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CSU-Politiker Scheuer: Streit um Tempolimit - Minister düpiert Klimakommission
DPA

Eine Regierungskommission für Klimaschutz will das Tempo auf Autobahnen auf 130 Kilometer pro Stunde begrenzen. Verkehrsminister Scheuer ist vergrätzt - und verschiebt kurzerhand die nächste Sitzung.

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Walid75 22.01.2019, 19:36
340. Lobbyist Scheuer

Hier geht es nicht mehr um Wählerstimmen, sondern um die Interessen der Autoindustrie und insbesondere um die von BMW. Wozu noch einen kaufen, wenn man nur 120 km/h fahren darf?
Klarer Interessenkonflikt zwischen dem Politiker und dem Lobbyisten Scheuer!

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localpatriot 22.01.2019, 19:38
341. Manchmal trügt der Schein

Zitat von Föniks
Der "gesunde Menschenverstand" scheint Ihnen flächeneckend abhanden gekommen zu sein. Wer genau hindert Sie eigentlich daran, sich jetzt schon sehr daran zu erfreuen, mit 130 km/h ruhig über die Autobahn zu gleiten - sofern Sie ein Auto plus Führerschein haben. Bei Bedarf können Sie sogar noch ruhiger dahin gleiten, z.B. mit 76,4 km/h, im unendlich großen Strom der Lastkraftwagen.
Man muss nur an die Kraftwerke denken. Unter denjenigen mit den größten Emission in Europa stehen die 6 der schlimmsten 1 in D, angefuehrt mit Friedersdorf an 2. Stelle, dann gefolgt von Jaenschwalde, Weisweiler, Neurath als Nummern 5,6 und 7
Quelle: Dirty Thirty – Europe's worst climate polluting power stations - WWF (Google search),
Das beweist doch dass man bereit ist die Emissionen trotz der Warnungen der Wissenschaftler einzustecken wenn das der Situation im eigenen Lande entspricht.

Das Tempolimit wäre einfacher es schadet niemand und ganz nebenbei hilft es bei Verkehrssicherheit.

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ArnoNyhm1984 22.01.2019, 19:38
342. Was für eine absurde Diskussion! -mal ein paar Zahlen:

Laut Umweltbundesamt beträgt der PKW-Anteil am CO2-Ausstoß knapp 12%.
In DE fahren ca. 46,74 Mio Autos -von weltweit knapp 1,3 Mrd. sind das ca. 3,64%.
D.h.: Wir reden in DE über knapp 0,44% des weltweiten CO2-Ausstoßes.
Wiederum laut Umweltbundesamt würde ein Tempolimit von sogar 120km/h (statt den diskutierten 130km/h) aufgrund des Umstands, dass eh nur 18.000km Autobahnnetz in DE ohne Tempolimit existieren, den Verbrauch um gerade mal 2% verringern.
Und damit reden wir letztlich über potentielle CO2-Einsparungen in der Höhe von sage und schreibe 0,00874% des weltweiten CO2-Ausstoßes, den ein Tempolimit 120km/h erbringen würde (Tempo 130 wäre nochmals ineffizienter)!
-Könnten wir uns also bitte einfach mal vor dem Hintergrund dieser Fakten darauf einigen, dass ein Tempolimit diese Welt nicht rettet, sondern schlichtweg ein seitens Ökoterroristen fanatisch geführter Glaubenskrieg ist, weil ihre Nuckelpinnen wahrscheinlich immer nur auf der rechten Spur hinter den Lastern kleben und überholt zu werden anscheinend zu Neidattacken führt?

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neurobi 22.01.2019, 19:39
343.

Zitat von MartinB.
Ich weiß nicht auf welche Berechnungen Sie sich berufen, aber die mir bekannten Studien besagen folgendes: Ein Tempolimit bringt geringere Unfallzahlen, besseren Verkehrsfluß (und damit erheblich weniger verballerten Sprit selbst bei denen die gar nicht schneller als empfohlen fahren _wollen_), und weniger Stress. Das deckt sich im übrigen mit meiner persönlichen Erfahrung.
Also ich weis nicht welche Studien sie jetzt meinen, die Monentan überall veröffentlichten Zahlen sagen, dass sowohl die Verkehrsicherheit spürbar steigen wird, noch ein entscheidender Effekt bei den Emissionen erzielt werden kann.
Und wie man den Verkehrsfluss damit verbessern will ist mir ein Rätsel. Wenn es voll ist reduziert sich die Geschwindigkeit ohnehin auf unter 130.

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Wolfgang H. 22.01.2019, 19:43
344. Wie jede Reglementierung dieses Vereins wird die nach hinten losgehen

In Summe werden dadurch mehr Staus generiert, die wiederum ein Vielfaches des Sprits kosten wird.
Wenn das Tempolimit eingeführt wird, ist das letzte bisschen Freiheit dem Klima-Irrsinn geopfert worden.
Wenn diese letzte Bastion der Freiheit fällt gibt es eine Revolution.
Mal schauen ob China in der Lage ist so viel gelbe Westen zu liefern.
Sollte das Tempolimit kommen, wird das ein grandiosen Wahlerfolg für die AFD geben. Ich wage mal zu behaupten, dass sie dadurch die absolute Mehrheit erreichen wird. Mal schaun...

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neurobi 22.01.2019, 19:45
345.

Zitat von Johannes60
Ich hätte da eher einen anderen Ansatz als Tempolimit. Ich denke, dass kein PKW mehr als 1,5t (Leergewicht) wiegen und eine Motorleistung oberhalb von 100PS haben muss. Insbesondere das Gewicht ist eine Größe, die direkt in den Energieverbrauch eingeht.(ca 0,3 l pro 100kg und 100km) Wenn man schwerere und leistungsstärkere PKW nicht verbieten will, sollte man sie immerhin mit einer saftigen Luxussteuer belegen.
Genau richtig. Ein Tempolimit wird den Trend hin zu weniger windschnittigen Fahrzeugen Vorschub leisten. Selbst wenn kurzfristig eine leichter Rückgang verzeichtet werden könnte, in ein paar Jahren wird dieser mehr als ausgeglichen.

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Danny G. 22.01.2019, 19:46
346. Ich verstehe es nicht.

Ich arbeite für die Automobilindustrie, muss (leider) 30-40.000 km pro Jahr fahren und komme mit max. 140 km/h trotzdem in angemessener Zeit von A nach B. Es ist ohnehin eine Illusion, dass man irgendwo schneller ankommt, wenn man ständig auf dem Gas steht. Wurde schon mehrfach bewiesen.
Und wer statt 130 km/h mit 180 km/h oder mehr über die Autobahn donnert, verbraucht nicht "ein Bisschen", sondern signifikant mehr Sprit. Und gefährdet sich (egal) und andere (nicht egal).
Ich genieße es jedesmal, im Ausland unterwegs zu sein, wo man sich entspannt über die Autobahn bewegt. Und um zu wissen, dass ich wieder in Deutschland bin, brauche ich keine Hinweisschilder. Ein Blick in ddn Rückspiegel genügt. Denn spätestens nach 5 km hängt dir der erste SUV-Spacko mit Lichthupe im Rückspiegel. Machen wir uns nix vor, Deutschland ist eine Nation, die im Gestern lebt und in weiten Teilen unfähig ist, sich von alten Gewohnheiten zu lösen. Seien sie noch so überholt...

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schattengott 22.01.2019, 19:47
347.

Zitat von MartinB.
Tempolimit und massive Besteuerung von Sprit -- jedem, der mit offenen Augen durch die Welt geht, müssen diese Maßnahmen doch _selbstverständlich_ erscheinen. Der Herr Minister zeigt mal wieder, wie wenig ihm am Bewegen der Zukunft liegt, und wie viel an ganz persönlicher Lobby- und Machtpolitik. Dass es beim Wandel unseres Verkehrs Verlierer geben _muss_, darf auch ein BILD-Leser gesagt bekommen, denn es ist nun einmal Fakt. So, wie es ist, kann es nicht bleiben.
Auf Kraftstoff sind pro Liter mehr als 60 Cent Steuern. Scheint mir schon jetzt eine massive Besteuerung zu sein. Die wenigsten Leute fahren übrigens die Mehrzahl ihrer Kilometer zum Vergnügen und Arbeitgeber setzen heutzutage Mobilität voraus. Nicht überall geht es mit Bussen und Bahnen (und von der grundsätzlichen Kompetenz der Bahn hinsichtlich Pünktlichkeit und Verlässlichkeit rede ich hier gar nicht erst). Von daher erscheint mir eine noch höhere Besteuerung als andere als selbstverständlich.

Was Tempolimits angeht: hier in meinem Bereich Rheinland bis Ruhrgebiet gibt es durch Baustellen, Sperrungen, defekte Brücken und damit stets völlig überfüllte und nicht ausreichend ausgebaute Autobahnen ein de facto Tempolimit. Insofern würde es mich wundern, wenn zusätzliche Schilder mit einem Tempolimit für ein ohnehin so gut wie nie fahrbares Tempo viel bringen würden.

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kunibertus 22.01.2019, 19:47
348. Das ein Tempolimit nichts bringt, ist

Zitat von misterknowitall2
aber ein Tempolimit bringt nichts! Das ist mehrfach berechnet worden. Der betroffene Anteil ist viel zu klein. Wie wäre stattdessen mit einer saftigen Kerosinsteuer? Ja, dann wird der Sommerurlaub auf Malle teuerer, aber hey, so wie es ist kann es ja nicht bleiben.
mit Zahlen eindeutig widerlegt. In einer Berliner Tageszeitung ist in der heutigen Ausgabe ein interessanter Beitrag dazu: "Seit auf Teilen der A 24 zwischen Berlin und Hamburg ein Tempolimit gilt, sind die Zahlen der Unfälle, Schwerverletzten und Toten rückläufig. Und das trotz steigender Verkehrszahlen". Die konkreten Zahlen werden dann in einem anderen Artikel ausgewiesen. Und schließlich haben auch die Grünen dieses Problem erkannt. In ihr Programm zur letzten Bundestagswahl haben sie die Forderung nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h auf Autobahnen aufgenommen - aus Gründen der Verkehrssicherheit. Jetzt sind sie nach den Ausführungen ihres Parteichefs Habeck wieder für 120 km/h - aus Gründen des Umweltschutzes. Da sind sie übrigens schon einmal gewesen, zu Zeiten von Jürgen Trittin.

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masgth 22.01.2019, 19:48
349. Daumen hoch für Scheuer

Ich war heute wieder beruflich unterwegs, Ostdeutscland, Autobahn halb voll, die Mittelspur so um 140 km/h rechts eher 180, man kommt voran. Ich bin in ganz Deutschland unterwegs, in Bayern, Schleswig und Ostdeutschland kann man fast immer entspannt zügig fahren, im Ruhrgebiet oder Stuttgart sind die Pisten teils so voll das ich freiwillig langsam fahre, Null Abstand, viele Aggressionen. Was will ich damit sagen, der Verkehr ist regional sehr unterschiedlich, ein generelles Limit hilft da wo es voll ist nicht und anderswo wird man aus gebremst. Zwei Drittel der Autobahnen sind limitiert, das oft zurecht, ich finde wir sollten das beibehalten. Für mich ist erschreckend wie sehr eine kleine Gruppe von Umweltterroristen die große Mehrheit der Bevölkerung maßregeln will.Ich find Scheuer zeigt Haltung in dem er polemischen Forderungen eine Absage erteilt. Jeder einzelne beteiligt sich bereits über Abgaben und Ausgaben am Umweltschutz, das ist in Ordnung. ich für meinen Teil bin jedoch nicht bereit jede kostspielige Kröte zu schlucken in vielen anderen Teilen der Welt interessiert Umweltschutz gar nicht. Durch deutsche Selbstgeißelung werden wir die Klimaveränderung nicht im geringsten aufhalten, wir sollten unser Know How nutzen um Lösubgen für die anstehenden Veränderungen zu entwickeln und zwischenzeitlich auch noch etwas Spaß am Leben haben.

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