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Debatte über CO2-Steuer: ADAC warnt vor Belastungen für Pendler
DPA

Die Umweltministerin will Kraftstoffe teurer machen, um den Ausstoß von Klimagasen zu reduzieren. Sie bekommt viel Zustimmung - aber auch harsche Kritik. Der ADAC sieht einen klaren Verlierer in der Debatte.

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dr.noh 06.07.2019, 10:39
90. Ideen von gestern

Mit Ideen von gestern soll mit dem Wissen von heute an den Problemen von morgen gearbeitet werden. Dumm nur, dass die meisten Entscheidungsträger nicht von gestern, sondern fast überwiegend von vorgestern sind (Ziemlich alt also) und das Übermorgen gar nicht mehr erleben (also 2040 aufwärts).

Und das merkt man in den Vorschlägen. Es geht immer noch um die Perfektionierung von gestern. Genauso wie damals die Postkutschen schneller werden wollten und man statt 2er, dann 4er und sogar 6er Gespanne einsetzte. Der Durchbruch der Schnelligkeit kam mit den Motoren. Und ein Vorschlag, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, ist auch von gestern.

Leute, perfektioniert nicht das Gestern. Denkt völlig neu. Leider fällt das den Entscheidungsträgern von Vorgestern recht schwer. Brauchen wir mit der Digitalisierung die uneingeschränkte Mobilität? Wir müssen grundsätzlich über das Konzept der Mobilität nachdenken.

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dr.noh 06.07.2019, 10:42
91. Die Bankrotterklärung der Grünen

Zitat
"Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte, Schulze stehe beim CO2-Preis in der Bundesregierung allein auf weiter Flur. Es müsse endlich Entscheidungen geben. "Für einen langen Ideenwettbewerb fehlt uns die Zeit, angesichts der Dramatik der Klimakrise muss jetzt schnell gehandelt werden." Die Grünen haben bereits ein CO2-Preis-Konzept vorgestellt."

ja, Menno. Was habt ihr denn die ganzen letzten Jahre gemacht? Wenn nicht von euch, von wem sonst würde man Ideen erwarten!

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fkfkalle3 06.07.2019, 10:43
92. Lenkungssteuer ?

Nicht die Ansicht des ADAC steht zur Debatte, sondern die unterstellte Tatsache, dass vornehmlich Pendler nichts anderes zu tun haben, also die Umwelt zu schädigen. Die Ursachen für das Pendeln dürfte doch bekannt sein.
Diese Menschen fahren zur Arbeit, um damit den Lebensunterhalt für einen Personenkreis zu erwirtschaften. Dieser Staat kassiert bisher an der erwirtschafteten Summe erheblich mit. Wie sonst könnten die Alimentierten Damen und Herren existieren ? Geld an sich ist wertlos, wenn dahinter keine Leistung steht.

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Strangelove 06.07.2019, 10:44
93. Rechnen Sie sich das doch einfach aus

Zitat von chjuma
Diese Steuererhöhung wird jede Lohnerhöhung für Normalverdiender killen. Und der Regierung geht's nicht um Umweltschutz oder CO2 Begrenzung. Wenn die das wirklich wollte, wären SUV per Gesetz nicht zulassungsfähig und der ÖPNV würde massiv ausgebaut werden. Wenn dieser dann so funktioniert dass ihn jeder nutzen kann, auch die Pendler im Schichtbetrieb, dann kann man den Spritpreis anheben. Dann hat man ja die Alternative. So aber ist es schlicht eine dreiste Steuererhöhung.
so schwer ist das nicht. Glauben Sie im Ernst, dass man deswegen gleich 100 Euro mehr im Monat ausgibt, ich denke nicht, außer Sie wohnen im Zelt und halten da auch im Winter über 20 °C mit Öl oder Gasheizung. Zumdem sollen die Einnahmen wieder an die Menschen zurückfließen, zum eventuell wird dann auch die Pendlerpauschale angehoben. Wer die nicht nutzt weil unter dem Freibetrag liegend hat wahrscheinlich sowieso kein echtes Mehrkostenproblem.
Was den ÖPNV-Ausbau anbelangt, auch der funtioniert nicht einfach so. Zum einen finden sich heute kaum noch Busfahrer zum anderen macht das nur Sinn wenn es sich halbwegs trägt und dafür muss auch die Nachfrage stimmen. Natürlich muss man hier erst mal das Angebot machen, aber da stemmen sich doch alle dagegen weil dann niemand mehr zwingend ein Auto braucht, wesentlicher Teil der deutschen Wirtschaft.
Aber außer bei AFD Wählern und anderen Wissenschaftsleugnern herrscht Konsens, dass der Klimawandel real ist. Und der Mensch ist träge, daher muss etwas passieren und das ist ein sehr sinnvoller Schritt, weil das Gas das hauptsächlich verantwortlich ist besteuert wird und nur so der Anreiz da ist sich anders zu verhalten.

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spon_5711341 06.07.2019, 10:47
94.

Zitat von dgs
Das ganze Pendler Sponsoring muss aufhören. Wir müssen in Deutschland mehr zum Verursacher Prinzip wechseln. Dafür ist die co2 Steuer sehr geeignet.
Die Pendlerflut wurde in den 90ern ja erst durch staatliche Steuerung geschaffen. Arbeitnehmer sollten für einen Arbeitsplatz gefällligst weitere Anfahrten in Kauf nehmen. Ich erinnere mich noch, wie einige Helden der CDU sagten, man könne "nicht erwarten, im Nachbarort seinen Arbeitsplatz zu haben". Noch heute gilt für Angestellte des ÖD/Beamte die gleiche Grenze als "heimatnahe Verwendung", die, soweit mir bekannt, auch für Arbeitslose vorgegeben wird: 90 Minuten einfacher Arbeitsweg bzw. 2 h mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wenn also ein tägliches Pendeln von 3 bzw. 4h als zumutbar angesehen wird und seit den 90ern steuerlich gefördert, muss man sich eigentlich nicht wundern. Ich glaube, es ist sogar ein Großteil der Belegschaft des Umweltbundesamtes, das täglich derartige Strecken überwinden darf, wie mir eine Freundin erzählte, die dort ihr juristisches Referendariat absolviert hat. Es wurde aus paritätischen Gründen (mehr Bundesbehörden in den "Ost-Bundesländern") nach Dessau verlegt, hatte aber nach wie vor die meisten Mitarbeiter aus Berlin. Da fasst man sich ja schon irgendwie an den Kopf..

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dodgerone 06.07.2019, 10:48
95. der "kleine Mann"

Mal ganz ehrlich: "der kleine Mann" kann sich eine fette spritschluckende Karre garnicht leisten. Und wenn die Lobbyisten "Pendler" sagen, meinen sie Autofahrer... um alle Pendler geht es garnicht. Die armen Schlucker, die mit der Bahn fahren sollen mal schön weiter selbst schauen wo sie bleiben. Diese Selbstgefälligkeit kotzt mich echt nur an.

Liebe Landeier: beschwert euch mal schön bei CDU/CSU, die euch seit Jahren versprechen es geht immer weiter so. Nee is nicht! Weil wir Stadtmenschen die Schnauze voll haben. Genauso von den Landeiern die in die Stadt ziehen und meinen sie müssen leben wie auf ihrem Dorf. Ja die Welt verändert sich und die Abgehängten kommen nicht mit, weil man ihnen ihre "Freiheit" nimmt, die sie jahrelang auf Kosten anderer ausleben durften.

Macht endlich ÖPNV billiger und deutlich besser (mit dem Geld aus der CO2-Steuer)... nicht immer nur falsches Verhalten belohnen.

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damianschnelle 06.07.2019, 10:51
96. @dgs

Sollen jetzt alle zu Hause bleiben oder sollen die Pendler ihre Wohnungen aufgeben?

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walter.m 06.07.2019, 11:11
97. Stolz auf die SPD

Wieder hat ein Mitglied der SPD erkannt, wie schnell sich die Lohnerhöhungen umwandeln lassen in Steuern. Die Erkenntnis, daß Geld zu holen ist, bei denen, die darauf angewiesen sind, ist eine der besten Errungenschaften von SPD-Politik. Hier kann man abschöpfen, ohne daß das Klagen darüber bis in die höchsten Ebenen der Steuergeldkassierer dringt. Die Notwendigkeit der Einschränkung von Fahrten zum Arbeitsplatz ist erkannt, Pendelfahrten müssen bestraft werden, wenn die Leute nicht mit dem vielmals kaum vorhandenen ÖPNV fahren, der überdies zu teuer ist und staatlich (Steuern) stärker subventioniert werden muß. Wie wäre es, einmal die Parteispender der Automobilindustrie und der Erdölindustrie in die Pflicht zu nehmen, die Zusammenarbeit oder Beteiligungen prüfen, ggf. stoppen, Motore konstruieren, bzw. auf den Markt bringen, die weniger verbrauchen. Stecken da Hersteller von Autos und die Ölindustrie mit dem Staat (Steuerkassierer) unter einem Ölteppich, sprich weniger Spritverbrauch = weniger Gewinn = weniger Steuereinnahmen? Liegt da der Hund begraben, bei weniger Plastik - weniger Ölverbrauch. Warum fordern die Grünen im Autoländle nicht Autos mit Motoren, die weniger Kraftstoff verbrauchen, was läuft da? Bevor ich es vergesse, sollte es tatsächlich zu einer Strafsteuer für Pendler kommen, unbedingt die Diäten angleichen, da der Kraftstoff teurer geworden ist, vorher fiel ein erhöhter Arbeitsaufwand an, der sich auch für die Parlamentierer auszahlen muß, da er nicht vorher eingeplant war, somit außerordentlich wäre.

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janne2109 06.07.2019, 11:18
98. na ja

ob nunn ein SUV mehr Benzin frist als ein großer Daimler etc. bleibt dahin gestellt, es ist auch einfalcher Ansatz in meinen Augen, die Politiker machen mich langsam richtig sauer, immer wider der Bürger, macht endlich Gesetze an die sich die Autoindustrie halten muss mit starken Strafen wenn nicht, am besten Autos aus dem Verkehr ziehen die sich nicht daran halten und den Eigentümer ein niegel-nagel neues Fahrzeug umsonst instellen, dann halten sich auch Autofirmen endlich an Gesetzesvorgaben.

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deichgraffe 06.07.2019, 11:36
99. Komfortzone Auto

Der ADAC lebt davon, dass ein gewisser Anteil von Autofahrern keine Einsicht zum Thema Überbelastung durch PKW-Verkehr hat. Statt dessen geht man davon aus, dass es immer so weiter geht. Sowohl bei der umweltbelastung durch Treibhausgase als auch
Die C02-Steuer ist auch ein Signal der Eigenverantwortlichkeit.
Auch das Parken muss in den Städten teurer werden.
Die Vorstellung, dass Sprit billig, Parken umsonst, aber der SUV drei Jahresnettogehälter kosten darf, hat keine Zukunft.

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