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Dieselfahrverbote: Kein H-Kennzeichen mehr für Youngtimer?
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Für viele Dieselautos gelten bald Fahrverbote, für Oldtimer nicht. Ein Automobilklub fordert nun, das H-Kennzeichen für Autos aus den Neunzigerjahren auszusetzen.

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shirun 29.01.2019, 10:48
180.

Alternativ zum reinen Fahrzeugalter könnte man das ganze doch auch einfach am vorhandenen Restbestand des jeweiligen Fahrzeugmodells festmachen. Wobei, dann hätten zwei von meinen Schätzchen wohl schon länger ein H-Kennzeichen. Der eine ist ein Mitsubishi Lancer Kombi aus der Baureihe C10 (Bauzeit 85-92), von dem gibt es laut KBA nur noch knappe 200 Stück (alle Modellvarianten und Motorisierungen zusammengefasst) in Deutschland gibt und von dem spezifischen Modell das ich habe sind es nicht mal mehr 80(Sondermodell EXE mit Zweifarblackierung ab Werk und ziemlich umfangreicher Sonderausstattung). Der zweite ist ein 96iger Mitsubishi Sigma Kombi, bestand dieses Modells laut KBA sind weniger als 60 Stück in Deutschland.

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phekie 29.01.2019, 14:45
181. Ich bin einer dieser "Schlaumeier"

Ich habe bereits 2011 ganz bewusst auf Oldtimer zum Alltagsgebrauch gesetzt. Dazu habe ich mir einen alten Mercedes Diesel gegönnt (Kaufpreis damals 1500 €), etwa 1 Jahr restauriert und etwa 3500 € investiert inkl. H-Kennzeichen-Abnahme. Zustand jetzt 2. Seit dem fahre ich dieses KFZ jeden Tag als alleiniges Alltagsauto, ausser ich fahre Moped (noch billiger). Nur im Winter fahre ich 3-4 Monate einen alten Audi. Salz und Dreck muss der Daimler nun nicht mehr unbedingt sehen. Nur noch 4 Jahre dann ist der Audi ebenso H-Kennzeichen-fähig, was ich dann sofort anstrebe. Dank vollverzinkte Karosse gibt es keinerlei Rostprobleme und das Auto ist an Zuverlässigkeit unerreicht trotz mittlerweile 340000km. Mit normaler Pflege fährt das Ding einfach nur.
Gerade Autos der 80iger und anfänglichen 90iger Jahre sind sehr günstig in Reparatur-und Unterhalt mit moderatem Spritverbrauch, wenn man die richtigen Modelle kauft (meist deutsche). Da kommt kein neues Auto kostenmäßig ran. Dass diese Autos nicht mehr alltagstauglich sind und nur bei Schönwetter am Sonntag genutzt werden "sollen", ist eine "urban legend". Ich fahre täglich damit. Mit ein wenig Pflege und Wartung geht das auch noch viele, viele Jahre so weiter ohne nennenswerte technische Probleme. Wertverlust gibt es auch nicht, im Gegenteil. Ausser man rockt die Autos runter...
Warum soll ich diesen Kostenvorteil durch das H-Kennzeichen nicht nutzen? Freie Fahrt in Umweltzonen, moderate Steuerkosten und noch weniger Versicherung und auch keine SF-Klassen mehr. Und dazu meistens wohlwollende Zustimmungen der Mitmenschen.
Ein Projekt wartet noch in der Garage. Ich bin gerade dabei nen 83iger BMW für den Sommer fit zu machen. Mit H-Kennzeichen, logisch. 18 Jahre rumstehen reichen langsam... Klar kostet das auch Geld aber letzendlich ist es nur Geld wechseln was man bei einem Verkauf auch wieder bekommt, wenn man ihn verkaufen möchte. Gekostet hat er damals 800 Mark (2000), heute muss man eher 6000 € für Zustand 2-3 auf den Tisch legen. Das Invest lohnt sich also.

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m.einung 29.01.2019, 17:12
182. Reisen bildet

In anderen europäischen Staaten dürfen historische Fahrzeuge nur selten und nur mit Fahrtenbuch gefahren werden.
Das würde das Problem der missbräuchlichen Nutzung lösen.
Für einen Liebhaber ist dies keine bedeutende Einschränkung.

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VoisinAerodyne 29.01.2019, 19:04
183. @m.einung

...und in vielen anderen Ländern sind Oldtimer komplett steuerbefreit. Finde ich persönlich viel besser. Auch ein Fahrtenbuch ist nicht sinnvoll. Wozu denn das Ganze? Wenn ich einmal mit dem Oldie im Frühjahr in den Urlaub fahre, darf ich ihn anschließend das ganze Jahr nicht mehr mit ihm aus der Garage, weil das Kilometerkontingent erschöpft ist?! Oder ich kann gar nicht erst losfahren, weil es ein paar km zuviel würden? Ein Auto ist nunmal ein FAHRzeug und steht sich bei Nichtbenutzung kaputt.
Einfach bei jeder TüV -Prüfung kontrollieren, ob der Oldie ordentlich gepflegt wurde und falls er runtergerockt wurde, daß H-Kennzeichen entziehen, wäre in meinen Augen die einfachste Lösung, WENN man denn unnötigerweise mal wieder aus fadenscheinigen Gründen eine gut funktionierende Regelung ändern will...

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k70-ingo 29.01.2019, 21:01
184.

Zitat von m.einung
In anderen europäischen Staaten dürfen historische Fahrzeuge nur selten und nur mit Fahrtenbuch gefahren werden. Das würde das Problem der missbräuchlichen Nutzung lösen. Für einen Liebhaber ist dies keine bedeutende Einschränkung.
Was wäre denn eine mißbräuchliche Nutzung eines Oldtimers? Mit einer H-Nummer ist zulassungsrechtlich auch eine gewerbliche Nutzung erlaubt (was in der Versicherungspolice steht, ist eine andere Sache).

Entsprechend strenge Regularien gibt es übrigens bei der roten 07er-Nummer für Oldtimersammlungen, einschließlich Fahrtenbuch und strenger Nutzungsbeschränkungen.
So dürfen Fahrten nur "der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes" dienen, also der Besuch von Treffen, das Teilnehmen an Ausfahrten, Fahrten zu Werkstätten sowie Probefahrten.
Nicht gestattet ist anderweitiger Gebrauch, wie Urlaubsfahrten, Einkaufstouren, zur Arbeit pendeln, die Kinder von der Schule abholen oder Gartenabfälle wegbringen.
Sollte kontrolliert werden -was so gut wie nie vorkommt-, kann man versuchen zu behaupten, daß es sich um eine Probefahrt handele oder daß man auf der Suche nach einer fotogenen Location für Kalenderfotos sei, aber ob solche Ausreden von Erfolg gekrönt sind, ist arg fraglich.

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emil7685 30.01.2019, 11:03
185.

Zitat von m.einung
In anderen europäischen Staaten dürfen historische Fahrzeuge nur selten und nur mit Fahrtenbuch gefahren werden. Das würde das Problem der missbräuchlichen Nutzung lösen. Für einen Liebhaber ist dies keine bedeutende Einschränkung.
In anderen europäischen Staaten braucht es keine extra-Anmeldung für historische Fahrzeuge da es dort keine Strafsteuern auf alte Autos wie in Deutschland gibt. In so gut wie allen europäischen Staaten sind Autos ab einem bestimmten Alter komplett steuerbefreit.
Es gibt im übrigen keine "missbräuchliche" Nutzung eines deutschen H-Kennzeichens. Von behördlicher Seite gibt es KEINERLEI Beschränkungen für die Nutzung eines H-Kennzeichens.

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Milano58 30.01.2019, 11:46
186. Bitte Gegendarstellung!!!

Zitat von hg_schweigert
Der Beitrag von Herrn Körper stellt in keiner Weise die Meinung des ASC Deutschland dar. Es ist seine persönliche Meinung, die nicht vom ASC Deutschland autorisiert ist. Dr. Hans-Gert Schweigert Vice-Präsident ASC Deutschland
Sehr geehrter Herr Schweigert,

wenn das so ist, dann machen Sie doch bitte gegenüber dem Spiegel umgehend einen Gegendarstellungsanspruch geltend, am besten verbunden mit einer Pressemitteilung an die allgemeine Presse. Was dieser Herr sich hier leistet, ist eine Unverschämtheit sondergleichen.

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m.einung 30.01.2019, 16:17
187. @VoisinAerodyne

Ich wohne in einer von Sperrung bedrohten, autoaffinen Stadt. Die bestehende Regelung in Deutschland lädt zum Missbrauch mit jungen historischen Fahrzeugen ein. In meiner Nachbarschaft wird das bereits diskutiert. Also sollte man sie ändern. Naheliegend wäre eine Steuerbefreiung kombiniert mit einem Fahrtenbuch mit Beschränkung der Fahrttage je Jahr.
Die Steuerbefreiung gibt es für den Erhalt des Kulturguts.
Das Fahrtenbuch mit der Beschränkung der Fahrttage verhindert den Alltagsbetrieb.
Gruß

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emil7685 30.01.2019, 16:36
188.

Zitat von m.einung
Ich wohne in einer von Sperrung bedrohten, autoaffinen Stadt. Die bestehende Regelung in Deutschland lädt zum Missbrauch mit jungen historischen Fahrzeugen ein.
Welcher "Missbrauch" denn bitte? Wie soll irgend ein "Missbrauch" mit dreißig (!!!) jahre alten Autos möglich sein? ALLE Autos um die es hier geht haben einen geregelten Kat. Die Euro3-Diesel aus den 80er und 90er Jahren sind ALLE bis auf minimale Ausnahmen in Afrika und Osteuropa. Von denen droht Ihnen also keinerlei "Gefahr".
Was in Allerherrgottsnamen ist denn bitte so wahnsinnig schlimm daran, wenn in Ihrer "autoaffinen Stadt" ein paar hundert dreißig Jahre alte Euro2-Golf III, Mercedes 190E und Ford Sierra "mißbräuchlich" mit einem H-Kennzeichen durch die Gegend fahren?
Mit allem nötigen Respekt; aber haben Sie wirklich nichts anderes, über das Sie sich aufregen können? Lächerlicher gehts doch kaum.

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michlauslöneberga 30.01.2019, 20:06
189. Nun ja,

Zitat von emil7685
Welcher "Missbrauch" denn bitte? Wie soll irgend ein "Missbrauch" mit dreißig (!!!) jahre alten Autos möglich sein? ALLE Autos um die es hier geht haben einen geregelten Kat. Die Euro3-Diesel aus den 80er und 90er Jahren sind ALLE bis auf minimale Ausnahmen in Afrika und Osteuropa. Von denen droht Ihnen also keinerlei "Gefahr". Was in Allerherrgottsnamen ist denn bitte so wahnsinnig schlimm daran, wenn in Ihrer "autoaffinen Stadt" ein paar hundert dreißig Jahre alte Euro2-Golf III, Mercedes 190E und Ford Sierra "mißbräuchlich" mit einem H-Kennzeichen durch die Gegend fahren? Mit allem nötigen Respekt; aber haben Sie wirklich nichts anderes, über das Sie sich aufregen können? Lächerlicher gehts doch kaum.
es mag schon verwunderlich klingen, aber derjenige, der seinen 5 Jahre alten Euro 5 Diesel für wenig Geld weggeben muss, um auch künftig noch in die Stadt zu seinem Arbeitsplatz zu kommen, sieht das eventuell doch noch etwas anders. Und offensichtlich regen Sie sich über dessen Geisteshaltung auch auf, also so what? Lächerlichkeit ist halt immer etwas sehr subjektives. Ich habe mir kürzlich überlegt, mal mit meinem Mog 406 Bj. 1965 zur Arbeit zu fahren, scheitert leider nur daran, dass ich damit nicht in die Tiefgarage komme....

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