Forum: Auto
Deutschlandreise im Elektroauto, Teil 2: Hungern für den Supercharger
Tobias Gerber

Wer mit einem Elektroauto unterwegs ist, sehnt sich nach Schnellladestationen. Doch die sind rar. Das musste auch unser Autor feststellen - mit knurrendem Magen auf der Autobahn. Teil 2 seines Berichts von der Deutschlandreise im Tesla Model S.

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Eduschu 30.07.2014, 13:37
40. Genau!

Zitat von retiro2010
Warum gibt es an normalen Tankstellen keine Ladestationen? Das wäre logisch, finanzierbar und für die e-Mobilität sinnvoll. Oder verbietet das Sie Mineralöl-Lobby ?
Und warum haben nicht alle Tankstellen einen angeschlossenen Freizeitpark oder wenigstens kostenlose Schlafmöglichkeiten, damit man die Zeit bis zur Aufladung seines E-Mobils sinnvoll nutzen kann?

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spon_pix 30.07.2014, 13:39
41. ist es nicht noch ökologischer ...

... und nachhaltiger bereits gebaute autos zu pflegen und zu fahren, so lange es geht?

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bernd.stromberg 30.07.2014, 13:40
42.

Zitat von nymousano
"Die Ansprüche an ein E-Mobil sind größer als an ein normales Auto." - es ist nervtötend, dass Herr Harder das Tesla Model S durchweg mit "Elektromobilität" gleichsetzt. Wenn ich mir ein Fahrzeug für 120000 Euro vor die Tür stelle, dann darf ich eine LTE Anbindung wohl erwarten.
Wie kommen Sie auf diese Preisangabe? Der Grundpreis des Tesla beginnt ab ~66.000€ - selbst die Performance Version ist für 88.000€ inkl. Steuer zu haben.

Und die Aufpreisliste ist zumindest nicht so lang wie bei den deutschen Premiumherstellern...

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jasuly 30.07.2014, 13:41
43.

GrinderFX: "Ein Auto, welches nachweislich nicht umweltfreundlicher, nicht leiser, nicht sparender, eine sehr geringe Reichweite hat, sehr lange laden muss und viel teurer ist, ist also die Zukunft?"
Wer von "nachweislich" schreibt, sollte einige Quellen und Werte, z.B. bezüglich der Geräuschemissionen, liefern. Wenn die Akkus von Elektroautos irgendwann hauptsächlich von Solarstrom gespeist werden, ist das äußerst umweltfreundlich. Selbst wenn der Strom aus herkömmlichen Kraftwerken stammt, ist es einfacher dort effektive Filter einzubauen, wo an einem Ort Emissionen entstehen, als die Abgase von vielen Millionen Autos einzeln zu filtern. Außerdem bliebt es in den Städten, also dort, wo die Menschen leben, durch Elektroautos sauberer. Bezüglich des Preises ist es doch wohl offensichtlich, dass dieser mit anlaufender Massenproduktion der Autos sinken wird. Bezüglich langer Ladezeiten zeigt die chinesische Firma BYD mit ihrem "e6" was schon möglich ist: Bei einer Reichweite von 300 km kann außerdem der Lithium-Eisenphosphat-Akku innerhalt von 15 Minuten zu 80 % aufgeladen werden. Selbstverständlich werden die Akkus zukünftig immer besser werden.

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ein-berliner 30.07.2014, 13:41
44. Schon verständlich

Zitat von retiro2010
Warum gibt es an normalen Tankstellen keine Ladestationen? Das wäre logisch, finanzierbar und für die e-Mobilität sinnvoll. Oder verbietet das Sie Mineralöl-Lobby ?
Bei den nötigen Ladezeiten wird ein Kraftwerk mit sehr, sehr vielen Steckdosen nötig. Nicht zu vergessen die riesigen Wartezimmer.
Verstanden?

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axel_roland 30.07.2014, 13:45
45. super auto

In San Francisco ist das (gar nicht so teure) Model S fast schon häufiger als Mercedes und BMW - so oder so ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung. Wenn Tesla nichts falsch macht wird sich die Konkurrenz früher oder später warm anziehen müssen.

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antilobby 30.07.2014, 13:46
46.

Zitat von ir²
Während Dieselkraftstoff eine Energiedichte von rd. 12 kWh/kg hat, weisen die besten handelsüblichen Batteriespeicher wie Lithium-Ionen Akkus zu Beginn ihrer Lebensdauer gerade mal auf 0,13 bis 0,2 kWh/kg auf. Damit ist die politisch-ideologisch motivierte "E-Mobilität" eigentlich schon ad absurdum geführt.
Für jemanden, der nur in der Stadt Wege zwischen 2 und 10 km fährt und partout nicht auf das Auto verzichten will, ist das E-Auto die beste Lösung.

Man kann zwar gleich Rad fahren, aber nicht jede Oma schafft 10km mit 200 Höhenmeter.

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kohlon 30.07.2014, 13:46
47. Ja, es ist ein grüner Irrweg, ....

Zitat von nngh
E-Mobilität als grünen Irrweg zu bezeichnen ist schon beeindruckend naiv aber wahrscheinlich eher inkompetente Lobbyarbeit.
... weil eine ganzheitliche Betrachtung und damit einhergehend eine Optimierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe einfach nicht stattfindet, nicht gewollt ist oder aus Unvermögen und schmalspuriger "Pseudo-Grüner Denke" resultiert.

In vielen Diskussionen konnte mir bis jetzt noch Niemand einen plausiblen Grund nennen, warum mit irrem Aufwand (finanziell, Gewicht, Reichweitenproblem ...) Autos voll elektrisch betrieben werden sollten, wenn gleichzeitig die Eigner dieser Fahrzeuge und darüber hinaus Millionen Haushalte in Deutschland Gas und Heizöl=Diesel verbrennen, um die Heizung und Warmwasser-Aufbereitung in ihren Wohnungen und Häusern zu betreiben, in denen Strom ohnehin installiert und damit ohne größere Investitionen für Heizzwecke verfügbar ist.

Konkret in meinem Fall: Ich "verblase" jährlich an die 2500 Liter Heizöl=Diesel in meinem Haus (auf dem Land, kein Gas verfügbar - macht aber hier auch keinen Unterschied). Warum um Himmels Willen sollte ich mich ökologisch gesehen gut fühlen, wenn ich mir ein E-Auto zulege. Wäre es global betrachtet nicht viel sinnvoller, den Strom, den ich in meinem E-Auto mit teurer Akku-Technik und einem Bündel an Verlust von Komfort (Reichweite! Suchen! Finden! Warten!) verbrauche, bei mir zu Hause zur Heizung zu verbrauchen?
Dem Weltklima ist es doch Wurst, woher eine Reduktion an CO2 kommt - wenn man denn überhaupt den ganzen Klimamodellen eine gewisse Glaubwürdigkeit unterstellt.

Summa Summarum: Her mit der E-Heizung für Wohnungen. Der dadurch eingesparte fossile Brennstoff ist wirklich signifikant.

Aber globales Denken war ja noch nie so richtig die Stärke der Weltverbesserer. An sinnfreiem Aktionismus sind sie zu erkennen.

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bernd.stromberg 30.07.2014, 13:46
48.

Zitat von bill_dauterive
Nein. Das ist überhaupt nicht peinlich. Peinlich ist ausschliesslich dass ein nagelneues Auto zum Preis eines Einfamilienhauses das scheinbar nicht schafft.
Ein Einfamilienhaus für unter 100k €??? Wo soll das sein, bitte sagen Sie es mir!

Damit kann ja höchstens irgendeine Bruchbude in Bitterfeld oder sonstwelcher wirtschaftsschwachen Region irgendwo in Sachsen-Anhalt gemeint sein...

Zitat von bill_dauterive
Mein >20 jahre alter benz schafft das nämlich locker. 18Grad innentemperatur sind selbst im sommer in madrid kein problem. Bei einer reichweite von knapp 1000Kilometern.
Wer mit einem > 20 Jahre alten Benz regelmässig solch lange Strecken auf sich nehmen muss tut mir Leid. Bei der Reichweite kann es auch keine S-Klasse mit ordentlicher Motorisierung sein, sondern eher ein guter, alter 200D - Codename "Wanderdüne". Super, bis Sie mit dem auf 100 sind ist der Tesla (sprichwörtlich!) 3 mal von 0-100 beschleunigt...

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Skarrin 30.07.2014, 13:48
49. Komisches Kalifonien: mehr Hitze, mehr Teslas!?

Zitat von chrome_koran
Wenn ich jetzt schon so lese: Klimaanlage schafft es in dem eine Viertelmillion DM schweren PKW nicht, das Innere ausreichend zu kühlen: das ist einfach nur ICE-Niveau und oberpeinlich.
Seltsam: in Kalifornien ist es wesentlich heißer als hier und trotzdem fahren dort mehr Teslas als hier.

Die Klimaanlage nicht bedienen zu können (oder wg. Reichweitenangst und vollen Hosen abzuschalten) und dann jammern zu müssen: das ist einfach nur Broder*-Niveau und wirklich oberpeinlich.

Die traurige/beruhigende Wahrheit ist: nach 1-2 Wochen Er-Fahrung ist ein Elektroauto genau so langweilig und alltäglich wie jedes andere Auto auch, und das Anstecken an die Steckdose nicht spannender als beim Staubsauger oder Handyladegerät.
Um trotzdem darüber noch einen abenteuerlich klingenden Artikel schreiben zu können, muß man halt ein paar Probleme erzeugen.


* http://www.teslamotors.com/blog/most...iar-test-drive

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