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Busse und Bahnen: Auto? Ist bald überflüssig
DPA

Jahrzehntelang nutzten immer mehr Menschen ihr Auto statt Bus und Bahn. Nun könnte der Nahverkehr ein Comeback erleben - mithilfe privater Firmen und ihrer ungewöhnlichen Dienste.

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freie.fahrt 27.02.2019, 07:35
20. An das Auto kommt das nicht ran

Immer wieder die gleichen Versuche, einem das Auto madig zu machen. In der Bahn, im Bus oder auf dem Fahrrad bekomme ich nur ganz wenig Platz, und länger dauert es sowieso. In meinem Auto habe ich meine 20 qm Straße für mich allein. Solange dafür gesorgt bleibt, dass ich mit dem Auto auch weiterhin schneller und bequemer als mit Bahn, Bus und Fahrrad zu meinen Zielen komme, werde ich doch nicht auf die Idee kommen, das Auto stehen zu lassen. Ich bin sowieso die Melkkuh der Nation, ich finanziere die Straßen - da steht mir das auch zu.

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fatherted98 27.02.2019, 07:36
21. das ich nicht lache...

...die Bahnen und Busse sind zu Stoßzeiten schon jetzt so voll, das die Fahrer sich teilweise weigern weiterzufahren. Die Fernbahnen nach Frankfurt müssen regelmäßig von der Bahnpolizei geräumt werden, weil wegen Ausfällen, die zulässige Personenzahl zu hoch für die Weiterfahrt ist.....lachhafte Konzepte, keine neuen Strecken, Jahrzehntelange Planung und nichts passiert....dann lieber im Stau stehen.

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zauberer2112 27.02.2019, 07:38
22. Zu teuer

Eine einfache Fahrt kostet fast allerorten zwischen 2,50 und 3 Euro. Das macht bei Hin- und Rückfahrt und angenommen 20 Arbeitstagen mindestens 100 Euro pro Monat, bei minimaler Flexibilität. Und eine Fahrt in die Nachbarstadt kostet mindestens das Doppelte. Fahrtunterbrechungen und private Einkäufe kaum möglich - und dann wundert man sich, dass immer noch so viele Auto fahren? Macht was am Preis, dann kommen auch die Gäste.

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werner-xyz 27.02.2019, 07:39
23. die worte höre ich wohl

allein mir fehlt der Glaube. Ich wohne 1km von der Stadtgrenze einer kreisfreien Stadt entfernt. Deshalb fahren bei uns keine Stadtbusse mehr, damit darf ich für eine einfache Fahrt gleich mal 4,30 EUR für 8KM bis zum Bahnhof zahlen. Würde ich den einen km zur nächsten Haltestelle laufen, müsste ich nur 2,30 EUR zahlen. Dazu kommt, dass die Busse nur im Stundentakt verkehren. Will ich zur Gemeindeverwaltung fährt überhaupt kein Bus. da die Busse alle entlang der Hauptachsen in die Stadt fahren. Das würde bedeuten, ich müßte eine halbe Stunde zum Bahnhof der Stadt, um dann mit einem anderen Bus wieder die gesamt Strecke zur Verbandsgemeinde zurück zu fahren , dauert dann sogar über eine halbe Stunde. Dann meine Sachen auf der Verwaltung erledigen und das gleiche Spiel wieder zurück. Dauer der Aktion (wegen Stundentakt der Busse) locker mal 3-4 Stunden. Mit dem Auto mach ich das in 15 Minuten. Ok, glücklicherweise muss man nicht so oft auf die Gemeindeverwaltung, nur wenn ich auf die Kreisverwaltung wollte die ist dann gleich mal 25km entfernt, bräuchte ich nochmal 1-2 Stunden mehr mit ÖPNV.
Mir geht es nicht darum zu jammern, das wußte ich schließlich bevor ich in den Ort gezogen bin, aber ob ich es noch erlebe, dass der ÖPNV auch in Verbindung mit Shuttle Systemen mal soweit ist, dass er außer in Großstädten eine Alternative zum Auto ist wage ich zu bezweifeln. Dazu ist das in Deutschland alles viel zu kleinzellig organisiert. Man müsste auch mal eine globale Verwaltungsreform durchführen, dass ich meine Verwaltungsvorgänge in jeder beliebigen Stadt machen kann und nicht an einen Ort gebunden bin. Die Daten kann man vernetzen, also warum kann ich meinen neuen Perso nicht da beantragen wo ich arbeite oder in der Nachbarstadt? Die kommen eh alle von der Bundesdruckerei. Ich denke es gäbe viele Möglichkeiten unnötige Fahrten zu vermeiden, wenn auch der Staat mal im 21. Jahrhundert ankommen würde. Aber das wurde ja alles vermerkelt.

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Eine Wahrheitssuchende 27.02.2019, 07:40
24. Ride Sharing mit Privat-PKW

Ich vermisse bei all diesen „neuen“ Angeboten (Car Sharing, Shuttlebusse, Leihfahrräder) das Ride Sharing mit privaten PKW. Das wäre doch nun am einfachsten umzusetzen - keine zusätzliche Infrastruktur oder Fahrzeuge, nur eine App mit der sich Anbieter und Nachfrager verknüpfen können. Damit meine ich nicht die Variante für die Langstrecke (z.B. Blablacar), sondern im Nahverkehr. Nicht als Taxi-Ersatz, sondern bei ohnehin stattfindenden regulären Fahrten. Gern auch integriert mit ÖV oder Umstieg zwischen Mitfahrgelegenheiten. In Echtzeit.

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-mutabor 27.02.2019, 07:47
25.

Teurer wäre natürlich kontraproduktiv. Für Kinder, Schüler und Studenten muss der ÖPNV kostenlos sein, ansonsten darf er nicht mehr als 1€ pro Tag, ohne Km-Begrenzung, kosten.
Besser wäre, wenn alles kostenlos ist!
Und mit gutbezahltem Personal an jeder Haltestelle, in jedem Zug oder Bus, könnte Vandalismus verhindert und der Service ausgebaut werden.

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didel-m 27.02.2019, 07:49
26. Kardinaler Denkfehler: Es muss die gleiche Menge Leute bewegt werden

Will ich die nicht auf ewige Umsteigerei mit 20-Minuten-Warte-Taktung und bis zum brechen volle Vehikel stopfen, sondern genauso effektiv wie der Individualverkehr, hat man am Ende zwar eine Stadt ohne Autos, dafür Verstopft mit "alternativen" Verkehrsmitteln. Was nicht begriffen wird, daß die individuellen, nicht normierbaren Mobilitätserfordernisse der ach so modernen komfortablen Stadt dies verursacht. Wir sind, gerade z.B. in Berlin nicht mehr mit punktförmig angeordneten Industrien gesegnet, wo alle zur etwa gleichen Zeit zur gleichen Stelle arbeiten gehen und so eine endlose Stoßzeiten-Folge von Bussen und Bahnen Sinn machte.
Das Argument, ein Bus bewegt 50 Leute ist unfug, denn die wollen i.d.R. nicht an das gleiche Ziel. Also entweder Umsteigequälen und Zeit ohne Ende draufpacken oder Verkehrsideen wie im Artikel, die aber schnell wieder zu Individualverkehr mutieren werden.
Ergo: nichts gewonnen..

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Sios 27.02.2019, 07:55
27. Auf dem Land

In ländlichen Regionen wird der Ausbau vernachlässigt wenn nicht sogar von einem Abbau der Busse gesprochen werden kann. Bei uns fuhren früher 2 Gelenkbusse und ein normaler Bus di alle voll waren nun wurden fie Busse auf drei kleine Busse runter gekürtzt und dies gilt he für hin und Rückfahrt, darüber hinaus sind diese Busse jetzt überfüllt wenn nicht sogar soweit das sie offiziell nicht mehr fahren dürften.

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jujo 27.02.2019, 07:57
28. ....

Ich weiß, Berliner sind immer (!) am meckern. Ich aber als zwlger Berlin Besucher schätze den schon jetzt sehr guten ÖPNV in Berlin. In Berlin angekommen wird das Auto geparkt und erst wieder zur Abfahrt gestartet. Wenn jetzt das Angebot noch breiter, effektiver und komfortabler wird würde es mich freuen. Einen, denke ich berechtigten, Kritikpunkt habe doch. In den Stoßzeiten reicht die Kapazität bei weitem nicht aus, da sollte schnellstens was getan werden.

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steppenwolff 27.02.2019, 08:01
29.

Die bestehenden Systeme auszubauen, ist bei den in Deutschland üblichen Plan- und Bauzeiten eigentlich keine Option.
In Köln beispielsweise wird darüber diskutiert, den Stadtteil Widdersdorf an die Stadtbahn anzuschließen, was nach dem Bau eines riesigen Neubaugebietes bitter nötig wäre.
Die Politik geht davon aus, dass der Bau frühestens 2030 fertig ist, da man sich immer noch nicht für eine Variante entschieden hat. Mit den üblichen Verzögerungen gehen wir mal von 2035 aus. Wenn ich heute mit Baby dahin ziehe, kann das Kind die Stadtbahn also nutzen, wenn es volljährig ist!
Mein Traum wären autonome Shuttle-Busse, die ruhig die bestehenden Trassen der Stadtbahn nutzen können. Ich stelle mir aber eher Straßen- als Schienenfahrzeuge vor.
An den Haltestellen sind aber Überholmöglichkeiten zu schaffen. Die Busse haben dann vielleicht Platz für 20 Personen und werden per Smartphone geordert. Werden die Busse nicht gebraucht, stehen sie in verteilten Depots.
Dazu könnten punktuell Seilbahnen sinnvoll sein, da diese sehr schnell zu bauen sind. Wenn die Menschen Angst haben, dass man ihnen in die Gärten guckt, muss man die Gondeln halt mit Milchglas ausstatten.

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