Forum: Auto
Debatte über Tempolimit: Scheuer beklagt "ständige Gängelung"
DPA

Verkehrsminister Andreas Scheuer zeigt sich genervt von der Debatte über ein Autobahn-Tempolimit. In der Diskussion über Feinstaub- und Stickoxid-Grenzwerte wird er von Umweltministerin Schulze kritisiert.

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jacquesfischer 27.01.2019, 22:47
100.

Raserei hat nichts mit Freiheit zu tun. Aber die Industrie beherrscht die Politik, nicht das Wohl des Volkes.
Redet nicht über Korruption in der 3 Welt, wir sind keinen Deut besser.

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bambata 27.01.2019, 22:47
101.

Zitat von InternetResearchAgency
Das ist in Ihrer Echokammer offenbar nicht richtig angekommen: Die aktuelle Diskussion dreht sich um Empfehlungen der Klimakommission des BMVI. D.h. um eine Kommission, die der Scheuer-Andi selbst besetzt und eingesetzt hat, und die jetzt plötzlich so überraschend sinnvolle Vorschläge macht... lustig! Also: Keine Grünen weit und breit.
Ja, stimmt, die Stille von Seiten der Grünen zum Thema Tempolimit in den letzten Tagen ist geradezu dröhnend. Haben die seit Habeck und Baerbock vielleicht erkannt, dass ideologiegetriebenes Gezeter und Symnolpolitik uns keinen Millimeter voranbringen? Vielleicht halten die es auch einfach nur für sinnvoller, erst die dicken Bretter zu bohren und sich erst dann um Dinge zu kümmern, die Ergebnisse im Nachkommabereich erwarten lassen.

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doppeldenk 27.01.2019, 22:49
102. Solange die Bahn nicht mit 300km/h und pünktlich fährt oder...

es viele günstige Innlandflüge gibt oder der Hyperloop mit 1000 Sachen Enfernungen zusammenschrumpfen lässt: SO LANGE sollte es kein Tempolimit geben!

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arvenfoerster 27.01.2019, 22:55
103. Scheuer hat Recht

Wenn es eines Beweises bedurft hätte, die Anmerkungen von Andreas Scheuer zu bestätigen, dann musste man nur in den letzten Tagen hier die Foren des Spiegels lesen. Unter der Annahme, dass das Statistische Bundesamt keine Fake News verbreitet, müsste auch der Letzte festgestellt haben, dass die Befürworter eines generellen Tempolimits argumentativ mit leeren Händen dastehen. Dennoch erleben wir hier gerade eine Kanonade an SPON-Artikeln mit der immer gleichen Stossrichtung. Zahlreiche Foristen sind sich nicht zu schade, den deutschen Bundesverkehrsminister und alle, die nicht ihrer Meinung sind, zu beschimpfen. Hier gilt die alte Volksweisheit: Leere Wagen klappern am lautesten.

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MisterD 27.01.2019, 22:57
104. Ich habs schon oft gesagt...

der "Krieg" auf der Autobahn wird erst losgehen, wenn ein Tempolimit kommt. Denn während diejenigen, die es nunmal eilig haben, jetzt zumindest noch auf den freien Teilstücken Zeit aufholen können, z.B. A14, A39, B6N, A17, usw. geht das dann nicht mehr. Also wird um jedes km/h gekämpft werden, wenn da 130 steht, wird auch 130 erwartet... mindestens... und eilig haben es die Leute, ob es Ihnen allen hier passt oder nicht. Es kann eben nicht jeder im Büro am Schreibtisch sitzen, manche Tätigkeiten erfordern Reiserei...

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pepe-b 27.01.2019, 22:58
105. Phantomdebatte

Klimatechnisch ist mit einem Tempolimit nichts zu holen, sicherheitstechnisch sind deutsche Straßen Vorbild. Legen wir mal diese Fakten zugrunde, dann wird deutlich, dass Scheuer und AKK absolut Recht haben, denn offensichtlich gibt es diesbezüglich absolut keinen Handlungsbedarf, da kein Defizit. Wer das Klima retten will, soll an die echten und großen Stellhebel ran (Elektroautos, Flugzeuge, Kreuzfahrten, Gebäudedämmung, ...). Sich um die Nachkommastelle beim CO2-Ausstoß zu kümmern, ist verschwendete Zeit und Mühe. Wer das ohnehin schon im Vergleich sehr niedrige Level tödlicher Unfälle noch weiter senken will, sollte auch da ansetzen, wo das Hauptproblem ist: auf Landstraßen. Und dort als erstes alle Alleen abholzen.

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bambata 27.01.2019, 22:59
106.

Zitat von jogola
das ihr uns nicht 130 fahren lasst. Weil wir uns auch an das Rechtfahrgebot halten kommen wir hinter keinem LKW raus auf die linke Spur auf der Ihr mit 150 und viel zu kleinem Abstand entlangdüst. Wer gängelt da wen ?
Das sind doch konstruierte Wahrheiten. Die weit überwiegende Mehrheit der Autofahrer auf den BAB fährt zwischen 130 und 150 km/h. Wer einigermaßen voraus- und rückschauend fährt, hat nicht den Hauch eines Problems, langsamere Fahrzeuge rechts durch aufmerksames Einordnen auf der Überholspur entspannt zu überholen.

Problematischer wird das lediglich im durch hohe Verkehrsdichte verursachten Kolonnenverkehr, der aber ohnehin selten schneller als 100 km/h läuft.

Aber diese "Ihr" und "Wir" ist so typisch für eine ideologiegetriebene Diskussion.

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rosinenzuechterin 27.01.2019, 23:03
107.

Zitat von syt
dann fahrt bitte mit der Geschwindigkeit ! Aber lasst doch andere,die schneller fahren wollen,fahren,wo ist das Problem ?
Das Problem heißt Geschwindigkeitsdifferenz. Ein weiteres Schadstoffausstoß (betrifft nicht nur CO2). Sollten Sie aber mittlerweile mitbekommen haben können, die Diskussion wird ja heute nicht zum ersten Mal geführt. Stellen Sie sich daher bitte nicht so ahnungslos!

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luebbkehans 27.01.2019, 23:11
108.

bedrohende, von hinten kommende große schwarze limousinen.. dicke fette suv.s.. lichthupende raser.. das ist ja wie in der märchenstunde. und mit dem tempolimit kommt dann das entspannte dahingleiten, alle werden zu freunden im individualverkehr und die sonne lacht wieder. ein echtes winterloch.thema. wozu brauchen wir ein tempolimit?? meineserachtens funktioniert das prima ohne. und ich hab echt keine lust auf völlig freier bahn mit 130 dahinzugleiten.

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Reg Schuh 27.01.2019, 23:13
109. Tempolimit auf anderen Straßen - warum eigentlich?

Warum gibt es ein allgemeines Tempolimit für Landstraßen und für geschlossene Ortschaften?
Die Hintergründe dazu zu belöeuchten könnte auch die Autobahnfrage weg von dem postfaktischen Gestreite um be-Scheuerte Seilschaften und ständige Gängelungen hin zur Sachdiskussion bewegen. Und woran sind diese Tempolimits bemessen?
Bei geschlossenen Ortschaften vermute ich tatsächlich vor allem den Sicherheitsgedanken - Bremswege vor Querstraßen, andere Verkehrsteilnehmer zu Fuß, zu Rad. Allein die fast sprunghafte Verbreitung von 30er-Zonen in den 90er-Jahren (und Kreisverkehren in den 0er-Jahren) zeigt deutlich darauf, daß manche Gewohnheit auch im Laufe der Zeit überdacht werden darf. Die Anschnallpflicht wurde auch hier und da als Einschränkung der Freiheit angesehen.
Bei Landstraßen wirkt die Zahl 100 als allgemeines Tempolimit auf den ersten Blick auch ziemlich willkürlich. Vermutlich haben die Gesetzgeber sich aber schon auch etwas Gedanken dabei gemacht. Gab es das Tempolimit auch schon vor dem zweiten Weltkrieg? Stand eine Sicherheitsabschätzung Pate oder eine Betrachtung im Sinne von "Schneller ist nicht notwendig über Land"? War die Absicht der Autobahn - mit dem wesentlichen Merkmal der Kreuzungsfreiheit - so schnell wie technisch möglich fahren zu können, zu Zeiten wo auch kaum jemand anders ein Nicht-Profi-Rennfahrer ernsthaft an Geschwindigkeiten jenseits der 100 km/h beherrschen, bzw. sich leisten konnte? Sollte und soll weiterhin die Autobahn die größtmöglich individuelle Wunschgeschwindigkeit ermöglichen, damit für jeden einzeölnen Teilnehmer die schnellsten Fortbewegung möglich sein soll?
Das Thema nicht weiter hinterfragen zu wollen paßt jedenfalls in Herr Scheuers vermutete Verstrickungen. Bei etlichen anderen staatlichen Regulierungen wird allgemein akzeptiert, daß die individuelle Freiheit einzelner Menschen eingeschränkt wird, um Sicherheit/Eigentum/Wohlstand der anderen Menschen zu schützen. Taschendiebstahl ist verboten, obwohl dabei noch nicht einmal Menschenleben gefährdet werden. Durch ein Tempolimit bei 130 km/h würde dennoch immer noch das Risiko etlicher Verkehrstoter in Kauf genommen. Die individuelle Freiheit wird sogar bei der Anschallpflicht eingeschränkt - und zwar überwiegend akzeptiert - obwohl dadurch gar nicht mal andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr kommen. Das Radfahren im Straßenverkehr ohne Helm ist dagegen nicht eingeschränkt - und da reichen schon 15 km/h für schwere lebensbedrohliche Verletzungen. Es ist also vieles nicht konsequent und darf ruhig hinterfragt werden.......
Eine Testphase erscheint mir sinnvoll - zum Beispiel ein mittelgroßer Autobahnabschnitt über mehr als nur einen Knoten, vielleicht auch eine ganz Autobahnmasche. Für den sollten dann Daten über Stauhäufigkeit, Unfalltote, Unfallzahlen an sich, Durchschnittsgeschwindigkeiten erfaßt werden. Eine echte Erprobung könnte uns allen viele "Phantomdebatten", wie AKK sie nennt, ersparen und trotzdem echten Erkenntnisgewinn bringen.

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