidung das war. Was auch wieder jeder heute schon weiß, der sich damit näher beschäftigt aber die Bundesministerien, die auf Weisung ihrer Minister da rummachen, nicht vom Umsetzen abhält.

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sw-grisu 27.01.2016, 17:13
5. Privatisieren?: Ganz schnell bitte!!!!!

Die Unfähigkeit (nicht nur) beim Autobahnbau haben die Behörden zur genüge unter Beweis gestellt.

Dass es, privat finanziert und organisiert, deutlich besser geht beweist uns Frankreich seit Jahrzehnten.

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guenther2009 27.01.2016, 17:26
6. Herr Scheuble und

der aus Pfisterer versuchen doch nur wieder mehr Kosten auf die Bürger abzuwälzen. Sie sind dann doch längst weg vom Fenster und wir zahlen noch immer. Aber vielleicht haben sie zur Gehaltsaufbesserung einen Vorstandsjob erhalten

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dr.u. 27.01.2016, 17:41
7. Tolle Sache

Tolle Sache, so eine "Infrastrukturbehörde des Bundes"; wenn man es richtig macht.
Sinnvollerweise sollten alle Infrastrukturaufgaben (Autobahnen, Schienennetz, Hochspannungsnetz, Glaserfasernetz) in eine Non-Profit-Bundesgesellschaft gebündelt werden.

Ein Ausverkauf an private Investoren ist ein No-Go! Allerdings spricht nichts dagegen, Teilbereiche temporär von privaten Gesellschaften erricht und betreiben zu lassen. Es muss nur klar geregelt sein, dass der Bund den Hut aufhat und Eigentümer bleibt.

Es darf nicht passieren, dass Infrastruktur zu Gunsten privater Wertschöpfung verlottert und die Nutzer (also wir, die Bürger) zur dauernden Gewinnmaximierung von privaten Investoren geschröpft werden.

Im Falle von privatwirtschaftlich unterhaltenen Autobahabschnitten könnte ich mir z.B. vorstellen, dass auf Streckenabschnitten, die eine Baustelle oder ein Tempolimit aufgrund von verschlechtertem Fahrbahnzustand beinhalten (dafür wäre dann ja weiterhin eine Straßenverkehrsbehörde zuständig) nicht bemautet werden dürfen bzw. der Streckenbetreiber für die Dauer der Einschränkung keine Einnahmen aus der Maut des betroffenen Streckenabschnitts bekommt.

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otto_61161 27.01.2016, 17:42
8.

Zitat von sw-grisu
Die Unfähigkeit (nicht nur) beim Autobahnbau haben die Behörden zur genüge unter Beweis gestellt. Dass es, privat finanziert und organisiert, deutlich besser geht beweist uns Frankreich seit Jahrzehnten.
Da braucht man gar nicht ins Ausland zu gucken; die Sanierung und Erweiterung der BAB 1 zwischen Hamburg und Bremen wurde privat vom ausführenden Konsortium finanziert. Sie wurde zügig durchgeführt; die sonst damit befassten öffentlichen Bauverwaltungen hätten nach eigener Aussage 50% mehr Zeit gebraucht.
Darüber hinaus sind die Ersteller für die Zeit der Refanzierung via Maut zum Unterhalt dieser Autobahn verpflichtet. Man vergleiche dazu doch bitte mal die staatliche Unterhaltung von Infrastruktur.

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matthias.ma 27.01.2016, 18:31
9. Sehr schöne Idee

... das schlechteste von beiden Seiten:
Ein Monopolunternehmen, dass bedeutet schlechten Service und hohe Preise. Geführt von einer Mischung aus abgeschobenen Industrievertretern (denen nur noch die Führung eines Monopolbetriebs zugetraut wird) und abgehalfterten Politikern (die keiner mehr wählen will oder die man nicht mehr auf Parteilinie bekommt). Vertrag ausgehandelt von einer völlig überteuerten Anwaltskanzlei mit einer Amtsseite, die politisch zur Unterschrift gezwungen wird - egal wie schlecht die Bedingungen sind. Dazu die Lizenz zum Gelddrucken für die Firmen.
Ich hätte dort gerne einen Posten im hohen Management - ich sage auch zu, mich mit dem Arbeiten zurückzuhalten und im Schwerpunkt Berater zu beschäftigen.

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