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Carsharing im Alltagstest: Teile und eile

Kaum Verpflichtung, aber volles Fahrvergnügen, das versprechen Carsharing-Anbieter wie Car2Go, Drive Now und Multicity. Aber fühlt man sich wirklich befreit - oder doch durch die Autosuche gestresst? Ein Erfahrungsbericht.

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carlo02 31.01.2013, 10:32
10. optional

Das is auch nur für Leute, die Geld haben. Sonen Luxus, sich bei drei Angeboten anmelden zu können, haben nur Normalverdiener. Und die werden immer weniger.

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rax11 31.01.2013, 10:37
11. Tanken

Tanken muss man nicht, man darf aber - und bekommt dann in der Regel 20 min Fahrtzeit geschenkt.

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Feindbild_Mensch 31.01.2013, 10:39
12. Rennsemmel ...

Zitat von critique
Und wie ist nun der Vergleich zum eigen Wagen was die Kosten angeht? 12,- 15,- Euro/Stunde klingt nicht wenig, wenn man bedenkt, daß man für ein 2h Ticket 2,40 Euro für die Bahn zahlen muss. Wie werden die Autos eigentlich betankt und wer zahlt das? Was passiert, wenn ich da parke, wo ich es nicht darf?
1) Die Kosten sind schon okay. Keine Frage, aber für kurze Wege lohnt sich das schon. Andernfalls bezahlt man natürlich die Unabhängigkeit jederzeit ein Auto nutzen zu können, wo man sich gerade im Stadtgebiet aufhält (sofern man eines findet ...). Ich fahre eigentlich auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, aber öfters muss man ja auch was transportieren. Außerdem kommt damit auch dort hin, wo der Nahverkehr endet - Einzugsgebiet, abgelegene Industrieviertel.
Zudem hat man den Spaß mit dem kleinen Flitzer (Rennsemmel - wie dazu sage), sofern man nicht in der Rush-Hour unterwegs ist. Das Ding lässt sich überall parken und schnell manövrieren. Leider ist ab 60 kmh Schluss mit dem Fahrgefühl.
Seitdem ein eigenes Fahrzeug zur Verfügung steht, nutze ich das Car2go aber immer noch. Wenn der Bus mal wieder Verspätung hat und ich keine Lust habe im Regen zu stehen. Zurückfahren kann ich mit dem Bus wieder. Zum Einkaufen aber nutze ich das eigene Fahrzeug oder für eine ausgedehnter Reise. So ein kleines Auto auf der Autobahn geht gar nicht - unter 140 PS no way.

2) Es kümmert sich ein Service-Team um Fahrzeuge. Tanken kann man auch selber und bekommt Kosten mit einem Zeitbonus erstattet. Wenn sie falsch parken, zahlen Sie natürlich. Es ist ausgewiesen, wo sie zu stehen haben. Gibt eigentlich kaum Probleme - der Service funktioniert sehr gut - auch bei Problemen. Es wird übrigens zwischen Parkzeit und Fahrzeit preislich unterschieden - es gibt auch einen Tagessatz, wo sie da Auto den ganzen Tag für einen Fixpreis nutzen können.

So Dinge, die mich stören:

- Man findet oft kein Auto in der Nähe, wenn man's braucht. Muss teilweise mit dem Bus fahren, um ein Auto zu nutzen!

- Das Preiskonzept ändert sich alle halbe Jahre.

- Parkplätze sind auch so ne Sache. Es gibt zwar markierte Stellflächen, aber wenn die voll sind, tja. Stellt man es daneben und eine Politesse mit schlechter Laune kommt vorbei, zahlt man eben 5 EUR (oder jetzt 10 EUR).

- Es gibt gewisse Hauptpendelwege, wo das Konzept auch prima klappt, aber als Alternative sollte es ja gerade da zu finden sein, wo der Bus nicht liefert.

Eigentlich nutze ich es immer weniger. Früher hatte ich so 100€ im Monat, letzten Monat gar nicht damit gefahren. Aber im Sommer schnell durchs Industrieviertel heizen - hat was von Bobby-Car auf Speed :D

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wurmfortsatz 31.01.2013, 10:44
13. Zeitdruck inklusive!

Alle Angebote haben gemeinsam eine Schwäche: Kosten für die Fahrzeit. Das bedeutet, dass der Fahrer die Strecke in möglichst kurzer Zeit zurücklegen will. Freie Straße? Dann eben etwas schneller. Stau? Dann besser Verkehrssau und jede Lücke nutzen - wenns einen Schaden am Fahrzeug gibt, ja und.

Solche Konzepte verleiten den Fahrer zu gefährlicherer Fahrweise. Schon das Beispiel im Text mit dem Kaufhaus und dem vermiedenen Zeitdruck zeigt das doch deutlich. Und in dem Fall wäre sogar der günstige "steht reserviert rum und kostet weniger pro Stunde" Tarif gültig gewesen, der meinst weit günstiger als 10 Minuten Fahrt sind.

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archiwonder 31.01.2013, 10:44
14. schade...

alsi ich nutze carsharing (allerdings feste buchung an einer station = im umkreis von 500m meines wohnortes gibt es davon 5!) schon seit über 10 jahren. das prinzip, welches im artikel beschrieben wird ist nur EINE möglichkeit des carsharings! ich zahle, je nach größe des autos (vom smart bis zum sprinter) zwischen 1,00 und 3,00€, dazu je km 20-30 cent, inklusive benzin! das ist etwas ganz anderes! ich finde es also schade, dass mit so einem "test" das ganze system als unbrauchbar, stressig und schlecht verutreilt wird. etwas bessere recherche wäre hier nicht schlecht gewesen!

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wendora 31.01.2013, 10:46
15. Bei Car2Go...

Zitat von fatherted98
...Tanken müssen Sie als Nutzer, wie bei einem Mietwagen kurz vor dem Wieder-Abstellen. Wenn Sie ein Knöllchen kassieren, schickt Ihnen das die Car-Sharing Firma zu...wie bei einem Mietwagen auch. Weniger leicht zu beantworten...was mache ich wenn der Vorgänger nicht vollgetankt oder nicht ganz vollgetankt hat...wie soll ich es beweisen? Was mache ich wenn ein Schaden am Auto ist und ich den Losfahrt übersehen habe?...sprich ich muss immer den ganzen Wagen untersuchen bevor ich losfahre...das ist sehr aufwendig und kostet Zeit und Nerven...gerade in der Dunkelheit.... Ich denke das gibt auf Dauer nur Ärger und Verdruss...
...muss man nicht tanken, das Benzin ist im Fahrpreis enthalten. Erwischt man einen Wagen mit weniger als 20 % Tankfüllung kann man mit der im Fahrzeug liegenden Tankkarte tanken und erhält Freiminuten.

Das Konzept ist auch nicht dafür gedacht, jeden morgen damit zur Arbeit und abends zurück zu fahren.

Grüße
wendora

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bulettenbert 31.01.2013, 10:46
16. ganz nett

@critique: keine weiteren kosten! tanken über im auto liegende tankkarte! parken über im auto liegende parkkarte! mann kann also tanken (dafür bekommt man noch frei-minuten) und parken, wie und wo man möchte. parken im verbotszonen ausgenommen! in sämtlichen parkzonen oder parkhäusern hatte ich keine problem. für die zukunft: wenn die anbieter ihren service noch ausbauen und auf elektro umsteigen, wäre das sehr zu begrüßen! alles in allem aber schon jetzt ein top dienst! in grosstädten, hier in meiner umgebung steht ein verfügbares auto nie weiter als 100m entfernt, da steht mein eigenes öfter weiter weg. wer sich nun fragt, warum jemand der ein eigenes auto hat, auf solchen service zurück greift?!? ganz einfach, für one-way-fahrten z.b. zum konzert oder zu freunden, nach einem abend mit alkoholischen geträneken, nehm ich dann doch lieber das taxi! kann ich jedem nur empfehlen, es macht noch spontaner und mobiler, unabhängiger. taxi ja, aber ÖNV ist für mich keine alternative. ich benötige immer das doppelte an zeit, da hab ich besseres vor!

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kurt-aus-kienitz 31.01.2013, 10:48
17. Würde mich ...

Zitat von sysop
Kaum Verpflichtung, aber volles Fahrvergnügen, das versprechen Carsharing-Anbieter wie Car2Go, Drive Now und Multicity. Aber fühlt man sich wirklich befreit - oder doch durch die Autosuche gestresst? Ein Erfahrungsbericht.
... jetzt mal interessieren von wo aus in Berlin man mit der S-Bahn 45 Minuten länger nach Spandau braucht als mit dem Auto.

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thechamelion3@web.de 31.01.2013, 10:49
18.

Zitat von sysop
Kaum Verpflichtung, aber volles Fahrvergnügen, das versprechen Carsharing-Anbieter wie Car2Go, Drive Now und Multicity. Aber fühlt man sich wirklich befreit - oder doch durch die Autosuche gestresst? Ein Erfahrungsbericht.
Mh, es 15 Euro pro Studen ist schon sehr teuer, wenn dann auch noch selbst getankt werden muss und eine Gebuehr gezahlt wurde.
Billige Mietwagen gibt es online auch in Deutschland schon ab 20/30 Euro, ist zwar dann die allerkleinste Klasse aber die reicht ja fuer die meisten Sachen.

Was mich an der Sache skeptisch macht ist, das Car sharing ein altes OePNV Problem hat. Naemlich, das es nicht dort losgeht wo ich los will und das der Rueckweg unklar ist.
Rechnet man naemlich ein, das manZeit braucht, um das naechste Auto zu erreichen, eines fuer den Rueckweg zu finden etc. wird das ganze genauso unattraktiv wie der OePNV/DB. Das ist halt immer das Problem, das AUsgangsort und Ziel nicht genau am Bahnhof sind.

Nimmt man dann dazu, das die Nachfrage zyklisch ist, und StossZeiten bzw. WE besonders gefragt sind, sinkt die Attraktivitaet dieser Angebote enorm. Ein groesserer Fuhrpark ist rein mathemantisch nicht zu finanzieren, schliesslich wollen die Unternehmen auch Geld verdienen.

Die AUtos sind wohl geleast, aber warten wir mal ab, wenn das Alter der Flotten steigt.
Ich stehe dem ganzen eher skeptisch gegenueber.

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Pagurus 31.01.2013, 10:50
19. gute Option

Das Prinzip und der Grundgedanke des Carsharings ist 'ne gute Sache.
Es ist umweltfreundlicher, weil weniger Autos hergestellt werden müssen.
Es ist kostengünstiger für die Nutzer.
Es entlastet das Park-Angebot.

Aus Leipzig kenne ich Teilauto. Dort meldet man sich alleine oder als Gruppe an, zahlt einen monatlichen Grundpreis und kann dann via Internet ein Auto in der Nähe für einen bestimmten Zeitraum mieten.
Gezahlt wird nach Zeit, nicht nach Verbrauch (es gibt Tank-prepaid-Karten oder man bekommt das Tankgeld erstattet).

Für sporadische Autofahrer (mal am Wochenende oder mal 1-2 Tage für Erledigungen in der Woche) finanziell durchaus geeignet. Wer häufiger fährt, ist mit einem eigenen Auto wahrscheinlich besser beraten.

Einen Punkt sollte man beachten: das Auto muss am Ende der Fahrt wieder auf dem Teilauto-Parkplatz landen (mit dem eigenen Auto wäre es aber genauso).

Für größere Familien ist ein Auto schon zweckmäßig und oft hilfreich. Ansonsten entscheiden sich leider immer noch viel zu viele, mit Auto zur Arbeit zu fahren, anstatt mit Fahrrad oder ÖPNV zu fahren. Ursache ist meist der lange Anfahrtsweg und damit die Fahrtzeit. Oft aber auch nur reine Bequemlichkeit (wer hat, der kann).
Ein Auto zu haben, ist durchaus nicht negativ. Jedoch sollte man für sich (Gesundheit) und seine Umwelt auch öfter man das Fahrrad nehmen. Amen.

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