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Dieselabgase: Kommunalverband warnt vor Fahrverboten
DPA

Sind Fahrverbote rechtlich zulässig? Die Entscheidung fällt diese Woche vor dem Bundesverwaltungsgericht. Der Kommunalverband warnt vor Einschränkungen, Umweltschützer hoffen auf einen Durchbruch für saubere Luft.

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juergenhesse 18.02.2018, 11:32
40. Nach Frankreich auswandern!!

Zitat von moistvonlipwik
Naja - wieso sollen die Bewohner der Städte schlechte Luft atmen, nur weil Ihre Frau und deren Kollegen eine schlechte Wohnortentscheidung getroffen haben?
Ach, das geht ja auch nicht, weil da der (billigere) böse Nuklear Strom die Umwelt unsicher macht. Da haben Eure Grünen ja jetzt die, als Ersatz, die ach so sauberen Braunkohle verschafft haben. Jetzt ist Deutschland auf die Vorplätze der Umweltverschmutzer gelandet. Wenn ich lese, dass ein Superkontainer Schiff oder eines der übergrossen Luxus Ferien Pötte, die die Elbe hoch und runter rauschen, so viel Dieselqualm wie 5000 Golf Diesel am Tage in die Luft blasen, denke ich doch, dass Ihr Deutschen schief gewickelt seit. Auch die qualmenden (östlichen) Laster tragen schön zu Euren Nöten bei.
Fahrverbot oder auch nur eingeschrängter Innenstadtverkehr, wegen Förderung von Fahrrad und Strassenbahn Verkehr in Toronto, hat teilweise zur Verödung der Innenstadt geführt. Viele Läden sind Pleite gegangen oder sind umgezogen.
Eine Beobachtung eines des jetzt Kanadischen Reisenden, der 5-6 Monate im Jahr im schönen Frankreich und ( Bayrischen)Frankenland verbringt.

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emreichart 18.02.2018, 11:32
41. Eine entgleiste Situation

Durch den Hype in der Berichterstattung bekommt man den Eindruck dass sich die Schadstoffbelastung ständig erhöht. Korrekt wäre folgende Darstellung:
"Trotzdem sich die Stickstoffoxidbelastung in der Städten seit 1995 um ca. 30 % reduziert hat, können die verschärften EU Grenzwerte noch nicht eingehalten werden".
Quelle des Belastungsverlaufs: Offizielle Statistik, zu sehen auf der Website des Umweltbundesamtes.
Eigentlich ein einfacher und gut überschaubarer Satz. Müsste sogar für Politier und Medienleute so verständlich sein, dass sie das rezitieren könnten. Stattdessen alarmistische und sich gegeseitig an drastischer Darstellung überbietende Berichterstattung in Tagesschau, Heute, Wiso, Frontal, Taksshows, Zeitungen, etc. Und wenn man nur noch 3 bis 4 Jahre weiter warten könnte, wären auch die EU Grenzwerte von selbst einhaltbar. Ohne Fahrverbote, etc. Die älteren Diesel fallen sowieso von selbst im Laufe der Zeit weg . Man muss auch im Kopf behalten, dass Menschen die beruflich ganztägig NOx Schadstoffen ausgesetzt sind welche 20fach höher sind als die EU Grenzwerten für Städte, und das offiziell zulässig. Seit langem versuche ich auch die Studien zu finden mit denen die Tausenden von Toten durch NOX Belastungen nachgewiesen wurden. Ich hab sie bisher nicht gefunden. Ich würde gerne dieses Studiendesign und die Statistikmethoden lesen und verstehen. Ich finde immer nur Zitate dieser Studien. Für Hilfen beim Auffinden der Originalstudien wäre ich sehr dankbar.
Durch kommende Fahrverbote enteignet man hunderttausende Fahrzeugbesitzer und beschleunigt die Verschrottung von Gütern die mit hohem Resourceneinsatz einmal produziert wurden. Dadurch werden Menschen gezwungen eigentlich gute Fahrzeuge mit Neuen zu ersetzen die wiederum zu Lasten der Umwelt mit hohem Resourceneinsatz produziert werden müssen. Das ökologischste Auto ist immer das, das man hat und lange fährt. Herr, ....schmeiss Hirn vom Himmel.....

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Klaus Baumeister 18.02.2018, 11:45
42. Kein Weg vorbei

Ich hoffe sehr, dass die deutschen Gerichte Klartext reden und Fahrverbote nicht nur möglich machen sondern auch aktiv begleiten und voran treiben. Nur so kann dem Wirrwarr ein Ende gesetzt und endlich eine eindeutige Richtung zu Gesundheit und Recht gegeben werden. Die Automobilhersteller müssen dazu gezwungen werden ihren Mist auf eigene Kosten zu beseitigen. Und die Drahtzieher, ähm, CEOs und ihre Vorstände müssen ins Gefängnis. So wie jeder andere Betrüger auch. Gleiches Recht für alle. Die Gesundheit der Menschen muss über dem Gewinn der Dax-Unternehmen stehen.

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stefanmargraf 18.02.2018, 11:46
43. Wenn das Fahrverbot kommt, dann stehen in den Städten

haufenweise Diesel herum, die nicht fahren dürfen. Dann kommt der Abschlepp "Service" mit einem Fahrzeug mit Euro 3 bis 4....? Wenn schon, dann konsequentes Verbot aller Fahrzeuge ohne Euro 6. Also Abschlepper, Feuerwehren, Kehrmaschinen, Baumaschinen, Müllabfuhr, Dieselloks, Schiffe, Zulieferer für Lebensmittelgeschäfte, Krankenwagen, Rettungshubschrauber, Taxis, Schienenreiniger, Schneeräumer, Handwerkerfahrzeuge, Notstromgeneratoren, Kanalreiniger usw usw.

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travelflo 18.02.2018, 11:52
44.

Es gibt viele Gründe in der Stadt zu wohnen. Da wir in einem Rechtsstaat wohnen, hat jedoch jeder Bürger Anspruch darauf, dass die Gesetze eingehalten werden. Also warum feige aus der Stadt fliehen, wenn man die Luft durch die Durchsetzung der Gesetze sauberer bekommt.

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Gedake 18.02.2018, 11:53
45. So‘n Gedanke

Kann man auf den stark belasteten Straßen nicht eine Art Unterflur Unterdruckanlage installieren, die all diesen dreck absaugt? Mal ne frage an unsere tollen Mathematiker, das man das so auslegt, das diese Anlagen so kleine Löcher haben, das die Abgase abgesaugt und mit Hochdruckmaschinen dann regelmäßig gesäubert werden. Die Löcher müssten natürlich so groß sein, das die alltags Kieselsteinchen durchfallen könnten.
Da nen Wasserlauf drunter um die meisten Steinchen raus zu waschen, Wartungskosten.
Man sieht doch auf den Autobahnen das die Mitte einer Spur kaum genutzt wird bzw. weniger.
Natürlich müssten die Luftströmungen so berechnet werden, das sie möglichst wenig Krach machen und das ganze evtl. noch per sauberer Energie eingespeist.
Zwischen Auspuff und Straße ist doch schon wenig Platz, das könnte man doch bestimmt mit minimal angeregten Luftströmen bewerkstelligen.
Das ganze kann man dann sammeln und erst mal, bis zur natürlichen Auslese, carbonisieren.
Liege ich auf‘m Holzweg, oder hat sich darüber noch keiner Gedanken gemacht?

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gersco 18.02.2018, 11:54
46. @ travelflo #27. Erahnen heißt nicht wissen und daher empfehle...

Zitat von travelflo
Diesel sind für einen Großteil der NOX-Emission in den Städten verantwortlich, warum sollte es also keine nennenswerte Verbesserung bringen, wenn ein Großteil nicht mehr fährt? Vergleichen Sie mal die NOX-Werte auf dem Land mit denen von stark befahrenen Straßen in der Stadt, dann kann man etwas das Potential von Fahrverboten erahnen.
...ich Ihnen mal die Studie des Fraunhofer Instituts, das erklärt vieles, aber sicherlich nicht die Rechtfertigung für den momentanen Hype. Und nur, damit wir uns richtig verstehen: Die Luft kann ganz egal wo gar nicht sauber genug sein. Aber die Begrenzung auf die private Nutzung ist falsch, das Nichtverpflichten der Autohersteller zu Hardware-Nachrüstungen wenigstens bei Euro 5 und Euro 6 Dieseln auf deren Kosten sowieso und das Alleinstellungsmerkmal des Diesels erst recht. Das ist zu kurzsichtig!

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ralf.kluge 18.02.2018, 11:59
47. Plötzliche Verbote sind eine Lösung?

Plötzliche Fahrverbote, d.h. eine Einschränkung ohne jedwede Übergangsregelung werden mit Sicherheit zu wirtschaftlichen aber auch verkehrstechnischem Chaos führen.
Viele Autobesitzer und besonders Firmen, die auch in Städten Dienstleistungen anbieten, haben auf betriebswirtschaftlicher Berechnungen Dieselfahrzeuge zugelegt. Dabei spielte unter Anderem eine Rolle, dass die Fahrzeuge eine KBA-Zulassung für die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs ohne Einschränkungen gilt.
Wird jetzt die KBA-Zulassung durch Teilbeschränkung zum Teil rückwärtig zurückgezogen, hat ist das rechtlich höchst bedenklich. Zudem würde das zu massiven Verschiebungen in der Industrie führen. Sämtliche innerstädtisch tätige Unternehmen müssten auf Benziner umsteigen, d.h. Transportunternehmen für z.B. Lebensmittelketten, Pflegedienste, Handwerker und ähnliche Dienstleistungen, etc. Ganze Fuhrparks müssten binnen kürzester Zeit ausgetauscht werden.
Da das Angebot von Dieselfahrzeugen dann drastisch steigt und das von Benzinern fällt, dürften die Preise der Dieselfahrzeuge drastisch fallen und die der Benziner drastisch steigen was einer Enteignung der Unternehmen gleichkommt, die Dieselfahrzeuge besitzt. Einige Firmen dürften sogar in finanzielle Schieflage geraten.
Und Hybridfahrzeuge oder reine Elektrofahrzeuge sind ohnehin deutlich teurer.
Zudem: Wohin dann mit den Fahrzeugen? Ins Ausland verkaufen? Dann wird das Problem nur verlagert und ist für überzeugte Ökologiefreunde keine Lösung, es sei denn es sind die Egoisten, die nur den Dreck nicht in der eigenen Stadt wollen.
Zweites hier häufig genanntes Problem: wer soll das kontrollieren und vor allem wie und zu welchem Preis? Es wäre eine massive Aufstockung von Ordnungshütern und Verwaltungsorganen für etwaige Strafen erforderlich.
Ich bin absoluter Verfechter von Ökologie und so wie wir momentan unserer Erde die Resourcen entziehen und stetig verschmutzen, kann es nicht weitergehen.
Drittes Problem ist, dass Dieselfahrzeuge effizienter im Verbrauch sind und daher die CO2-Klimaziele eher erreichen lassen als Benziner. Bei der Gelegenheit sollte der gesamte ökologische Foodprint, d.h. auch Förderung, Transport und Raffinerie der Kraftstoffe in die Bilanz einbezogen werden.
Entscheidend ist eben nicht nur der Verbrauch und Ausstoß am Fahrzeug sondern auch die eingesetzten Resourcen und Verschmutzung bis dahin.
Ich bin selbst überzeugt, dass wir drastische Fortschritte in der Ökologie brauchen.
Das gilt z.B. auch für Lebensmittelläden in denen Tiefkühltruhen offen stehen; die reinsten Energieverschwender und daher Dreckschleudern.
4. Wenn Dieselfahrzeuge verboten werden: reichen dann auch die Kapazitäten der Alternativen Fortbewegungsmittel? In Stuttgart konnte beobachtet werden, dass das teils zu einer drastischen Überlastung der Öffentlichen führte.
Wir brauchen dringend neue ganzheitlich gedachte Verkehrskonzepte.
Verbote sind der falsche Weg. Besser sind Anreize.

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trompetenmann 18.02.2018, 12:05
48. MtSchiara: Tja, wieso...

... sollen sich die Städter gefallen lassen, dass die Landheinis tagtäglich in die Stadt eiern und die Luft verpesten? Und es hat das mit der Insel Juist zu tun? Was die Landbevölkerung davon hält, wenn sie von Städtern überrollt wird, kann man im Sommer schön an den bayerischen Seen in Starnberg oder am Chiemsee beobachten. Die kommen mit dem Verkehr auch nicht mehr klar und versuchen durch Parkverbote etc dem Chaos Herr zu werden. Aber der Städter, der solll das alles hinnehmen? Fahrverbote sind zum Schutz der Städter unausweichlich.

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MtSchiara 18.02.2018, 12:10
49. warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Zitat von travelflo
Vergleichen Sie mal die NOX-Werte auf dem Land mit denen von stark befahrenen Straßen in der Stadt, dann kann man etwas das Potential von Fahrverboten erahnen.
Und man kann auch das Potential eines Umzuges aus der Stadt auf das Land erahnen!

... nicht nur was die NOX-Konzentration in der Atemluft betrifft, sondern auch was die Wohnkosten betrifft. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Wem es in der Stadt gefällt mit ihren Vor- und Nachteilen, der wohnt in der Stadt, und wem es auf dem Land gefällt, der wohnt dort. Warum ziehen Menschen in die Stadt und versuchen dann, mit Klagen durchzusetzen, daß es dort so ist wie auf dem Land?

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