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Bundesländer wollen neue Verkehrsregeln: Union lehnt "Privilegierung" von Fahrradfahr
DPA

Die Landesverkehrsminister haben 15 Vorschläge für besseren Fahrradverkehr vorgelegt. CDU und CSU im Bundestag finden die Vorschläge ungerecht - die Politik dürfe "Radrowdys" nicht entgegenkommen.

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jl21 04.04.2019, 20:43
1.

Aber die CDU/CSU erlaubt "Autorowdys" mit 200 km/h über die Autobahnen zu rasen...

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rumpelstilzchen1980 04.04.2019, 20:45
2.

Fakenews a la CDU:

Es gibt kein erhöhtes Unfallrisiko in freigegeben Einbahnstraßen. Nirgendwo bisher nachweisbar mit Zahlen.

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Interzoni 04.04.2019, 20:48
3. Unions-Rowdys

Oh je, was haben diese durchaus vernünftigen Vorschläge mit Radrowdys zu tun? Wenn jemand im Straßenverkehr privilegiert ist, dann sind es ja wohl die Autos. Unionsabgeordnete sollten Bildungsreisen nach Amsterdam oder Kopenhagen machen, vielleicht würde das den Autotunnelblick erweitern.

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doxa1 04.04.2019, 20:51
4. Fremdschämen CDU

Die Aufmerksamkeit auf Radrowdys zu lenken ist eine Frechheit. Es gibt Millionen Fahrradfahrer die vernünftig fahren.

Fakt ist, das ein Fahrradfahrer per se andere Verkehrsteilnehmer weniger gefährdet als ein Autofahrer. Darüber hinaus tut der Radfahrer etwas für seine Gesundheit und auch für die Gesundheit anderer (abgasfrei, lärmfrei). Insofern ist es aus meiner Sicht nur folgerichtig den Radverkehr gegenüber den Autoverkehr zu priviligieren.

Von Gleivhberechtigung der Verkehrsteilnehmer ist zumindest bei den Aufwendungen nichts zu spüren. Autos werden hier unverhältnismäßig überpriviligiert (Infrastruktur etc.).

Ich frage mich wann die Stadtmenschen aufstehen und sich für mehr Lebensqualität einsetzen.

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Partyzant 04.04.2019, 20:52
5. mit der Union ???

Mit der Union kann man nur die ewig gestrige Zukunft gestalten und wenn die schon Reformen zulassen, dann im Interesse der Autohersteller und deren Autos. Am besten sieht man die Erneuerung bei der Jungen Union - deren Vorsitzender labbert wie Seehofer nur dass er dabei 10 Jahre jünger aussieht.
Es sind die ewig gestrigen...

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bikosaurus 04.04.2019, 20:58
6. Der große Wurf ist das nicht...

...um so unverständlicher die CDU/CSU-Reaktion - wenn sie denn richtig wiedergegeben wurde. Ansonsten ist das Papier nicht so der Burner. Der Sicherheitsabstand ist schon jetzt festgeschrieben, bei den Verkehrsverhältnissen aber kaum einzuhalten. Eine generelle Freigabe von Einbahnstraßen finde ich nicht gut, bei manchen macht das keinen Sinn. Wieder einmal nur schwarz-weiß-Denken. Die einfachste Verbesserung ist die schwerste: Mehr Rücksichtnahme untereinander. Das gilt für jede Verkehrsgruppe.

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helmut.p 04.04.2019, 20:58
7. In Einbahnstrassen

mit dem Fahrrad in Gegenrichtung fahren ist bei Tempo 30 in Zürich seit Jahrzehnten völlig problemlos. Die Autofahrer sind langsam genug, um rechtzeitig reagieren zu können, ebenso die Velofahrer. Und das Rechtsabbiegen bei rot, war in der DDR schon erfolgreich. Auch das soll jetzt bald in Zürich auch teilweise möglich werden.

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olmen 04.04.2019, 20:58
8. Statt Privilegierung besser mehr Sicherheit

für Radfahrer. Privilegierung bringt in der Praxis nichts oder steht nur auf dem Papier. Beispiel: Sog. Fahrradstraßen, die formal den Radfahrer herausheben, aber letztlich nicht mehr Sicherheit für ihn bringen. Auch sollte endlich damit aufgehört werden, sog. Fahrradschutzstreifen zu fördern. Die sind gar keine "Schutzstreifen", denn Kleinkinder und Senioren sollen weiter auf sep. Fußwegen fahren. An deren Stelle sollten sep. Fuß-/Radweg verbessert werden und und sep. Radwege (wie im Ruhrgebiet) geschaffen werden. Dann wird das Rad auch mehr genutzt und Radfahren sicherer. Also weniger Ideologie und mehr Pragmatismus (gilt vor allem für Grüne und den ADFC).

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j.w.pepper 04.04.2019, 21:02
9. Ich fahre in HH Auto (weil ich sonst nicht in die Stadt komme)...

...aber auch Fahrrad (StadtRad) und gehe ausgesprochen gern zu Fuß, mal abgesehen von der Benutzung des ÖPNV innerhalb der Stadt (aber eben nicht von zuhause).

Für mich sind es ganz klar "die" Radfahrer, die am wenigsten auch nur einen Dreck für die Verkehrsregeln geben. Und ich ertappe auch mich selbst dabei, auf dem Rad zumindest "fünfe gerade sein zu lassen", und zwar weit eher als beim Autofahren oder auch Zu-Fuß-Gehen. Ganz übel sind die Radkuriere, die am häufigsten ohne Rücksicht auf Verluste über rote Ampeln und gern auch mal quer über eine Kreuzung brettern (das liegt wahrscheinlich an der Ausbeutung dieser Gruppe durch die bösen Kurierunternehmen, oder nicht?).

Was soll eigentlich neu daran sein, dass Radfahrer Einbahnstraßen in Gegenrichtung benutzen? Wenn das erlaubt wird, ist das nur die Legalisierung des Ist-Zustandes. Nur bedeutet diese Legalisierung eine Benachteiligung der übrigen Verkehrsteilnehmer, weil die jetzt plötzlich auch noch verpflichtet sind, in Einbahnstraßen den Verkehr aus der falschen Richtung zu checken, und den Kopf für die Dreistigkeit der Fahrrad-Rambos hinzuhalten.

Man sollte den Radfahrern vorschreiben, mindestens Fahrzeuge (insbesonder Lkw!), die rechts blinken, nicht mehr rechts überholen zu dürfen, statt ihnen das Recht einzuräumen, trotzdem geradaus weiter zu fahren. Das würde m.E. erheblich mehr positiven Effekt auf die Unfallzahlen zeigen als alle anderen Maßnahmen für diese Situation, sei es Schrittgeschwindigkeit beim Abbiegen oder irgendwelche Totwinkelkamerasysteme. Es ist Radfahrern genau wie Autofahrern und Fußgängern sehr wohl zuzumuten, mal zurückzustecken und andere Verkehrsteilnehmer vorzulassen. Die ideologische Bevorzugung der Radfahrer ist derzeit mindestens genauso grotesk wie der gute alte Autofahrer-Slogan "Freie Fahrt für freie Bürger".

Und aus meiner Sicht die größte Idiotie ist es, den Radverkehr selbst dort auf die Fahrbahn zurückzuverlegen, wo bereits Radwege bestehen. Ich selbst bevorzuge stets einen separaten Radweg, wo einer existiert, statt mich in den Wettbewerb mit Kraftfahrzeugen zu begeben. Aber ich passe dann halt auf, wenn ich an einer Abzweigung die Seitenstraße überqueren muss, statt mein "Vorrecht" nur deshalb durchsetzen zu wollen, weil ich gerade umweltfreundlich unterwegs bin.

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