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Diesel-Nachrüstung aus der Staatskasse: "Die Autoindustrie spielt auf Zeit"
DPA

Die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen soll aus der Staatskasse bezahlt werden? Ein Unding, findet Dietmar Oeliger vom NABU. Er saß mit im Arbeitskreis des Verkehrsministeriums - wurde aber von der Empfehlung kalt überrascht.

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rennflosse 22.02.2018, 14:42
90. Hereingespritzt

Zitat von mreich
Die einfachste Lösung wäre das Beifügen von AdBlue / Harnstoff (ca. 10% sollten reichen) in den Diesel bereits vor dem Verkauf an der Tankstelle. Das würde die Verbrauchswerte zwar erhöhen, aber die Ausgestossenen Gifte minimieren. Zusammen mit einem notwendigerweise dann angepassten Preis pro Liter Diesel ist der finanzielle Vorteil der Diesel dann rasch dahin, woraus ein Rückgang der Zulassung von Dieselfahrzeugen resultieren würde. Schlussendlich die einfachste Lösung und zudem noch verursachergerecht finanziert, da die Autoindustrie auf Ihren Dieseln sitzen bleiben würde.
Ich bin kein Dieselbesitzer und auch kein Ingenieur. Aber ich fürchte, nach den Informationen, die über das Thema verbreitet wurden, wird der Harnstoff erst in einem bestimmten Moment des Verbrennungsvorganges zugefügt. Mit Harnstoff im Sprit ließe sich dieser Effekt vermutlich nicht verwirklichen. Sonst würde ja auch kein extra Tank dafür gebraucht werden. Man könnte es sonst an der Tankstelle wie ein Additiv in den Tank kippen.

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OvB 22.02.2018, 15:24
91. so nicht!

Zitat von prophet46
Die Abgasnachrüstung sollte m.E. salomonisch von den 3 Parteien zu gleichen Teile getragen werden. [...] 3) Vom Autobesitzer.Er bekommt nach der Umrüstung ein aufgewertetes Fahrzeug.
Einspruch! Den Autobesitzer interessieren die Abgaswerte seine Autos nicht, denn er hat keinen persönlichen Vorteil davon. Genau deshalb ist es eine staatliche Aufgabe, im Interesse der Allgemeinheit schädliche Autos zu verbieten und saubere zu fördern. Das passiert durch die bekannten Schadstoffklassen. Solange Euro3 der Standard war, wurden Euro4-Fahrzeuge subventioniert. Später wurde Euro4 zum Standard und Euro3 verboten. Wohlgemerkt die Neuzulassung, nicht die Autos, die rechtmäßig für gutes Geld gekauft wurden. Das Ganze funktioniert sowohl für die Autofahrer als auch für die Hersteller, weil es den technischen Fortschritt kontinuierlich anschiebt, ohne Unmögliches oder Unbezahlbares zu verlangen. Zum Beispiel hat sich das Dieselruß-Problem von alleine gelöst, ohne dass dazu Fahrzeuge verboten oder ausgesperrt werden mussten (was nicht weniger als eine Enteignung wäre). Der Sündenfall ist die Euro5-Norm, die von den Herstellern nur scheinbar durch Betrug erfüllt wurde. Die meisten Autos, die heute herumfahren, erfüllen die Euro5 (nicht), die paar Euro1-4 Fahrzeuge tuen niemandem weh. Ohne den Betrug hätte die NOx-Belastung fühlbar sinken müssen, statt dessen ist sie angestiegen, analog zu den tatsächlichen Emissionen eines gemogelten Euro5-Fahrzeugs im Vergleich zu Euro4.

Die Schuld tragen neben einzelnen korrupten Regierungsmitgliedern die Autohersteller, die selbstverständlich auch die Kosten tragen müssen. "Der Staat" hat an dieser Stelle zwar kläglich versagt, darf aber nicht haftbar gemacht werden, denn das trifft nicht die Schuldigen, sondern Sie! Wie möchten Sie denn bezahlen - 1000 Lehrer weniger, eine Autobahnbrücke einstürzen lassen oder 10 Jahre länger Soli?

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Unbequeme-Wahrheit 22.02.2018, 23:10
92. Wo bleibt eigentlich das Verursacherprinzip?

Abermilliarden an die Verursacher (Käufer und Autoindustrie)... Wo bleibt eigentlich das Verursacherprinzip? Verursacher?: Käufer und Autoindustrie! Wir leben im 21. Jahrhundert und NICHT mehr im Mittelalter, also bitte nicht irgend etwas aus irgend einer Fabelwelt wie: "ich wusste es nicht"... dass es sich bei diesen Dieselkisten um Dreckschleudern handelt, dabei völlig egal ob Euro 10, 20... oder wer weiß was!!! Anmerkung: wie viele Menschen und Tiere sind wohl mittlerweile elendig krepiert, während die ignoranten Verursacher die Umwelt verpesteten... der Gier wegen? Ignoranz, Dekadenz und Gier, drei “Krebsgeschwüre” unserer Zeit!

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