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Deutschland: Viele Luftmessstationen offenbar falsch platziert
DPA

München, Mainz, Wiesbaden: Etliche Messstationen entsprechen offenbar nicht EU- Vorgaben. Einem Medienbericht zufolge halten sie den Mindestabstand zur nächsten verkehrsreichen Kreuzung nicht ein.

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sponcon 19.11.2018, 11:05
190. Was ist neu an dem Thema?

Am 22.05.18 kam beim MDR in der Umschau ein Bericht:
http://www.ardmediathek.de/tv/Umschau/Diesel-Skandal-Wo-und-wie-wird-eigentli/MDR-Fernsehen/Video?bcastId=7545140&documentId=52611922

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misterknowitall2 19.11.2018, 11:51
191. Nee, is klar...

Zitat von Aberlour A ' Bunadh
Überzeugt mich überhaupt nicht. Auf die Straßen, auf die ich mich beziehe, fängt nach dem Bürgersteig das Wohnhaus an. Und das hat in der Regel Fenster. Und hinter den Fenstern ist was? Wohnräume natürlich. Punkt. Dann muss die Messstation am Ort des Geschehens stehen. Andernfalls müssen dann auch Fuß- und Radwege 25 Meter weg von der Kreuzung gebaut werden. Und tut mir leid, dass "die Welt" als konservatives Kampfblatt auf der Seite des Diesel-Lobbyismus steht, ist natürlich typisch. Wenn das alles so toll, dann ziehen sie doch mit "KIT-Messingenieur Jürgen Pfeil" ans Neckartor. Ich wette diejenigen, die am liebsten die Messstellen auf Hochhäusern oder Hochbrücken aufstellen wollen, würden es dort keine fünf Minuten aushalten.
wenn man ein Gegenargument bringt, gegen diese ganze Dieselhysterie bzw. Stickstoffhysterie, ist man gleich ein konservatives Kampfblatt auf der Seite der Diesellobbyisten (sagen sie mal, was haben diese Lobbyisten eigentlich für ein Ziel? Mehr Diesel zu verkaufen? Ich bezweifle, dass es eine Diesellobby überhaupt gibt, aber egal.). Da wo am Neckartor gemessen wird, kann man gar nicht wohnen, soweit ich weiß, wird also schwierig dort hinzu ziehen. Dass es an der Straße stinkt, ist seit Generationen bekannt und auch jedem bewusst, der dort hinzieht. Jetzt plötzlich sieht sich jeder in seiner Gesundheit bedroht und jault auf. Sehen wir uns doch mal an was passiert ist. Die EU hat Grenzwerte bestimmt (nach eigenem Ermessen), diese Grenzwerte werden immer mal wieder gerissen, wobei nachweislich die Messstationen falsch aufgestellt worden sind oder abenteuerliche Werte anzeigen (wie in Oldenburg, wo der höchste Wert während eines Marathons gemessen wurde.). Nun kommt ein subversiver Verein auf die Idee die Städte anzuklagen, weil diese Werte nicht eingehalten werden und aus welchem Reflex auch immer entscheiden die Richter, dass Dieselautos das Problem sind und sprechen Fahrverbote für dieselfahrzeuge aus, und zwar in der Nähe der Messstellen. Andere Straßen, die dann als Ausweichstraßen herhalten müssen, werden dann wieder überlastet. Geholfen hat die Sache niemanden, außer das das Image des Diesels massiv gelitten hat. PS: bevor sie jetzt wieder über die Dieselfahrer motzen, denken sie mal an ihre Heizung und was sie da alles in die Umwelt pusten, nur damit sie es schön warm haben. Ich gönne es ihnen, nicht falsch verstehen, aber wir müssen uns alle an die eigene Nase fassen.

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happy2010 19.11.2018, 11:59
192.

Aus konkurrierendes Ausland lacht man über die Deutschen

1: Autobauer, eh schon technisch hintendran, haben bereits heute einen gewaltigen Personalengpass, viel zuwenig Fachersonal für die nötige Zukunftsforschung

Und nun bindest man noch 30.000 Ingeniere, Planer Techniker, ..Fachkräfte, um Alttechnik nachzurüsten.
Das bedeutet zwangsweise eine langsamere Zukunftsforschung

2: Zudem werden da GW angesetzt, bei denen weltweit nicht ein einziger Todesfall nachgewiesen wurde
Lediglich die potentielle Schadensgefahr von verschmutzer Luft allgemein wurde jemals untersucht, dabei Fallzahlen festgestellt. Vergessen hat man dabei aber zu erfassen, wieviele Herz und Lungenkranke es unter den Untersuchten eh schon gegeben hat.
Und welcher Anteil der verschmutzten Luft der schädliche ist, das wurde auch nicht untersucht

In Stuttgart, der Stadt mit der schlimmsten Luftverschmutzung betreffend Stickoxide:
„Stickoxide in einer so geringen Konzentration wie in unseren Städten können keine krankmachende Wirkung haben“, sagte Professor Martin Hetzel, Chefarzt an einer Stuttgarter Lungenfachklinik, dem Handelsblatt. Es sei deshalb „schlicht unmöglich, auch nur einen Todesfall“ darauf zurückzuführen. Ähnlich äußerte sich Professor Hans Drexler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin. „Die Horrorzahlen von Feinstaubtoten oder Stickoxidtoten sind reiner Populismus“, sagte Matthias Klingner vom Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme in Dresden

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lab61 19.11.2018, 12:12
193.

Zitat von hermann_huber
Endlich mal eine Versachlichung bei dieser hysterischen Debatte. Wer weiss das eine Zigarette dem Raucher 100.000 mg Nox2 beschert ....
Und wer weiß das angeblich?
Nenne Sie bitte valide Quellen für diese Zahl.

Ich habe auf die Schnelle nur eine Quelle gefunden, die 100-600 MIKROgramm spricht. Sie werden zugeben müssen, dass diese Angabe von der Ihren SIGNIFIKANT abweicht.

Quelle:
Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages.

https://www.bundestag.de/blob/559628/c67c74a62d1a30f6e342462f00c9ce98/wd-8-034-18-pdf-data.pdf

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tatsache2011 19.11.2018, 12:21
194. richtige Messwerte

Zitat von zuhuhu2
Dann sollen halt alle Messstationen nach EU-Richtlinie stehen. Ist die Luft dadurch dann besser? Gibt es dann weniger Autos und demzufolge weniger Staus in den Städten? Es geht doch nur darum wieder Zeit zu schinden. Die Grenzwerte sind bereits seit 2010 gültig!!! Getan hat sich gar nix und die Autolobby-Politik setzt alles daran das Problem weiterhin zu verschleppen. ...
Die Messstationen stehen fast alle richtig und messen richtig.
Ja es geht darum Zeit zu schinden und um Desinformation.
[Zitat] "... zur Landshuter Allee in München.
Dort steht die Messstation mit dem deutschen Negativ-Rekord von 78 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter im Jahresdurchschnitt.
Dieser Wert ist fast doppelt so hoch wie der EU-Grenzwert, der bei 40 Mikrogramm liegt.
Offiziell gemessen wird hier auf einer Höhe von 4 Metern.
Die Meteorologie-Studenten messen für uns auf nur 1,50 Metern.
Das Ergebnis: Sie haben auf diesem niedrigeren Level deutlich höhere Werte als die Messstation auf 4 Metern."
https://www.daserste.de/information/...stadt-100.html

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lab61 19.11.2018, 12:26
195.

Zitat von dweik01
Was in Ihrem Beitrag völlig fehlt ist die Frage wieso 25 Meter von einer "Kreuzung" und nicht 25 Meter von der Fahrbahn? Abgesehen davon ist noch nicht debattiert, wieso ein Unterschied zwischen Fahrbahn und Kreuzung sein soll. .
Weil mit dem Mindestabstand zu verkehrreichen Kreuzungen sichergestellt werden soll, dass es keine zusätzlichen Einströmungen in den gemessen Straßenabschnitt gibt, der über große, verkehrsreiche Kreuzung zusätzliche Schadstoffe von Straßen, auf denen nicht gemessen wird eingebracht werden. Oder ebenso, auch durch den Querverkehr quasi "abgesaugt" werden könnten.

Hingegen:
25 Meter von der Fahrbahn entfernt können Sie gerad ein engen Innenstadtstraßen überhaupt nicht messen. Hier gilt, dass Messstationen HÖCHSTENS 10 m von Fahrbahnrand entfernt stehen dürfen. Da es in der Vorschrift aber nicht z.B. heißt "mindesten 5 und höchstens 10m", sondern nur "höchstens 10m" kann darauf hergeleitet werden, dass im Prinzip so nah wie möglich am Fahrbahnrand zu messen ist.

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lab61 19.11.2018, 12:28
196.

Zitat von draco2007
Nein die Grenzwerte dokumentieren das Maximum an Schadstoffen, dass an den vorgegebenen Stellen gemessen werden muss um die Menge an Schadstoffen, an der Position, wo Menschen sind, eben nicht zu hoch sind. Man muss den Grenzwert nicht so festlegen, dass man die Messstationen auf Menschenhöhe plaztieren muss. ABER man muss die Messstationen schon richtig platzieren, damit die Messwerte nicht verfälscht werden. Der Grenzwert für Büros ist übrigens um ein Vielfaches höher. Eben WEIL er drinnen gemessen wird und näher am Menschen. Und nicht "Oben" etwas entfernt vom Menschen.
Der Grenzwert für Büroräume ist keineswegs "um ein Vielfaches höher". Er liegt bei 60 µg, also ist mal 50% über dem für die Außenluft.

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lab61 19.11.2018, 12:54
197.

Zitat von viceman
im Internet die Lage und Werte der luftmessstationen anschauen.mich erstaunt da z.b. die in 98527 Suhl. wenige Meter neben der vierspurigen hauptstrasse an einer Kreuzung. die Messwerte sind GUT in allen Bereichen trotz starkem Verkehr. liegt es an der deindustrialisierung dort oder an der Fernwärme oder der Grünen Welle?keine Ahnung , aber da gibt es den beschworenen Zusammenhang nicht, dass Fahrverbot etwas bringen könnten...
Bitte geben Sie die genauen Koordinate an, damit man sich das selbst ansehen kann.

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jim.panse 19.11.2018, 12:56
198.

Zitat von P-Schrauber
Bereits erfolgt: Der ökologische Footprint eines in der USA hergestellten E Autos entspricht dem eines Mittelklasse Diesels einschl. 200.000 km Fahrstrecke, Quelle: Schwedische Umweltbehörde. SOFORT haben sich Umweltaktivisten daran gemacht die Studie klein zu rden und bestmögliche Primärenergiefaktoren hineingerechnet damit die Bilanz besser aussieht. Trauen sie dem nicht weil der Abbau und die Wiederverwertung von seltenden Erden der Akkus erfolgt in mit fossiler Energie und das ist der Hauptanteil des Problems der E-Autos. Die Produktion des Autos selbst ist unerheblich letzt endlich nichts anderes wie der Mittelklassediesel.
Bessere Studien gehen von maximal 50.000km aus und in der von Ihnen zitierten Studie ging es um ein Model S mit 100kWh Akku und die gesamte Herstellung nur mit fossiler Energie. Dabei laden viele Elektroautofahrer extra Ökostrom. Das wurde auch bewusst unterschlagen. Und mit dem Recycling beschäftigen sich jetzt schon einige Anlagen erfolgreich, weil es eben auch ein gutes Geschäft ist.

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jim.panse 19.11.2018, 12:56
199.

Zitat von P-Schrauber
Bereits erfolgt: Der ökologische Footprint eines in der USA hergestellten E Autos entspricht dem eines Mittelklasse Diesels einschl. 200.000 km Fahrstrecke, Quelle: Schwedische Umweltbehörde. SOFORT haben sich Umweltaktivisten daran gemacht die Studie klein zu rden und bestmögliche Primärenergiefaktoren hineingerechnet damit die Bilanz besser aussieht. Trauen sie dem nicht weil der Abbau und die Wiederverwertung von seltenden Erden der Akkus erfolgt in mit fossiler Energie und das ist der Hauptanteil des Problems der E-Autos. Die Produktion des Autos selbst ist unerheblich letzt endlich nichts anderes wie der Mittelklassediesel.
Bessere Studien gehen von maximal 50.000km aus und in der von Ihnen zitierten Studie ging es um ein Model S mit 100kWh Akku und die gesamte Herstellung nur mit fossiler Energie. Dabei laden viele Elektroautofahrer extra Ökostrom. Das wurde auch bewusst unterschlagen. Und mit dem Recycling beschäftigen sich jetzt schon einige Anlagen erfolgreich, weil es eben auch ein gutes Geschäft ist.

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