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Diesel-Fahrverbote : Nachrüsten? Geht ja noch gar nicht!
DPA

Rund zwölf Millionen Diesel-Pkw sind von möglichen Fahrverboten betroffen. Umgehen ließen sich diese mit einem nachgerüsteten Katalysator. Doch die Technik steht erst voraussichtlich ab 2019 bereit.

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ihawk 03.03.2018, 12:57
1. Rückstellungen für 2019

Die Konzerne sollten von der Regierung gezwungen werden aus ihren Milliardengewinnen Rückstellungen für das Nachrüsten zu bilden ... andererseits werden die Konzerne in 2019 behaupten, für die Nachrüstung sei kein Geld vorhanden.

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werlesenkann 03.03.2018, 12:59
2. Nutzt wahrscheinlich eh nicht viel...

....weil ja die Autoindustrie und damit auch die Regierungsversager dagegen sind. Und da sich die Gerichte ebenfalls vor den Antidiesel-Karren spannen lassen, ist der Verbraucher der Gelackmeierte.

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chavezding 03.03.2018, 12:59
3.

Alles in allem einfach nur wieder ein gigantischer Konjunkturpush. Entweder man kauft sich ein neues Auto (alternativ: Leasing oder Finanzierung). Oder man bezahlt eine Aufrüstung durch einen Drittanbieter, deren Preise bei ersten wirklichen Fahrverboten regional vermutlich durch die Decke gehen werden.
Mit der Aufrüstung hat man einen zusätzlichen Wartungsaufwand, einen höheren Verbrauch (wobei der beim Diesel eher zu verschmerzen ist) und viel Geld in ein Auto gesteckt ohne einen wirklichen Mehrwert (gegenüber davor) zu haben. Top Deal.

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opinio... 03.03.2018, 13:11
4. Nachrüstung statt Neukauf

Das war schon zu Zeiten der Katalysatoreinführung nicht gewollt. Statt Kat-Einbau bei Altautos zu fördern, hat man damals das H-Kennzeichen eingeführt. Ein administrativer Nonsense, der Altautos von technischem Kulturgut trennte, ansonsten aber den Neukauf förderte. Ganz im Sinne der Autolobby. Umweltministerin damals? Merkel!

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j.ogniewski 03.03.2018, 13:14
5. Die Regierung muss die Nachrüstung ermöglichen

und zwar bevor evt Fahrverbote in Kraft treten. Leider wird es schwer die Autohersteller zur Rechenschaft zu ziehen, da die Fahrzeuge ja die jeweilige Norm erfüllen, die zu dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme galt. Andererseits ist es aber auch so das Autofahrer seit Jahren die einzigen sind, die überhaupt für ihren Schadstoff-Ausstoss bezahlen. Im Falle des Flugverkehrs (der ja inzwischen ein wesentlich grösseres Umweltproblem darstellt) wird der Schadstoff-Ausstoss sogar noch subventioniert. Den Umbau der Autos zu subventionieren wäre also eine Form von ausgleichender Gerechtigkeit - obwohl ehrlich gesagt sogar mit diesen Subventionen die Autofahrer immer noch schlechter wegkommen als die meisten anderen Schadstoff-Verursacher. Und diese Subvention könnte ja passiv sein, d.h. durch Steuer-Erleichterungen, anstatt das der Staat direkt dafür bezahlt.

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blume4000 03.03.2018, 13:14
6. Unglaublich

Erst werden falsche Werte vorgegeben, dann soll der Verbraucher dafür büßen. Stuttgart ist ein einziger Betonklotz, Bäume mussten weichen für den neuen Bahnhof. Und es wird wird weiter gebaut, Grünflächen werden nicht berücksichtigt bei der Planung. Und nun sind die Diesel schuld ? Die Baustellen die ständig Staus verursachen sind wohl nicht berücksichtigt worden. Die Politik sollte sich lieber um andere Lösungen Bemühungen, statt alles auf die Bürger zu schieben. Erst große Autos verkaufen, dann sich wundern warum die Abgase zu hoch sind. Vielleicht wäre mal ein Anfang, Kleinwagen günstig und attraktiv zum Kauf anbieten.

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Poco Loco 03.03.2018, 13:26
7. Die meisten fahren die Euro 4 Norm

Ich sehe meist nur Fahrzeuge mit Euro 4 Norm, denn diese Autofahrer wurden schon im Jahr 2006 mit horrenden KFZ-Steuern dazu genötigt ihr Fahrzeug zu verkaufen Euro 4 war damals die beste Norm. Dann kam die Abwrackprämie noch dazu, bei der ebenfalsl viele Euro 4 Autos gekauft haben. Meist sind davon Privatleute u. Geringverdiener betroffen, die ihr Auto länger als 10 Jahre fahren oder es zumindest vorhatten. Für die geht das Theater nun wieder von vorne los. Es ist einfach unglaublich wie stümperhaft und verlogen das Abgasproblem
seit langer Zeit behandelt wurde und nach wie vor behandelt wird. Kein Konzept, dafür aber viel Lobbyarbeit und willige Politmarionetten die seit Jahren mehr mit ihrem Machterhalt beschäftigt sind als endlich mal Politik mit Sachverstand zu entwickeln.

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rainer goetzendorf 03.03.2018, 13:27
8. Es ist nicht zu fassen!

Die Bundesumweltministerin verkündet im Fernsehen, es sei schwierig, die Autobauer rechtlich zur Verantwortung zu ziehen, das Kraftfahrtbundesamt habe ja die Typengenehmigung erteilt. Wie bitte? Man kann doch einen Betrug nicht dadurch ungeschehen machen, dass man zusätzlich einen anderen betrügt (wenn der von der Betrügerei nichts wusste) und dessen Aussage zum Betrug gegenüber den Kunden verwendet. Lächerlich! Herr Schlecker ist wegen ein paar Milliönchen ins Gefängnis gekommen, die Herren der Autoindustrie mit ihren riesigen Milliardenbetrügen kommen ungeschoren davon? Das darf nicht sein. Das Rechtstaatsempfinden der Bürger würde erheblich darunter leiden und das Demokratieverständnis auf Dauer beschädigen.

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ranzassel 03.03.2018, 13:35
9. Warum soll der Hersteller nachrüsten?

Hier geht es um Fahrzeuge die gar nicht Teil des Dieselskandals sind! Hier geht es um reines Politikversagen! Die Herrschaften denken sich bunte Normen aus, überreden den Michel mit markigen Sprüchen und Steuervergünstigungen zum Dieselfahren... und stellen kurz darauf fest: Ups. Reicht nicht! Müssen wir Fahrverbote einführen! Und um schön von ihrerer eigenen Unfähigkeit wegzuweisen wird mal wieder auf die Hersteller eingedroschen. Ja, die sind in der Pflicht ihre Fahrzeuge im Rahmen der jeweilig gültigen Norm zu verkaufen (und ggf. dann eben auf eigene Kosten nachzurüsten). Aber die sind nicht in der Pflicht ein korrektes Produkt mit irgendetewas nachzurüsten was Mutti und Konsorten jetzt so einfällt! Die Dreistigkeit und Unfähigkeit der Politik ist mittlerweile einfach unterträglich geworden. Danke an alle Muttiwähler! :(

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