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Diesel vs. Benziner: Eine unbequeme Wahrheit
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Im Jubeltaumel der IAA mehren sich wieder Bekenntnisse zum Diesel: Fürs Klima ist er doch unverzichtbar, oder? Gleichzeitig scheinen Vergleichszahlen aus dem Verkehrsministerium das Gegenteil zu belegen. Beides ist falsch.

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MisterD 20.09.2017, 23:41
50. Äpfel mit Birnen...

Benziner sind hauptsächlich kleine Autos für die Stadt oder kurze Strecken, wer oft lange Strecken (Autobahn) und viele km im Jahr fährt, wählt einen Diesel. Wer übrigens glaubt ein Diesel spare soviel Geld, dass man sich da mal locker 100 PS mehr gegenüber dem Benziner gönnen kann, hat von Autokosten und Wirtschaftlichkeit keine Ahnung. Erst deutlich über 15.000km pro Jahr lohnt sich ein Diesel überhaupt gegenüber dem Benzinmodell... ach und Hybrid... super für die Stadt und kurze Strecken über Land. Aufgrund des höheren Gewichts aber schlecht für die Langstrecke insbesondere Autobahn, weil dort eher selten gebremst werden muss... es ist nicht so einfach, wie es sich selbsternannte Experten aus der Großstadt mit gutem ÖPNV am Schreibtisch gerne machen...

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lofrabo 20.09.2017, 23:43
51. Dieselsteuer, Tempolimit und Autoverkleinerung müssen wir abkönnen.

Danke für diese knappe, klare Einordnung. Neben der Dieselbesteuerung muss endlich auch das generelle Tempolimit von 120 km/h kommen. Außerdem kann man durchaus mittelgroßen bis großen Neuwagen nach und die Zulassung entziehen. Mit kleinen und leichten Autos kommt auch jeder ans Ziel. Und das Gejammer der Leute, die sich dadurch beschnitten fühlen, wird sich schnell legen.

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Didoxion 20.09.2017, 23:46
52. Fortbewegung oder Transport

Das ist hier die Frage. Der SUV ist m.E. beliebt, weil er Transportkapazität bietet. Einen Nutzen, der über den eines e-Bikes hinausgeht. Und wenn dann noch Anhängelast dazukommt, wird auch ganz schnell der Diesel
alternativlos, im besten Sinne. Ich würde dann doch mal davon ausgehen wollen, dass es Menschen gibt, die ein Fahrzeug als Kraftfahrzeug nutzen wollen, in einem seit fast 100 Jahren vertrauten Radius

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stefanmargraf 20.09.2017, 23:47
53. Das ist nur die bequeme halbe Warheit

Wären diese Fahrzeuge mit Benzin- statt Dieselmotoren ausgestattet, dann wäre deren CO2 Ausstoß bedeutend höher. Welche Fahrzeuge sind denn überhaupt berücksichtigt? Auch VW Bus und Sprinter? Und insgesamt geht der CO2 Ausstoß doch herunter! Dieses unreflektierte Dieselbashing ist langsam nervig.

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erdmann.rs 20.09.2017, 23:48
54. Bekenntnis zum Diesel

Warum ist die Kfz-Steuer für ein Dieselfahrzeug ungleich höher
als für einen vergleichbaren Benziner?
Für einen Diesel-Pkw Euro4 (EZ 2005) zahle ich 15,44 Euro Steuer
je angefangene 100 cm3. Bei meinem Kfz sind das 308,80 Euro.
Für einen Pkw mit Benzinmotor wären es nur 128 Euro, bei gleichem
Hubraum.
Ich hätte kein Problem damit, wenn die "Subventionen" für den
Dieselkraftstoff entfallen würden (der Diesel-Preis dem Benzinpreis
angeglichen werden würde), wenn zeitgleich die Besteuerung
dementsprechend angepasst würde.
Das fände ich gerecht.
Es ist doch schon schlimm genug, dass die Kfz-Versicherung nicht
unbedingt immer" gerecht" ist.
Bei gleicher Kfz-Steuer u n d gleichen Kraftstoffpreisen wäre
die finanzielle Belastung wesentlich (!) gerechter,
Wer ein "dickes" Auto fährt, wer viel fährt und entsprechend oft
tanken muss, verbraucht mehr Kraftstoff, stößt mehr Schadstoffe
aus und beansprucht die Straßen mehr.
Er sollte dann den entsprechenden Beitrag in Form der Kfz-Steuer
entrichten, das fände ich korrekt und es wäre ganz einfach.

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SPONNY7 20.09.2017, 23:48
55. und wieder "vergessen": CNG

warum eigentlich wird der Kraftstoff CNG so konsequent totgeschwiegen?
Schön ist ja an diesem Artikel, dass endlich die Notwendigkeit der Änderung unserer Mobilitäts- und Kaufgewohnheiten herausgestellt wird, also weg von größer-schneller-stärker usw.
Aber wenn schon -was ich für richtig halte- Verbrennungsmotoren noch für viele Jahre für etliche Anforderungen die bessere Wahl als der E-Antrieb sein werden, dann gehört der Methan-Antrieb an erste Stelle:
1) saubere Verbrennung ohne aufwändige Abgas-Nachbehandlungstechnologie
2) flächendeckend vorhandenes straßenungebundenes Verteilnetz
3) zügiger Tankvorgang
4) Biomethan, power-to-gas als regenerative Form des Kraftstoffes z.T. verfügbar
5) H2 (Wasserstoff) ist dem Methan im Verteilnetz bis zu einem mittleren einstelligen Prozentsatz beimischbar, so man in die Wasserstoffwirtschaft einstiegen wollte.
6) PKW (und LKW) mit CNG-Antrieb sind jetzt und sofort verfüg- und bestellbar in den meisten relevanten Fahrzeugklassen - nur als "S"UV nicht und auch als hoch- (über?)motorisiertes Gefährt nicht. Also der ideale Antrieb für ein vernünftiges Downsizing hin zu einer Art der Mobilität, die uns immer noch hochkomfortabel von A nach B bringt: trocken, warm, zügig, sebstbestimmt.
Der Steuervorteil für Dieselkraftstoff muss endlich weg, er entbehrt jeder vernünftigen Grundlage. Dann erledigen sich die Probleme, die wir uns damit eingehandelt haben, voraussichtlich innerhalb einer Auto-"Lebens"spanne von selbst, weil die Dieselfahrzeuge mangels Kostenvorteilen kaum jemand mehr kauft. Nachfrage weg - Angebot weg.
Beim CNG-Antrieb hätten die Europäer im Übrigen auch die Nase vorn, was zumindest auf dem europäischen Markt einen gewissen Vorteil brächte.
Allerdings braucht es derzeit noch den bereits informierten Autokäufer für CNG, denn die Verkäufer in den Autohäusern wissen z.T. selbst nicht, dass es die von ihnen angebotenen Fahrzeuge mit CNG-Motoren gibt.
Und ein paar Dinge seien hier vorweggenommen, bevor die hier aktiven CNG-Miesmacher loslegen:
Nein: es gibt kein generelles Einstellverbot von CNG-Fahrzeugen in Parkhäusern; nein: Methan ist nicht gefährlicher als andere Kraftstoffe; nein: es ist nicht schwierig, bundesweit mit CNG mobil zu sein; nein: das ebenfalls klimaschädliche Methan wird nicht in die Umwelt freigesetzt sondern vorher zu H2O und CO2 verbrannt; ja: auch Methan ist heute noch vorwiegend fossil und stammt aus nicht immer vertrauenswürdigen Ländern - ein Grund mehr, mit all diesen Energieträgern möglichst sparsam umzugehen, d.h. überflüssige Fahrten vermeiden, möglichst kleines und leichtes und verbrauchsarmes Fahrzeug wählen, verbrauchsarm fahren, schonend fahren, damit das Gefährt möglichst lange hält, denn im Fahrzeug selbst steckt eine Menge Energie.

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lars.gerlach 20.09.2017, 23:49
56. Die Ökobilanz beim E-Auto stimmt

Es ist geklärt, dass bei unserem deutschen Strommix E-Autos deutlich weniger CO2 ausstoßen. Läd man das E-Auto mit Ökostrom, dann sowieso.
Das Problem ist nicht das E-Auto, sondern unsere Stromnetze, um den Verbrauch noch Umweltfreundlicher zu gestalten.
Selbst die höheren Umweltkosten bei der Herstellung eines E-Autos sind nach ca. 80.000 km (je nach Modell) mit deutschem Strommix ausgeglichen.
Also: Diesel oder Benziner ist beides Falsch, E-Autos ganz und gar nicht.

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hummer2311 20.09.2017, 23:49
57. aber genau das ist Marktwirtschaft

der Kunde bestimmt das Produkt ! Wenn wir alle liebe nette umweltfreundliche Menschen wären würden wir von Zuhause arbeiten und somit keinerlei Transportmittel benötigen . Denn alle sind irgendwie Klima schädlich! Aber das wäre dann ein zu großer Einschnitt in unsere gewonnen Freiheit , die erst durch das Auto dazu geworden ist , was sie heute darstellt. Aber von Zuhause arbeiten würde heißen mit PC ‚s arbeiten ... aber wie Klima schädlich sind diese? Herstellung ... Herstellung der Akkus .... wer macht sich den mal Gedanken über das gesamt Bild ? Solange in Ländern in Asien , Afrika oder Nord und Südamerika die Menschen auf die Umwelt schei**** ist es egal was wir in Europa tun ! Wir sind ein ganz kleines Licht und in naher Zukunft ein noch kleineres Licht in Bezug auf die Weltwirtschaft. Bei der jetzigen Politik wird es sogar noch schneller gehen das wir unwichtig werden .... in jeder Hinsicht. Nicht Europa breitet sich aus .... sondern zerstört sich .... die Welt lacht schon jetzt über uns ... vorallem in Deutschland... weil wir unseren Stolz abgeschafft haben... die Grundlage für die Existenz der meisten Länder .... kann man sehr gut an unsere Presse sehen ... sie haut die eigene Wirtschaft in die Pfanne ! Versuchen sie das mal in anderen Ländern wo Stolz noch was bedeutet .

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sponooo 20.09.2017, 23:51
58. A Der eine sagt das eine, der andere das andere -- B Grünen-Thema

A
"Richtig ist: Der Diesel kann sich, wenn die Hersteller entsprechenden Aufwand betreiben und die entsprechenden Kosten nicht scheuen, seiner Stickoxidproblematik entledigen. " -- Auch das Gegenteil hab ich schon gehört -- was stimmt? Ist das so wie in den 80ern der Katalysator, der als zu aufwändig, zu teuer, zu wasweißich galt, und dann geht das doch alles?
B
"Wenn wir das Klima schonen wollen, müssen wir kleine, leichte, windschlüpfrige Autos fahren. "
Das ist natürlich ein Grünen-Thema, und ich hör's jetzt schon: Die Grünen wollen uns aufzwingen, welche Autos wir fahren sollen, wie wir leben sollen. Ich lass mir doch nicht sagen, was für ein Auto ich fahren soll, ich lass mir doch die Freiheit meiner Entscheidung nicht nehmen ... usw. Und das ist ein Grund, warum ich nie die Liberalen wählen werde. Mit denen ist Politik nicht zu machen, die darauf beruht, dass man sich für das Allgemeinwohl freiwillig selbst beschränkt.

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daniel.jungblut 20.09.2017, 23:54
59. Um die Wahrheit drücken sich alle herum

Auch dieser Artikel. In dem Vergleich fehlt mal wieder der umweltfreundlichste Betriebsstoff: GAS. Es gibt wenig Zweifel dass das in allen Bereichen emmisionsärmste Auto ein auf Gasbetrieb optimierter Hybrid ist. Irgenwie scheint irgendwo irgendjemand am Gas weniger zu verdienen als am Öl (bzw. Diesel/Benzin), sonst müsste DIESE Alternatve seit Jahren die Zieltechnologie sein. Stattdessen wird praktisch jede Debatte zu dem Thema zugunsten der in Wirklichkeit nicht besonders umweltfreundlichen E-Technik unterdrückt. Diesel oder E? In Wirklichkeit sollte man nur noch Gas oder Gas-Hybrid diskutieren.

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