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Dieselautos mit Euro 5 und Euro 6: Baden-Württemberg will Hersteller zu Umrüstungen z
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Fahrverbot oder Umrüstung: Für viele Dieselfahrzeuge läuft es auf eins von beidem heraus. Geht es nach Baden-Württemberg, sollen die Hersteller die Autos umrüsten und die Kosten dafür tragen - auch bei einigen neuen Modellen.

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mazzmazz 20.06.2017, 19:32
1. "Überwiegend" ist hier das Stichwort

Die Hersteller sollen die Kosten "überwiegend" tragen.
D.h. dass der Kunde, grob gerechnet, 1-49% der Kosten tragen müsste.
Eine Konkretisierung ist hier seitens Bayern nicht und seitens BaWü möglicherweise auch nicht eindeutig zu erwarten.
Zudem ist die Frage, ob man zunächst die Auslegung für die Legalität der Abschalteinrichtungen, die ja eigentlich nur im Notfall aktiviert werden dürften (so könnte man das zumindest auch verstehen), höchstrichterlich konkretisieren lassen sollte.
Konsequent wäre es, alle Dieselfahrzeuge in privater Hand und Firmenfahrzeuge, für die es eine Alternative mit Benzinmkotor gibt (also Handwerkervans) zunächst aus den größeren Städten auszusperren und dann neue, realistische Regeln für die Abgasreinigung einzuführen. Gerne auch etwas höhere Grenzwerte, die dann aber immer einzuhalten sind. Keine Abschaltung, keine unrealistischen Meßzyklen, keine warmen Motoren bei den Tests sondern Tests insbesondere bei kalten Motoren und niedrigen Temperaturen.
Zudem muss sofort eine Partikelfilterpflicht für direkteinspritzende Benziner verabschiedet werden.
Keine Vorteile / Subventionen für Hybridfahrzeuge, denn diese verbrauchen kaum weniger Benzin als gute Benziner.
Zudem eine sofortige Einführung einer Filterpflicht für Heizungen und Kamine, die mit Öl, Gas, Holz oder Ethanol befeuert werden.
Das würde vielleicht helfen.

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ardbeg17 20.06.2017, 19:35
2.

schöne Idee, könnte von den NRW-Grünen sein. Was zu hoch ist und was nicht, legen dann die Herren Resch, Traufetter und Remmel fest? Das Ganze wird Suzuki, Nissan, Ford, FCA und andere Konzerne sicher schwer beeindrucken - so wie sie ja bisher auch schon im Büßergewand herumgeschlichen sind. Aber Im Ernst: Am Ende wird wieder nur die dt. Industrie greifbar sein, und alle anderen werden sich auf EU-Recht berufen und es billig aussitzen. Deshalb wird das Vorhaben nicht durchkommen, was die Grünen aber auch wissen. Also alles Wahlkampf? Schade eigentlich, dass selbst die BW-Grünen diese Unehrlichkeit mitmachen.

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lexus1234 20.06.2017, 19:46
3. Bescheuert. Erst mitmachen und nun Selbstverstümmelung

Schildbürger, wohin man sieht.
Als ob das Thema Stickoxide eine Neugigkeit wäre, die erst das kalifornische EPA aufdecken konnte. Absurd!!!
Unsere tollen Politiker blicken einfach nicht durch. Es waren sie selbst, die all das erst bereitwillig geschehen ließen. Und nun, wo eine politische Strafaktion der USA gegen Deutschland (oder glaubt wirklich jemand im Ernst, die Amis seien wegen der paar Diesel, die obendrein noch ziemlich sauber sind, in den USA um ihre Gesundheit besorgt???) seine Kreise zieht, tun plötzlich alle so, als sei das auch hierzulande eine tolle Idee, die bösen Autohersteller nun nochmal zusätzlich zu belasten.

Dabei sähen intelligente Lösungen so einfach aus: Wie in anderen verkehrsüberlasteten Städten könnte man den Verkehr teilen. Die einen dürfen bei Überschreiten der Grenzwerte an geraden Tagen fahren, die anderen an ungeraden. Schwupp, hätte man die Belastung halbiert, ohne eine Treibstoffgruppe zu diskriminieren. Akzeptanz im Volk inklusive.

Für einen technisch realistischen Zeitpunkt in der Zukunft schreibt man neue Abgaswerte vor.

Aber nein. Lieber Milliardeninvestitionen für den Hugo zum Wohle der Konkurrenz. Weltfremd und dumm.

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mikaiser 20.06.2017, 20:36
4. Also, Leute, irgendwer muss ja mal anfangen!

Gut, dass BW das machen will. Dobrint will die Betrugsproblematik aussitzen und glaubt tatsächlich, irgend jemanden damit einen Gefallen zu tun. Die Hersteller nehmen öffentlich keinerlei Stellung. Kein "Sorry", kein "wir garantieren, dass unseren Kunden so etwas nicht wieder passiert", schlicht gar nichts. Image-Werbung wie bisher, wohin man blickt.
Irgend jemand muss das "weiter so" beenden. Nun prescht BW vor, wo immerhin ein grüner Ministerpräsident am Ruder ist. Bisher war in BW von "Grün" nichts zu merken. Nun - endlich doch.
Ich bin beruflich Vielfahrer und fahre (meistens) gerne. Aber auch ich bin der Meinung, dass dem Schuldgefühl der Hersteller wohl etwas nachgeholfen werden muss. Zuallererst VW, die ja immer noch neue Betrugsvarianten erfinden. Aber auch bei allen anderen, die im Moment nicht im Fokus stehen. BW macht's richtig.

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fred_m 20.06.2017, 20:46
5. Ich werde mal raten . . .

Wenn man sieht. wie verständnisvoll die bisherige "Christliche" Regierungen mit den Problemen der Automobilindustrie umgegangen sind, kann es nur eine Lösung geben: die Steuerzahler werden den größten Teil der Umrüstung bzw. des Fahrzeugaustausches übernehmen. Schliesslich geht es ja um unsere Arbeitsplätze, nichtwahr ?

Damit es nicht zu schmerzaft rüberkommt, wird die ganze Aktion in einer Mogelpackung mit dem namen "Verschrottungsprämie" gesteckt. Das hat in der Finanzkrise ja auch ausgezeichnet funktioniert.

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thrust26 20.06.2017, 20:54
6. Endlich!

Endlich bittet mal jemand die Betrüger auch in Deutschland zu Kasse. Ich wohne in der Stadt und bin selbst von dem subventionertem Diesel-Dreck betroffen. Falls dabei Euro 5 auf echte Euro 6 verbessert werden kann, dann entspricht das einer Wertsteigerung für das Fahrzeug. Und den Anteil sollten die Besitzer tragen, mehr aber nicht.

Und in Zukunft bitte auch beim TÜV messen (Diesel und Benziner) und nicht nur die erlogenen Herstellerangaben aus dem Steuergerät lesen.

Aber ich wette, die deutsche Autolobby wird schon dafür sorgen, dass es leider nicht soweit kommen wird. Die haben ja auch die allermeisten Autofahrer (obwohl verarscht) immer noch auf ihrer Seite. Deppen!

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ardbeg17 20.06.2017, 21:07
7. @mazzmazz

beim Punkt Partikelfilter gebe ich Ihnen vollumfänglich recht. Gleiches Recht für alle, warum sollten die Partikelgrenzwerte des Diesels nicht auch für ALLE Benziner gelten? Ansonsten ist der Diesel nicht so gesundheitsschädlich und der Benziner nicht so harmlos wie dargestellt. Auch alle ihre Lieblingsautos stoßen - besonders kalt - Schadstoffe aus. Wie sie Überdies zur Ansicht kommen, ihre Benziner wären im Stadtverkehr fast so sparsam wie ein Hybrid, lässt freundlich formuliert eine bei Ihnen vorhandene "alternative" Sicht mancher Dinge erkennen.

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ditor 20.06.2017, 21:10
8. Ressourcenverschwendung

Glaubt man wirklich man kann die alten Motoren sinnvoll auf bessere Abgaswerte umrüsten sodass in der Realität jenseits irgendwelche Tests sich etwas relevantes verbessert? Die Hersteller brauchen Jahre und entwickeln neue Motorenfamilien damit die für die Abgasreinigung passenden Rohabgase erst möglich sind. Das Rumgepfusche an den alten Motoren ist Ressourcenverschwendung.

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ardbeg17 20.06.2017, 21:20
9. @thrust26

Was meinen Sie mit "von dem Dieseldiskussion" betroffen? Staub? Kommt nur zum Teil vom Verkehr. Ruß? Seit Euro5 beim Diesel kein Thema mehr. NO2? Die Belastung, die sie durch Nutzung eines Gasherdes bekommen, schaffen sie nicht mal am Neckartor. Ozon? Wird durch das Diesel-bedingte NO sogar gesenkt. Gesteigert wird es u.a. durch die CH's der Benziner. Also, ihr "Diesel-Dreck" kommt von älteren Dieseln, vielen Benzinern und teils auch neueren, Diesel-Nutzfahrzeugen. Und aus Hausfeuerungen, Industrie etc. Von den PKW, um die es hier geht, kommt er NICHT.

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