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Carsharing Statistik 2019: Mehr Kunden, weniger Elektroautos
DPA

Die Zahl der Carsharing-Nutzer ist in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Bei vielen Angeboten aber floppten ausgerechnet Elektroautos - oft lohnen sich die Stromer nicht.

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tamna 20.02.2019, 12:14
1. Das bleibt für die kommenden Jahre:

Diese E-Autos rechnen sich nicht. Für den Kunden stellen sie ein Geldvernichtungsobjekt mit fragwürdigem Nutzen und noch fragwürdigerer Umweltbilanz dar. Über die kommenden 15 bis 20 Jahre sind Benziner und Diesel unverzichtbar und in allen Bereichen vorzuziehen.

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andrel1234 20.02.2019, 12:31
2. Ladestationen

Weil es keine bzw. nur eine Hand voll Ladestationen gibt. Ich war letztens mit einen BWM i3 von von DriveNow unterwegs. Da kam der Hinweis, dass man aufladen sollte. Nur es war keine Ladestation in der Nähe wo ich hin wollte.

Merkel hätte anstatt 1 Mill. Elektroautos, 1 Mill. Ladestationen als Ziel setzten müssen.

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Hans-Dampf 20.02.2019, 12:40
3.

"Die seit Jahren positive Entwicklung im deutschen Carsharing-Markt zeigt: Immer mehr Menschen wollen verantwortungsvoll mit der Ressource Auto umgehen und die Verkehrswende praktisch mitgestalten", sagt Gunnar Nehrke, Geschäftsführer des Bundesverbands CarSharing e.V.
Könnte es nicht einfach sein, dass die Leute sich kein neues Fahrzeug leisten a) wollen oder b) können?
Zu a): man ist verunsicherter denn je bezgl. Fahrverbote. Ein vor einigen Jahren noch als relativ sauber fahrendes Fahrzeug soll heute eine Dreckschleuder sein und daher nicht mehr überall fahren dürfen. Nun scheint man langsam die Stickoxide ad acta gelegt zu haben und beschäftigt sich mit Feinstaub, der bei aufgeladenen Benzin-Motoren (bzw. Direkteinspritzung) recht hoch ist, wenn kein Partikelfilter eingebaut wurde. Wer weiß, welche Sau als nächstes durchs Dorf getrieben wird.
Zu b): aufgrund der Unsicherheit bei a) ist es wohl das Vernünftigste (auf Dauer) ein Elektrofahrzeug zu kaufen. Die Preise dafür sind, wie im Artikel beschrieben, sehr hoch. Wer kann sich solch ein Fahrzeug leisten? Ein Gebrauchtmarkt dafür ist de facto nicht existent und man weiß nicht, ob und wie ein alter Akkumulator getauscht werden kann und zu welchem Preis. Ich fragte einmal bei VW nach, was denn ein Austausch des Akkus kosten würde, wenn der eingebaute Akku ein paar Tausend Ladezyklen hinter sich hat. Die Antwort war zwischen 10.000-12.000 EUR. Das muss man sich neben den einmaligen Anschaffungskosten auch noch leisten können.

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KarlRad 20.02.2019, 12:47
4. Zu wenig Angebote.

Ich bin seit 10 Jahren fester Carsharing Kunde. Ich nutze das Angebot für Fahrten, die absolut nicht mit dem Fahrrad oder der Bahn zu machen sind (z.B. Grosseinkäufe oder Ausflüge aufs Land mit der Familie). Leider ist nach meinem Umzug an den Stadtrand die Verfügbarkeit von Carsharing Angeboten deutlich gesunken und dadurch umständlicher geworden. Elektroautos gibt es hier gar nicht. Momentan bentze ich daher nicht einmal Carsharing, sondern fahre fast ausschließlich Rad.

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hoeffertobias 20.02.2019, 12:56
5. Wahnsinn!

20.200 PKW von insgesamt 44 Millionen. Das sind dann mal satte 0,05%... Tendenz leicht steigend. Man kann davon halten was man will, aber der Trend zum eigenen Auto ist - zumindest wenn man die Realität betrachtet - ungebrochen. Bis ein Anteil erreicht ist, der auch nur theoretisch verkehrsentlastend sein kann, werden noch Jahrzehnte vergehen - da können rotgrüne Tagträumer mit Zuwachsraten bei den Kunden argumentieren, wie sie wollen. Betrachtet man die gefahrenen Kilometer, dann sieht es noch deutlich düsterer aus. Carsharing ist und bleibt ein Nischenprodukt, welches in bestimmten Situationen ein zusätzliche Mobilität bringen kann. Am Ende geht aber nichts über das eigene Auto.

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spon_2999637 20.02.2019, 13:09
6.

Zitat von andrel1234
Weil es keine bzw. nur eine Hand voll Ladestationen gibt. Ich war letztens mit einen BWM i3 von von DriveNow unterwegs. Da kam der Hinweis, dass man aufladen sollte. Nur es war keine Ladestation in der Nähe wo ich hin wollte. Merkel hätte anstatt 1 Mill. Elektroautos, 1 Mill. Ladestationen als Ziel setzten müssen.
Haben sie (100.000 bis 2020) ... Ziel wird aber verfehlt....
https://www.heise.de/newsticker/meldung/E-Mobilitaet-Bund-beim-gefoerderten-Aufbau-von-Stromtankstellen-weit-hinter-Plan-4313102.html

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spon_1644724 20.02.2019, 13:09
7. Das bleibt nicht in den kommenden Jahren

Skeptische Ignoranten, die krampfhaft am Verbrenner festhalten - dort, wo Carsharing am meisten Sinn macht (in den Metropolen) wird es bald (siehe Smart) keine Verbrenner mehr im Sharingeinsatz geben. In der Fläche werden in den kommenden Jahren die meisten Ladestationen bzw. kooperative Ladeangebote mit den vielen Einfamilienhausbesitzern und der örtlichen Wirtschaft aufgebaut und der technische Fortschritt wird auch dort einziehen.

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spon_2999637 20.02.2019, 13:10
8.

Zitat von tamna
Über die kommenden 15 bis 20 Jahre sind Benziner und Diesel unverzichtbar und in allen Bereichen vorzuziehen.
Das mag stimmen. Und autofreie Innenstädte (weil mit Sicherheit Fahrverbote kommen werden - wenn nicht heute, dann in 5-10 Jahren) sind sowieso noch besser als elektromobile Innenstädte!

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Bernhard.R 20.02.2019, 13:23
9. Vielleicht in wenigen Jahrzehnten

werden die Akkus so weiterentwickelt worden sein, daß sie eine dem Kraftstoff vergleichbare Reichweite und Ladezeit aufweisen. Wenn dann noch das Ladesäulennetz ähnlich dem heutigen Tanskstellennetz ausgebaut ist, würde ich über den Erwerb eine E-Autos nachdenken. Bis dahin stehe ich als Testfahrer nicht zur Verfügung.

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