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Copenhagenize-Index 2019: Bremen ist Deutschlands fahrradfreundlichste Stadt
Hoch Zwei Stock/ Angerer/ imago images

Alle zwei Jahre ermittelt der Copenhagenize-Index die radfreundlichsten Städte der Welt. An der Spitze steht, Überraschung, Kopenhagen. Eine deutsche Stadt muss sich dagegen aus der Weltspitze verabschieden.

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Rick73 04.07.2019, 15:02
30. Bremen

war schon immer Vorreiter in Sachen Fahrrad. Die Stadt hat einen Radfahreranteil von 28% und ist auf die Population gemessen ewiger Spitzenreiter in D. Auch ist das Radwegenetz mit 750 Kilometern eines der größten in D und EU. Hinzukommend sind die Radverkehrswege. Bremen galt in den 80igern und 90igern als fahrradfreundlichste Stadt und war schon in den 30igern als Fahradstadt bekannt. Es wundert also nicht das es Bremen aus dem Stand schaffte.

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HilmarBender 04.07.2019, 15:05
31. Völlig realitätsfern

In Bremen fahrradfahren ist größtenteils eine Katastrophe. Schwachsinnige Streckenführungen, miese Fahrbahnzustände, immer wieder absurd neu bemalte Kreuzungen – so sieht der Alltag aus. Im Detail und im Groben liegt sehr viel im Argen.
Ein Paradies ist Bremen allenfalls für Menschen, die beim (zu schnell ) Autofahren Handy telefonieren, oder Smartphone tippen.

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apfelmännchen 04.07.2019, 15:06
32.

Zitat von klaxklix
Radwege - wo genug Platz ist, einen Radweg getrennt vom Fußweg und der Strasse zu bauen und dann sicherstellen, dass Rechtsabbieger niemanden umnieten: immer. Wenn man jeden Tag mit den Rad fährt will man einigermassen schnell und sicher ankommern. D.h. keine umnietenden Rechtsabbieger, keine Fußgänger, die auf dem Radweg gehen (mit Hunden u.U.), keine Autos, die dort parken, keine anderenn rücksichtslosen Fahrradfahrer (Rennradler!),... Das hat man leider nur auf der Fahrbahn, am besten mit Fahrradstreifen. Der ADFC propagiert hier nur die beste von allen schlechten Möglichkeiten.
Wenn sie als Radfahrer den Radweg in richtigen Richtung befahren und an einer roten Ampel anhalten, werden sie auch nicht so oft umgenietet.

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noch_ein_forenposter 04.07.2019, 15:07
33. Bewertungskriterien

Ein paar der Kriterien sind schon ziemlich kurios: Der "Gender Split" wurde ja schon angesprochen. Völlig schräg ist auch, dass eine geringe Helmtragequote sich positiv auf die Bewertung auswirkt. Und die Forderung, per default die Schuld dem Autofahrer zu geben, widerspricht doch jedem Rechtsverständnis.

Da fand ich die ADFC-Umfrage unter Radfahrern doch deutlich aussagekräftiger. Da waren auch Städte unter 600.000 Einwohnern drin.

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baghira1 04.07.2019, 15:12
34.

Zitat von Schartin Mulz
wird offenbar von Rennradlern dominiert, die sich den Fahrweg lieber mit schnellen Autos als mit langsameren Fahrrädern teilen. Im Nachbarland Niederlande sind separate Radwege Standard, aber die haben offenbar vom Radfahren nicht so viel Ahnung.
Das System Radweg, wie es auch in den Niederlanden und in Dänemark propagiert wird, ist gefährlicher als man denkt. Er suggeriert Sicherheit.
Die Dänen und Niederländer zehren vom Safety in Numbers. Je mehr Rad gefahren wird, desto mehr sind die Autofahrer gewöhnt, an Radfahrer zu denken. Dafür nehmen beide Länder rund das Zehnfache des Geldes in die Hand, was Deutschland für den Radverkehr ausgibt.
Gratulation an Bremen, das sie der Einäugige ist unter den Blinden.

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Müllerin von der Au 04.07.2019, 15:15
35.

Zitat von fahrgast07
Als Münchner frage ich mich immer, wo die 20 Jahre Rot-Grün geblieben sind. Es geht kaum was voran, weil man ständig Panik hat, dem Heiligen Auto Platz wegzunehmen. Ob der Bürgerentscheid die Wende bringt? Oder obs die SPD jetzt kapiert?
München ist vielfach einfach zu eng gebaut. Das Verhältnis, in dem das Fahrrad seine Transportaufgabe übernimmt, ist viel geringer, als der Platz, der dafür eingefordert wird.

Autoverkehr wird in den wenigsten Fällen eingespart, weil kaum Radler entsprechend lange Strecken bis ins Umland zurücklegen. Das Fahrrad ersetzt bestenfalls Fahrten mit S- U-Bahn Bus oder Tram.
Und was hat es da dann gebracht, wenn für viel Platz auf den Straßen die Auslastung des öffentlichen Nahverkehrs reduziert wird, wohlgemerkt nur bei schönem Wetter?

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Taunus 04.07.2019, 15:17
36.

Für wen ist so ein Index wichtig. Das sieht doch sowieso jeder individuell. Was der eine für gut findet gefällt dem anderen noch lange nicht.So eine Index erstellung ist doch nur Beschäftigungstherapie.

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von_oz 04.07.2019, 15:18
37.

Zitat von Lobhudel
Gerade heute morgen musste ich wieder einmal durch unbeirrtes Fortsetzen meines rückwärtigen Ausparkens aus einer senkrechten Parkbucht einem ungestümen Rennradler in der 30er-Zone das Leben retten. Wollte der Kollege doch die gerade noch verbleibenden 80 Zentimeter zur schnellen Vorbeifahrt nutzen, obwohl er aus schlecht einsehbaren über 50 Meter Entfernung hätte erkennen müssen, dass er die vorgeschriebenen 1,50 m Abstand zwischen KFZ und Fahrrad auch mit Tempo 40 nicht schafft. Das war wieder ein Gequietsche und Gemaule ...
Meines Wissens muss diesen Abstand von 1,50 Metern lediglich das Auto einhalten, wenn es Zweiräder überholt – etwa um sie durch zu dichtes Vorbeifahren nicht ins Schlingern zu bringen. Für Radfahrer gilt dieser Abstand beim Überholen eines Autos jedoch nicht.

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deichgraffe 04.07.2019, 15:20
38. Erfreulich

Zawr kann ich mich als Bremer über die gute Platzierung freuen, allerdings die Historie dieses Rankings nich nachvollziehen. Nicht weil ich alle Städte der Welt mit mehr als 0,6 Mio Menschen kenne, sondern weil ich als bremer Radfahrer nicht DEN Unterschied von vor zwei Jahren ausmachen kann, der diesen guten Platz erklärt.
Das zeigt leider mal wieder, das solche Rankings sehr fragwürdig sind.
Aber das wichtigste bei diesem Ranking ist, dass das Rad als alternatives Individualverkehrsmittel, bei dem Prozeß der Verdichtung von Städten, alternativlos ist.
Und es ist erfreulich, dass Bremen in Zukunft diesen Weg intensivieren will.

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pseudotyp 04.07.2019, 15:23
39.

Ich wohne in Strasbourg (Platz 5, 280.000 Einwohner) und die Fahrradinfrastruktur hängt so ziemlich jeder beliebigen deutschen Stadt meilenweit hinterher. Noch dazu wird hier, im Vergleich zu Deutschland, noch weniger Rücksicht auf Radfahrer genommen und es wird hemmungslos auf Fahrradstreifen geparkt. Allerdings ist hier auch bei den Radfahrern keinerlei Rücksicht auf Andere vorhanden, von nächtlicher Beleuchtung ganz zu schweigen. Ich bin selber ein sehr forscher Radfahrer, aber schon alleine mein Selbsterhaltungstrieb gebietet mir Fahrtrichtungsänderungen anzuzeigen und LKWs nicht rechts zu überholen... Mir ist es in jedem Fall völlig zweifelhaft, wie dieser fünfte Platz zustande gekommen ist.

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