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Diesel-Urteil: Konkrete Fahrverbote in zwei Städten möglich
DPA

Fahrverbote sind rechtlich zulässig, Kommunen können sie nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts beschließen. In zwei Großstädten könnte es schon bald so weit sein.

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Steve B 27.02.2018, 17:24
1. Bachlandung mit Ansage

"Wie die Fahrverbote kontrolliert werden sollen, ist bisher jedoch unklar."
Na toll. Das ist bei Streckenverboten sogar doppelt witzig. Erstens erkennt man die Abgaszusammensetzung eher nicht von außen am Fahrzeug, zweitens muss ja quasi jemand danebenstehen und das Auto gerichtsfest auf genau diesem Straßenstück fahren sehen.
Die Anlieger der Nachbarstraßen werden sich freuen. Was die Stadtväter wirklich bezwecken, wird man daran ablesen können, ob brauchbare Ausweichstrecken durch die angrenzenden Tempo-30-Zonen übrigbleiben. Gibt es welche, ist das Ziel ohnehin nicht die Reduktion der Schadstoffbelastung im Stadtviertel, sondern nur die "Bekämpfung" der hohen Messwerte an den Messstationen.

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diorder 27.02.2018, 17:25
2. Wen trifft es

den, der sich keinen neuen Diesel 6 leisten kann.
Und : wenn nur einzelne Straßenabschnitte gesperrt werden, fahren die PKW und vor allem LKW eben eine Ausweichstrecke, die dann auch bald wegen Luftverpestung gesperrt werden müsste.

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räbbi 27.02.2018, 17:47
3.

Zitat von diorder
den, der sich keinen neuen Diesel 6 leisten kann. Und : wenn nur einzelne Straßenabschnitte gesperrt werden, fahren die PKW und vor allem LKW eben eine Ausweichstrecke, die dann auch bald wegen Luftverpestung gesperrt werden müsste.
Kein Problem - der Opel Corsa Benziner bringt bereits ab 1997 Abgasnorm D4. Quasi gleichwertig mit Euro4. Freue Fahrt, passt schon.
Kann man mit realistischen 5,x l/100km Super fahren und das beste - so ein Auto bekommt man für ungefähr 2 Kästen Bier. Abhängig von momentanen Tankinhalt.
Ich hab hier noch sowas - mache gude Preis.

Dass der damals schon weniger Stickoxide raushaute, als ein jetzt neuer Diesel...ja dafür kann ich jetzt auch nix. Wurde ja keiner zum Kauf gezwungen, nich wahr.

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kabel-ks 27.02.2018, 17:50
4.

Im Falle von Hamburg komplett lächerlich, wenn nebenbei Schiffe mit 20.000 TEU nach wie vor schwerölverbrennend die Elbe hochschippern dürfen.
Und auch überall sonst werden wir sehen, dass die großen Unternehmen Sondergenehmigungen erhalten werden. Bei uns in Kassel wird das Mercedes Werk pro Tag von 300 LKW angefahren, obwohl das Werk über einen direkten Bahnanschluss verfügt! Inwiefern diese LKW dann auch in Stuttgart durch den Kessel ballern, entzieht sich meiner Kenntnis, aber absurd ist das ganze schon!

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kabel-ks 27.02.2018, 17:51
5.

Im Falle von Hamburg komplett lächerlich, wenn nebenbei Schiffe mit 20.000 TEU nach wie vor schwerölverbrennend die Elbe hochschippern dürfen.
Und auch überall sonst werden wir sehen, dass die großen Unternehmen Sondergenehmigungen erhalten werden. Bei uns in Kassel wird das Mercedes Werk pro Tag von 300 LKW angefahren, obwohl das Werk über einen direkten Bahnanschluss verfügt! Inwiefern diese LKW dann auch in Stuttgart durch den Kessel ballern, entzieht sich meiner Kenntnis, aber absurd ist das ganze schon!

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CriSch 27.02.2018, 17:58
6. Jetzt kaufen wir alle einen Benziner...

Der ist dann in zwei Jahren auch böse und tötet. Danach eben ein Elektroauto, welches dann nach weiteren zwei Jahren leider nicht mehr benutzt werden darf, weil es irgend eine Strahlung abgibt oder sonst was ist. Hier hat die Politik versagt. Und es sollte an der Zeit sein, jeglichem Lobbyistentreiben ein Ende zu setzen.

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achimfa 27.02.2018, 18:02
7. Wir wurden betrogen!

Die "Umwelthilfe" hat in den letzten Jahren viele Städte unter Druck gesetzt und mit Klagen überzogen, damit die grüne Umweltzone eingeführt wird. Da die meisten Städte keine Probleme mit Feinstaub hatten, wurde dies ausschließlich mit Stickstoffdioxid (NO2) begründet. Nun gibt auch die "Umwelthilfe" zu, daß die Umweltzonen nur für die Reduzierung von Feinstaub gedacht war und nichts gegen NO2 ausrichten können, schließlich machen die Diesel-PKW mit grüner Plakette über 50% der Stickoxidbelastung in den Städten aus . Hätte man seinerzeit einfach nur über die Dieselproblematik aufgeklärt und von dem Erwerb von Diesel-PKW für den Stadtverkehr abgeraten, gäbe es heute kaum noch Schadstoffprobleme. Aber nein, es wurden ohne Sinn und Verstand Umweltzonen durchgesetzt und eingeklagt, Hauptsache Partikelfilter und grüne Plakette. Und die gleichen Politiker und Aktivisten, allen voran die dubiose „Umwelthilfe“, fordern nun die erst vor wenigen Jahren zwangsweise und mit gutem Gewissen angeschafften Diesel-PKW auszusperren.

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mm12345 27.02.2018, 18:03
8. Verstehe ich nicht

Für Stuttgart ist richterlich für Euro-5-Diesel eine Schonfrist bis September 2019 definiert worden, Hamburg kann die sofort aussperren ?

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pascht 27.02.2018, 18:11
9. Gemach, gemach, jeder Gedanke hat seinen Hintergedanken

Die eindeutigen Gewinner dieses Urteils sind die Autokonzerne. Dafür wird die Politik mit gezielten Maßnahmen noch sorgen. Wenn es Fahrverbote für Diesel und Benziner gibt werden sie sich ein E-Auto besorgen müssen wenn sie in die Innenstadt wollen. Sie haben dann zwei Fahrzeuge, ein E-Auto für die Innenstadt und einen Verbrenner für außerhalb. Die beste Arbeit Beschaffungsmaßnahme für die Autoindustrie. In den Städten wird man Fahrverbote für Diesel, später auch Benziner, verhängen, damit die neuen E-Autos, die keiner trotz Subvention nicht will, endlich mal gekauft werden müssen. Schließlich müssen die Gelder für den Umbau der Diesel ja wieder rein geholt werden ohne dass die Autokonzerne verarmen.

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