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Die Flops des Auto-Ressorts 2017: Ein Rückblick zum Wegschauen
DPA

Die Mitarbeiter des Auto-Ressorts von SPIEGEL ONLINE haben ihre größten Enttäuschungen des Jahres gewählt. Mit dabei: Chauvinismus auf Motorradmessen, übergewichtige Luxusmodelle und gescheiterte E-Mobile.

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Nachtblau 01.01.2018, 15:58
90. Köstlich,

Zitat von medwediza
Was ist falsch daran, wenn Journalisten Ihre Meinung äußern? Was ist falsch daran, wenn sie feststellen, dass ein Hersteller die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat, so wie einige seltsame Foristen hier auch? Die Leser haben ja die Wahl, zu lesen, was ihnen passt. Zeitschriften gibt es genug. Wollen sie aber offenbar nicht. Warum also Ihr weinerlicher Kommentar?
danke! :)

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enfield 01.01.2018, 16:06
91.

Zitat von mikko11
Wer reißt ihm das aus den Händen - Leute wie Sie und ich? Wer locker 100 k€ für ein Auto ausgeben kann, hat wahrscheinlich noch Verbrenner-Alternativen in der Garage stehen (sagt mir ein Blick in die weitere Nachbarschaft). Eines von Tausend neu zugelassenen Fahrzeugen hat einen reinen Elektro-Antrieb: die Käufer reißen den Herstellern Modelle mit Verbrennungsmotoren aus den Händen - so sieht die Realität aus!
Ja, wenn ich es mir leisten könnte, würde ich ohne viel zu überlegen nen Tesla S kaufen als nen fett ausgestatteten und motorisierten A6 oder S-Klasse oder sonst einen Karren in der Preisklasse. Bekannte von mir fahren schon seit Jahren sehr zufrieden mit ihren Tesla S durch den Alltag und das Supercharger-Netz (ohne Verbrenner-Alternative).

Darüberhinaus wäre bei meinem Profil eh nur ein Kompakter sinnvoll, ich habe jetzt einen (ja) neueren Golf den ich weit unter 10k Kilometern im Jahr zusammen mit meiner Familie nutze und meinen Mittelklasse-Firmenwagen habe ich schon vor acht. 2,5 Jahren in eine BahnCard 100 getauscht. Also ich bin da ziemlich "sauber" unterwegs und mich plagt kein "schlechtes Gewissen) bin aber trotzdem immernoch ein ziemlich großer "Autofan" und kriege das nicht ganz raus. Ich habe auch tatsächlich überlegt mir statt Golf-Benziner einen eGolf zuzulegen aber zu solchen Experimenten habe ich eben nicht genug auf Täsch und einen Renault Zoe will ich einfach nicht weil er mir persönlich zu minderwertig ist obwohl ich ihn auch in die engere Wahl gezogen hatte und das Ding grundsätzlich gut finde.

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Yves Martin 01.01.2018, 16:13
92.

Zitat von enfield
Und da rede ich noch nichtmal von einem "Enddatum" für den Verkauf NEUER Verbrenner, das auch den Automobilkonzernen Planungssicherheit gibt. "Kretsche & Zetsche" funktionieren garantiert besser als VW und irgendein niedersächsischer MP. Aber das führt zu weit und ist mir auch egal. Und ja, ich glaube, wenn moderate Anreize (für Verbraucher und Industrie) geschaffen werden, wird der Markt alles weitere regeln....
Es braucht kein "Enddatum" für den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren; schon gar nicht als deutschen Alleingang. Genauso wie es kein Enddatum für den Verkauf von Fleisch und Wurst braucht, auch wenn ein paar Aktivisten lieber heute als morgen den Fleischverzehr verbieten würden.

Und was Ihre "moderaten Anreize" angeht: Die gibt es doch längst: Eine staatliche Kaufprämien von 4.000 EUR, keine Kfz-Steuer, keine Mineralölsteuer, unbegrenztes Befahren von Innenstädten, teilweise sogar kostenfreies Parken. Und trotzdem will die Gurken kaum jemand haben; nicht mal als Zweitwagen. Die deutschen Verbraucher sind offensichtlich deutlich aufgeklärter und können besser rechnen als die paar Elektro-Fanboys ( die lustigerweise mehrheitlich selbst immer noch "Verbrenner" fahren, aber ganz genau wissen, was andere Leute anders machen sollen).

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halsband 01.01.2018, 16:51
93. Danke

Als "Nicht-Fachmann" möchte ich an dieser Stelle einmal bemerken, dass trotz der Emotionen (wieder einmal) die Summe aller bisherigen Kommentare mir mehr fundierte Informationen und Denkimpulse gegeben haben, als der originäre SPON Artikel. Dafür ein dickes Danke an die engagieren Beitragschreiber.

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enfield 01.01.2018, 17:11
94. jaja

Zitat von Yves Martin
Es braucht kein "Enddatum" für den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren; schon gar nicht als deutschen Alleingang. Genauso wie es kein Enddatum für den Verkauf von Fleisch und Wurst braucht, auch wenn ein paar Aktivisten lieber heute als morgen den Fleischverzehr verbieten würden. Und was Ihre "moderaten Anreize" angeht: Die gibt es doch längst: Eine staatliche Kaufprämien von 4.000 EUR, keine Kfz-Steuer, keine Mineralölsteuer, unbegrenztes Befahren von Innenstädten, teilweise sogar kostenfreies Parken. Und trotzdem will die Gurken kaum jemand haben; nicht mal als Zweitwagen. Die deutschen Verbraucher sind offensichtlich deutlich aufgeklärter und können besser rechnen als die paar Elektro-Fanboys ( die lustigerweise mehrheitlich selbst immer noch "Verbrenner" fahren, aber ganz genau wissen, was andere Leute anders machen sollen).
Das "Enddatum" ist kein Thema für mich über das es sich zu diskutieren lohnt. Abgesehen davon kann von einem Alleingang keine Rede sein (siehe FR).
Die Kaufprämie ist ein Witz, da sie nichtmal ansatzweise die Mehrkosten kompensiert (und auch, vermindert, für Hybride gilt, die eben nicht zwingend emmissionsfrei unterwegs sind) und dass keine Mineralölsteuer anfällt, wenn kein Mineralöl gekauft wird, ist nun nicht unbedingt ein erwähnenswertes Förderprogramm des Staates. Auch dass Emissionsfreie Fahrzeuge in emmisionsbasierten Umweltzonen unbegrenzt fahren dürfen sollte nicht zu überschwänglichen Dankesbekundungen für kommunale Förderung veranlassen.

Am nervigsten finde ich aber dass Sie vehement ignorieren/negieren, dass es schlicht kein Amgebot gibt. Das disqualifiziert Sie neben den Ansprüchen, die Sie an Befürworter der Elektromobilität haben, die Ihnen aber nicht mal im Ansatz zustehen, weil Sie eben auch keine Garantie für den Fortbestand und weiteren Erfolg von Verbrenner-KFZ haben und verlangen können. So einfach ist das. Wir werden es in ein paar Jahren sehen, was Ihre Dieselgurke dann noch wert ist und/oder ob mein nächstes Auto dann ein eAuto ist, wie ich denke/hoffe.

Wie ich an anderer Stelle beschrieben hatte, kann mir das allerdings ziemlich egal sein, da ich ohnehin fein raus bin, was meine Mobilität angeht....und ich habe auch tatsächlich nix gegen SUVs, Sportwagen, etc. und gönne jedem seinen Spaß oder was auchimmer mit sowas und anderen Sachen. Ich interessiere mich nur für die Zukunft und bin's (etwas) leid, nur Auslaufware angeboten zu bekommen während die nächste Generation schon greifbar und im Hochpreissegment in homöopathischen Dosen real verfügbar ist. Das ist aber durchaus erträglich und ich kann warten.

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danielapiehl 01.01.2018, 18:08
95. Würde gerne elektrisch fahren.

Fahre zur Zeit eine 17 Jahre alten Smart, meine Spardose, Verbrauch 3l Benzin, selbst im Innenstadtverkehr, und niemals Parkplatzprobleme
Der E-Smart ist mir viel zu teuer, ca. 27.000 €, und hätte, danke Mietwohnung, keine Möglichkeit, ein E-Auto aufzuladen. 160 km Reichweite, Angabe des Herstellers, würden reichen für Familienbesuche, weitere Strecken dann eh mit der Bahn.
Falle wohl leider mit meinen Wünschen aus der Masse raus. :-(

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mikko11 01.01.2018, 18:36
96.

Zitat von danielapiehl
Fahre zur Zeit eine 17 Jahre alten Smart, meine Spardose, Verbrauch 3l Benzin, selbst im Innenstadtverkehr, und niemals Parkplatzprobleme Der E-Smart ist mir viel zu teuer, ca. 27.000 €, und hätte, danke Mietwohnung, keine Möglichkeit, ein E-Auto aufzuladen. 160 km Reichweite, Angabe des Herstellers, würden reichen für Familienbesuche, weitere Strecken dann eh mit der Bahn. Falle wohl leider mit meinen Wünschen aus der Masse raus. :-(
Kostenbetrachtung: Fahren Sie Ihren Smart besser weiter.
Umweltbetrachtung: Fahren Sie Ihren Smart beruhigt weiter.

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Yves Martin 01.01.2018, 19:46
97.

Zitat von enfield
Die Kaufprämie ist ein Witz, da sie nichtmal ansatzweise die Mehrkosten kompensiert (und auch, vermindert, für Hybride gilt, die eben nicht zwingend emmissionsfrei unterwegs sind) und dass keine Mineralölsteuer anfällt, wenn kein Mineralöl gekauft wird, ist nun nicht unbedingt ein erwähnenswertes Förderprogramm des Staates. Auch dass Emissionsfreie Fahrzeuge in emmisionsbasierten Umweltzonen unbegrenzt fahren dürfen sollte nicht zu überschwänglichen Dankesbekundungen für kommunale Förderung veranlassen. Am nervigsten finde ich aber dass Sie vehement ignorieren/negieren, dass es schlicht kein Amgebot gibt. Das disqualifiziert Sie neben den Ansprüchen, die Sie an Befürworter der Elektromobilität haben, die Ihnen aber nicht mal im Ansatz zustehen, weil Sie eben auch keine Garantie für den Fortbestand und weiteren Erfolg von Verbrenner-KFZ haben und verlangen können. So einfach ist das. Wir werden es in ein paar Jahren sehen, was Ihre Dieselgurke dann noch wert ist und/oder ob mein nächstes Auto dann ein eAuto ist, wie ich denke/hoffe. Wie ich an anderer Stelle beschrieben hatte, kann mir das allerdings ziemlich egal sein, da ich ohnehin fein raus bin, was meine Mobilität angeht....und ich habe auch tatsächlich nix gegen SUVs, Sportwagen, etc. und gönne jedem seinen Spaß oder was auchimmer mit sowas und anderen Sachen. Ich interessiere mich nur für die Zukunft und bin's (etwas) leid, nur Auslaufware angeboten zu bekommen während die nächste Generation schon greifbar und im Hochpreissegment in homöopathischen Dosen real verfügbar ist. Das ist aber durchaus erträglich und ich kann warten.
Warum sollte eine Kaufprämie sämtliche Mehrkosten kompensieren? Kaufen Sie nur dann Bio-Lebensmittel, wenn der Staat Ihnen die Differenz zu Aldi.Preisen erstattet?
Mit der Mineralölsteuer wird nur mittelbar das Mineralöl besteuert, tatsächlich aber die Infrastruktur bezahlt, die Sie auch mit einem Elektromobil benutzen wollen. Irgendwann wird der Finanzminister ein Äquivalent für Fahrstrom erfinden; dann bezahlen Sie halt 30 Cent "Autostromsteuer". Solange das nicht der Fall ist, ist der Kostenvorteil eine (versteckte) Subvention. Und was die Emissionen angeht: Wer sich auskennt, weiss, dass diese eben nicht lokal anfallen, sondern im Braunkohlestromland Deutschland eben am Kraftwerksstandort. Naja.

Das aktuelle Angebot an Elektroautos in Deutschland können Sie übrigens HIER einsehen, von 7.000 bis 156.000 EUR. Ihre Behauptung von "schlicht kein Angebot" gehört ins Reich der Fabel und/oder zeigt, dass Sie vom Thema nicht wirklich Ahnung haben. Das ist nicht weiter schlimm; es qualifiziert Sie aber auch nicht zum Diskussionspartner. Vermutlich bewegen sich Ihre Beiträge im SPON-üblichen Bereich von "Es ist zwar alles gesagt - aber noch nicht von jedem..."

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flyte 01.01.2018, 22:59
98. Das eigentliche Drama

Das eigentliche Drama ist doch, dass es die deutschen Hersteller bis heute nicht geschafft haben, ein Brennstoffzellenfahrzeug in Serie zu produzieren. 2019 wird China die Verkaufsförderung für batterieelektrische Fahzeuge einstellen und nur noch Wasserstofffahzeuge fördern. Was dann?

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redrat69 01.01.2018, 23:14
99. Stimmt so nicht ganz

Zitat von flyte
Das eigentliche Drama ist doch, dass es die deutschen Hersteller bis heute nicht geschafft haben, ein Brennstoffzellenfahrzeug in Serie zu produzieren. 2019 wird China die Verkaufsförderung für batterieelektrische Fahzeuge einstellen und nur noch Wasserstofffahzeuge fördern. Was dann?
Sowohl Daimler als auch BMW hatten bereits serientaugliche Fahrzeuge entwickelt, die allerdings mangels Nachfrage und Infrastruktur nicht in Serie gegangen sind. BMW hat mit Toyota eine Partnerschaft zum Thema Wasserstoff. Gut möglich, dass da Know-How eingebracht wurde. Gehen sie mal davon aus, dass nur drauf gewartet wird, bis die Zeit reif ist. Aktuell ist das Risiko zu hoch.

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