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Bundesländer wollen neue Verkehrsregeln: Union lehnt "Privilegierung" von Fahrradfahr
DPA

Die Landesverkehrsminister haben 15 Vorschläge für besseren Fahrradverkehr vorgelegt. CDU und CSU im Bundestag finden die Vorschläge ungerecht - die Politik dürfe "Radrowdys" nicht entgegenkommen.

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ghosthh 04.04.2019, 21:35
30. Ja, ne, is klar...

Als Radfahrer bin ich also automatisch ein Radrowdy. Und ich darf den Autoverkehr keinesfalls auch nur durch meine bloße Existenz stören.
Gut zu wissen. Danke an die Union für diese klare Maßgabe. Werde ich mir merken. U.a. bei diversen Wahlen.

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-seltsam- 04.04.2019, 21:35
31. Bananenrepublik...

...der Lobbyisten! Das ist die Realität der deutschen Politik.
Aber es ändert sich etwas, was die etablierten Politiker nicht mehr übersehen können: das Bewusstsein der einfachen Bürger! In meinem Bekanntenkreis (50+) verzichten immer mehr auf das Auto, fahren Rad und Bahn. Und sie werden anders wählen. Für unsere Kinder und Enkel.
Es muss sich etwas ändern. Keiner hier in Berlin kann mehr übersehen, wie voll die Strassen hier sind mit Autos, in denen nur eine Person sitzt.
Dieses neue Bewusstsein ist noch jung, wird sich aber immer mehr verbreiten.
Die Politik wird sich ändern müssen, oder Parteien wie die CDU und SPD verlieren immer mehr Wähler.

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TKHamburg 04.04.2019, 21:35
32. In Hamburg...

... fährt man am besten immer auf der Strasse. Die Radwege sind katastrophal, wer da dauerhaft drauf fährt ruiniert sein Rad. Ein echtes Privileg...

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Hamberliner 04.04.2019, 21:36
33. Das wichtigste fehlt.

Die Vorschläge gehen an den Problemen vorbei. Am allerdringendsten ist, die Richtungsbeschränkung der Radwege zu liberalisieren, nämlich zu erlauben, dass Radwege grundsätzlich in beiden Richtungen befahren werden dürfen, wobei der "Geisterradler" verpflichtet sein solltet sich so zu verhalten dass man ihn ignorieren kann. Er muss "Richtigfahrern" ausweichen, notfalls anhalten, und muss an Einfahrten Vorrang gewähren. Geisterradeln ist derzeit noch illegal aber der einzige Weg von A nach B zu kommen ohne riesige Umwege zu fahren um an erlaubter Stelle die Straßenseite zu wechseln.

Dazu gehört auch, dass der Geisterradler nicht in entgegen kommendnen Autoverkehr ausweicht, dann ist er nämlich tot, sondern in den fast überall (außer Geschäftsstraßen) gähnend leeren Fußgängerbereich. Die Straße ist damit von der Mitte nach außen so zu gliedern:
1 oder 2 Fahrstreifen für den fließenden motorisierten Verkehr,
1 Parkstreifen für den ruhenden motorisierten Verkehr,
Bordsteinkante,
Baumreihe,
Radweg (rot),
Fußgängerbereich.

Dieses bewährte System hatten wir hier in Hamburg vielerorts, und der rot-grüne Senat schafft es nun ab und zwingt den Radverkehr lebensgefährlicherweise auf die Fahrbahn, wo man nicht den Autos entgegen radeln kann und jederzeit Gefahr läuft in eine unachtsam geöffnete Auto-Tür zu krachen. Bald sogar auf einer der Hauptverkehrsadern, dem Ring 2.

Ich schreib dies nicht als Motorradfahrer, ich erledige meinen Alltagsverkehr fast nur per Fahrrad.

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wombie 04.04.2019, 21:36
34. Lesekompetenz...vs. gesunder Menschenverstand

Zur Lesekompetenz gehört auch einen neuen Text mit bisher bekannten Texten abgleichen zu können.
Die Einbahnstraßenregelung wird bisher durch Beschilderung bei hinreichend breiten Straßen für Radfahrer aufgehoben. Der einzige Unterschied des Vorschlag ist die pauschale Freigabe in Tempo 30 Zonen, geblieben ist die hinreichende Breite der Straße. Dies sollte der gute Mann nicht nur als Politiker, sondern auch als Verkehrsteilnehmer wissen.
Wo sich bei den Vorschlägen eine Privilegierung der Radfahrer ausbilden soll, könnte der gute Mann ja auch gerne mal näher erläutern. Die meisten dieser Vorschläge lassen sich in der Realität der engen durch bewegungsfaule Zeitgenossen zugestaute Innenstädte sowieso nur durch empfindlichere Strafen mit höherer Kontrolldichte umsetzen.

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smokyfields 04.04.2019, 21:43
35. Vielleicht doch einen Arzt aufsuchen, Herr Lange...

wenn sie "schon die Radrowdys in den Startlöchern sehen" bzw "sich es nicht vorstellen können, dass alle Radfahrer ausnahmslos rechts abbiegen können(??)"? Aber drängelnde Elterntaxis vor Schulen wirken natürlich vorbildlich auf unsere Kleinen?
Ein gewöhnlicher Bürger müßte sich bei derart dilletantiasche Berufsausübung (Politiker sollten ja eigentlich mit ARGUMENTEN überzeugen) Gedanken um seinen Job machen, solch Herren wie Lange oder Scheuer haben ihre BU- Versicherung bei der Autoindustrie. Apropos Privilegien: Schon mal an die des Dienstwages, die Steuervergünstigung für Dieselkraftstoff oder die, mittels eines aufgeblähten Heeres von Juristen auch bei GROBEN Verkehrsvergehen unverhältnismäßig glimpflich davon zu kommen, gedacht?
Kein guter Politikstil, durchaus gute und notwendige Debatten mit leeren Sprüchen im Keim ersticken zu wollen.

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kljkjfhh 04.04.2019, 21:46
36. Und wieder ist der Radler das (Todes) Opfer

Die CDU verunglipmpft Radfahrer pauschal als Rowdys anstatt für mehr Sicherheit und bessere Verkehrskonzepte zu sorgen. Fast schon komisch, wenn da nicht vielen toten Kinder, Smog und verstopften Strassen wären. Lobbyismus statt gute Ideen.

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kirschlorber 04.04.2019, 21:48
37. Rücksichtslos

Rücksichtslose Radfahrer in den Innenstädten gibt es mehr als genug. Fahren auf Gehwegen oder viel zu hohes Tempo auf abschüssiger Strecke erlebt man leider nur zu oft. Gut gemeinte Ratschläge werden mit dreisten Bemerkungen quittiert. Hier von Rowdys zu reden, trifft die Sache ganz genau. Um den geruhsamen Radler in ländlicher Gegend geht es hier nicht.

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j.w.pepper 04.04.2019, 21:50
38. Das...

Zitat von segundo
Typischer Schwachsinn. Ich fahre selbst 8000km im Jahr mit dem Rad. Das Problem sind nicht die Regeln sondern die Infrastruktur. Aber das Geld geben Grüne lieber für Goldjungs aus.
...verstehe ich jetzt ehrlich gesagt nicht, auch wenn ich mit dem Eingangssatz Sympathie habe. Was sind in diesem Zusammenhang Goldjungs?

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xysvenxy 04.04.2019, 21:50
39.

Zitat von hellmund35
Wenn der rechts abbiegende Lastwagen Probleme hat, Radfahrer zu erkennen, wenn sie rechts neben ihm fahren, dann wäre es doch an der Zeit darüber nachzudenken, ob nicht der Radfahrer bei einem abbiegenden LKW anhalten sollte. Das würde vielleicht helfen, Unfälle zu verhindern und Leben zu retten. Die Bevorzugung von Radfahrern, weil man sie für den ökologisch wertvolleren Verkehrsteilnehmer hält, ist doch hier nun wirklich kontraproduktiv. Man sollte vielmehr noch die Radfahrer erst einmal verpflichten, die Radwege zu nutzen, die für teures Geld gebaut werden, auch und vor allem in Städten.
Da spricht ganz offensichtlich der typische Autofahrer.
1. Der Radfahrer, auch auf dem Radweg, hat nunmal, wenn er geradeaus fahren will, Vorrang vor dem rechts abbiegenden LKW. Sicher, meine Gesundheiut ist es mir wert auch defensiv zu bleiben und im Zweifel stehen zu bleiben. Ändert aber nichts an der Tatsache mit dem Vorrang. Erego sollen nach ihrer Überzeugung also Radfahrer in den Status '2. Klasse' zurückversetzt werden?
2. Es gibt bereits eine Radwegnutzungspflicht, zumindest theoretisch. Leider sind die Radwege aber in einem Zustand der diese Pflicht schnell wieder aufhebt. Also müssten die Kommunen zunächst das notwendige Geld in die Hand nehmen, einen Radweg auch so zu bauen und zu erhalten, dass er für Radfahrer auch wirklich nutzbar ist. 90cm Breite, Wurzelaufbrüche und Schlaglöcher, das alles gepaart mit Autofahrern die den Radweg als zusätzliche Parkfläche verstehen sind da hinderlich und heben ganz offiziell die Radwegpflicht auf.

Ich hätte da eine Idee die viele der Probleme auf einfachste Art und Weise beheben könnte:
Alle reinen Wohngebiete, also alles was nicht Hauptverkehrsstraße ist, wird generell zur Fahrradzone. Autofahrer haben hier generell keine Vorfahrt, es gilt Tempo 20 (max 30) und nur Anliegerverkehr. Damit verschwinden die Radfahrer automatisch aus dem schnelleren Straßenverkehr auf den Hauptstraßen und das Kollisions- und Agressionsrisiko wird auf beiden Seiten der bereiften Verkehrsteilnehmer drastisch reduziert.

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