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Dieselautos: Diesen Städten drohen Klagen wegen Luftverschmutzung
DPA

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erhöht den Druck auf Behörden: Mehr als 40 Städte sollen nachweisen, dass sie Maßnahmen gegen zu hohe Stickoxid-Werte ergreifen - zum Beispiel Fahrverbote. Ist Ihr Wohnort auch dabei?

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crazy_swayze 24.08.2017, 13:09
20.

Zitat von Tadeuz2
Wenn die deutsche Umwelthilfe es ernst meinen würde, würde sie auch gegen Container- und Kreuzfahrtschiffe klagen.
Wieviele davon laufen unter deutscher Flagge?
Wo gibt es Grenzwerte, was ein Schiff denn so verblasen darf?

Die DUH klagt auch nicht gegen "die Autos", sondern gegen die Kommnunen, die ihren Bürgern keine saubere Luft zukommen lassen können.

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newbie99 24.08.2017, 13:09
21. Afd-Argument: 20facher Grenzwert für Arbeitsplätze

Zitat von chichawa
Für Normalbürger nicht nachvollziehbar dass bei Stickoxykoinzentrationen von mehr als 40 Mikrogramm ganze Städte für Fahrzeuge (welche denn nun genau) gesperrt werden sollen, aber die erlaubte Konzentration am Arbeitsplatz den etwa 20-fachen Wert betragen darf.
Mindestens 2 mal konnte man hier das von der AfD kolportierte Argument lesen, dass doch Arbeitsplatzgrenzwerte angeblich 20facher höher seien, als die hier angegebenen für Städte maßgeblichen.

Der ARD-Faktenfinder hat sich dem Thema angenommen und es interessanterweise klargestellt. Für Büroarbeitsplätze oder andere "übliche" (also die meisten) Arbeitsplätze gelten danach ebenfalls 40 Mikrogramm. Nur auf besondere Bereiche, wie "Tunnelarbeitsplätze", "Autowerkstätten" o. ä., in denen naturgemäß besondere Umweltbedingungen herrschen, wird eine Gefahrenstoffverordnung (oder so ähnlich) angewendet, die höhere Grenzwerte erlaubt. Während der Standard-Grenzwert davon ausgeht, dass ihm Menschen - auch geschwächte oder ältere - den ganzen Tag ausgesetzt sind, wird bei den besonders belasteten Arbeitsplätzen davon ausgegangen, dass dies nur 7 Std./Tag geschieht und auch nur erwachsene und gesunde Menschen betrifft.

Keine Ahnung, ob diese kleinen Details noch diejenigen Interessieren, in deren Weltbild das Argument so prima hineinpassst. Ansonsten hier mal der Link dazu:

http://faktenfinder.tagesschau.de/stickstoffdioxid-grenzwerte-arbeitsplatz-101.html

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Maler 24.08.2017, 13:10
22. Weil unsere Stadtluft so dreckig ist, ...

... sterben wir alle mit 84 statt mit 42 wie vor 200 Jahren, vor der Industrialisierung.
Einfach widerlich, was für Typen mittlerweile unter dem "Mäntelchen Umweltschutz" ihr Neid-, Hass-, und Verbotswahngeschäft betreiben. Schlimm genug, dass unsere Justiz da auch noch mitmacht.

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ernst_reimitz 24.08.2017, 13:11
23.

Zitat von TomSuzuki
Die Aktionen der DUH sind populistisch, destruktiv und schaden der Umwelt mehr als sie nützen. Auch die DUH weiß, dass es umweltpolitisch vollkommen falsch ist, funktionsfähige Fahrzeuge zu verschrotten, um dafür neue Fahrzeuge (z.B. E-Mobile) herzustellen. Wieder müssen neue Ressourcen eingesetzt werden und die Umweltbelastung bei der Herstellung betragen ein Vielfaches von dem, was ein heute zugelassenes Fahrzeug bis zu seinem (natürlichen) Ende überhaupt noch ausstoßen kann. Darüber hinaus ist die Herstellung von E-Mobilen gegenüber Verbrennern deutlich belastender für die Umwelt und gleicht sich erst aus, wenn der Verbrenner schon 150.000 - 200.000 km gefahren ist. Da der DUH diese Zusammenhänge bekannt sind, geht es ganz offensichtlich nur darum, Aufmerksamkeit zu erlangen. Um die Umwelt oder um Menschen geht es hier nicht oder bestenfalls nur vordergründig.
Gut ist es die DUH auch zu kritisieren. Aber das mit der schlechten Luft ist doch nur eine Sache in den Städten und dort gibt ja bekanntlich eine Menge Alternativen zum Auto.
Auf dem Land kann man doch immer noch gut mit einem Verbrenner soviel rumfahren, wie jeder will.

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suaheli4711 24.08.2017, 13:11
24.

Zitat von Tadeuz2
Wenn die deutsche Umwelthilfe es ernst meinen würde, würde sie auch gegen Container- und Kreuzfahrtschiffe klagen. Nicht zu vergessen die Industrie, die einen viel größeren Anteil an NOx emittiert als die Autos. Und zu guter Letzt müssten ja auch noch die Kaminofenbesitzer dran glauben. NOx ist ein Gas, das sich örtlich ganz unterschiedlich verteilen kann. Die Messwerte in den Städten sind also nicht wirklich so aussagekräftig, wie die DUH sie interpretiert. Die DUH ist wahrscheinlich erst glücklich, wenn die deutsche Automobilindustrie kaputt ist und wir wieder per Pferdekutsche durch die Städte fahren. Aber ist ja gar nicht nötig. Die Dreckschleudern von PSA, Renault und Fiat bleiben uns dann ja wenigstens noch. Wie war das noch? Arm aber ökologisch korrekt.
Man kann nur gegen etwas klagen das nicht eingehalten wird.
In diesem Fall ein Grenzwert....
Da die Grenzwerte für die Schifffahrt leider viel zu hoch sind kann man eben dort auch nicht klagen.
ebenso bei den anderen Verursachern.

Desweiteren klagt die DUH ja auch nicht auf das einrichten von Fahrverboten! wo steht das? Sie klagt gegen die Überschreitungen der Grenzwerte. die Maßnahmen kann dann die Politik frei gestalten.
Die kommunal Verantwortlichen haben Jahrelang gepennt und sehen scheinbar durch Fahrverbote den einzigen weg die Grenzwerte noch einzuhalten....

auch wenn es weh tut - und leider wieder in erster Linie die falschen trifft....Ihr Zorn sollte sich auf die richtigen, nämlich Verantwortlichen, richten!

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rolf sternberger 24.08.2017, 13:11
25.

Zitat von Broko
Wird Zeit, dass diesem Oeko-Terror-Konstrukt DUH das Handwerk gelegt wird - mit selbst angefertigten Berechnungen "wissen" die bereits, was die Beschlüsse zum Software-Update bringen werden: Wie seriös ist das denn? Wenn die damit durchkommen, glaubt doch wohl hier niemand im Ernst, dass die in anderen Energiebereichen Ruhe geben werden - mit selbst angefertigten Berechnungen ...
Alles klar - alles Terroristen - außer Sie natürlich. Und jetzt im Ernst: Deutschland fällt gerade bei allen wichtigen Technologien weit zurück - weil alle hier einfach immer so weitermachen wollen, wie sie es gewohnt sind - weil Deutschland ja einen so tollen Aufschwung mit den alten Technologien erfahren hat... Bald sind wir ein technologisches Entwicklungsland. Und das nur, weil die selbsternannten Verteidiger des technischen Fortschritt zwar noch an Technik aber schon lange nicht mehr an den Fortschritt glauben - der war nur solange Interessant, wie er im Namen der eigenen Gesinnung daherkam. Jetzt ist das alles Terror - wenigstens ... Weil Zumutungen sind immer für die Anderen.

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crazy_swayze 24.08.2017, 13:11
26.

Zitat von chichawa
dass bei Stickoxykoinzentrationen von mehr als 40 Mikrogramm ganze Städte für Fahrzeuge (welche denn nun genau) gesperrt werden sollen, aber die erlaubte Konzentration am Arbeitsplatz den etwa 20-fachen Wert betragen darf. Natürlich muss auf kranke Menschen, Ältere oder Kinder Rücksicht genommen werden, aber ist der Faktor 20 hier der Richtige? Die Messstationen sind ja nur punktuell aufgestellt an bestimmten Straßen. Wird daraus geschlossen, dass diese Situation überall in der Stadt gegeben ist. Werden nur Straßen im Umfeld der Messstation gesperrt? Wie ist die Lage im Bereich von Kraftwerken, Häfen und Bahnhöfen, wo regelmäßig Schiffe und Diesellokomotiven verkehren und Brennstoffe "verheizt" werden? Ich finde, wir sollten alle Emmissionsquellen soweit wie möglich zurückschrauben, aber doch bitte mit zukunftsfähiger Technik in allen Bereichen. Die sogennante Deutsche Umwelthilfe sucht sich doch nur ein prominentes Opfer und möchte einen -warum auch immer- so gesetzten Grenzwert einklagen. Für mich, typisch Rechthaberei.
Der Außenwert muss die Erholungsgrenze von Belastungen darstellen, während der Arbeitsplatzwert die maximal zulässige Belastung darstellt unter Berücksichtigung von Arbeitsplätzen und Arbeitsabläufen. Ist doch logisch, oder?

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montesol 24.08.2017, 13:11
27. Kontrolle

Mal angenommen ein solches Fahrverbot würde durchgesetzt - wie bitte soll das kontrolliert werden? Bei sämtlichen Städten gibt es neben den zig Straßen und Autobahnen, die in die Stadt führen auch die Anwohner innerhalb der Stadt, die ihr Fahrzeug bewegen könnten. Sollen an jeder Straße die, sowieso völlig unterbesetzte, Polizei stehen und die Autos dann anhalten und zurückschicken? Oder etwas Mitarbeiter vom Ordnungsamt die es m.E. auch nicht in solchen Mengen gibt? Oder werden überall Schranken gebaut, die nur Benziner reinlassen? Ich halte die ganze Nummer für einen Irrsinn. Die FAZ hat heute zu Recht geschrieben - es gibt eine Grenzwertokratie: diese mehr oder weniger frei gewählten Grenzwerte, die draußen anders als drinnen sind, könnte man vielleicht mal überdenken statt einfach eine ganze Industrie lahmzulegen und eine ganze große Menge an Bürgern Ihres Autos zu enteignen.

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aaaron 24.08.2017, 13:12
28. Absurde Grenzwerte hinterfragen

Zitat von peki45
Sehr geehrte D+H Ich habe gerade einen Kommentar eines Herrn gelesen, der sich über die DUH beschwert, da Sie angeblich dem Autofahrer verbietet sein Dieselfahrzeug in der Stadt zu benutzen. Dieser Herr sollte froh sein, dass es die Initiative der DUH gibt. Scheinbar ist es diesem Herrn entgangen, dass seit Jahren die von der EU vorgeschriebenen Grenzwerte durch die Bundesregierung (Herrn Dobrindt) nicht eingehalten bzw. ignoriert werden. Normalerweise müsste die EU gegen D wegen Nichteinhaltung der Grenzwerte klagen und nicht die DUH. Desweiteren scheint es dem Herrn entgangen zu sein, dass im Abgasskandal die Deutsche Autoindustrie mit krimineller Energie den Verbraucher sowie den Staat betrogen hat. In den USA hat die Autoindustrie ihre gerechte Strafe erhalten, in Deutschland mauschelt die Regierung (Herr Dobrindt) zusammen mit der Autoindustrie zum Schaden des Autokäufers bzw-Besitzers. Die Regierung deckt damit die kriminellen Machenschaften der Autoindustrie. Dieser Herr sollte daran denken, dass die Grenzwerte nicht zum Spass von der EU gemacht werden, sondern zum Schutze der Gesundheit der Bevölkerung. Falls dieser Herr jetzt bedenken hat, dass er in Zukunft nicht mehr mit seinem (Stink-)Diesel in die Stadt fahren darf, dann sollte er sich nicht bei der DUH beschweren, sondern bei seinem (kriminellen) Autohersteller.
Ganz offensichtlich haben Sie sich noch nie mit der Frage der Sinnhaftigkeit bestimmter Grenzwerte befasst. Zum sehr seltsamen Stickoxid-Grenzwert im Freien finden Sie hier Aufklärung:
http://www.focus.de/finanzen/karriere/berufsleben/politik-ignoriert-zweifel-am-grenzwert-40-mikrogramm-dieselpanik-wegen-grenzwertluege-in-ihrem-buero-ist-20-mal-so-viel-stickstoff-erlaubt_id_7378545.html

Hier die Statistik des Umweltbundesamtes zu Stickoxiden:
http://www.umweltbundesamt.de/daten/luftbelastung/luftschadstoff-emissionen-in-deutschland/stickstoffoxid-emissionen#textpart-1

Die Stuttgarter gehören übrigens zu den Deutschen mit der höchsten Lebenserwartung.

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hanfiey 24.08.2017, 13:13
29. Birnen und Äpfel

Zitat von fibunacci
Für die maximale Arbeitsplatzkonzentration von NO2 gibt es laut "MAK- und BAT-Werte-Liste 2016: Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe. Mitteilung 52" für Stickstoffdioxid [CAS-Nr. 10102-44-0] einen Höchstwert von 0,95 mg/m³ entsprechend 950 µg / m³. Wie ist das zu verstehen?
Das ist ganz einfach zu verstehen da Lungenkranke und Kinder niemals an so einem Arbeitsplatz arbeiten und auch niemals 24/7 da rumkrebsen werden. Wer dort nicht arbeiten möchte sucht was anderes, niemand ist gezwungen da zu schuften. Ich mag dieses "Argument" auch nicht mehr hören da Äpfel mit Birnen verglichen werden.

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