Forum: Auto
Deutschlandreise im Elektroauto, Teil 3: Der Weg war umsonst
Tobias Gerber

Ohne einen Tropfen Sprit ist Sören Harder mit dem Auto quer durch Deutschland gereist. Das Fazit seiner Tour in der Elektro-Sportlimousine Tesla Model S: Der Geldbeutel wird geschont, die Nerven nicht.

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patrick6 31.07.2014, 16:50
70. Oh Mann, was für ein...

...Abenteuer, und das mitten in Deutschland. Erstaunlich, dass der Protagonist diese Prüfung ohne schwere Verletzungen überlebt hat!

Bis es mal genug Ladestationen gibt (glaube ich eigentlich eher nicht dran), muss man eben mal selbst ein Kabel im Kofferraum haben. Und Steckdosen sollte es nun wirklich genug geben.

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hansglück 31.07.2014, 16:52
71.

Zitat von Asok
Mich würde mal interessieren, wie man den CO2 verbrauch wirklich realistisch berechnet. Häufig wird hier der Energiemix aus atomaren, erneuerbaren und fossilen Energieträgern als Grundlage verwendet. Auch wenn es bei den erneuerbaren unbestreitbare Fortschritte gibt, sind wir ja noch lange davon entfernt in die Nähe von 100% zu kommen. Wenn jetzt ein Elektroauto als zusätzlicher Verbraucher hinzukommt, müsste man diesen zusätzlichen Verbrauch doch wahrscheinlich mit rein fossiler Energie abdecken. Wäre das Elektroauto dann noch, was C02 angeht, im Vorteil?. Es ist mir klar das das grob vereinfacht ist, aber ich finde es nicht logisch dieses Problem völlig zu ignorieren.
Es ist bezeichnend für die Kritiker:

Bei Elektro Autos wird die Herstellung der Energie genau klein berechnet, bei Benzinern aber nur der Verbrauch !

Rechnen Sie in die Erzeugung Ihres 1 Liter Benzins mit ein:

-gigantische Ölplatformen mit Energie Aufwand
-Ölverschmutzungen durch ausgelaufenes Öl
-gigantische Tanker für den Transport.
-lange Pipelines
-gigantische Raffinerien für die Aufbereitung.
-zig tausende Tanklastzüge für den Transport.
-zig tausende Tankstellen (Gebäude) für die Verteilung
-Kriege für den erhalt.

All das wir nie berechnet, es zählt nur der verbrannte eine Liter im Motor, als käme dieser einfach nur aus der Säule.

Ein einziger Liter Benzin verbraucht in Wahrheit weit weit weit mehr Energie und Rohstoffe und CO2, als die lächerliche Zahl des Motors angibt.

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Master_of_Darkness 31.07.2014, 16:54
72. ???

Zitat von hansglück
Die Tesla Supercharger sind an ganz normalen Autobahn Rasthöfen, dort wo Sie sonst auch tanken und einen Kaffe kaufen. Neulich ist mir ein Model S Kunde am Supercharger begegnet, der etwa 15 Kilometern entfernt wohnt. Er hat mir erzählt, dass er NUR dort lädt und daheim gar keinen Strom mehr benötigt. Er fährt komplett ohne Energiekosten. Und so viel länger dauert es nicht: Stoppen Sie einmal die Zeit mit vorfahren, warten, bis sie an die Zapfsäule können, Tanken, danach zu kasse gehen, dort anstehen, VISA Abbuchung abwarten, Unterschreiben und wieder zurück zum Auto. Da können gut mal 15 -20 Minuten ins Land gehen. Das heißt, sie sparen etwa 15 Minuten ein, dafür ist es kostenlos, ohne Vernichtung fossiler Brennstoffe, ohne Lärm Entwicklung, ohne giftige Abgase und ohne Unterstützung für Schurkenstaaten. DAS ist mir allemal 15 Minuten länger laden wert !
Wo tanken Sie denn, wenn Sie 15 bis 20 Minuten an der Tankstelle warten?

Und finden Sie es komfortabel, regelmäßig zu einem 15 km entfernten Super-Charger zu fahren, um dort einen nicht kleinen Teil der Freizeit zu verbringen?

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tadamtadam 31.07.2014, 16:55
73.

Zitat von Pasinger
VORTEIL FÜR ALLE: 1.) Mit jedem zusätzlichen Elektroauto SINKT der Preis pro kWh, da Umlagekosten wie EEG oder Netzentgelte sich auf eine größere Strommenge verteilen.

ist jetzt kein bashing gegen e-fahrzeuge. ich fänds gut, wenns mehr davon gäbe, bzw. man eine vernünftige auswahl hätte. aber glauben sie denn im ernst, dass die stromkonzerne gesunkene preise an die kunden weiterreichen würden? die finden schon genug "argumente", dass der strom noch teurer wird.

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Crom 31.07.2014, 17:02
74.

Zitat von Skarrin
Das hatte Bertha Benz auch schon, als sie das Benzin für ihre pferdelose Kutsche in Apotheken zusammenkaufen mußte.
Nun, Apotheken gibt es sicher genug.

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digitus_medius 31.07.2014, 17:05
75. Halo hansglück: eine Frage

Was passiert beim Verkauf eines Tesla? Ist es richtig, dass die Supercharger Ladeberechtigung an den Käufer übergeht? Können Sie den Kauf eines gebrauchten Tesla empfehlen? Hier in MUC sind ja einige im Angebot und mich juckts förmlich...

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spontanistin 31.07.2014, 17:06
76. Nicht zu Ende gedacht!

Die größten Energieverbräuche beim Autofahren entstehen durch Luftwiderstände bei hohen Geschwindigkeiten und beim Beschleunigen der Fahrzeugmasse. Wenn nun allein die Batterien fast 50% des Gesamtgewichts ausmachen, bleibt das eine Fehlentwicklung - wie vor über 100 Jahren. Oberleitungen (Bahn, O-Bus) oder in der Fahrbahn verlegte Versorgungsleitungen wären unter energetischen Gesichtspunkten zweckmäßiger. Würde außerdem die Raser und Dräglerauf die Lausitz- und Nürburgring-Ringe dieser Welt (oder Off-Road-Parks) verjagen und den Verkehr deutlich sicherer machen. Der Staat baut nicht Straßen, um Möchte-Gern-Schumis ihren Frust abbauen oder ihre Profilneurose pflegen zu können, sondern für eine ökonomische Transportlogistik. Oder: Maut, ja prima. Und dann je schneller desto höher die Gebühr. Bitte auch beim Thema Auto und Autofahren öfter mal den Verstand einschalten!

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hansglück 31.07.2014, 17:07
77.

Zitat von Master_of_Darkness
Wo tanken Sie denn, wenn Sie 15 bis 20 Minuten an der Tankstelle warten? Und finden Sie es komfortabel, regelmäßig zu einem 15 km entfernten Super-Charger zu fahren, um dort einen nicht kleinen Teil der Freizeit zu verbringen?
haben sie nicht gelesen ? ich sprach auch vom warten an der Kasse, die VISA Überweisung, eintippen der PIN usw. usw. das alles kostet Zeit, nicht aber am Supercharger.

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mazzmazz 31.07.2014, 17:14
78. hansglück schreibt es ja....

Vergleichen Sie einen Tesla S nicht mit einem Golf Diesel, sondern mit einem Mercedes S.
Bin gerade von einem 2009er S 350 CDI auf einen 2014er S 500 umgestiegen.
Der S 500 wird bei meiner jährlichen Fahrleistung von 10.000 Km mit diesem Auto eher günstiger laufen als der Diesel, da er weniger Fixkosten und weniger Servicekosten verursacht.

Den Tesla S habe ich leider zu spät getestet. Da war der Mercedes schon bestellt.

Innen ist der Tesla natürlich sehr viel einfacher. Dafür kostet er als attraktivste 85 KW Variante mit Vollausstattung 85.000 Eur. Also locker 35.000 Eur weniger als der Mercedes. Das Platzangebot ist vergleichbar. Die Massagesitze fehlen.

Der Tesla ist also kein schlechter Deal und, ich kann mich nur wiederholen, macht sogar mehr Spass als der sehr kräftige S.

Die Reichweiten beider Autos sind ähnlich.
Ich würde mit dem Tesla sogar Zeit sparen, da ich nicht mehr zur Tankstelle muss. Geladen würde er zu Hause.

Für die Langstrecke ist der S jedoch unschlagbar. Da ist auch die Reichweite höher (ausser man rast wie ein Irrer). Die Hot-Stone-Massage ist klasse.
Aber verzichtbar, wenn man ehrlich ist.

Ein Tesla S mit 65 KW beginnt gut ausgestattet bei 65.000 Eur.
Eine kleinere Karosserievariante ist in Planung. Dann wohl für ca. 40.000 Eur.

Was bitte will der Normalmanesch mit Garage dann noch mit einem VW Passat oder BMW 3er??

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hottrod 31.07.2014, 17:16
79. ...

Hmmm...ich weiss nicht. Mit Elektroautos kann ich mich noch nicht so richtig anfreunden. Liegt vielleicht daran, dass ich kein Auto im täglichen Leben benötige, sondern die täglichen Dinge mit dem Rad, Bus & Bahn erledige. Nur für längere Strecken kommt das Auto raus (oder für Umzüge o.ä. wird mal eine Karre gemietet). Und für Urlaubsfahrten. In die Gegenden, in die ich fahre, kommt man mit einem Elektroauto gar nicht erst hin, geschweige kann dort überhaupt laden. Einmal hatte ich auch das Problem der Reichweitenangst: Im australischen Outback^^ An einigen Tankstellen, die dort generell sehr rar sind, gibt es nur Diesel. Ich fahre aber einen Benzin-V8 im Reisefahrzeug. Das Tankvolumen liegt bei 240l ohne Reservekanister. Jeder, der schon einmal durch eine sandige Wüste gefahren ist, kennt das Gefühl, wenn man zugucken kann, wie die Tanknadel fällt...Faustregel: Autobahn Vollgas mal zwei gleich Verbrauch in der Wüste. Dort hatte ich Reichweitenangst. Ansonsten noch nie. Wenn die Photovoltatik so ausgereift ist, dass man während der Fahrt seine Batterien laden kann, dann wird diese Art der Mobilität auch für mich interessant.

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