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Bundesländer wollen neue Verkehrsregeln: Union lehnt "Privilegierung" von Fahrradfahr
DPA

Die Landesverkehrsminister haben 15 Vorschläge für besseren Fahrradverkehr vorgelegt. CDU und CSU im Bundestag finden die Vorschläge ungerecht - die Politik dürfe "Radrowdys" nicht entgegenkommen.

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mkalus 05.04.2019, 00:59
140.

Zitat von mina2010
Weg zur Arbeit 36 km ... (Berlin) Fahrrad 2,5 bis 3 Stunden je Richtung! Öffies, bei einwandfreien Anschlüssen mindestens 2Std. 10 Minuten! Auto 50 bis 60 Minuten! Im Klartext mit Arbeitszeit: 14 bis 15 Stunden unterwegs! 13 bis 13,5 Std unterwegs! 11 Stunden unterwegs! Was würden Sie wählen?
2.5 - 3 Stunden für 36km? Das bezweifle ich. Der Durchschnittliche Radler schafft durchaus 25kph da würden 36km dann so zu ~1 1/2 - 2 Stunden

Ich bezweifle auch die Autozeit hier, sofern Sie innerhalb der Stadt unterwegs sind und nicht über die Autobahn Brettern. Ampeln bremsen Verkehr gerne aus.

Mein Wagen z. B. zeigt mir die Durchschnittsgeschwindigkeit am Ende der Fahrt an. Im Schnitt sehe ich da 25kph, das ist das was ich auch mit dem Rad schaffe.

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larsmach 05.04.2019, 01:16
141. Deutsche ...für alles eine Regel! - Es gibt §1 StVO!

Willkommen in "wie muss ich mich jetzt verhalten?"-Deutschland! Hier muss ALLES, egal wie einzelfallbezogen, marginal oder vom gesunden Menschenverstand her verständlich geregelt. Wenn in New York Flugzeuge in Hochhäuser fliegen, wird hierzulande über ein entsprechendes Gesetz zum "Abschussbefehl aus der Ferne" schwadroniert oder es wird über "Folterandrohung" debattiert, weil ein Kommissar das Leben eines entführten und angeblich von Erstickung bedrohten Kindes retten wollte - ganz so, als wenn es "Notstand" (335 StGb) u.a. nicht gäbe! ...und nun also neue Regeln für Radfahrer sowie - quasi für jeden erdenklichen Einzelfall. Hey, Überraschung: Es gibt bereits Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung - und meine stoische Ruhe als Autofahrer, der selbst im schlimmsten Regenwetter gelassen hintern Steuer Musik hört, während ein pudelnasser Radfahrer sich nähert und sehr absehbar schneiden wird. Wir haben in diesem Land absurd viele Einzelfall-Gesetze und -Paragraphen, weil ein großer Teil des Publikums nicht bereit ist, selbstständig Entscheidungen zu fällen (nach gesundem Menschenverstand, wie dieser auch im Falle einer Gerichtsverhandlung erörtert würde!). Mittlerweile hat dieses Land das Kunststück vollbracht, dass Gesetze und Verordnungen sich sogar direkt widersprechen (Beispiel: Kacheln in einer Fleischerei - "rutschtfest geribbelt wg. Unfallschutz" "spiegelglatt wg. Hygiene"... absurd!).

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MissMorgan 05.04.2019, 01:17
142. Nein!

Klar fahre ich Auto, weil anders die Strecken und die Lasten nicht bewältigen zu sind. Dann kommen mir dunkel gekleidete Fahrradfahrer ohne Helm aus der Einbahnstraße geschossen und ich kriege bald einen Herzanfall. Sollte ich den aber anfahren, bin ich auch rechtlich erstmal dran - bis dann jeder Punkt zu einer Mitschuld von dem Radfahrer führt. Von meinen persönlichen Schuldgefühlen dann mal nicht zu reden. Sollte es wirklich einmal dazu kommen, werde ich den Fahrradfahrer auf Schmerzensgeld verklagen..Ich bin es leid, dass die angeblich so sportlichen Fahrer zu bequem sind, mit Licht zu fahren. Die fahren auch nicht aus ökologischen Gründen bei uns herum, sondern weil ihnen der Führerschein entzogen wurde oder das Auto eben Schrott ist. Da sind diese der Meinung, dass eben jede lange Straße automatisch eine Vorfahrtsstraße ist, dass man Fussgängerinnen von hinten anfahren kann, Klingel ist ja auch zu kompliziert zu bedienen.
Und dann - wo soll denn bitte noch jemals ein Fahrradfahrer überholt werden können, wenn mindestens 1,5m Abstand eingehalten werden sollen und der Radfahrer wiederum mindesten 1,5m Abstand zu parkenden Fahrzeugen hält? Da wird der Verkehr bei uns komplett zum Erliegen kommen, wie das in Großstädten aussehen mag...

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sogenannterfahrradrowdy 05.04.2019, 01:18
143. Der privilegierteste unter den Privilegierten

Privilegien für Radfahrer. So, so.....Irgendwie merk ich nix davon auf meinen täglichen Weg von 10 km mit dem Rad durch die Frankfurter Innenstadt,
Ach so! Jetzt verstehe ich! Ich habe das Privileg um auf dem Radweg abgestellte Autos herumzufahren. Dann kann ich endlich mal zeigen wie gut ich Rad fahren kann. Ah - und dann die exklusive VIP - Vollbremsung wegen mir auf der Fahrradspur frontal entgegen kommenden Autos, weil ein Verkehrsplaner der Stadt einen Radweg entgegen der Fahrtrichtung der benachteiligten Automobile auf die Fahrbahn legt. Ja, Automobile - ein klarer Fall für den Car--Soziallpädagogen! Aber was habe ich Rad - Sonnenkind doch für ein Privileg.... ich kann den Damen am Straßenrand mal zeigen wie tolle ich bremsen kann. Da packt jeder Breitreifen ganz schnell ein! Und dann - dann kann ich mal zeigen was für eine Beinmuskulatur ich habe, wenn ich an der Fahrradampel bei Grün anfahre und die nächste Ampel 25 m weiter genau dann auf Rot springt. Das ist die Senator - Card des Radfahrers! Doch Halt! Sind wir doch mal ehrlich - so richtig auf der Sonnenseite des Lebens steht man ja erst wenn man mal Schlangenlinie durch die, den gemeinsamen Rad-/Fussgängerüberweg (+Straßenbahnspur) zustellenden SUVs mit sich grämenden, von der Last des Lebens als Unterprivilegierte gebeugten Fahrern aus der Finanzwelt geschlängelt hat. Aber eines sage ich Ihnen. Du hast es erst dann geschafft und nur dann, wenn Du endlich aus dem Fenster des Q8 beim schlängeln bepöbelt wirst. Das ist dein persönlicher summit - your personal summit!
Ach so - das is kein Privileg?
Naja,.... ich habs halt nicht gemerkt. Das liegt aber wohl daran, dass ich als völlig verrohter Fahrradrowdy nicht mehr merke wenn man es doch gut mit mir meint.
Entschuldigung Herr Lange, es tut mir so leid, Herr Scheuer.
Ich verspreche ich gehe in mich und arbeite an mir - beim Car-Psychologen.

(Beschreibung typischer Geschehnisse eiens Abschnittes von weniger als. 1 km an einem normalen Morgen zwischen Eschenheimer Tor und Schauspiel)

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KarlRad 05.04.2019, 01:25
144. Herrlich... Die Radrowdys sind wieder da!

Endlich zeigt die Union wieder ganz klar Kante pro Auto, für Umweltverschmutzung und Verkehrskollaps. Nur tragisch, dass es meistens Kinder und Rentner trifft, die vom priviligierten Autofahrer überfahrem werden. Politik gegen eine bessere Zukunft von #CDUnwählbar.

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meiner79 05.04.2019, 01:27
145.

Zitat von wolle0601
Welche andere Gruppe bekommt denn vollkommen kostenlos so viel Strassenraum und obendrauf noch de facto Narrenfreiheit? Mit einer am Flächenbedarf orientierten Radlersteuer könnte man über einiges reden...wenn die bösen Autofahrer eines Tages täten was sie angeblich sollen, nämlich verschwinden, hätten die lieben Radler ein arges Finanzierungsproblem.
Hm lass mal überlegen, Fussgänger?

Und von welchem Finanzierungsproblem reden sie? Achja, die KFZ und Mineralölsteuer, mit der sie ganz alleine für den Strassenbau aufkommen. Sie vergessen da nur etwas ganz entscheidendes. Das meisste ihrer heiligen Steuern wird benutzt, um alle 3-5 Jahre den Verschleiss zu erneuern, den LKWs und dicke SUVs mit der Strasse anstellen. Wenn wir das hochrechnen auf Radfahrer, was meinen sie wie lange die Asphaltdecke hält. Ich tippe auf mehr als 100Jahre, wenn man Witterung vernachlässigt.

Ach und niemand fordert das Autos verschwinden sollen. Aber spiegelt schön wieder, was die Angst der Autofahrer ist. Wie wär es stattdessen mal mit ruhiger und besonnener Fahrweise?
Überhol doch mal einen Radfahrer so, wie du es in der Fahrschule gelernt hast. Dem langsameren Teilnehmer vorsichtig nähern, dessen Geschwindigkeit annehmen, wenn frei ist nach Blinkersetzen einen kompletten Spurwechsel vornehmen und erst einscheren, wenn ein ausreichender Abstand zwischen euch liegt.

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Filsbachlerche 05.04.2019, 01:54
146. Radrowdy? Ja, aber eher Kampfradler!

Schon als Jugendlicher in den 1950er Jahren war ich begeisterter Radfahrer. Während meiner beruflichen Tätigkeit ging das nicht mehr: Wie sollte man einen Aktenkoffer (manchmal auch zwei!) mit 20 kg Inhalt mit dem Fahrrad befördern? Also blieb nur der Pkw. Das Wochenende war in der Regel der Pkw stillgelegt, und das Fahrrad angesagt!
Mir unbekannte Innenstädte im In- und Ausland pflegte ich erst einmal zu Fuß zu erkunden – über 10 km Strecken allerdings mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen.
Den ersten Schock erlebte ich um das Jahr 1980 in Freiburg. Plötzlich mußte ich als Fußgänger lebensgefährliche Unfälle vermeiden, da Radfahrer rücksichtslos durch alle Fußgängerzonen rasten. Seit etwa 2000 ist das in Heidelberg ähnlich: Kampfradler rasen rücksichtslos auch durch Fußgängerzonen. Meist mit gesenktem Kopf, ohne Rücksicht auf Verluste!
Bei einem Reisemobilurlaub am Bodensee, etwa 2005, (meine Frau und ich hatten unsere Fahrräder mitgenommen) fuhren wir des öfteren auf dem Fahrrad am Seeufer auf Radwegen in die nächstgelegenen Städtchen. Das war sehr schön – bis auf die Kampfradler, die wohl an einem Tag den Bodensee umrunden wollten! Einmal drängte mich ein Kampfradler dermaßen ab, daß ich auf die benachbarte Straße fiel. Nur durch das schnelle Bremsen eines Autofahrers blieb mir ein Krankenhausaufenthalt erspart!
Inzwischen fahre ich nur noch auf Feld- oder Waldwegen. Da gibt es weniger Kampfradler. Wie lange noch?
Radfahrer sind nicht per se nette, umweltfreundliche Zeitgenossen. Recht viele von ihnen sind rücksichtslose Rowdies, eben Kampfradler!

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jenswagner 05.04.2019, 01:56
147. So so

Erstaunlicherweise muss ich den Konservativen beipflichten. Nur weil mittlerweile Radfahrer denken, das die Straßenverkehrsordnung nicht für sie gilt müssen wir selbige nicht ändern.
Was sucht ein Radfahrer auf der Bundesstraße, wenn daneben ein asphaltierter Radweg ist???
Was nützt ein Helm und ein lustiges Fähnchen am Kinderfahrrad, wenn es die Eltern versäumen, ihr Kind darauf hinzuweisen, das es neben einem LKW nichts verloren hat???
Jedes Fahrzeug hat einen toten Winkel. Sogar ein Fahrrad, dessen Fahrer mit Kopfhörern durch die Gegend fährt.
Es ist an der Zeit, das man wieder anfängt für sich selbst Verantwortung zu übernehmen.
Freibriefe zur Missachtung der Straßenverkehrsordnung auszustellen ist ganz sicher der falsche Weg.

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Flinger 05.04.2019, 02:03
148. Rowdies

Zitat von redfish
Es stimmt leider, dass sich die große Mehrheit der Radfahrer auf der Straße benimmt wie Rambo auf dem Schlachtfeld - absolut rücksichtslos und aggressiv, gegen alle Verkehrsregeln. Bevor wir über mehr Rechte für Radfahrer diskutieren, sollten wir erstmal dafür sorgen, dass die sich ordentlich benehmen im Straßenverkehr - so wie das auch alle anderen Verkehrsteilnehmer machen müssen.
Natürlich gibt es rücksichtslose Radfahrer, ebenso wie es rücksichtslose Fußgänger und Autofahrer gibt. Wenn Sie aber meinen, unter den Radfahrern sei die große Mehrheit rücksichtslos, dann haben Sie ein offenbar eine merkwürdige Auffassung von Rücksichtnahme. Ist es denn rücksichtslos, wenn ein Radfahrer ohne Behinderung oder Gefährdung Dritter einige Regeln etwas flexibler auslegt, die offensichtlich nicht für den Radverkehr gemacht worden sind?

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Flinger 05.04.2019, 02:14
149. Fahren auf Gehwegen

Zitat von kirschlorber
Rücksichtslose Radfahrer in den Innenstädten gibt es mehr als genug. Fahren auf Gehwegen oder viel zu hohes Tempo auf abschüssiger Strecke erlebt man leider nur zu oft. Gut gemeinte Ratschläge werden mit dreisten Bemerkungen quittiert. Hier von Rowdys zu reden, trifft die Sache ganz genau. Um den geruhsamen Radler in ländlicher Gegend geht es hier nicht.
Wieso sind Radfahrer auf Gehwegen automatisch rücksichtslos? Oft genug gibt es keinen Radweg oder der Radweg enthält Hindernisse diverser Art - Schlaglöcher, Wurzeln, parkende Autos, Scherben von sicherlich rücksichtsvollen Fußgängern, ausweichende oder unachtsame Fußgänger... you name it. Unangemessene Geschwindigkeit ist immer ein Problem, aber würden Sie es einem Autofahrer vorwerfen, wenn er einen Abhang mit sagen wir 40 km/h runtersaust? Wenn nicht, warum werfen Sie das dann einem Radfahrer vor?

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