Forum: Auto
Dieselfahrverbote: Kein H-Kennzeichen mehr für Youngtimer?
DPA

Für viele Dieselautos gelten bald Fahrverbote, für Oldtimer nicht. Ein Automobilklub fordert nun, das H-Kennzeichen für Autos aus den Neunzigerjahren auszusetzen.

Seite 1 von 24
dagmar1308 27.01.2019, 07:31
1. Auch die Mofas

Müssen generell verboten werden mit ihrem eindeutig in 100 000 Fach höherer Krebs erregender Benzol Emission.
Jeder weiß, dass, wenn so einer vor einem fährt, man sogar einen Kotz und
Würgeanfall bekommt.
Das sind Großstädter, die den Bus nicht nehmen wollen....
Aber Hass auf die Dieselfahrer entwickeln, die aus dem Umland ihre kranken Familienangehörigen in der Universitätsklinik nach Feierabend besuchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
räbbi 27.01.2019, 07:47
2.

Ein interessantes Phänomen in dieser kleinen Welt:
"Das sind keine richtigen Oldtimer"...Nö Junge, du wirst einfach nur alt, das ist alles.
Wer in einem absolut nicht massenproduzierten Käfer als Kind auf er Rückbank gesessen ist (oder 10 Jahre später andere Sachen auf der Rückbank gemacht hat), ist heute minimum 50, eher 60+x.
Dein Verein erledigt sich recht zeitnah rein biologisch.

Davon ab - ein Golf 3 Benziner mit G-Kat hat sehr, sehr geringe Stickoxid-Emissionen, Feinstaub schon garkeinen.
Was kann der Golf dafür, dass man bei VW irgendwann den "Motorschutz" erfunden hat. Damals gings auch ohne.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quaki 27.01.2019, 07:48
3. wenn es Fahrverbote für gewisse Euronormen

geben wird, dann wird oder darf ein "H" Kennzeichen kein "Heilmittel" dagegen sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
akkarin 27.01.2019, 07:54
4. Alte Karre

Ja, und ich fahre so eine "alte Karre" ohne H-Kennzeichen, aber geregeltem Katalysator. Dies aber vor allem deswegen, weil dieses alte Schätzchen schlicht praktisch und zuverlässig ist, und obendrein, mit Ausnahme der Abgassteuerung, mechanisch funktioniert. Aber die Diskussion hier im Artikel geht an der eigentlichen Thematik vorbei, denn es wird immer ein paar Oberschlaumeier geben, die sich dann ganz besonders vorkommen. Aber das geht am Problem vorbei, denn was ist mit denen, die eben keine Wahlmöglichkeit haben, und auch aufgrund ihrer Bonitätsdaten auch keinen billigen geleasten bekommen?
Hier muß angesetzt werden, und die Ausrede, daß das schwierig sei, basiert doch nur auf der Tatsache, daß auf der einen Seite eine Industrie weiter auf politische Unterstützung setzt, anstelle Lösungen zu erarbeiten, und auf der anderen Seite, daß die Städte viel zu lange nur an Strassen gedacht haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PaulWalker 27.01.2019, 07:55
5. Antiquiert

Solange die FDP mit ihrer Wählerklinentel nicht Teil der Regierung ist, sollte man beschließen die Steuervorteile und Ausnahmen hinsichtlich der Umweltzonen für Oldtimer völlig abzuschaffen. Das Ganze ist ohnehin antiquiert und ergibt in heutiger Zeit mit der gewachsenen Umwelt- und Klimabedeutung keinen Sinn mehr. Eigentlich handelt es sich um eine klassische Entlastung der Reichen, damit diese günstiger und überall ihre Statussymbole präsentieren können. Die klassischen Oldtimer für die das mal gedacht war, gehören ins Museum und nicht auf die Straße.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kolenya 27.01.2019, 08:06
6.

So ein Schwachsinn. Nur wegen der Umweltzonen das H-Kennzeichen verwehren und dann auch noch willkürlich ab 1990? Gerne soll ALLEN Oldtimern das Privileg der freien Einfahrt in die Zonen entzogen werden, da hätte ich kein Problem mit. Aber ich freue mich schon, wenn mein Corsa A und Calibra H-Kennzeichen bekommen. Nicht wegen irgendwelchen geldlichen Vorteilen, aber mein Versicherungsmakler und ich haben bisher nur eine Versicherung gefunden, die so alte Autos Kasko versichert. Das wird mit H einfacher. Und man bekommt im Schadensfall eher das Geld, was die Autos auch wert sind und nicht nur nen Restwert von 300?-auch ohne vorher ein teures Gutachten erstellt zu haben. Dies alles wegen eines Aspekts zu verwehren, würde eher den Zorn (da Willkür!) anheizen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dipl.inge83 27.01.2019, 08:13
7. Phantomdebatte

In der Fahrzeugszene gab es schon immer verschiedene Strömungen deren Verfechter nicht unbedingt verständnisvoll untereinander waren. Wer Vorkriegsprodukte mag, ist halt kein Golf 3 Fan. Ok. Das es dafür auch Liebhaber gibt, sollte trotzdem respektiert werden. Was die Umweltzonenproblematik angeht: jeder kann sich in einer Metropole seiner Wahl gerne mal zu den typischen Pendlerzeiten an die entsprechenden Strassen stellen und durchzählen, wieviele H-Kennzeichen er antrifft. Thema erledigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kenterziege 27.01.2019, 08:18
8. Der Schnauferl-Club ist elitär - er fürchtet um Privilegien

Zu einer Nation wie Deutschland, die wie kaum eine andere die automobile Welt geprägt hat, gehört zu Pflege des Kulturgutes auch das Auto. Insofern ist die H-Kennzeichenregelung absolut o.k. Ich achte die Menschen, die mit viel Mühe ihre Autos der 20er bis 50 er Jahre „am laufen halten“. Das ist ein sehr teures Hobby, welches durch die Marktentwicklung nicht mehr reflektiert wird. Aber diese Mühe rechtfertigt nicht, die nachwachsenden Generationen von Privilegien auszuschließen. Es gibt sehr seltene Autos der 60er bis 70er Jahre, die unsere „guten“ Jahre reflektieren und die man einfach erhalten können muss. Auf Oldtimer-Schauen sieht man immer die gleichen Verdächtigen von Porsche und Mercedes. Aber wann sieht man einen perfekt erhaltenen Renault R16 oder einen Peugeot 404 ? Ich könnte die Liste mit engl. und italienischen Fahrzeugen, die einst Alltagshelden waren leicht fortsetzen. Es gibt sie kaum noch - bzw. die Aufarbeitung „lohnt“ nicht. Was allerdings bei der Erteilung des H-Kennzeichens beachtet werden sollte, ist neben einem erstklassigen Erhaltungszustand die absolute Originalität. Hier hapert es bei den Prüforganisationen. Wer z.B. seinen 70er-Jahre-Klassiker mit einem neuen (auch gefakten) Radio versieht, der muss durchfallen. Auch für Lackfarben, die der Hersteller nicht auf der Palette hatten, gilt das Gleiche. Wenn diese beiden Kriterien straff gehandhabt werden, werden die Eigner der Fahrzeuge, die dann das H-Kennzeichen erhalten, kein Schindluder damit treiben. Mit anderen Worten: Regeln ja - aber keine Privilegierung von einzelnen (elitären) Gruppen. Kultur umfasst immer auch die ganze Bandbreite!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
c1r 27.01.2019, 08:20
9. weshalb muss ein Oldtimer

...überhaupt eine privilegierte Zufahrt in eine gesperrte Umweltzone haben?
Hat der H-Fahrer ein anderes Innenstadtbedürfnis?
Ich eigne selbst Oldtimer und verstehe den Sinn der Sonderregel nicht.
Mann kann ja für bestimmte Veranstaltungen, wenns unbedingt sein muss (?) einem Veranstalter befristete Zufahrten genehmigen.

Aber pauschal ist das nicht zu rechtfertigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 24