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Deutlicher Rückgang: Zahl der Verkehrstoten im September gesunken
DPA

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist im September deutlich zurückgegangen. 330 Menschen kamen in dem Monat in diesem Jahr im Straßenverkehr ums Leben, das seien deutlich weniger als im Vorjahresmonat. Zuletzt zeigte die Statistik steigende Tendenz.

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philipp234 20.11.2012, 11:55
1. Das ist gut - und war zu erwarten

2010 war ein statistischer Ausreiser nach unten, daher war 2011 auch keine Trendwende bei den Verkehrstoten. Der Trend geht weiter nach unten, und das ist erfreulich. Die höheren jährlichen Fahrleistungen auf unseren Straßen werden durch sicherere Autos mehr als ausgeglichen.

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neuroheaven 20.11.2012, 12:56
2. ...

knapp 4 tausend tote ist lächerlich wenig.
durch krankenhauskeime sterben jährlich 30.000 tote!

wie soll man auch unfälle bauen, wenn man eigentlich nur noch im stau steht oder mit maximal 120 über die autobahn schleicht.

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svenkoch 20.11.2012, 15:04
3. Ja, so ein Mist...

nur 4.000 Verkehrstote, da muss man doch was machen können. Einfach schneller fahren dürfen und dritte oder vierte Fahrspuren bauen, damit man nicht mehr ereignislos im Stat steht. 30.000 Tote durch Krankenhauskeime? Ah, als Referenz ziehen wir uns lieber die 110.000 Tote durch Tabak heran, dagegen sind die 4.000 doch Peanuts. Verglichen allerdings mit den weltweit 837 Toten (Jahr 2010) im Flugverkehr oder den durch Züge in Deutschland ...hmmm, ah, wir wollen das Auta ja nicht verteufeln. Ist schon super, das Auto...

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c54 20.11.2012, 15:07
4. Nur zur Info:

In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts hatten wir über 16.000 Verkehrstote allein in der damaligen Bundesrepublik. Und damals gab es so gut wie keine Motorradler, die einen großen Teil der heutigen Verkehrstoten ausmachen. Also ein gewaltiger Fortschritt. Der wäre allerdings noch größer, wenn die ganzen Nebentätigkeiten beim Autofahren, wie Telefonieren, am Navi rumspielen etc. kompromisslos zum Stillstand des Autos führen würden....

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andy69 20.11.2012, 15:56
5. und was ist Ihr Vorschlag?

Zitat von svenkoch
nur 4.000 Verkehrstote, da muss man doch was machen können. Einfach schneller fahren dürfen und dritte oder vierte Fahrspuren bauen, damit man nicht mehr ereignislos im Stat steht. 30.000 Tote durch Krankenhauskeime? Ah, als Referenz ziehen wir uns lieber die 110.000 Tote durch Tabak heran, dagegen sind die 4.000 doch Peanuts. Verglichen allerdings mit den weltweit 837 Toten (Jahr 2010) im Flugverkehr oder den durch Züge in Deutschland ...hmmm, ah, wir wollen das Auta ja nicht verteufeln. Ist schon super, das Auto...
Autofahren ganz verbieten? Tempolimit flächendeckend von 40km/h?

Das Leben war schon immer lebensgefährlich - und Reisen sowieso. Fliegen ist sicherer, aber schlechter für die Umwelt.
Was bleibt? Das Auto ist vielleicht nicht "super", aber schlicht notwendig. Wer sich gegen alle Gefahren des Lebens schützen will, muss zuhause bleiben.
Und ein Rückgang der Verkehrstoten um 85% in den letzten 40 Jahren trotz gestiegenem Verkehrs ist zumindest ein Trend in die richtige Richtung - auf Null werden wir bei den Verkehrstoten nie kommen.
Genausowenig wie bei allen anderen menschlichen Aktivitäten (Sport, Freizeit, Haushalt, Heimwerken, Gartenarbeit, Beruf oder sogar Sex).

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JeeperWH 20.11.2012, 16:13
6.

Zitat von neuroheaven
wie soll man auch unfälle bauen, wenn man eigentlich nur noch im stau steht oder mit maximal 120 über die autobahn schleicht.
Ich weiß nicht, wie manche Leute auf die Idee kommen, man stünde ausschließlich im Stau. Nach Ihrer Theorie dürfte niemand mehr zur Arbeit kommen.

Auf 20 km Arbeitsweg kommen bei mir 800 Meter Stau - weil mans hinbekommen hat zwischen zwei 500 Meter entfernte Ampel-Kreuzungen auf einer Hauptverkehrsstraße noch eine Fußgänger-Ampel zusetzen, die auf Rot schaltet, sobald der Straßenverkehr grün bekommt. Kostet mich zwar 3-5 min, aber sei es drum.

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hoppeldipoppel 20.11.2012, 16:29
7. Das größte Verkehrsrisiko sitzt hinter dem Steuer

Vielleicht sollte man damit anfangen, das Auto nicht mehr als Fetisch, Potenzstütze, Egokrücke und Statussymbol zu vergöttern, sondern als das, was es sein soll zu sehen: ein Transportmittel, um von A nach B zu kommen, gleichberechtigt in einer Linie mit den anderen Verkehrsträgern wie Bussen, Bahnen, Fahrrädern. Wenn man unter Verkehrsachsen, die eine Stadt angeblich braucht, nicht mehr automatisch eine vierspurige Straße versteht, sind wir schon einen Schritt weiter.
Höhere Frequenzen im Nach-und Fernverkehr der Bahn, einfacherere Vernetzung der Verkehrsträger, Ausbau von Carsharing, Kombitickets für Auto, Bahn und Fahrrad - das wäre es.
(Warum muss es unbedingt immer ein eigenes Auto sein, wenn ich in der Stadt wohne? Es steht 80% der Zeit herum. Ich kauf mir doch auch keine Straßenbahn, weil ich damit jeden Morgen zur Arbeit fahre.)
Für alle, die mit dem Auto pendeln, lange Strecken zurücklegen, nicht auf den Komfort eines individuellen Transportmittels verzichten wollen: Da muss man sich vielleicht überlegen, ob es nicht erst mittel- oder langfristig, sondern kurzfristig sinnvoll wäre, dem Menschen die Kontrolle über das Lenkrad zu entziehen. Die Diskussion nach dem Geisterfahrer gibt doch die Richtung an. Mehr Assistenzsysteme, Einparkhilfen, Temposteuerung über GPS und Verkehrsschilderkennung - all das würde den Verkehr sicherer machen, effizienter und umweltfreundlicher. Der Computer fährt besser. Wer dagegen ist, will mit seinem Auto nicht einfach nur schnell und komfortabel von A nach B - der nutzt seinen BMW und das Gaspedal als Möglichkeit, sein unterdrücktes Ego zu streicheln.

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trader_07 20.11.2012, 16:52
8. im Gegenteil

Zitat von andy69
Autofahren ganz verbieten? Tempolimit flächendeckend von 40km/h?
Im Gegenteil. Viele Tempolimits auf Autobahnen gehören aufgehoben.

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trader_07 20.11.2012, 17:01
9. Autobahn

Zitat von neuroheaven
wie soll man auch unfälle bauen, wenn man eigentlich nur noch im stau steht oder mit maximal 120 über die autobahn schleicht.
Ich weiß nicht wo und zu welchen Uhrzeiten Sie Autobahn fahren, aber bei mir sieht es definitiv anders aus. Ich vermeide allerdings weitestgehend die Rush-Hour.

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