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Carsharing Statistik 2019: Mehr Kunden, weniger Elektroautos
DPA

Die Zahl der Carsharing-Nutzer ist in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Bei vielen Angeboten aber floppten ausgerechnet Elektroautos - oft lohnen sich die Stromer nicht.

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jim.panse 20.02.2019, 21:12
30.

Zitat von maturin001
Bei all diesen Anbietern teilen sich - wenn überhaupt - nur ein winziger Teil der Kunden tatsächlich ein Auto. Die riesige Mehrzahl fährt alleine, als billige Alternative zum Bus oder zur S-Bahn. Insofern ist die Bezeichnung "Carsharing" reinstes Neusprech. Es handelt sich schlicht um Autovermietungen, die ihr Image aufpolieren, indem sie sich ein grünes Mäntelchen umhängen. Sie stehen mit dem ÖPNV in Konkurrenz und sorgen dafür, dass mehr anstatt weniger Autos die Grossräume bevölkern.
Wenn die wirklich in Konkurrenz stünden würden die ja permanent sharen und da wäre ein eigener PKW günstiger. Sie haben keine Ahnung.
Die meisten Sharer haben Monats- oder Jahresabos beim ÖPNV und nutzen das Sharing in Ausnahmefällen. Wäre es besser wenn jeder von denen einen eigenen PKW unterhält als ihn zu sharen?

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jim.panse 20.02.2019, 21:16
31.

Zitat von 99koelsch
aber auch wirklich alle Menschen in meinem Umfeld die bei DriveNow oder Car2Go registriert sind, haben auch noch eigene Autos in ihrem Familienfuhrpark. Carsharing wird hier für die Fahrt in die Kneipe genutzt, als günstige Alternative zum ÖPNV bzw Taxi. Was sagt uns das zur Statistik? Soll jeder seine eigenen Schlüsse ziehen ....
Alle die ich kenne haben ein Monats- oder Jahresabo des jew. ÖPNV und nutzen Carssharing zur gelegentlichen Flexibilisierung. Warum sollte man nicht mit dem eigenen PKW in die Kneipe fahren bzw. geht man da nicht besser zu Fuß hin?

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jim.panse 20.02.2019, 21:21
32.

Zitat von Referendumm
"Natürlich rechnen sie sich." Sicherlich, fragt sich allerdings nur, für wen: "Zukunft der Mobilität : Der Weg zum Elektroauto führt über den Kongo .... An Kobalt für den Bau von Batterien fehlt es in Kongo nicht. Kein Land besitzt mehr Vorräte, keines baut mehr ab. Zumal es genug Kinder gibt, um das Erz billig aus der Erde zu kratzen. Klingt wie Zynismus, ist aber elende Realität. Eine Realität, die beim Tanz um das goldene Elektroauto freilich nicht gerne gehört wird. Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/die-batterie-entscheidet-ueber-das-e-auto-kommentar-15109179.html Illegale Exporte - Deutscher Elektroschrott verseucht Nigeria Tausende Tonnen gebrauchter Kühlschränke und Elektronik werden aus Deutschland nach Nigeria verschifft, illegal. Mehr als 500.000 Nigerianer leben von einem Handel, der ihre Heimat vergiftet. Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/nigeria-wie-elektroschrott-aus-deutschland-das-land-verseucht-a-1155116.html Deutsche Schrottexporte nach Nigeria Wo das Blei aus unseren Batterien die Menschen vergiftet Das Metall in neuen Autobatterien stammt oft aus recycelten alten. Was gut klingt, ist für die Menschen in Nigeria ein Albtraum. Quelle: http://www.spiegel.de/plus/nigeria-wo-das-blei-aus-unseren-batterien-die-menschen-vergiftet-a-00000000-0002-0001-0000-000161350428 Elektroantrieb - Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende Elektroautos sollen den Verkehr in Deutschland sauberer machen. Die Wahrheit ist aber auch: Für die riesigen Batteriemassen gibt es noch gar kein Recycling-System. Quelle: https://www.sueddeutsche.de/auto/elektroautos-batterien-recycling-1.4218519
Kobalt wird immer weniger im BEV gebraucht und darüberhinaus in vielen anderen Bereichen auch aber da ist es merkwürdigerweise bis heute kein Problem.
Blei Akkumulatoren sind die Starter Batterie und die sind in jedem Verpenner drin. Es sind also keine BEV-Akkus!
Und es gibt schon Anlagen für BEV Akku Recycling in ROK und Belgien. Das ist ein gutes Geschäft in der Zukunft wenn wirklich relevante Mengen anfallen. Dann werden es noch mehr Anlagen.

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chmos 20.02.2019, 22:32
33. Entlastung?

Ob ich die Straße mit dem eigenen Auto oder per Carsharing verstopfe, ist für den Verkehr egal. Und wenn ich auf den nächsten Bus 29 Minuten warten und dann noch mal umsteigen muss, bin ich per Carsharing natürlich trotz Stau schneller. Entlastet wird allenfalls der Parkraum, aber die Konkurrenz für ÖPNV und Fahrrad nimmt zu.

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Stäffelesrutscher 21.02.2019, 00:06
34.

@#34chmos: Sie übersehen zweierlei. Erstens verstopfen nicht nur fahrende, sondern auch stehende Autos die Städte. Dank Car-Sharing werden viel weniger Autos benötigt, also viel weniger Parkplätze belegt. Vor dem Wohnblock stehen dann ein Up und ein Golf Kombi statt 35 Individual-Autos. Die 33 eingesparten Parkplätze sind gewonnene Lebensqualität.
Zweitens: Carsharing-Kunden setzen sich nicht für eine 1-km-Fahrt zum Bäcker ins eigene Auto, sondern machen solche Wege mit dem Rad und schränken die Autofahrten auf das Notwendige ein. Das entlastet den Fahrverkehr.

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radnabe 21.02.2019, 00:26
35. @emil7685

"Carsharing ist für Ottonormalverbraucher viel zu teuer. Sowas lohnt sich nur für den yuppie-Studenten der das Abo von Papa bezahlt bekommt und für Gutverdiener, die das Angebot zusätzlich zum Familienfuhrpark nutzen um abends in die Kneipe zu fahren und das Auto dort stehenzulassen." Das was Sie beschreiben, ist kein richtiges Carsharing, sondern die Werbeautos der Hersteller wie Car2go oder DriveNow. Normales Carsharing hingegen ist selbst bei älteren Gebrauchtwagen meist billiger, es sei denn, Sie fahren täglich zur Arbeit damit.

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equigen 21.02.2019, 07:16
36. Und dann? Innenstädte verödet

Zitat von MADmanOne
Ist aktuell was dran. Meine Lösung wäre daher ein Verbot von privaten Fahrzeugen in Innenstädten ohne speziellen "Bedürftigkeitsnachweis". Dann können die Carsharing-Autos die freiwerdenden Parkplätze nutzen und den ÖPNV dort sinnvoll ergänzen, wo sich der Ausbau einer Linie aufgrund geringen Fahrgastaufkommens nicht lohnt. So erhöhen sie nicht das Fahrzeugaufkommen und für Lieferdienste wäre endlich auch noch genug Platz. In der Stadt braucht kein gesunder Mensch ein eigenes Auto, das ist reine Bequemlichkeit und entsprechende Gründe vorgeschoben. Der Rest kann ja Bedürftigkeit anmelden oder aufs Land ziehen, da darf dann auch wieder nach Herzenslust mit dem eigenen Auto gefahren werden. Da können die Besitzer der 44 Millionen Fahrzeuge eigentlich nur hoffen das ich nie an die Macht komme :D
Wenn die Kunden mit ihren bösen Autos ausbleiben wird es den Innenstädten der größeren Städte genauso gehen wie den Innenstädten der kleinen Städte um die man eine Umgehungsstraße gebaut hat: Kunden bleiben aus, Geschäfte machen zu, Billigläden und Leerstände folgen, dann die Verödung, denn auch die Arbeitsplätze sind verloren.

Die Welt ist ein komplexes System. Wer meint ohne Konsequenzen größere Änderungen in gottähnlicher Manier durchzuziehen (das typische Bild von Ideologien aller Art) ist bisher immer gescheitert.

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cindy2009 21.02.2019, 08:59
37. Nicht möglich

Zitat von emil7685
Ich bitte vielmals um Verzeihung,aber koennten Sie BITTE mal anfangen, normal zu zitieren? Diese Fullquotes mit herauskopiertem "zitat anzeigen", meist auch noch nicht zum zitierten User passend (was habe ich mit "radnabe" zu tun?) nerven extrem. Nichts fuer ungut.
Passt schon, aber die mobile Version der Forensoftware bietet keine Zitierfunktion und wenn man Ihren Beitrag kopiert, wird die Referenz auf das Zitat, welches Sie gesendet haben, mit geliefert, daher wird auch der Verweis auf "radnabe" angezeigt. Für weiteres Gefriemel habe ich nicht die Zeit.
Warum man in der mobilen Version nicht vernünftig zitieren kann, müssen Sie also mit SPON klären.
Danke.

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forscher56 21.02.2019, 14:21
38. Mathematik für Journalisten ...

... wird offenbar in den Journalistenschulen nicht gelehrt. Wenn in einem Markt ein Segment um 14,9% wächst und das komplementäre Segment um 21,5%, dann ist es gänzlich unmöglich, dass der Gesamtmarkt um 14% wächst. Bei solchen Angaben sollte man eigentlich stutzig werden und mal genau nachrechnen.

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Skarrin 21.02.2019, 19:01
39. Tausende Handvoll

Zitat von andrel1234
Weil es keine bzw. nur eine Hand voll Ladestationen gibt. Ich war letztens mit einen BWM i3 von von DriveNow unterwegs. Da kam der Hinweis, dass man aufladen sollte. Nur es war keine Ladestation in der Nähe wo ich hin wollte.
Es gibt aktuell knapp 15.000 öffentliche Ladestationen in Deutschland, Tendenz stark steigend.
Das Problem befand sich in diesem Fall also eher auf dem Fahrersitz des i3.

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