Forum: Auto
Deutschlandreise im Elektroauto, Teil 3: Der Weg war umsonst
Tobias Gerber

Ohne einen Tropfen Sprit ist Sören Harder mit dem Auto quer durch Deutschland gereist. Das Fazit seiner Tour in der Elektro-Sportlimousine Tesla Model S: Der Geldbeutel wird geschont, die Nerven nicht.

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hansglück 31.07.2014, 17:26
80.

Zitat von mazzmazz
Vergleichen Sie einen Tesla S nicht mit einem Golf Diesel, sondern mit einem Mercedes S. Bin gerade von einem 2009er S 350 CDI auf einen 2014er S 500 umgestiegen. Der S 500 wird bei meiner jährlichen Fahrleistung von 10.000 Km mit diesem Auto eher günstiger laufen als der Diesel, da er weniger Fixkosten und weniger Servicekosten verursacht. Den Tesla S habe ich leider zu spät getestet. Da war der Mercedes schon bestellt. Innen ist der Tesla natürlich sehr viel einfacher. Dafür kostet er als attraktivste 85 KW Variante mit Vollausstattung 85.000 Eur. Also locker 35.000 Eur weniger als der Mercedes. Das Platzangebot ist vergleichbar. Die Massagesitze fehlen. Der Tesla ist also kein schlechter Deal und, ich kann mich nur wiederholen, macht sogar mehr Spass als der sehr kräftige S. Die Reichweiten beider Autos sind ähnlich. Ich würde mit dem Tesla sogar Zeit sparen, da ich nicht mehr zur Tankstelle muss. Geladen würde er zu Hause. Für die Langstrecke ist der S jedoch unschlagbar. Da ist auch die Reichweite höher (ausser man rast wie ein Irrer). Die Hot-Stone-Massage ist klasse. Aber verzichtbar, wenn man ehrlich ist. Ein Tesla S mit 65 KW beginnt gut ausgestattet bei 65.000 Eur. Eine kleinere Karosserievariante ist in Planung. Dann wohl für ca. 40.000 Eur. Was bitte will der Normalmanesch mit Garage dann noch mit einem VW Passat oder BMW 3er??
Genau so ging es mir auch: Zuerst habe ich mich gefragt, ob ich die vielen Helfer nicht vermisse, aber ich dachte mir probiere es mal aus, ist ja nicht für immer.

Und so musste ich feststellen: mich kümmern die tausend Assistenten keine Meter mehr oder der "Duftstein". Ist alles nur Marketing zeugs, um ein kaum verändertes Fahrzeug als "neue" S Klasse zu verkaufen. Ich habe mit dem Elektro Wagen jeden Tag sooo viel mehr Fahrspaß als je zuvor, das kann man schwer in Worte fassen. Kein Massage Sessel ? ok, dafür Freude am fahren, richtige ! Freue wieder am fahren. Und zugegeben, mit etwas weniger schlechtem Gewissen, wenn ich einfach nur in der Gegend Cruise.

Und es ist wohl doch für immer: ich kann mir wirklich überhaupt nicht vorstellen, jemals wieder einen Benziner zu kaufen. Der Zug ist für mich abgefahren, für immer.

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tillion 31.07.2014, 17:31
81. 500 Nm + 8 Gang DSG

weiterhin 1200 km Reichweite und jederzeit komfortabel klimatisiert.
Da ist die Anschaffung eines E Mobils nun wahrlich reine Selbstverstümmelung.
Warten wir mal die Zukunft an. Die Chancen für das reine Elektoauto sind eher düster. Aber auch hier wird das darwinistische Gesetz greifen.

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hansglück 31.07.2014, 17:32
82.

Zitat von digitus_medius
Was passiert beim Verkauf eines Tesla? Ist es richtig, dass die Supercharger Ladeberechtigung an den Käufer übergeht? Können Sie den Kauf eines gebrauchten Tesla empfehlen? Hier in MUC sind ja einige im Angebot und mich juckts förmlich...
ich glaube, mein Link ist zensiert worden :)
Aber zur Frage die Ladeberechtigung ist für den Auto Typ, es gibt keine PIN, kein freischalten usw. Anstecken und es lädt, so einfach. Es gibt in Baden Württemberg Weinstadt einen auf Tesla spezialisierten Händler. Am Besten selber suchen. Empfehlen kann ich es Prinzipiell, aber erst einmal für einen Tag leihen, um zu sehen, ob das Konzept zu Ihnen passt. man ließt hier deutlich, dass dies nicht auf alle zutrifft.

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Pasinger 31.07.2014, 17:36
83.

Zitat von tadamtadam
ist jetzt kein bashing gegen e-fahrzeuge. ich fänds gut, wenns mehr davon gäbe, bzw. man eine vernünftige auswahl hätte. aber glauben sie denn im ernst, dass die stromkonzerne gesunkene preise an die kunden weiterreichen würden? die finden schon genug "argumente", dass der strom noch teurer wird.
Es ist eindeutig gesetzlich geregelt, dass die Umlagen wie EEG und Netzentgelte auf die verbrauchten kWh umgelegt werden. Beim EEG ist das sogar völlig transparent, siehe:
http://www.netztransparenz.de/de/EEG...9Cbersicht.htm

Die Festlegung der Netzentgelte erfolgt (weniger transparent) durch die Bundesnatzagentur. Man kann aber davon ausgehen, dass durch den (m.E. unkontrollierten und unkoordinierten) Ausbau der Erneuerbaren Energien 2-3 Cent pro kWh zusätzlich aufzuwenden sind, z.B. werden hier aktuell die Anschlusskosten für die Offshore-Windparks abgerechnet.

Wird weniger Strom verbraucht oder Ausnahmen für die Wirtschaft geschaffen, dann steigt z.B. die EEG-Umlage für alle Verbraucher. Wird zusätzlicher Strom verbraucht, z.B. durch Elektroautos, dann sinkt entsprechend die EEG-Umlage und JEDER Privatverbraucher zahlt weniger, da der Elektroautofahrer seinen entsprechenden Anteil übernehmen muss. Die exakten Berechnungen beim EEG können Sie auf der verlinkten Seite entnehmen.

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cmch 31.07.2014, 17:37
84. Hohes Gewicht nicht so problematisch

Das hohe Gewicht des Tesla wirkt sich im Unterschied zu Verbrennern nur teilweise auf die Effizenz aus, da eine höhere beschleunigte Masse auch entsprechend mehr Rekuperationsenergie liefert. Verbrenner verbraten dagegen die Bewegungsenergie beim Bremsen ebenso nutzlos in Wärme wie 70-80% der Treibstoffenergie.

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usefororder 31.07.2014, 17:38
85. wechselakkus und handynetzteile

Zitat von sysop
Ohne einen Tropfen Sprit ist Sören Harder mit dem Auto quer durch Deutschland gereist. Das Fazit seiner Tour in der Elektro-Sportlimousine Tesla Model S: Der Geldbeutel wird geschont, die Nerven nicht.

hier wird eindeutig eine einheitliche regelung verschlafen. das gesetz regelt zwar den einbau von kopfstützen, airbags usw., lässt aber den fleisigen bastlern der kfz-branche die freiheit ihre akkus kreuz und quer im kfz zu platzieren. das resultat ist das gejammer von mangelnder mobilität und reichweite, da es kein verlängerungskabel von 500 km länge gibt. die einzig praktikable lösung ist ein genormter wechselakku, den man eben nicht mehr besitz, sondern an jeder tankstelle automatisiert gegen einen neu aufgeladenen austauschen kann.

http://www.spiegel.de/video/israelis...o-1099369.html

statt sich also um einen einheitlichen genormten einbauplatz für einen wechselakku der automatisiert an tankstellen ersetzt werden kann zu kümmern, setzt man sich lieber für einheitliche handyladegeräte ein.

die tankstellen mit den wechselakkus können akkus selber aufladen. sollte die kapazität vorrätiger akkus nicht ausreichen, kann man von anderer stelle neue akkus an die wechselstation anliefern. man fährt ja bereits seit jahrzehnten treibstoff per LKW an die tankstellen, warum also nicht auch geladene/teilgeladene wechselakkus anliefern? der wechselakku hat rechnerisch x ladezyklen. somit ergäbe sich folgende berechnung: gesamt preis einer wechselaktion: (kaufpreis akku geteilt durch ladezyclen) + (kosten automatischer ein + ausbau) + (stromkosten bzw. ladekapazitätwert) - ( abzüglich restladung aus dem gewechselten akku) + (nutzungsgebühr für privat durchgefürter ladezyklen) also hört bitte auf immer das drame von ladestationen zu beschreiben. das kann man nicht mehr hören, weil es der praxis niemals gerecht werden kann. einzig wechselakkus - begleitet durch private auflademöglichkeiten können zu einer lösung führen.

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bill_dauterive 31.07.2014, 18:09
86.

Zitat von mazzmazz
Ein Tesla S mit 65 KW beginnt gut ausgestattet bei 65.000 Eur. Eine kleinere Karosserievariante ist in Planung. Dann wohl für ca. 40.000 Eur. Was bitte will der Normalmanesch mit Garage dann noch mit einem VW Passat oder BMW 3er??
In 7Stunden von Berlin nach Wien fahren, Anhänger ziehen, im Winter zum Skifahren, vielleicht mal ein Wochenende nach Paris, uswusf.
Mir kämen da jetzt noch ungefähr zehntausend sachen in den Sinn, die man mit einem Passat machen kann, aber mit einem Tesla nicht. Vor Allem wenn der Passat ein Kombi ist. Umgekehrt würde mir da recht wenig einfallen.

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w.ill 31.07.2014, 18:09
87.

Lithium, aus welchem die Batterien von Elektroautos hergestellt werden, gibt es weltweit nur 2kg pro Erdbewohner - eine begrenztere Ressource gibt es wohl kaum (so viel zu "wir dürfen nicht auf Kosten der Folgegenerationen leben" - oder gilt das nur wenn man sich der Endlichkeit der Ressourcen bewusst ist bzw wenn's um bösen Individualverkehr geht?) - selbst Erdöl ist da vergleichsweise nachhaltig. Wie man da die Massen mit Lithium-batterien a 200kg (konservative schätzung) - die obendrein max 6 Jahre halten - dauerhaft mobilisieren will ist mir äußerst schleierhaft, das E-Auto ist wieder mal eine - für Ökos typische - undurchdachte, kurzsichtige und durch emotionale/irrationale/ideologisierte Denkweise geprägte Idee (wie auch zb. Biosprit). Wird sich nie Durchsetzen, aber Hauptsache es wird gefördert (auf Kosten zukunftsträchtigerer/vorausschauenderer/intelligenterer/umweltfreundlicherer Konzepte wie zb Erdöl, Brennstoffzelle oder Wasserstoff - alles ist klüger/besser/umweltschonender/nachhaltiger als Elektromobilität.) Aber Strom kommt ja aus der Steckdose und Batterieentsorgung ist kein Umweltproblem wenn man es ignoriert.

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bill_dauterive 31.07.2014, 18:24
88.

Zitat von mazzmazz
Ein Tesla S mit 65 KW beginnt gut ausgestattet bei 65.000 Eur. Eine kleinere Karosserievariante ist in Planung. Dann wohl für ca. 40.000 Eur. Was bitte will der Normalmanesch mit Garage dann noch mit einem VW Passat oder BMW 3er??
In 7Stunden von Berlin nach Wien fahren, Anhänger ziehen, im Winter zum Skifahren, vielleicht mal ein Wochenende nach Paris, uswusf.
Mir kämen da jetzt noch ungefähr zehntausend sachen in den Sinn, die man mit einem Passat machen kann, aber mit einem Tesla nicht. Vor Allem wenn der Passat ein Kombi ist. Umgekehrt würde mir da recht wenig einfallen.

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7eggert 31.07.2014, 18:44
89.

Zitat von Blaumännchen
Der Verbrennungsmotor stand mal vor 100 Jahren vor der gleichen Frage. Sollen wir den Sprit aus Mineralöl oder aus landwirtschaftlicher Produktion (Ethanol) herstellen? Aus ethischen Gründen (Tank/Teller) und wegen begrenzt verfügbarer Anbauflächen hat man sich für Mineralöl entschieden. Ansonsten wäre die Massen Motorisierung nicht in Gang gekommen. Es wäre eine Nische geblieben. Die Brennstoffzelle scheint mir jedenfalls das bessere Konzept zu sein.
So lange wir 70 % des Mais als Futter anbauen, um daraus, wenn's durch den Kuhmagen gegangen ist, 10 % der Kalorien als Fleisch übrig haben, ist das einfach unglaubhaft.

Mineralöl hat sich durchgesetzt, als Walfett und -öl aus unerklärlichen Gründen immer seltener wurde, und weil es billig ist.

Und selbst wenn wir das Benzin zu Strom verfeuern, gewinnen wir noch 20 % bis 60 % Effizienz + Rekuperation obendrauf.

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