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Debatte über CO2-Steuer: ADAC warnt vor Belastungen für Pendler
DPA

Die Umweltministerin will Kraftstoffe teurer machen, um den Ausstoß von Klimagasen zu reduzieren. Sie bekommt viel Zustimmung - aber auch harsche Kritik. Der ADAC sieht einen klaren Verlierer in der Debatte.

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gumbofroehn 06.07.2019, 07:23
1. Ich habe ohnehin nie verstanden ...

... warum die Leute seit einigen Jahren meinen, sich anstatt eines maßvoll dimensionierten Autos einen zivilen Radpanzer (auch als SUV bekannt) anschaffen zu müssen. Das Platzangebot ist (angesichts der Außenabmessungen) bemerkenswert gering, die Energieeffizienz zum Verzweifeln schlecht. Wenn jetzt durch eine CO2-Steuer Anreize geschaffen werden, mit diesem Unsinn aufzuhören, ist das eigentlich überfällig.

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dgs 06.07.2019, 07:28
2. Pendler Sponsoring

Das ganze Pendler Sponsoring muss aufhören. Wir müssen in Deutschland mehr zum Verursacher Prinzip wechseln. Dafür ist die co2 Steuer sehr geeignet.

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dagmar1308 06.07.2019, 07:34
3. In Österreich kostet

der Liter Super 30 Cent weniger, gerade vorgestern in Salzburg getankt.
Dort kann der Pendler, also der Arbeitnehmer, der seinen Arbeitsplatz nicht glücklicherweise vor der Haustür hat, 42 Cent statt 30 bei uns absetzen je Entfernungskilometer.
Wo bleibt die SPD Besorgnis für die Beschäftigten? Oder klopfen die mit einer weiteren Steuer noch eins drauf?

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Europa! 06.07.2019, 07:42
4. Die Lösung

Die Lösung für Pendler mit unzureichender Anbindung an den ÖPNV ist offensichtlich ein kleiner Wagen, evtl. mit LPG-Antrieb. Damit erreicht der Pendler ein Minimum an CO2-Ausstoß. Die vielgepriesenen E-Autos helfen dem Klima ja leider nur wenig, da schon bei der Herstellung das Äquivalent von 100000 Straßenkilometern mit einem Diesel verbraucht wird.

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dipl.inge83 06.07.2019, 07:42
5. Pendler

verursachen ja nun auch einen hohen Ausstoß an Emissionen. Nur, ich fahre nicht in Summe 160km täglich weil ich mit Zeit und Geld nichts besseres anzufangen weiß. Und allen die ich früh um 5 auf Straße treffen wird es ähnlich gehen. Ich würde gerne zu Fuß oder per Rad zur Arbeit kommen. Leider bekomme ich von den Unternehmen vor Ort entweder Absagen oder Schweigen. Und das letzte Mal als mir eine Behörde die Pistole auf die Brust gesetzt hat um nicht dem Steuerzahler auf der Tasche zu liegen betrug mein Arbeitsweg mal eben 400km. Emissionen spielten da gar keine Rolle. Komisch.

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zudummzumzum 06.07.2019, 07:43
6. typisch ADAC

"Belastungen für Pendler"? Da kreiert der ADAC mal wieder eine Legende. Nur Wenige müssen wirklich Tag für Tag mit dem eigenen Auto Kilometer schrubben. Aber hinter denen können sich die Vielen verstecken, die gar nicht ihr Verhalten reflektieren müssen. Eine ökologische Steuerreform bedroht nicht deren Wohlstand, wohl aber das Lebensgefühl. Deshalb darf man sich diese Zuckungen aus der ADAC-zentrale nicht gefallen lassen!

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Denker76 06.07.2019, 07:44
7. Der ADAC hat Recht.

Der ADAC hat Recht, die Energiesteuern=CO2 Steuern sind im Verkehrsbereich schon extrem hoch. Seit 2007 subsummiert die Energiesteuer die so genannte Mineralölsteuer und die Ökosteuer. Pro Liter Benzin werden bereits 65 Cent und pro Liter Diesel 47 Cent erhoben. Die MwSt kommt sogar noch obendrauf. Wenn man die genannten Cent-Beträge (ohne MwSt) in Euro pro Tonne CO2 umrechnet, ergibt sich für Benzin ein Wert von ca. 274 Euro pro Tonne und für Diesel ca. 177 Euro pro Tonne CO2. Die Grünen / die Experten behaupten, der reale Preis für CO2 müsste 180 Euro betragen. Ich stelle fest, der Autofahrer bezahlt dies bereits, ohne dass es eine Lenkungswirkung gäbe und dass, da es für viele eben keine sinnvollen Alternativen gibt. Im Vergleich dazu wird im Gebäudebereich für Heizöl nur eine Energiesteuer von 6,14 Cent erhoben, was pro Tonne CO2 ca. 23 Euro entspricht, für Erdgas ist der Preis nahezu identisch. Im Gebäudebereich macht eine weitere Erhöhung durchaus Sinn, um die Gebäudedämmung und die Umstellung auf Wärmepumpen voranzutreiben. Hier kann noch viel eingespart werden. Im Verkehrsbereich jedoch nicht. Auf den Lebenszyklus gesehen spart ein E-Auto vielleicht 20% CO2 im Vergleich zum Verbrenner. Das steht in keinem Verhältnis zu den Kosten und den verbundenen Nachteilen (Rohstoffgewinnung, Reichweite, Ladedauer, Infrastrukturkosten). Im Übrigen erhebt auch die Schweiz, welche immer als positives Beispiel für eine CO2 Steuer genannt wird, diese Abgabe nicht auf Kraftstoffe. Und in Schweden beträgt der Benzinpreis derzeit 1,51 Euro bei einer CO2 Steuer von 120 Euro/Tonne. Dort wurden nämlich andere Steuern auf Kraftstoffe im Gegenzug gesenkt.

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butenschoen 06.07.2019, 07:52
8. Was für eine Politik!

Da beschließt die Rot-Grüne Koalition unter Kanzler Schröder und Umweltminister Trittin vor ca. 15 Jahren eine deutliche Erhöhung der Mineralölsteiuer, um Löcher bei der Rentenversicherung zu stopfen. Lenkungswirkung: Wenn man 250 km/h fährt, stützt man das Sozialversicherungssystem. Nun kommt eine CO2-Steuer, und wenn sie die dadurch gewollte Lenkungswirkung entfaltet und weniger Benzin verbraucht wird, wird sich ein entsprechendes Loch in der Rentenversicherung auftun. Das scheint niemanden zu interessieren, selbst die Bundesumweltministerin, die derselben Partei angehört wie der damalige Kanzler, schweigt dazu. Hat sie es vielleicht noch gar nicht bemerkt?

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cortenhoff 06.07.2019, 07:59
9. CO2 Steuer trifft nur Gering und Normalverdiener

Die beabsichtigte CO2 Steuer wird dazu beitragen, die Gesellschaft noch weiter zu spalten. Derjenige, der als Top- Verdiener einen Porsche Cayenne Turbo mit 580 PS zu 180.000 € sein eigen nennt und auf 100 km 25 Liter Super raushaut, der wird darüber nur müde grinsen und sich über die freier werdenden Straßen freuen. Der Familienvater, der mit seinem inzwischen 5 Jahre alten Golf, täglich pendeln muss, der wird abgestraft und stöhnt unter der Zusatzbelastung und am Wochenende mit den Kindern mal einen Ausflug machen, wird man sich dann 10X überlegen. Unsere Umweltministerin lebt scheinbar im verträumten Kleinwolkenkuckuksheim, wenn sie davon erzählt, dass man ja am Jahresende sooo viel zurückerhält. Quatsch! Wenn die Preise für Sprit, Heizöl, etc. ansteigen, werden alle anderen in der Kette, quasi unter dem Radar, auch noch schnell eine Schippe drauflegen um ihren Schnitt zu machen. Nein, die CO 2 Steuer ist sozial völlig ungerecht und wird nur weiterhin zur Gesellschaftlichen Spaltung im Land beitragen, anstatt auch nur irgendein Gramm CO2 zu verringern. Ärmere werden sioch das Autofahren und verschiedene Lebensmittel kaum noch leisten können und im Winter in einer kalten Bude sitzen, währen Gutverdiener schmerzbefreit mit der Schulter zucken und so weitermachen, wie bisher.

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