Forum: Auto
Dieselautos: Städtebund glaubt nicht an weitere Fahrverbote
AP

In Stuttgart werden ältere Dieselautos bald zeitweise aus der Stadt verbannt. Der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds kritisiert das Fahrverbot - er zweifelt an der Wirkung.

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palavern 22.02.2017, 12:54
100. Konzeptlos in die Zukunft

Rund um den Verkehr geht alles recht kopflos. Die Wirtschaft wird sich neuen Regelungen anpassen. Die Politik muss nur endlich mutiger werden. Die Politik gibt den Rahmen vor und die Wirtschaft füllt ihn. Doch leider greift die Politik lieber auf die Wirtschaftslobby zurück, während die Wirtschaft und deren ?geförderten? Politiker bei allen, was sie um ihre exorbitanten Gewinne fürchten mäßig, sofort dramatisieren. Es wäre schon, wenn sich die Politiker wieder von der Wirtschaft emanzipiert und in sachlichen Gesprächen zu einer überlegten und abgestimmten Lösung über Bundesländergrenzen hinweg findet. Diese dramatisieren und eskalieren sorgt nur dafür, dass Otto-Normalverbraucher debkz, das Politiker und Wirtschaftsführer ein Kindergarten sind, in dem alles ich-ich-ich rufen, sich untereinander hauen und rumnölen, das die anderen alle so fies und blöd sind.

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hansgustor 22.02.2017, 12:57
101. Wutbürger

Zitat von H-Vollmilch
Wer also in den letzten Jahren trotzdem wider besseren Wissens sich einen Diesel zugelegt hat, muss mit dieser Konsequenz jetzt eben leben können. Unwissenheit schützt nicht vor Strafe!
Trotz besseren Wissens hat man unwissentlich eine Straftat begangen? Ihre Argumentation ist sehr schwach, so werden Sie niemanden überzeugen.

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Rheinlandpragmatiker 22.02.2017, 12:57
102.

Zitat von MatthiasPetersbach
Eher ne leere Stadt. Mal ganz davon abgesehen, daß E-Autos genausowenig emmissionsfrei sind - nur eben nicht vor Ort. DAS mag in Ballungsgebieten vorteilhaft sein - aber die "Erfüllung" ist das auch nicht. Und auch ein Kaufpreis muß vom Kunden irgendwie "erzeugt" werden - meist mit umweltschädlicher Arbeit und Herstellung von ......
Fortschritt bedeutet auch, Schädliches durch weit weniger Schädiliches zu ersetzen. Und wenn beispielsweise ein großer Autokonzern statt Diesel- Elektroautos baut, ist auch die Arbeit der dort Beschäftigten weit weniger umweltschädlich.

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fluxus08 22.02.2017, 12:58
103. Seien Sie konsequent

Zitat von Lion
Es wird Zeit für die autofreie Stadt. Das ist möglich - auch wenn das die Lobbyisten der Autoindustrie hier im Forum auf die Palme bringen wird. Städte müssen nicht nur für die, die dort arbeiten sondern vor allem auch die Anwohner lebenswert sein.
und ziehen Sie auf's Land, wenn Ihnen die Städte zu mobil und hektisch sind.
Aber wahrscheinlich werden Sie dort auch noch den Hahn auf dem Mist verklagen, weil der Ihre Mittagsruhe stört?
Übrigens, es gibt Menschen, die sind beruflich auf ihr Auto angewiesen........

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Rheinlandpragmatiker 22.02.2017, 12:59
104.

Zitat von von111derletzte
Heizungsanlagen, Baustellen, Sandkästen und Laubbläser nicht zu vergessen.
Alle anderen Quellen zusammen erzeugen 1/3 der Stickoxide, Diesel-PKW 2/3.

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stefan.mueller 22.02.2017, 12:59
105. Empörend

Ja, ja. Es ist schwierig, und alles ist mit allem verbunden. Aber: Was hat der Städtetag denn bisher unternommen, um dem, was uns die Luft nimmt, wenigstens etwas entgegenzusetzen? Außer Besserwisserei?

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Rheinlandpragmatiker 22.02.2017, 13:01
106.

Zitat von leser008
Stuttgart war ein Versuchsballon um auszutesten, ob man mit solcher Drangsale durchkommt und ob man evtl. vor Gericht scheitert. So geht moderner Politikstil. Und sich dann wundern, wenn die Wutbürger Alternativen wählen.
Ich würde mir ja wünschen, wenn es viele "Wutbürger" einfach einmal schaffen würden, ganzheitlicher zu denken.

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Rheinlandpragmatiker 22.02.2017, 13:04
107.

Zitat von stefan.mueller
Ja, ja. Es ist schwierig, und alles ist mit allem verbunden. Aber: Was hat der Städtetag denn bisher unternommen, um dem, was uns die Luft nimmt, wenigstens etwas entgegenzusetzen? Außer Besserwisserei?
Ich sehe das Problem eher oben, bei unserem bayrischen Verkehrsminister, der auch nicht den Hauch eines Umweltbewusstseins erkennen lässt. Von dort müssten die Vorgaben kommen!

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Fuscipes 22.02.2017, 13:04
108.

Wenn es dicke Luft gibt, dann hilft nur die Emissionsquellen in Angriff zu nehmen.
Auch Fahrverbote sind bei Smog angesagt, denn es kann nicht sein, dass körperliche Unversehrtheit hinter dem Recht auf Individualverkehr zurücksteht.
Dabei gäbe es auch die Möglichkeit Heizungsanlagen mit Partikelfiltern nachzurüsten, dafür sollte man entsprechende Förderungen schaffen, es dient schließlich dem Gemeinwohl und könnte die Situation entschärfen helfen.

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muunoy 22.02.2017, 13:04
109. Widerspruch

Zitat von karin_mainz
Das wird nur funktionieren, wenn man das Konzept Park&Ride ordentlich ausbaut und den ÖNV entsprechend fördert und zu atraktiven Preisen anbietet. Aber auch hier dürfte der samstägliche/monatliche Großeinkauf bei vielen Bürgern vermutlich entfallen (wer will schon mit vielen Einkäufen durch die Stadt laufen, .....
Na, da muss ich widersprechen, obwohl mir die Anti-Auto Ideologen auch gehörig auf die Nerven gehen. Zumeist handelt es sich dabei ja um Leute, die eben nicht aufs Auto angewiesen sind, wenn sie Steuern erwirtschaften. Diese Leute leben meistens von den Steuern, die andere erwirtschaften.
Aber zur autofreien oder zumindest autoarmen Stadt: Singapur macht es vor. Autos sind dort zwar nicht verboten. Aber der Erwerb und Betrieb eines Autos ist dort unfassbar teuer. Dafür braucht man in Singapur aber auch kein Auto. Es gibt einen perfekten ÖPNV mit einer der modernsten U-Bahnen, die ich jemals kennen gelernt habe. Auch nachts kommt man mit den ÖPNV eigentlich überall hin. Es gibt keine Schmierereien und keine Asos, vor denen man im ÖPNV Angst haben müsste. Dazu kommt noch, dass die Taxi-Tarife im Vergleich zu den sonstigen Lebenshaltungskosten außerordentlich gering sind.
O. k., Singapur ist nur eine Stadt ohne Land drum herum. Würde man jedoch den öffentlichen Nahverkehr Singapurs mit einem Bahnsystem wie in Japan kombinieren, würde sogar ich als Autofetischist meine derzeit zwei Karren verkaufen (wenn sie dann noch jemand haben will). Ich empfehle allen Verkehrspolitikern und insbes. Bahn-Managern dringend mal einen Besuch beider Länder und die Nutzung des Japan Rail Pass für mind. zwei Wochen. Da kann man dann lernen wie es geht.
Dummerweise wird das in Deutschland nie passieren. Man schaue sich nur die katastrophale Deutsche Bahn an. Und die Politik müsste vielleicht auf hohe Pensionen für Politiker und Beamte sowie auf viele "soziale" Projekte verzichten, um die erforderlichen Investitionen in ein so modernes ÖPNV-System wie in Singapur und ein Bahnsystem wie in Japan stemmen zu können. Da agieren insbes. unsere grünen Ideologen doch lieber mit Verboten und Restriktionen. Als Anhänger eines paternalistischen Staates ist dies jedoch auch konsequent.

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