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Bundesautobahngesellschaft: Verkehrsminister wehren sich gegen "Mammutbehörde"
Corbis

Der Bund könnte die Gründung einer Bundesautobahngesellschaft vorantreiben. Mehrere Verkehrsminister der Länder stellen sich dagegen - auch aus Furcht vor privaten Investoren beim Fernstraßenbau.

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gustavsche 28.01.2016, 00:26
30.

Zitat von whitemouse
Wenn ich das Wort Privatisierung schon höre, kommt mir die Galle hoch. Was hat die z.B. bei der Post gebracht? Dass man nun auf 5 und mehr Dienstleister warten muss. Die Post allein hat das auch gekonnt und die Beschäftigten haben dort anständiges Gehalt bekommen. Was hat das z.B. bei der Bahn gebracht? Kompliziertere Netzplanungen, höhere Preise, mehr Streiks. Der einzige Bereich, bei dem ich zugestehe, dass die Privatisierung zumindest nicht geschadet hat, ist der Mobilfunk. Wer Bundesautobahnen verscherbeln will, kann als nächstes auch Polizeieinsätze verkaufen oder gerichtliche Entscheidungen versteigern. Nein, da wäre etwas mehr Sozialismus die bessere Richtung.
Sie haben keine Ahnung.

1. Die Post ist heute besser als jemals zuvor. Ich bekam neulich ein Paket. Mittwochabend 20:40 Uhr bekam ich die Meldung, es wäre bei der Post abgegeben worden. Nächsten Tag um 9:40 war das Paket bei mir! Und es war kein Express-Versand, für den man extra löhnen muss.

Und für die Briefpost gibt es Briefkästen. Warum warten?

2. Die Bahn ist auch sehr viel besser geworden. Warum wird die alte Bundes- bzw. Reichsbahn so verklärt? Am lautesten meckern die Leute, die 20 Jahre nicht mehr Bahn gefahren sind.

3. Ich bin für viel mehr Privatisierungen. Häufig wird auch immer gegen bezahlpflichtige Toiletten gemotzt. Ich habe nie gemotzt. Warum? Ich erinnere mich noch zu gut an "kostenlose" Toiletten im öffentlichen Raum der DDR. Das waren reinste Kloaken. Ich zahle meine 50 Cent gerne, denn sie sind wichtig für saubere Toiletten. Und wer kein Geld hat, soll doch einfach einen Passanten fragen. Ich würde problemlos 50 Cent geben.

Nirgends waren und sind Kapitalismus und Sozialismus so gut erfahrbar wie auf öffentlichen Toiletten.

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kasam 28.01.2016, 00:27
31. Man stelle sich nur mal vor----es wird prvatisiert,

und ein Verkehrsminister, der so wie so nichts gescheites auf die Beine stellen kann, ist dadurch überflüssig geworden, weil es die Privaten mit Kreativität allemal besser machen---Bitte sofort privatisieren, damit das Elend des Verkehrsministers, ein Ende hat----

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gustavsche 28.01.2016, 00:36
32.

Zitat von wastl300
Was beweist Frankreich? Franzosen fahren auf den parallelen Landstraßen und durch die Dörfer. Nur Industriegeförderte Autos und Gelegenheitsfahrer, welchen es egal ist mal €350.- von Nord nach Süd zu zahlen, benutzen die Autobahnen. Bei der "frequenten Nutzung" sind die noch gut in Schuß.
1. Von Nord nach Süd kostet viel weniger. (Das habe ich soeben recherchiert, Lille -> Marseille: 81 €)

2. Außerdem sind die Autobahngesellschaften in Frankreich nicht privatisiert, sondern staatseigene Betriebe.

3. Zudem muss man sehen, wie die anderen Randbedingungen sind: Kfz-Steuer, Kraftstoffsteuer etc. pp. Bei uns wird alles über den Steuerhaushalt gedreht und irgendwie wurschtelt man sich durch. Bei uns gilt Autofahren als "kostenlos", aber es sowas gibt es nicht: "kostenlos". Kostenlos ist nur der eigene Tod, wenn nichts mehr übrig bleibt, was irgendwie beerdigt werden müsste.

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micromiller 28.01.2016, 06:21
33. Die Privatisierung der Autobahnen

könnten sicherlich 100Milliarden+ in die Haushalte spülen und sicherstellen, das der Weitere Ausbau effizient und zügig vorangeht. Wie in anderen Ländern üblich, könnte man den Aktienbesitz auf Deutsche Anleger begrenzen und auf diese Weise in Deutschland Vermögen schaffen, das nicht zum Spielball internationaler Hefer und Bankster wird.

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mazzmazz 28.01.2016, 06:57
34. Ambivalent

Wenn die Hoheit über die Autobahnen an den Bund überginge, könnte nicht mehr jeder linksgrüne Landesfürst seine überschüssigen "80"-Schilder neben die Autobahn nageln und eine zentrale Planung nach Bedarf wäre möglich.

Andererseits dürfte eine PPP nich sein, denn diese wäre in D vermutlich nachteilig für den Bürger.
Der Bund müsste vernünftig (!!!) planen und bauen/überwachen.
Eine Vignette rein zur Finanzierung von Bundesstrassen und Autobahnen müsste eingeführt und die KfZ-Steuer abgeschafft werden.

Da all dies in D jedoch unmöglich durchzusetzen wäre, lässt man besser alles wie es ist.

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schwabenstreich 28.01.2016, 07:09
35. Privatisieren und der ...

...Deutschen Rentenkasse zuführen...langfriste Anlagegüter mit regelmäßigen fürstlichen Einnhamen ... das gleiche mit den restaktienbeständen der Deutschen Telekom + der POST... somit erhält die Rentversicherung lnagsam einen Substatiellen Wert... nicht nur Linke Tasche, Rechte Tasche mit 25 Tage solventen Puffer...

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bs2509 28.01.2016, 07:51
36. Der Dobrindt . . .

. . . oder dass das Volk bereits für dumm verkauft wird ist bekannt, aber das der bundesdeutsche Strassenbau auch noch verkauft werden soll, scheint den "Hohensteiner-Verkehrskasper" dort zu belassen, wo er hingehört . . . auf den Standstreifen.
Nur das ÖPP- Projekt grundsätzlich teurer werden als versprochen ist nicht neu.
Wer der neoliberalen Denkweise angehört und glaubt, das es billiger wird, leidet an "geistiger Umnachtung" oder ist immer noch der Auffassung, der "normale Dreisatz" besteht aus Subjekt, Prädikat und Objekt . . .

Natürlich dürfen die Parteikassen nicht unberücksichtigt bleiben . . . .weiterhin Gute Fahrt.

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Toe Jam 28.01.2016, 08:22
37.

Zitat von otto_61161
Da braucht man gar nicht ins Ausland zu gucken; die Sanierung und Erweiterung der BAB 1 zwischen Hamburg und Bremen wurde privat vom ausführenden Konsortium finanziert. Sie wurde zügig durchgeführt; die sonst damit befassten öffentlichen Bauverwaltungen hätten nach eigener Aussage 50% mehr Zeit gebraucht. Darüber hinaus sind die Ersteller für die Zeit der Refanzierung via Maut zum Unterhalt dieser Autobahn verpflichtet. Man vergleiche dazu doch bitte mal die staatliche Unterhaltung von Infrastruktur.
Dafür gibt es noch mehr Beispiele.
Die Verlegung A4 bei Erfurt ist ein gutes Beispiel.
Der Bau ging zügiger, billiger und vor allem: Der private Betreiber hat ein wirkliches Interesse, qualitativ gut zu bauen, weil er das Stück Autobahn 30 Jahrelang betreiben und warten muss.
Vor 50 Jahren, als die Ingenieurskompetenz noch bei den Ämtern lag, wäre eine private INvestition verkehrt gewesen. Heute gehen nur noch die Nieten in die Ämter, die Kompetenz liegt bei den Privaten.

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Toe Jam 28.01.2016, 08:23
38.

Zitat von normanr
davon weiß das Fußvolk ja gar nix.
Sie werden es merken: Dort, wo die nächsten 30 Jahre keine Sanierungsbaustellen sind, das sind die privaten.

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tims2212 28.01.2016, 08:57
39. Seid Ihr noch zu retten?

Die Privatisierung hat bei der Bahn nicht funktioniert (und da ist der Bund noch zu 51% mit drin), wer davon ausgeht, dass das jetzt bei den Fernstrassen funktioniert, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.
Und das Schäuble noch sagt, passt auf Jungs, ich entlaste Euch bei den Kosten und Ihr bekommt sogar noch was überwiesen... die rechnen immer noch Minus x minus gibt PLUS!!! Das ist wie bei der Geschichte damals, als Ex-Präsi Herzog irgendwo 35 Mio. Einnahmen killen wollte (ich glaub Steuerreform wars) und (damals noch nicht) Mutti noch irgendwas auf den Weg bringen wollte, was auch diverse Mio. gekostet hätte... alles auf EINEM Parteitag!!! Und das ist mehr als 10 Jahre her.... die lernen es einfach nicht...

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