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Dieselfahrverbote: Kein H-Kennzeichen mehr für Youngtimer?
DPA

Für viele Dieselautos gelten bald Fahrverbote, für Oldtimer nicht. Ein Automobilklub fordert nun, das H-Kennzeichen für Autos aus den Neunzigerjahren auszusetzen.

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c.voelckel 27.01.2019, 11:55
90. Mitglieder asc

was für Schwachköpfe haben wir in unseren reihen

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estafette77 27.01.2019, 11:57
91. Beitrag "42" noch nicht gelesen?

Ich fahre seit 1982 eine Citroen ID. Damals war der Wagen 14 Jahre alt. Mit diesem Wagen habe ich alles durchgemacht. Erst das hoch drehen der Steuerschraube, dann 1988 die Nachrüstung mit einem geregelten Katalysator. Ich kann mich noch gut an den Stress des kleinen mittelständigen Unternehmens erinnern bezüglich der Mustergutachten. Mit der Einführung des H-Kennzeichens war die Nachrüstung kein Thema mehr! (leider). Die Kleinhersteller verschwanden vom Markt... Heute noch könnte man R4 und Ente mit G-Kat's ausrüsten. Aber nun wird schon Euro 2 verteufelt. Und noch was. 2008 haben wir unseren alten geliebten Volvo 245 Diesel gegen einen umweltfreundlichen Euro5 Volvo Diesel eingetauscht. Kaum hatten wir ihn, ging diese unsägliche Diskussion um die Schadstoffwerte los.
Ein wirklich nachhaltiges Erlebnis hatten wir letztes Jahr, als wir mit unserem 1977er Renault eine kleine Rundreise durch Frankreich unternahmen. Da im Vorfeld eindringlich vor der Einfahrt in die Umweltzone Lyon's gewarnt wurde, nahmen wir unsere Fahrräder. In Lyon angekommen, konnte ich die ganzen alten Citroen AX oder Peugeot 205 gar nicht zählen.
Schlussendlich fehlt mir bei der ganzen Diskussion immer der Aspekt der Nachhaltigkeit in vielerlei Hinsicht. Erstmal sollte man die bürokratischen Hindernisse beseitigen, um Altwagen umweltfreundlich umzurüsten. Des weiteren fehlt mir immer die Einbeziehung des Primärenergiebedarfs bei der Produktion von Neuwagen. Und schließlich schlug schon Anfang der 80er Jahre die Autoindustrie einen fatalen, falschen Weg. Die Autos wurden nicht leichter und kleiner, sondern immer größer und schwerer
. Das ist bis heute so! Was soll das? Es widerspricht jedweder Logik, dass jedes "normale" Auto heute bald zwei Tonnen wiegt und im Durchschnitt mehr als 200 PS hat. Da haben wohl einige in den Entwicklungsabteilungen der Autokonzerne im Physikunterricht gepennt! Da kann ich nur sagen, weiter so!

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Forist2 27.01.2019, 12:02
92. H - Kennzeichen ganz abschaffen !

Solche Fahrzeuge gehören in das Museum und nicht mehr auf die Straßen.
Als Radfahrer weiß ich von was ich rede, schon am Gestank hinter einem PKW erkennt man, wie alt ein Fahrzeug ist.
Ihr verpestet unsere Atemluft in Euren alten Blechdosen.
Vor Jahren bin ich mal in so eine Oldtimershow in der Stadt hineingeraten, die einen Korso gbildet haben, unerträglich der Gestank.
Ins Museum oder verschrotten, fertig.

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nach-mir-die-springflut 27.01.2019, 12:02
93. Diagnosegerät? Ich bin geheilt.

Zitat von PaulWalker
Solange die FDP mit ihrer Wählerklinentel nicht Teil der Regierung ist, sollte man beschließen die Steuervorteile und Ausnahmen hinsichtlich der Umweltzonen für Oldtimer völlig abzuschaffen. Das Ganze ist ohnehin antiquiert und ergibt in heutiger Zeit mit der gewachsenen Umwelt- und Klimabedeutung keinen Sinn mehr. Eigentlich handelt es sich um eine klassische Entlastung der Reichen, damit diese günstiger und überall ihre Statussymbole präsentieren können. Die klassischen Oldtimer für die das mal gedacht war, gehören ins Museum und nicht auf die Straße.
Darf denn der Besitzer eines Fahrzeugs 30 Jahre und älter synthetische Kraftstoffe fahren, die dann Ihrem Ökobild wieder vollends entsprechen? Vielleicht noch mit dem Sonnenstrom vom eigenen Hausdach erzeugt? Wenn ein Oldtimer heute die grüne Plakette trägt und kein H-Kennzeichen, weil eine pauschale Kfz-Steuer von 191,73 Euro muss nicht besser sein, was ist an dem Fahrzeug auszusetzen?

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chrismuc2011 27.01.2019, 12:04
94.

Es macht sich in Deutschln der unreflektierte Neid und eine ungezügelte Verboteritis breit, neben ausuferndem Egoismus.
Mal im Ernst: Ein Auto, das 30 Jahre und älter ist, original erhalten, bedarf eines enormen Pflegeaufwandes und verursacht durchaus recht hohe Kosten. Ich möchte nicht einen Jaguar Mk.II in Berlin Friedrichshain abstellen über Nacht, um ihn dann am Morgen abgefackelt von "alternativen" Rechthabern und Egoisten abfackeln zu lassen.
Zumal die gefahrenen km mit so einem Oldtimer ( genauso übrigens wie Exoten a la Ferrari, Lambo, Bugatti und Mc Laren) sehr limitiert sind. Im Übrigen fährt man mit einem Oldtimer eher beschaulich auf Landstraßen und schöner Umgebung als im Innenstadtstau.
Auch ich als Oldtimerfan hätte nichts dagegen, wenn man eben aus überzogenem Gerechtigkeitsfimmel die Oldtimer aus den Innenstädten aussperrt. Und wie schon ein Mitforist richtig schrieb, eine Gemeinde kann ja zu bestimmten Veranstaltungen ( die Umsatz für Geschäfte und Cafes generieren) die Innenstadt zugänglich machen.
An die ewigen Verbotsheinis: Bitte nicht nur immer mit Scheuklappen an Verbote denken, sondern auch mal über den Tellerrand schauen: Oldtimer kosten im Prinzip kein ölologisches Brot. Ihr Blech wurde schon vor mehr als 30Jahren gestanzt, keine Elektronik wird irgendwann einen Schrottplatz verpesten, an der Oldtimerei hängen sehr, sehr viele Arbeitsplätze bei Werkstätten, Oldtimerhandel, Ersatzteilhandel, Nachbau von Teilen etc.. Und es hat auch etwas mit Kultur und unserer Vergangenheit zu tun, die erhaltenswert ist. Denn schöner als der automobile Einheitsbrei, der heute gefertigt wird, sind Oldtimer allemal.

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mikko11 27.01.2019, 12:06
95.

Zitat von rainer-rau
Feinstaub, Co2, NoX ….. Sonst gibt es keine Probleme - außer Ressourcenraubbau, Klimabeeinflussung, Umweltzerstörung, Flächenversiegelung, Verdrängung des Lebensraums für Menschen durch Straßen und Parkplätze, Tote, Verletzte und sonstige Schäden durch Selbstdarstellung und Konsumwahn, Besitzverschiebung von unten nach oben usw.. Ich kann auch nicht alles per Pedes oder mit dem Fahrrad erledigen, aber die KFZ - Nutzung hat ihren eigentlichen Sinn mittlerweile stark verfehlt - ähnlich wie Internet und die sozialen Netzwerke. "Das ganze Unglück des Menschen rührt allein daher, dass er es in seinen Wänden nicht mehr aushält!" (Blaise Pascal, geb. 1623) "Nach mir die Sintflut!" (SUV- und sonstige Spaßfahrzeug, Urlaubsflieger- und Kreuzfahrtplattenbaunutzer 2019)
Was war denn der "eigentliche Sinn" eines KFZ? Es diente schon immer dazu, Menschen unabhängiger zu machen - angefangen mit Berta Benz - und ihr Leben von getakteten Plänen zu befreien.

Im letzten Abschnitt holen Sie dann die große Keule raus. Niemand soll wohl mehr in den Urlaub fliegen dürfen, dem alten Rentnerpaar müsste man auch eine einmalige Kreuzfahrt verbieten und Fahrzeuge, die neben Transportaufgaben auch noch Fahrspaß bereiten - nein, so was darf's nicht geben.

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Viking1957 27.01.2019, 12:19
96. DUH gegen schöne alte Autos

Dieser Vorschlag enthält keine Problemlösung, schon gar nicht beim globalen CO2-Problem. Man kann getrost ausschließen, dass in großem Umfang auf Youngtimer für den täglichen Bedarf umgestiegen wird, ohne heutige Sicherheitstechnik und Komfort. Den wenigen, die dennoch dieses Schlupfloch verwenden, könnte man immerhin zu Gute halte, dass diese Fahrzeuge durch die lange Nutzungszeit einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten.
Der ASC macht sich aus eigennützigen Gründen zum Sprachrohr der DUH, die jede Gelegenheit nutzt, jedes noch so schöne Auto zu verhindern und den Menschen die Freude zu vergraulen. Dies erfolgt auf Grundlage zweifelhafter Studien und Messwerterfassungen die Fahrverbote erwirken. Pfui Teufel!
Machen wir uns nichts vor, als Youngtimer überlebt eher die CO2 intensive S-Klasse als der 3l-Diesel Lupo.

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7eggert 27.01.2019, 12:27
97.

Zitat von Ein Mechaniker
Und natürlich darf auch der Querverweis auf die selbsternannte "Deutsche Umwelt Hilfe" nicht fehlen. Dabei dürfte auch der letzte Hinterwäldler inzwischen verstanden haben was deren eigentliches Ziel ist. Deutschlands Vereinigung der 327 obersten Besserbürger hat - ohne irgendeine demokratische Legitimation - schon länger beschlossen, dass Diesel, Benziner und letztlich am besten alle privaten Kraftfahrzeuge - selbstredend auch historische Autos - zu verschwinden haben. Dazu Statements vom DUH Geschäftsführer Jürgen Resch: Aus Eurotransport: " Der Diesel ist tot – mausetot. (...) Die DUH hat nun eine Initiative gestartet, diese Luftqualitätsvorschrift auf 20 Mikrogramm pro Kubikmeter abzusenken. (...) Der Ottomotor wird den Diesel aber nur um wenige Jahre überleben. (...) Ohne ein verändertes Konsumverhalten geht es nicht – auch bei vollständiger Elektrifizierung. (...) Wir brauchen letztendlich eine Reduzierung des gesamten motorisierten Verkehrs. Oder aus aus EURACTIV" "(...) das bedeutet auch eine drastische Reduktion des Individualverkehrs mit dem Pkw."
Haben Sie ein Gegenargument?

Müssen Sie denn Sonntags frisch zum Bäcker fahren, statt den Fertigteig (den auch der Bäcker verwendet) aufzubacken?

Muß die Gesellschaft so ausgerichtet sein, daß Vater, Mutter und beide Kinder nur noch mit dem Auto zur Arbeit kommt? Müssen Dorfbahnhöfe vernachlässigt werden, bis Jeder nur noch Auto fährt?

Müssen Radwege als Todesfallen gestaltet werden, bis die Leute aus Angst das Auto nehmen, mit dem sie pro Ampelphase eine Minute länger grün haben?

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nach-mir-die-springflut 27.01.2019, 12:33
98. Altes, gutes Blech

Zitat von Forist2
Als Radfahrer weiß ich von was ich rede, schon am Gestank hinter einem PKW erkennt man, wie alt ein Fahrzeug ist. - Ihr verpestet unsere Atemluft in Euren alten Blechdosen.
Es gibt diese Stinker, hinter denen riecht es wirklich gewaltig nach Abgasen. Meist die ohne Kat. Die technischen Möglichkeiten, einen Oldtimer auf den Stand der grünen Plakette zu bringen, müssen natürlich ausgeschöpft werden. Die Zuliefererindustrie kann sich was einfallen lassen. Nachbesserungsbedarf an der H-Kennzeichen-Regelung mag es geben. Ansonsten müssen die Tests mit synthetischen oder Bio-Kraftstoffen wie Algenbenzin angefangen werden, damit zu ihnen Daten vorliegen. CO2 ist mit denen schon einmal kein Argument mehr. Die Feinstaub- und Stickoxide-Diskussion scheint politisch und hysterisch und wissenschaftlich haltlos. Der Autoindustrie wird zunehmend an mangelndem Absatz leiden, denn ein Neuwagen ist weder technisch noch wirtschaftlich unbedingt besser.

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mrie 27.01.2019, 12:37
99. Oldtimer

Ich beobachte, dass es mehr undifferenzierte Diskussionen zum Thema Umwelt gibt.

Ich gehöre zur jüngeren Generation (29) und ich liebe Oldtimer und die Restauration eben jener. Ich mache das seit klein auf zusammen mit meinem Vater. Ich besitze einige Oldtimer, welche ich mir hart erspart habe (darunter auch einen Diesel-LKW). Unweltfreundlich ist mein Unimog bestimmt nicht. Sein Anteil an den gesamten Emissionen? Vernachlässigbar, denn viel bewegt wird er nicht. (Darf er lt. Versicherung auch gar nicht). Der steht mal wieder (seit Oktober) rum.

Es gibt genug Dinge, welche man wirklich anpacken sollte, um seine Umweltbilanz im Alltag zu verbessern. Ich denke, dass viele Menschen sich nicht den tatsächlichen Umwelt-Auswirkungen ihrer Entscheidungen/Taten bewusst sind, aber gerne mit dem Finger auf andere Leute zeigen. Es wird eine undifferenzierte Debatte gegen 'Offensichtlich-Umweltfeindliche' Dinge geführt, ohne sich den wirklich dringenden Themen zu widmen. Den Klimawandel wissenschaftlich zu analysieren und gesellschaftlich anerkennen - gut so! Dann aber auch wissenschaftlich und pragmatisch an Gegenmaßnahmen arbeiten!

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