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Bundesländer wollen neue Verkehrsregeln: Union lehnt "Privilegierung" von Fahrradfahr
DPA

Die Landesverkehrsminister haben 15 Vorschläge für besseren Fahrradverkehr vorgelegt. CDU und CSU im Bundestag finden die Vorschläge ungerecht - die Politik dürfe "Radrowdys" nicht entgegenkommen.

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benmartin70 05.04.2019, 09:19
280.

Zitat von ohjeee
Ja natürlich fahre ich jeden Morgen alleine mit dem Kombi zur Arbeit. Weil ich Arbeitszeiten habe, die über einen einfachen 9-to-5 Job hinaus gehen und flexibel sein muss. Und selbstversändlich mache ich das mit meinem bestehenden PKW, der sämtliche Alltagssituationen abdecken sollte (2 Kleinkinder, Kinderwagen), und kaufe mir nicht noch einen Smart, damit Sie keine Schnappatmung bekommen, wenn ich mit dem EINZIGEN Auto unseres Haushalts zur Arbeit fahre. Ich habe auch ein Anrecht auf saubere Luft und würde es begrüßen, wenn Züge und Busse erst dann fahren, wenn sie zu 75% gefüllt sind. In unserer Region sind die Strecken noch nicht alle Elektrifiziert und wenn ein stinkige Diesellok dutzende Liter Diesel raus bläst, Mittags um halb 3 mit 5 Personen fährt, dann ist die CO2-Bilanz ja wohl Katastrophaler, als wenn ich meinen PKW bewege. Geht aber nicht anders, eigentlich sind die Takte ohnehin schon zu gering. Und nein, ich finde nicht, dass Sie ein Anrecht dazu haben, überall frische Bergluft schnuppern zu können, egal wie dicht besiedelt ist. Ansonsten ist mMn der Wohnraum in der Stadt nach wie vor viel zu billig. Man kann halt nicht alles haben.
Mit der Meinung dass der Wohnraum in der Stadt zu günstig ist stehen Sie wohl eher alleine da, oder haben Sie die nachrichten in letzter Zeit verschlafen?
Sorry der Wohnraum auf dem Land ist zu billig und die unselige Pendelei wird mit der Kilometerpauschale auch noch unterstützt.
Von Bergluft habe ich nichts geschrieben.

Aber wir werden es noch erleben dass das Autofahren sich erheblich reduzieren wird.

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asentreu 05.04.2019, 09:19
281. Wie wäre es mit Fairplay?

Einige dieser Regelungen hören sich für mich ganz sinnvoll an. 1,5m Seitenabstand zum Überholen z.B. Aber: dann erwarte ich auch von Radfahrern, diese 1,5m im eigenen Interesse zu ermöglichen, also nicht zu zweit oder dritt brezelbreit auf der Landstraße nebeneinander her zu strampeln.

Der sinnloseste dieser Vorschläge ist das Abbiegen für LKW. Da muss ich mich fragen, wie lebensmüde muss man sein, um einen LKW im Kreuzungsbereich rechts überholen zu wollen? Warum nicht den einfachsten aller Umsetzungsvorschläge dazu realisieren: ab 100m vor Kreuzungen dürfen rechts blinkende LKW nicht überholt werden, der Radler muss hinterherfahren. So einfach wäre die Unfallgefahr gebannt! Ein grüner Abbiegepfeil wäre davon immer noch unbenommen, der Radfahrer kann den ja auch in Anspruch nehmen, nur eben nicht zeitgleich mit dem vorn im Kreuzungsbereich stehenden Fahrzeug.

Übrigens würde ich (Autofahrerin, fahre 1000km/Woche, sorry, aber an der Zahl sieht man schon: Rad und/oder ÖPNV unmöglich) erwarten, dass Radfahrer die gleichberechtigte Härte unserer Straßenverkehrsordnung erfahren. Rotöicht- und Vorfahrtsverstöße gehören geahndet! Ich fordere eine Kennzeichenpflicht für Radfahrer ab 14 Jahren, sowie das freiwillige, aber legale, Verwenden von Dashcams für alle Verkehrsteilnehmer.

So wären Autofahrer seltener 'die Dummen' wenn mal wieder bei roter Ampel für den Radler ein Zusammenstoß passiert oder die Radler unüberlegt aus nicht vorfahrtberechtigten Seitenstraßen hersusschießen.

Ich habe mir erst am Montag von einem Radler (rechts vor links, er kam von links) die Vorfahrt nehmen lassen müssen. Habe scharf gebremst, er hat mir den Mittelfinger gezeigt. War aber nicht so schlimm, er hatte ja 'nur' sein Kind auf dem Gepäckträgersitz dabei.

Deshalb fordere ich Fair Play, das sollte AUCH von Radfahrern erwartbar sein.

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ohjeee 05.04.2019, 09:19
282.

Zitat von Baerliner73
Autofahrer haben die Gutpflicht. Mir muss man übrigens weder den Helm noch den Gurt als Pflicht auferlegen, meine Gesundheit ist mir wichtig genug beides freiwillig zu benutzen.
Bei Krafträdern gibts gar keine Diskussion bzgl. Helm, weil eben nicht nur die eigene Gesundheit geschützt werden muss, sonder der Staat bei Krafträdern auch die Sozialkassen schützen wollte, die sonst für vermeidbare schwere Kopf-Verletzungen Unsummen bezahlen müsste. Nicht umsonst ziehen sich Versicherer aus der Verantwortung, wenn nicht mit angepasster Kleidung Kraftrad gefahren wird.

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oui 05.04.2019, 09:20
283. alibisuche

die Union wird bei den nächsten Wahlen haushoch wieder Stimmen abgeben müssen, das weiß sie. Sie sucht nur nach Gründen, wie man das hinterher rechtfertigen kann!

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lesheinen 05.04.2019, 09:21
284. Welch ein .... Ignorant!

Klar, die Büffel im Straßenverkehr sind die Fahrradfahrer. So einer wie ich, der im letzten Jahr zwei Mal erleben musste, dass Autofahrer quer über der Radwegüberführung stoppten, weil sie der Annahme waren, ich müsse als Radfahrer über den Zebrastreifen queren. Dabei war die Radwegüberquerung eindeutig als solche kenntlich gemacht. Dieser Langesche Rowdy, der ich bin, ist letzte Woche fast umgenietet worden wäre, als eine von rechts kommende Autofahrerin die für sie auf rot geschaltete Ampel ignorierte und einfach durchfuhr. Dabei bin ich ordnungsgemäß bei grün gestartet und benötigte noch 2 - 3 Sekunden Zeit, um die Mitte der zu überpquerenden Straße zu erreichen. Klar, der Verkehrsrowdy bin ich!

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im_ernst_56 05.04.2019, 09:22
285. Alle Macht den Radfahrern

Zitat von benmartin70
Das tolle ist, keiner verbietet einem das Rad zu nutzen und die Privilegien zu geniessen (ausser menschen die das aufgrund körperlicher Einschränkung nicht können, aber auch da gibt es Möglichkeiten).
Klar, wenn meine Wegstrecke nur 100 oder 200 Meter ist, ich dabei aber eine Straße überqueren muss, soll ich deshalb das Fahrrad aus dem Keller holen, damit ich auch die Privilegien der Radfahrer genießen und nicht als Fußgänger über den Haufen gefahren werde? Sollte man vielleicht die Fortbewegung zu Fuß untersagen, weil der langsamste aller Verkehrsteilnehmer den Verkehrsfluss behindert und Eltern mit Kinderwagen nur noch stille Seitenstraßen benutzen, die nicht als Fahrradschnellweg ausgewiesen sind? Alle Macht den Radfahrern, weg mit den Fußgängern - wäre das nicht der passende Titel für ein Heinz-Ehrhard-Film-Remake?

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rennflosse 05.04.2019, 09:22
286. Gutes und Schlechtes

Ich sehe einige schlechte Vorschläge. So geht ein generelles Rechtsabbiegen für Radfahrer zu Lasten der Fußgänger. Das Befahren von Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung ist ein gefährlicher Missgriff. Ich kann nicht verstehen, wie ein verantwortungsvoller Mensch so etwas fordern kann.

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benmartin70 05.04.2019, 09:25
287.

Zitat von current3
Außerdem sind KFZ oft sehr viel schneller unterwegs. Der Radfahrer müsste bei jeder Kreuzung nach hinten schauen, um sich zu versichern, dass gerade keiner abbiegen will. Absolut nicht praktikabel!
Zustimmung, aber genau das muss man. Täglich. Sonst könnte ich nicht mehr Radfahren, weil überfahren. Mindestens einmal die Woche.
Und da fragen sich die KFZ-Jünger hier warum sich die radler aufregen.

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pittiken 05.04.2019, 09:26
288.

1. Der Radfahrer, auch auf dem Radweg, hat nunmal, wenn er geradeaus fahren will, Vorrang vor dem rechts abbiegenden LKW. Sicher, meine Gesundheiut ist es mir wert auch defensiv zu bleiben und im Zweifel stehen zu bleiben. Ändert aber nichts an der Tatsache mit dem Vorrang. Erego sollen nach ihrer Überzeugung also Radfahrer in den Status '2. Klasse' zurückversetzt werden?"

Sicher, sicher (Lieblingsworte von Hausmeister Krause) Aber man wird doch nicht in die 2. Klasse zurückversetzt, wenn man auf seine Vorfahrt verzichtet, weil einem das eigene Leben lieb ist.

Ihr Vorschlag:
Alle reinen Wohngebiete, also alles was nicht Hauptverkehrsstraße ist, wird generell zur Fahrradzone. Autofahrer haben hier generell keine Vorfahrt, es gilt Tempo 20 (max 30) und nur Anliegerverkehr. Damit verschwinden die Radfahrer automatisch aus dem schnelleren Straßenverkehr auf den Hauptstraßen und das Kollisions- und Agressionsrisiko wird auf beiden Seiten der bereiften Verkehrsteilnehmer drastisch reduziert."

Das die Radfahrer dann automatisch von den Hautverkehrsstraßen verschwinden, dürfte nur ein feuchter Traum bleiben.

Ich habe da einen viel besseren Vorschlag: Da ja jeder Fahrradfahrer sich an die Straßenverkehrsregeln hält, wird an JEDER KREUZUNG eine Fahrradampel installiert, die so geschaltet ist, dass bevor die Straße grün bekommt, der Fahrradverkehr schon grün hat, und bei Fahrradampelrot, hat die Straße grün und somit kann gefahrlos für den Fahrradfahrer auch der übrige Verkehr rechts abbiegen.

Aber an den Kreuzungen, wo schon son Ding geschaltet ist, gibs ein Problem, zu 99 % der Fahrradfahrer hält sich nicht an das Fahrradampelrot. Also gute Infrastruktur ist vorhanden, leider wird diese nicht genutzt.

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benmartin70 05.04.2019, 09:28
289.

Zitat von Baerliner73
Natürlich sind die Sicherheitsmaßnahmen im Auto anders als bei einem Fahrrad oder Motorrad. Von Autofahrern wird kein Helm verlangt und von Radfahrern werden keine Vollprotektoren verlangt. Ich fahre selbst Motocross, was meinen sie was ich da so alles anziehe zusätzlich zu einem Helm. Brustpanzer, Wirbelsäulenprotektor, gepolsterte Hose/Hemd, Knie und Ellenbogenprotektoren, spezielle Stiefel, Nackenprotektor.... Da wäre einiges als Radfahrer ziemlich sinnvoll. Von Jeans und Turnschuhen bin ich da ziemlich weit entfernt. Ich sehe ehrer wie das Michelin-Männchen aus.
Auch hier, motorisiertes Gefährt, zulassungspflichtig.
Und Motocross ist dann doch nochmal ein bissl was anderes, oder?
Fahrrad, soll einfach sein, soll Menschen einfache Mobilität ermöglichen. In den letzten Jahren hat man dann noch gemerkt dass es umweltfreundlich ist.
Was glauben Sie was passiert wenn man hier Vorschriften zur Kleidung und Bekleidung einführt?

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