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Bundesländer wollen neue Verkehrsregeln: Union lehnt "Privilegierung" von Fahrradfahr
DPA

Die Landesverkehrsminister haben 15 Vorschläge für besseren Fahrradverkehr vorgelegt. CDU und CSU im Bundestag finden die Vorschläge ungerecht - die Politik dürfe "Radrowdys" nicht entgegenkommen.

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patsche2712 05.04.2019, 08:56
260. Was...

...will man von einer Partei auch verlangen, deren von ihr gestellter Bundesverkehrsminister sich seine Reden von der Autoindustrie schreiben lässt?

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prjctdth 05.04.2019, 08:57
261. Angry White Men

Die Union macht mittlerweile wieder die Politik, für die man sie kennt. Traditionelle Familienpolitik mit dem Mann als Patriarch und Frauen und Kindern, die gefälligst den Mund halten und gehorchen, Wirtschaftspolitik für traditionelle männlich-geführte Mittelstandsunternehmen und natürlich eine Verkehrspolitik herum um des Gutverdieners mittleren Alters liebstes Spielzeug. Damit er seinen Merser oder Audi auch ja in der engsten Innenstadt nutzen kann und natürlich auch die 250km/h ausfahren kann, für die er ein Leben lang so hart gearbeitet hat. Endlich kann man wieder begründen, warum man die Union nicht wählt.

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j.vantast 05.04.2019, 08:57
262. Radfahrer schützen

Am besten werden Radfahrer geschützt wenn sie das tun was sie von anderen Verkehrsteilnehmern verlangen:
Sich an die Regeln zu halten. Wenn es darum geht sich zwischen den Autos durchzudrängeln ist den Radfahrern der Mindestabstand nämlich plötzlich egal.

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fkfkalle3 05.04.2019, 08:58
263. Im Hamburger

Innrnstadtbereich, hier Altona,Bahrenfeld etc. sind die Spuren teilweise so verengt, dass es gerade noch für den Bus (hier mit behinderten Menschen reicht. Ein entgegenkommendes Fahrrad kann zum Problem werden, weil ein beidseitiges Passieren gelegentlich schwierig wird. Was nun ? Grundsätzlich kann man nur mit dem Grundgedanken der gegenseitigen Rücksichtnahme arbeiten, was in der Regel so auch funktioniert, und nein ich verdamme keinen Radfahrer, warum auch ? Es sind Verkehrsteilnehmer ausgestattet, so ich ,mit der StVo., fertig. Leider, das ist einfach so, gibt es auf beiden Seiten der Verkehrsteilnehmer Idioten. Jedoch , das sollte man erkennen, es ist immer nur eine Minderheit , die sich anangebracht verhält.

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benmartin70 05.04.2019, 08:59
264.

Zitat von wolle0601
Wenn ein Radler mit 15 oder 20 km/h in einen Fußgänger einschlägt, gibt es sowieso Tränen...in der Realität reicht schon diese sehr reale Gefahr, damit Fussgänger sich von Radlern zu Recht bedrängt und genervt fühlen. Von e-Bikes wollen wir gar nicht erst anfangen. Eine Kennzeichenpflicht für Radler ist schon lange überfällig. Als nächstes muss eine Versicherungspflicht auch für "normale" e-Bikes kommen. Helmpflicht wär mir egal...wenn jemand sich durch seine Fahrweise selbst schädigt, soll er ruhig die Konsequenzen tragen.
Wenn ein Radler mit 20km/h in einen Fussgänger einschlägt gibt es auf beiden Seiten Tränen, denn der Radler wird dabei nicht auf dem Rad bleiben. Wer glaubt dass Radler sowas absichtlich provozieren oder herbeiführen ist noch nie Rad gefahren.
Ich bin übrigens auch für Kennzeichen für Fussgänger, mich hat schonmal einer auf dem Radweg umgerannt und ist weiter gelaufen....

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ohjeee 05.04.2019, 08:59
265. 1

Zitat von benmartin70
Aufs Land fahren? Mit dem Auto? Guter Witz. Und warum soll ich aufs Land ziehen? In Stadtnähe bin ich näher an der Arbeit. Die Autofahrer ziehen ja auch immer die ich- muss- zur- Arbeit- karte und heizen mit der Karre und einer Person darin täglich zur Arbeit. Deshalb habe ich trotzdem ein Anrecht auf saubere Luft.
Ja natürlich fahre ich jeden Morgen alleine mit dem Kombi zur Arbeit. Weil ich Arbeitszeiten habe, die über einen einfachen 9-to-5 Job hinaus gehen und flexibel sein muss. Und selbstversändlich mache ich das mit meinem bestehenden PKW, der sämtliche Alltagssituationen abdecken sollte (2 Kleinkinder, Kinderwagen), und kaufe mir nicht noch einen Smart, damit Sie keine Schnappatmung bekommen, wenn ich mit dem EINZIGEN Auto unseres Haushalts zur Arbeit fahre.
Ich habe auch ein Anrecht auf saubere Luft und würde es begrüßen, wenn Züge und Busse erst dann fahren, wenn sie zu 75% gefüllt sind. In unserer Region sind die Strecken noch nicht alle Elektrifiziert und wenn ein stinkige Diesellok dutzende Liter Diesel raus bläst, Mittags um halb 3 mit 5 Personen fährt, dann ist die CO2-Bilanz ja wohl Katastrophaler, als wenn ich meinen PKW bewege. Geht aber nicht anders, eigentlich sind die Takte ohnehin schon zu gering.
Und nein, ich finde nicht, dass Sie ein Anrecht dazu haben, überall frische Bergluft schnuppern zu können, egal wie dicht besiedelt ist. Ansonsten ist mMn der Wohnraum in der Stadt nach wie vor viel zu billig. Man kann halt nicht alles haben.

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benmartin70 05.04.2019, 09:04
266.

Zitat von fördeanwohner
? Ach so, dann MUSS man also Rad fahren, um es besser zu haben? Ganz ehrlich, wenn ich unser Mietshaus verlasse, um einen Brief in den Briefkasten zu werfen, der sich direkt gegenüber auf der anderen Staßenseite befindet, werde ich wohl nicht das Rad nehmen. Ich erwarte dann, unverschämt wie ich bin, dass kein Radfahrer mit 30 km/h auf dem Bürgersteig unterwegs ist und mich umfährt, wenn ich den erten Schritt aus der Tür wage. Ich wohne in einer Universitätsstadt mit 250.000 Einwohnern, wo man schon viel für Radfahrer getan hat. Das begrüße ich ausdrücklich, da ich innerhalb der Stadt selbst hauptsächlich mit dem Rad, sonst mit dem Bus oder aber zufuß unterwegs bin. Aber es ist leider eine Tatsache, dass unter den Radfahrern die meisten Rowdies sind, weil sie bereits jetzt schon privilegiert sind. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, ist eben nicht gekennzeichnet und kann sich schnell vom Acker machen, wenn etwas passiert. Für A*** ist damit leider schlechtes Verhalten quasi ein Muss. Die vorgeschlagenen Maßnahmen allerdings finde ich okay, da sie eigentlich jetzt schon Usus sind und keine weitere Gefährdung durch Radfahrer mit sich bringen.
Klar, stimme zu. Ich "erwarte" auch viel. wird nur leider fast täglich in einer Universitätsstadt > 300.000 Einwohner enttäuscht.
Darunter sind auch Fussgänger die nicht wissen dass ein Radweg eine Fahrbahn ist und man schauen muß wenn man den queren möchte.

Sicher, ich erlebe auch täglich Radler die mist bauen (reichlich), aber dadurch wird idR keiner geschädigt. Es nervt aber ohne Zweifel.
Aber das tut es bei allen Verkehrsteilnehmern, bei den KFZ kommt leider die größere Gefahr für andere hinzu.

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EiligeIntuition 05.04.2019, 09:04
267. Klar liegt das an der "Rücksichtslosigkeit" - der PS-Protze.

Oder haben Sie schon mal irgendwo gelesen, dass ein Auto von einem Fahrradfahrer totgefahren wurde?

Umgekehrt passiert es aber erschreckend häufig:

"Im Jahr 2017 starben jedoch 382 Radlerinnen und Radler auf Deutschlands Straßen, mehr als 79.000 wurden verletzt. Und während zwischen 2010 und 2017 die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland insgesamt um 13 % zurückging, blieb die Zahl der Menschen, die getötet wurden, als sie mit dem Rad unterwegs waren, nahezu konstant."
https://www.br.de/nachricht/verkehrsunfaelle-2017-jeder-achte-tote-ist-ein-radfahrer-100.html

"Bei Unfällen mit einem Pkw waren 25 Prozent der Radfahrer hauptverantwortlich, bei Unfällen mit Güterkraftfahrzeugen 20 Prozent."
https://www.runtervomgas.de/verkehrsteilnehmer/artikel/verkehrsunfaelle-von-radfahrern.html

Bei mehr als der Hälfte dieser Unfälle tragen Autofahrer die Schuld.

Da hilft auch nicht die ständige Kakophonie über vorgebliche "Fahrradrowdies".

Biker/Innen, die Verkehrsregeln missachten, gefährden in der Regel ausschließlich sich selbst.

"Radfahrer verursachen insgesamt 8% der Unfälle von Fußgängern und stellen damit keine Hauptursache von Fußgängerunfällen dar." (Quelle: ADFC)

Bei Unfällen zwischen Radfahrern und Fußgängern hält sich die Schuldfrage die Waage. Schwerverletzte oder gar Tote sind dabei eher selten.

"Toleranz" im Straßenverkehr bedeutet somit in erster Linie, auf die Schwächeren Rücksicht zu nehmen. So sieht das auch der Gesetzgeber schon immer.
Und genau davon zeigen Sie sich Lichtjahre entfernt.

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j.vantast 05.04.2019, 09:05
268. Was soll das denn?

Zitat von jl21
Aber die CDU/CSU erlaubt "Autorowdys" mit 200 km/h über die Autobahnen zu rasen...
Wenn ein Streckenabschnitt kein Tempolimit hat ist das Fahren mit 200km/h völlig legal. Nicht legal ist es wenn Radfahrer in der Dunkelheit ohne Licht fahren (wäre siche ein grosser Spass wenn mal eine Nacht so viele Autos ohne Licht fahren wie es bei Radfahrern üblich ist). Und es fahren 80% mehr Radfahrer bei rot über die Ampel als es Autofahrer tun. Nebenbei passieren viele Unfälle weil Radfahrer verbotenerweise auf Fusswegen fahren.
Es wird nicht Zeit über mehr Rechte der Radfahrer zu diskutieren sondern darüber das Radfahrer für ihr Fehlverhalten genauso zur Rechenschaft gezogen werden müssen wie sie es selbst von den anderen Verkehrsteilnehmer fordern.
Die Radfahrer fordern keine Gleichberechtigung sondern Bevorzugung.

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ohjeee 05.04.2019, 09:06
269. 1

Zitat von krustentier120
Momentan geben die Länder und Kommunen ca. 50-100 mal so viel pro Nase für die Autoinfsstruktur aus, als für die Fahrradinfrastruktur. Da sind die Autobahnen noch nichtmal mit drin. Ein bisschen mehr Gerechtigkeit wäre ein erster Schritt.
Achso, Radfahrer dürfen nicht auf der Straße fahren? Busse, die für Sie grüner Radfahrer fahren, sowie LKW, schädigen die Straße halt auch einfach 10.000 mal mehr, als ein PKW (siehe 4-Potenzen-Gesetz). Natürlich muss man da öfters ran, oder wollen Sie die Strecken fliegen, die Sie nicht mit der Bahn und Rad zurück legen können? Bis das möglich ist, werden Sie wohl in Kauf nehmen müssen, dass IHR Busverkehr die Straßen nachhaltig deutlich mehr schädigt und deshalb die breiten Straßen öfters saniert werden müssen als Rad- und Fußwege.

Btw: Sie kaufen ncihts ein, was nicht in Ihrem Garten wächst, nehme ich an? Oder was glauben Sie, wie Lebensmittel im Discounter ums Eck landen? Per Luftpost mit der Drohne? Nein? Na dann wirds wohl der böse LKW sein, der ebenfalls Autobahnen nutzt und die eben leider ramponiert.
Was wäre denn gerechter daran, wenn man nur für Sie egoistischerweise neben der Straße einen gleich großen Verkehrsraum schaffen würde, damit schmalere Verkehrsteilnehmer "Gerechtigkeit" verspüren? Also bitte.

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