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Daimler-Testfahrten: Dieser Lkw soll auf deutsche Autobahnen - ohne Fahrer
DPA

Der selbstfahrende Lastwagen dürfte schneller auf deutsche Straßen kommen als erwartet. Noch in diesem Jahr will Daimler autonome Lkw auf die Autobahn schicken. Der Konzern rechnet in Kürze mit einer Genehmigung.

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jasper366 26.07.2015, 22:11
200.

Zitat von Attila2009
Natürlich übernimmt der Fahrer die Ladung und ist beim Be und Entladen dabei und zählt unter Umständen mit, prüft das Wiegen ... Er quittiert auch den Erhalt der Ladung ( könnte ja sonst unterwegs was umladen gelll ?)
Bei Ihnen im Betrieb vielleicht...
Es gibt Firmen da darf der Fahrer den Lagerbereich nicht mal betreten, da prüft der nullkommagarnix bei der Verladung.

Es gibt auch übrigens eine fälschungssichere Aufzeichnung von Videodaten.

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tommahawk 26.07.2015, 22:37
201. Das war mal so

Zitat von Attila2009
Natürlich übernimmt der Fahrer die Ladung und ist beim Be und Entladen dabei und zählt unter Umständen mit, prüft das Wiegen ... Er quittiert auch den Erhalt der Ladung ( könnte ja sonst unterwegs was umladen gelll ?) Er muss gar nicht genau wissen wieviel einzelne Spaghetti er transportiert, er quittiert nur : 10 Paletten und die sind eingestretch oder verschlossen. Wenn eine fehlt - sein Problem. Transportschäden -da ist die Spedition verantwortlich wenn Ladung verrutscht, scheuert...
Logistische Prozesse funktionierten vor 10 Jahren vielleicht so, wie Sie das hier beschreiben. Nur in rückständigen Branchen ist das heute immer noch so.

Der Empfänger einer Warensendung ist heute dank der Vernetzung zwischen Sender und Empfänger längst darüber informiert, was da auf dem LKW steht, der demnächst kommt. Das wird vom Annehmenden eingescannt und fertig. Der Fahrer spielt dabei nur noch die Rolle desjenigen, der sein Gefährt anständig an die Rampe setzen muss.

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bernd.stromberg 26.07.2015, 22:46
202.

Zitat von Paul Panda
Ich hoffe, niemals solch einem Ungetüm zu begegnen, wenn ich auf der Autobahn bin. Mein Vertrauen in die Technik hält sich nämlich in Grenzen.
Das ist aber imho, wenn man die Fakten betrachtet, irrational.

Wenn jährlich hunderte durch Fahrfehler anderer Leute sterben dann gilt das als normal und als akzeptables Risiko.

Wenn man sich jetzt vorstellt es gäbe nur noch autonome Fahrzeuge (nicht dass ich das begrüßen würde) und es gäbe nur noch ein Dutzend Unfallopfer, diesmal aber verursacht durch Fehler in der Technik, dann wäre das Geschrei riesig.

Von der Technik wird erwartet absolut fehlerfrei sein zu müssen, Menschen gestehen wir aber ohne mit der Wimper zu zucken Fehler ein im Straßenverkehr. Und das geschieht ja praktisch täglich.

Natürlich kann die Technik dieses Rennen nur verlieren.

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bernd.stromberg 26.07.2015, 22:59
203.

Zitat von Attila2009
Sehe den Fahrer der aus einer Einfahrt kommt und nicht in meine Richtung schaut und denke " der sieht mich nicht " und gehe in Bremsbereitschaft, vermindere vorsorglich das Tempo. Kann ein Computer das ? Nein. Also bremst er erst wenn das Hindernis vor ihn steht und der Bremsweg war dann zu kurz. oder das Kind das am Straßenrand unaufmerksam ist ( Hier ist es laut StVO Pflicht in Bremsbereitschaft zu gehen ! ) Kann ein Computer Kinder erkennen und deren Verhalten vorausahnen ? Nein er bremst erst wenn das Kind die Fahrbahn kreuzt - Bremsweg zu kurz.Pech ?
Was Sie schreiben stimmt eben schlicht und ergreifend nicht.

Verschiedene Hersteller (Mb, Volvo etc.) haben ja heute bereits Assisstenzsysteme die Kinder, Fahrzeuge und Objekte am Straßenrand erkennen und auf Gefahrensituationen hinweisen.

Und diese Systeme bremsen ja heute auf Wunsch schon automatisch.

Zumal dieses "bremsbereit" bleiben ja lustigerweise nur der Mensch braucht. Denn der hat, wie wir aus der Fahrschule wissen, eine Reaktionszeit und braucht dann auch Zeit um eine Entscheidung zu treffen und umzusetzen.
Wir sprechen hier von Sekunden. Und der Computer macht das heutzutage in Millisekunden.

Am Ende ist es dann eher der Mensch, der das Kind umfährt...

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Attila2009 27.07.2015, 01:03
204.

Zitat von jasper366
Bei Ihnen im Betrieb vielleicht... Es gibt Firmen da darf der Fahrer den Lagerbereich nicht mal betreten, da prüft der nullkommagarnix bei der Verladung. Es gibt auch übrigens eine fälschungssichere Aufzeichnung von Videodaten.
Wer hat gesagt Lagerbereich betreten ?
Der bleibt am Fahrzeug und schaut was reingeladen wird. Das muss er nämlich sogar weil er auch für die Ladungssicherung verantwortlich ist.

Wenn die den anhalten und etwas nicht richtig gesichert oder befestigt ist ,dann zahlt er die Strafe.

Was Sie erzählen ist blanke Theorie.

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day of defeat 27.07.2015, 07:36
205.

Zitat von Attila2009
Da stimme ich Ihnen zu: Die Maschine kann eines nicht : "kreativ denken ". Wenn ich fahre beobachte ich auch andere Verkehrsteilnehmer, kalkuliere deren Fehler ein. Sehe den Fahrer der aus einer Einfahrt kommt und nicht in meine Richtung schaut und denke " der sieht mich nicht " und gehe in Bremsbereitschaft, vermindere vorsorglich das Tempo. Kann ein Computer das ? Nein. Also bremst er erst wenn das Hindernis vor ihn steht und der Bremsweg war dann zu kurz. oder das Kind das am Straßenrand unaufmerksam ist ( Hier ist es laut StVO Pflicht in Bremsbereitschaft zu gehen ! ) Kann ein Computer Kinder erkennen und deren Verhalten vorausahnen ? Nein er bremst erst wenn das Kind die Fahrbahn kreuzt - Bremsweg zu kurz.Pech ? es gibt viele Situationen bei denen jeder Computer den menschlichen Hirn unterlegen ist.
das freut mich fuer Sie. Allerdings ist dies nicht repraesentativ. Die Unfallstatistik weist, neben Alkohol und zu hoher Geschwindigkeit, das nicht rechtzeitige Erkennen, sprich: Uebersehen von anderen Verkehrsteilnehmern als Hauptursache fuer Unfaelle mit Personenschaeden aus. (www.destatis.de) Statistisch gesehen gibt es den von Ihnen proklamierten "Vorteil" also nicht.

Und da ein Autopilot weder trinkt, noch muede wird oder zu schnell faehrt, werden gleich alle Hauptunfallursachen auf einen Schlag beseitigt.
Oben drauf nuetzt das Erkennen noch nichts, wenn die Reaktion zu langsam und zoegerlich ablaeuft. Auch hier ist erwiesen, dass die wenigsten Autofahrer die volle Bremskraft ihres Fahrzeuges ausnutzen. Ein Autopilot, welcher auf die Sicherheit der Insassen und umgebenden Verkehrsteilnehmer programmiert ist, wird diesen Fehler nicht begehen. Er wird rechtzeitig stoppen.

Das mag fuer viele Wannabe-Schumis ernuechternd sein, aber dran aendern tut es nix. Ist wie mit dem ABS - die wenigsten und allerbesten Piloten schaffen es (natuerlich nur mit Ansage und vielen Versuchen und keinesfalls spontan) ohne ABS einen kuerzeren Bremsweg hinzulegen. Man kann das natuerlich als "Beweis" fuer die menschl. Ueberlegenheit nehmen, aber das sagt dann schon alles...

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day of defeat 27.07.2015, 08:18
206.

Zitat von Fragende_Leere
Bis alle bekannten Situationen von den Programmen "gelernt" wurden, wird es ein bis x Unfälle dauern. Letztendlich entscheiden dann die Versicherungen, ob die führerlosen Fuhrwerke kommen oder das zu teuer wird. Bis dahin müssen wir mit ein paar Toten rechnen. Interessant finde ich den Ansatz trotzdem: würden sich alle Verkehrsteilnehmer "sklavisch" an die Regeln halten, würden mit Sicherheit mehr Unfälle passieren. Ich glaube, dass der Mensch durch "Vorahnungen", "Erfahrungen" und vorausschauendes Denken zu einem großen Teil Unfälle vermeidet. Es interessiert mich, wie gut das die Computer können. Ob die Schachwelt 1 : 1 vergleichbar ist, wage ich zu bezweifeln: Es gibt zwar unglaublich viele Kombinationen der einzelnen Züge, die aber auf einer sehr begrenzten Anzahl von Parametern basiert. Hier spielen die Computer ihre Rechenleistung voll aus. Ob die reale Welt sich in ähnliche Parameter clustern lässt, ist noch zu beweisen....
vorausschauendes Denken....nice! Funktioniert das auch bei Kurzsichtigkeit? Ein einfacher Blick auf die Unfallstatistik waere jedenfalls weit sinnvoller, als immer diese Romantisierung und sechster-Sinn Beschwoerung. Die Gruppe der Fuehrerscheininhaber setzt sich zudem nicht allein aus gesunden, ausgeglichenen und motivierten Juenglingen zusammen. Nein, da ist so ziemlich alles dabei, altersmaessig, psychemaessig und stimmungsmaessig - inklusive der jeweiligen Zipperlein, Abnormitaeten und Tagesformen. Wer sich angesichts dessen eher vor einem sachlichen, berechenbaren, blitzschnellen und blitzgescheiten Autopilot fuerchtet, bitte sehr...

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herrwurlstein 27.07.2015, 08:30
207. Wann..

.... gibt es so etwas endlich als Taxi?

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deesdrei 27.07.2015, 08:43
208. #200

@Attila2009: Für genau diese Einzelnen Situationen sitzt dann auch bei vollautomatisierten Fahrzeugen ein Mann mit an Bord. Um zu überwachen und notfalls manuell das Steuern zu übernehmen. Beispiel: der Dispatcher informiert den "Fahrer" über eine Baustelle in seiner Fahrtrichtung. Der Mann im LKW steuert den Lastzug manuell durch die Baustelle (Reduzierung der Fahrspuren, Schwenks etc.). Danach übernimmt wieder der Computer. Ein vollautomatisches Fahren auf Straßen und Autobahnen setzt ohnehin eine komplexe Signalisierungs-, Informations- und Sicherheitsinfrastruktur voraus, die in entsprechender Abdeckung erst einmal vorhanden sein muss. Ist sie bis dato aber nicht. Der autonome LKW sollte nicht nur die Beschilderung erkennen, was mit heutiger Kamrratechnik schon ganz gut funktioniert - es müssen auch Systeme vorhanden sein, die ein mögliches Nichtbeachten der Schilder erkennen und Einfluss auf das Fahrzeug nehmen! Und gerade da sehe ich (noch) die meisten Probleme! Was bei der Bahn (Stichwort: Indusi etc.) sicher funktioniert, ist auf der Straße um vieles komplizierter. Schon deshalb, weil auf der Straße der Abstand zwischen dem Schild und der nachfolgenden Gefahrenstelle (Kreuzung, Auf-/Abfahrt, was-weiß-ich) meist relativ knapp ist - für Gefahreneingriffe häufig zu wenig. Der automatisiert fahrende LKW ist sicher eine feine Sache (Triebfahrzeugführer in modernen E-Loks und ICEs sitzen schon heute "nur daneben"), es müsste aber der gesamte Verkehrsraum komplett umgestaltet werden - das ist noch ein langer Weg!

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Olaf 27.07.2015, 09:23
209.

Zitat von Zaunsfeld
Interessant wird es, wenn so ein Ding den ersten Unfall verursacht, womöglich mit Todesfolge oder schweren Verletzungen. Wer zahlt dann und wer geht bei Todesfolge in den Knast?
Ich nehme mal an, der gleiche der jetzt auch für ein technisches Versagen am Fahrzeug haftet.

Das ist ja nichts neues.

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