Forum: Auto
Deutschlandreise im Elektroauto, Teil 3: Der Weg war umsonst
Tobias Gerber

Ohne einen Tropfen Sprit ist Sören Harder mit dem Auto quer durch Deutschland gereist. Das Fazit seiner Tour in der Elektro-Sportlimousine Tesla Model S: Der Geldbeutel wird geschont, die Nerven nicht.

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rot 31.07.2014, 18:52
90. Willkommen in der Wirklichkeit?

Ich glaube wenn man all das hier liest, dass die meisten Benzinkutscher nicht recht wahrhaben wollen, dass es mit dem Billig-Sprit in absehbarer Zeit Schluss sein wird (und billig ist das Zeug:- ohne Steuer ist doch der Liter Benzin billiger als ein Liter Sprudelwasser).
In andern Ländern ist es nicht so ganz ungewöhnlich, dass man an die Tankstelle rollt und erst zwei Tage später wieder wegkommt weil es nix zu tanken gibt.
Das ganze Gezeter, wie sinnvoll oder nicht sinnvoll Elektroautos sind ist unrealistisch, wenn man bedenkt, dass das Bezin/Dieselauto eigentlich der tote Zweig der Evolution ist. Das Problem der Benzinkutschen ist in spätestens zwanzig Jahren sowas von erledigt, dass es allenfalls noch als historischer Witz herhalten kann.

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7eggert 31.07.2014, 19:10
91.

Zitat von w.ill
auf Kosten zukunftsträchtigerer/vorausschauenderer/intelligenterer/umweltfreundlicherer Konzepte wie zb Erdöl, Brennstoffzelle oder Wasserstoff - alles ist klüger/besser/umweltschonender/nachhaltiger als Elektromobilität.) Aber Strom kommt ja aus der Steckdose und Batterieentsorgung ist kein Umweltproblem wenn man es ignoriert.
Öl (oder Braunkohle) im Kraftwerk zu verbrannt liefert am Rad 20 bis 60 % mehr Energie ab, als wenn man es im Motor verbrennt. Auch das Wiederbefüllen des Tanks beim Bremsen gestaltet sich bei Verbrennern schwierig. Zukunftsweisend ist es auch nicht, nachdem wir jetzt schon in der Tiefsee bohren und Ölsande schürfen müssen, die einfachen Quellen sind halt schon leer.

Auch Wasserstoff und die meisten Brennstoffzellen verbrauchen mehr Energie, als wenn man Strom vom Braunkohlekraftwerk direkt nutzt.

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peddersen 31.07.2014, 19:29
92.

Zitat von johnny.sins
Sprich nur ca. 40% des ursprünglich eingesetzten Stroms aus der Solarzelle kommen am Elektromotor an!!....
Verständnisfrage : Ist das nicht EGAL, solange der eingesetzte Strom nix kostet, weil von der Sonne?

Klar, NIX ist jetzt auch ne Milchmädchenrechnung, weil Solarmodule ja auch hergestellt und betriebenm werden wollen - aber ne Wirkungsgradberechnung gibt doch nur Sinn, wenn das Eingespeiste wirklich kostet.

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Tastendruecker 31.07.2014, 19:55
93. Litium

Zitat von w.ill
Lithium, aus welchem die Batterien von Elektroautos hergestellt werden, gibt es weltweit nur 2kg pro Erdbewohner - eine begrenztere Ressource gibt es wohl kaum (so viel zu "wir dürfen nicht auf Kosten der Folgegenerationen leben" - oder gilt das nur wenn man sich der Endlichkeit der Ressourcen bewusst ist bzw wenn's um bösen Individualverkehr geht?) - selbst Erdöl ist da vergleichsweise nachhaltig. Wie man da die Massen mit Lithium-batterien a 200kg (konservative schätzung) - die obendrein max 6 Jahre halten - dauerhaft mobilisieren will ist mir äußerst schleierhaft...
Litium selbst ist bei weiten nicht selten sondern kommt häufiger vor als z.B. Blei.

In einem 200kg Akku stehen aber auch nicht 200kg Litium sondern ca. 7g pro KG. Also 1,4kg.

Die Autohersteller haben auch wohl bei Ihren Garantiebestimmungen nicht aufgepasst denn die meisten geben schon mal mehr als 6 Jahre Garantie of ihre Akkus. Tesla z.B. 8 Jahre mit unbegrenzten Kilometern. General Motors 8 Jahre/160.000km. Dann sind die Akkus aber nicht kaputt sondern funktionieren noch.

Ciaoooo
Tastendrücker

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Tastendruecker 31.07.2014, 19:59
94. Litium 2

Zitat von w.ill
Litium selten... selbst Erdöl ist da vergleichsweise nachhaltig.
Wenn Erdöl einmal verbrannt ist, ist es weg! Daran ist gar nichts nachhaltig.

Das Litium in Akkus wird nicht verbraucht!

Was ist nun nachhaltiger?

Ciaoooo
Tastendrücker

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ingohp 31.07.2014, 21:06
95.

Ich kann Ihnen sagen, weshalb man so wenige Ladesäulen von Energieversorgern findet und man dort auch noch eine Kundenkarte benötigt.
Eichrechtskonform ist die kilowattstundengenaue automatische Abrechnung nicht möglich/zulässig. Deshalb verlangen auch alle, wenn überhaupt Geld, dann nur eine Pauschale und/ oder Parkgebühren. Der Betrieb, die Aufstellung und Anschaffung einer Ladesäule ist sehr teuer. Bei den geringen Strommengen, die an so einer Säule prinzipiell verkauft werden können würde eine Kilowattstunde mindestens 1,69€ netto kosten. Und das ist noch optimistisch gerechnet. Eine Abrechnung über Maestro oder Kreditkarte generiert zusätzliche Kosten. Herr Harder ist besonders stol, dass er für die ganze Strecke praktisch nichts bezahlt hat. Wäre er auch bereit gewesen, seinen 85 kWh Akku für ca. 160€ zu laden? Wo wäre da der Preisvorteil des Elektroautos? Es gibt ihn nicht. Die höheren Abschaffungskosten rechnen sich derzeit noch nicht mal, wenn man das Auto nur in der heimischen Garage lädt. Die meisten Elektroautobesitzervwerden das so machen, bis auf die, die keine Garage haben. Die steigen dann irgendwann wiede auf Hybrid um, oder was ganz Anderes. Der Absatzmarkt an Ladesäulenbleibt also auf wenige Fahrten beschränkt, die man nicht innerhalb der Reichweite zu Hause beginnt und beendet. Und absolut jeder wird versuchen, zu Hause zu laden, wenn er an öffentlichen Säulen so viel bezahlen muss. WerElektroautos verkaufen will, muss auch die Ladeinfrastruktur aufbauen, denn Energieversorger können damit kein Geld verdienen.

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teslafan 31.07.2014, 21:14
96. Lithium @w.ill

@w.ill
nach Ihrer Anregung habe ich Ihre Angaben"2kg pro Erdbewohner" mal durchdacht. Das ergibt für jeden Erdbewohner einen 25kWh Akku, also mehr als im i3 oder eGolf plus Handy. Ich weiß jetzt nicht, ob jeder Erdbewohner ein Auto fährt, aber das Lithium aus den ablebenden Zellen kann man wieder recyceln.

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7eggert 31.07.2014, 21:51
97.

Zitat von spontanistin
Die größten Energieverbräuche beim Autofahren entstehen durch Luftwiderstände bei hohen Geschwindigkeiten und beim Beschleunigen der Fahrzeugmasse.
Die Fahrzeugmasse wirkt in der Stadt, ansonsten ist sie hauptsächlich ein Energiespeicher.

Zitat von
Wenn nun allein die Batterien fast 50% des Gesamtgewichts ausmachen, bleibt das eine Fehlentwicklung - wie vor über 100 Jahren. Oberleitungen (Bahn, O-Bus) oder in der Fahrbahn verlegte Versorgungsleitungen wären unter energetischen Gesichtspunkten zweckmäßiger. Würde außerdem die Raser und Dräglerauf die Lausitz- und Nürburgring-Ringe dieser Welt (oder Off-Road-Parks) verjagen und den Verkehr deutlich sicherer machen. Der Staat baut nicht Straßen, um Möchte-Gern-Schumis ihren Frust abbauen oder ihre Profilneurose pflegen zu können, sondern für eine ökonomische Transportlogistik. Oder: Maut, ja prima. Und dann je schneller desto höher die Gebühr. Bitte auch beim Thema Auto und Autofahren öfter mal den Verstand einschalten!
Den Verstand wünsche ich denen, die 120 km/h fordern. Das sind nämlich jene, die weder in der Lage sind, sich rechtzeitig auf den vor ihnen fahrenden LKW einzustellen, bis sie dann 4 m hinter dessen Heckklappe panisch die Spur wechseln und dann keine Zeit haben, vor dem Spurwechsel zu gucken. Mal kurz warten und die Lücke abpassen, notfalls auf 80 km/h gehen und hinterm LKW bleiben, bis eine Lücke kommt? Nein die doch nicht, die haben ja ein Recht auf ihre Wunschgeschwindigkeit und sofortigen Spurwechsel, wer langsamer ist, ist eine elende Schnecke, wer schneller ist, ein elender Raser, beide gehören entrechtet. Das hat sich inzwischen bei jeder Diskussion gezeigt, wer 120 km/h fordert, ist genau so ein I*.

Ich fahre auf dem Motorrad 120 km/h auf der Autobahn (früher auch mit nem Fiat Panda), und das Dank vorausschauender Fahrweise ohne Probleme mit LKW oder schnelleren Fahrern. Man kann nämlich auch Gas wegnehmen und Lücken abpassen oder beim Überholen mal beschleunigen.

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Zensi Erter 31.07.2014, 21:55
98. No free lunch

Zitat von kojak2010
Der Tesla S fahren fährt DAUERHAFT umsonst, wenn er diese supercharged Tankstellen anfährt. nicht einmal, sondern immer. hamses?
Sie bezahlen den Strom beim Einkauf des Wagens. Tesla gibt Ihnen einen Teil des Geldes peu-a-peu ueber das "umsonst" Laden zurueck. Nehmen wir an, Sie sind in der Lage, im Laufe des Besitzes 30.000 Euro an Strom zu verfahren, dann haetten Sie das Teil 30.000 Euro billiger haben koennen, ohne einen derartigen Tankdeal. Wie von einem Mitforisten hier schon treffend gesagt, ist dieser deal im Prinzip ein zinsfreier Vorabkredit an Tesla. Sie leihen denen einen Teil des Kaufpreises, der dann an sie per Strom zurueckgezahlt wuerde.
Bei einem Verbrenner koennte man das auch so machen. Ein Golf wuerde dann so um die 60-80.000 Euro kosten, aber sie koennten immer "umsonst" tanken. Glauben Sie, so ein deal faende viele Fans???

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fpwolf 31.07.2014, 22:32
99. Zu kurz gedacht

Über kurz oder lang (und 30 Jahre sind kurz) wird es keine fossilen Brennstoffe mehr zu akzeptablen Preisen geben. Die Frage ist also nicht, ob man auf Elektro-Antrieb umsteigt, sondern wann.
Und nicht vergessen: die letzten Fahrzeuge, die fossile Brennstoffe verbrennen, werden Panzer sein!

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