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Camping-Bus Campster: Der Billig-Bulli
Jürgen Pander

Wer einen Camping-Bus sucht, landet meist beim VW California. Doch mittlerweile gibt es gute Alternativen. Eine der jüngsten heißt Campster - der Citroën Space-Tourer begeistert nicht nur durch seinen Preis.

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frotnew 20.06.2018, 00:48
70. Hohe Preissstabilität

Wer sich mit gebrauchten Fahrzeugen im kompakten Wohnmobilsegment (Kastenwagen) auseinandersetzt wird schnell feststellen, dass die Wertstabilität im Vergleich zu dem PKW (und auch VW California mit Küche und Heizung) überdurchschnittlich ist. Ein Beispiel: 5 Jahre alte Pössl (2013er) kosten heute ab ca. 34.000 Euro. Diese Fahrzeuge haben ca. 42.000 Euro neu gekostet. Das sind rund 8.000 Euro in 5 Jahren - also weniger als 2.000 pro Jahr. Warum ist das so? Weil die Nachfrage hoch und die Nachlässe im Neugeschäft sehr gering sind. Scheinbar gibt es doch ein paar Fans, die solche Autos lieben. Aber auch VW Busse sind schön, aber auch unterm Strich mit höheren Kosten verbunden.

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mazzmazz 20.06.2018, 07:32
71. Ford!

Zitat von mol1969
Einen Ford Nugget bekommt man ab 39.900 EUR, ein VW Bulli kostet selbst als Reimport mindestens 44.000 EUR. Der Preis für den Citroen geht so gesehen in Ordnung, allerdings ist er auch im Vergleich nicht so ein Superschnäppchen, wie er dargestellt wird. Von der Fa. Pössl gibt es für unter 40.000 EUR ja auch schon Camper auf Fiat-Ducato-Basis, die dann eben bei fast gleichem Preis gleich 2 Nummern größer sind. Zum Preisniveau allgemein: Normalverdiener, zu denen ich auch gehöre, müssen sich damit abfinden, dass sie sich eigentlich nur noch einen Klein- bzw. maximal Kompaktwagen leisten können, und von diesen auch nur eine günstige bzw. abgespeckte Version. Wer kann es sich denn wirklich leisten, mehr als ca. 20.000 EUR für ein Auto auszugeben? Durch die heutigen Leasing- bzw. Finanzierungsangebote wird das zwar verschleiert, ist aber so. Ich hätte gerne so einen Camper, wird aber in diesem Leben nicht drin sein. Egal ob von Citroen oder VW:
Nein, VW oder Citroen kann sich ein Normalverdiener allein vom Unterhalt / Reparaturen her schon nicht leisten.
Einen Ford Nugget über die Ford Flatrate und eine vernünftige Anschlußfinanzierung allerdings schon.
Denn der Ford verursacht im Alltagsbetrieb deutlich geringere Werkstattkosten, als allein schon ein VW Golf.
Man muss ein solches Auto natürlich intensiver pflegen als einen Standard-Kombi, allein schon um die Campingausrüstung funktionstüchtig zu halten. Auch Rost ist bei allen Transportern (auch beim VW) ein Thema, weshalb man jedes Frühjahr genau inspizieren und ggf. auch mal ein paar kleine Stellen beseitigen muss. Mein Auto ging in Bestzustand an den nächsten Eigner und ich verwendete vor Verkauf 500 Eur auf eine professionelle Aufbereitung beim Lackierer.
Ich mache das mit all meinen Autos (im Schnitt verkaufe ich zwei pro Jahr) und bezahle bei einem 7 Jahre alten PKW normalerweise 300 Eur. Also 200 Eur on top für 2 kleine Roststellen.
Die teuren Motor- und Elektronikdefekte des VW hatte der Ford nicht.
Für 25.000 Eur bekommen Sie einen guten gebrauchten Nugget. Das ist schon drin, wenn Sie sich die gesamten Kosten ansehen.

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mazzmazz 20.06.2018, 07:47
72. Firmenwagen

Zitat von spezialdm
Bombe, ehrlich. Ihre Autoquartettargumentation ist immer wieder erste Sahne. Ich bin immer noch nicht 100% überzeugt, dass da wirklich ein erwachsener Mensch hinter der Tastatur sitzt, aber doch immer wieder köstlich amüsiert. Aber es natürlich unbedingt wichtig mit einem Campingmobil! 200km/h fahren zu können (zumindest theoretisch). Aber vielleicht haben sie recht, man muss erst richtig gestresst am Urlaubsort ankommen um den Erholungswert richtig schätzen zu lernen. Wenn ich nur mit 170 über die Autobahn brettere kann ich mich ggf. weder über ausscherende LKW noch über die sogenannten "Mittelspurschleicher" aufregen. Genau das, was man auf einer Fahrt in den Urlaub braucht...
Der Blicker fährt einen Firmenwagen mit 2L Diesel. Ist doch klar, wie der tickt. 180 PS, Nervöser Gasfuß, wenn´s geht 220 fahren und meinen, man sei der Chef auf der Bahn.
Allerdings meine ich, ist der Vorteil eines Campingbusses in der Tat die Möglichkeit im Vergleich zum Wohnwagen / Wohnmobil schnell reisen zu können.
Unser 140 PS Nugget mit 2.2L Turbodiesel hatte den Vorteil, dass er ordentlich Drehmoment bot und dabei abgeregelte 160 Km/h lief. Das reichte gerade eben aus, da der Wagen die 160 auch relativ zügig erreichte. Dort drehte er dann bei 3.000 U/min und brummte gemütlich vor sich hin.
Weniger Dampf würde ich bei einem Alltagsauto niemals mitmachen.
Vergessen Sie nicht, dass bepackt hier knapp 3 Tonnen unterwegs sind. Bei Abmessungen l x b wie ein Passat.
Dabei verbraucht man dann 6-10L Diesel. Deshalb sind diese Autos so beliebt.
Wer auf Allrad abhebt: ein VW California mit 180 PS, Allrad, Tempomat, Standheizung u.s.w. ist im Reimport so gut wie nicht zu bekommen und ist unter 60.000 Eur nicht zu haben.
Die hier kolportierten VW-Preise

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DerBlicker 20.06.2018, 08:31
73. es muss nicht immer VW sein

Zitat von Asmodys
Was bringt denn ein auf dem Papier stehender "höherer Werterhalt", wenn man aufgrund schlechter Langzeitqualität, mangelhafter Haltbarkeit und technischer Ausgereiftheit, im Laufe eines Autolebens tausende von Euros in ein Fass ohne Boden wirft? Dann fahre ich im Laufe der Jahre wesentlich teurer, als der Besitzer des Autos mit seinem angeblichen höheren Wertverlust... VW T5 - Gebrauchtwagen-"Qualität": http://www.autobild.de/artikel/vw-t5-gebrauchtwagen-test-5340007.html (Bildergalerie durchklicken!) Man bezahlt hier nicht für überdurchschnittlich hohe Qualität, sondern lediglich für das seltsam-kuriose "Kult-Image" des VW Bus (weshalb auch immer?) und dem künstlich geschürten, von den Medien und cleveren Marketingagenturen geschickt inszenierten Mega-Hype um dieses Modell. (Was ebenso auch für zahlreiche weitere VW-Modelle gilt... ) Diese Quasi-Monopolstellung unter den Kleinbussen/Transportern hierzulande nutzt VW natürlich gnadenlos bei der Preisgestaltung aus, ohne jedoch dem Preis entsprechende Qualität zu liefern.
Für das gleiche Geld bekommt man auch einen Mercedes V250, der wird dann nicht bei Tempo 170 eingebremst, sondern darf Tempo 206 laufen, so wie es in dieser Preis- und Leistungsklasse üblich ist. Offenbar traut Peugeot seinem Fahrwerk und den Bremsen nicht, wenn sie den Wagen bei 170 abregeln.

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