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Dieselfahrverbote: Streit um H-Kennzeichen spaltet Oldtimerszene
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Sollen Fahrverbote in abgasgeplagten Städten auch für Oldtimer gelten? Der Vorschlag, das schützende H-Kennzeichen für Autos aus den Neunzigerjahren auszusetzen, entzweit die Klassikerszene.

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wuxu 01.02.2019, 19:22
10.

Meidet die Innenstädte, kauft stattdessen im Internet und fahrt die gute alten Autos weiter.

Das Sterben des Einzelhandels wird noch schneller vonstatten gehen und die Städte werden von der Lebensqualität her entwertet.

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doc_x 01.02.2019, 19:23
11. Oldtimer ins Museum!

Oldtimer gehören ins Museum oder meinetwegen mal auf Schautagen ein wenig spazieren gefahren.

Aber sie gehören nicht mehr in den öffentlichen Verkehr. Nicht nur wegen den Schadstoffen, sondern schlicht aus aktiven wie passiven Sicherheitsaspekten. So waren Bremsen, Fahrwerke etc. weitaus schlechter. Und die passive Sicherheit selbst noch in den 1980er Jahren je nach Fabrikat sehr rudimentär ausgeprägt. Das lässt sich heute gar nicht mehr rechtfertigen. Nicht nur für die Insassen selbst, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer, die durch schlechtere Bremsen, mieses Licht etc. gefährdet werden.

Einerseits wird heute ein Bohei gemacht, wenn ein Kindersitz fehlt oder man sich nicht anschnallt.
Andererseits darf man sich und andere ohne Weiteres mit einer "Ente" (2CV), einem R4 oder einem hochbetagten Porsche in Gefahr bringen.

Diese ganzen in Blech gepressten deutschen Neurosen (neben PS-Wahn, "Sportlichkeit", "freie Fahrt" u.a.) gehören mal gründlich entsorgt.

Es ist letztlich eines der ganz großen Versäumnisse, Kfz-Zulassungen nicht von vornherein zu befristen, z.B. auf zehn oder maximal 15 Jahre. Mit einer solchen Befristung blieben uns viele Diskussionen hinsichtlich Schadstoffen, Sicherheit etc. erspart, weil zwangsweise für eine Verjüngung und Anpassung an den Stand der Technik gesorgt würde.

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RalfBukowski 01.02.2019, 19:27
12. Streit um H-Kennzeichen spaltet Oldtimerszene

...ääh - nein. Das ist mal wieder BILD, ach nein es ist ja DER SPIEGEL!! Mann, was für ein Schwachsinn mit dieser Headline verbreitet wird. EIN Mensch sagt, er hielte es für richtig, gewissen Autos das H-Kennzeichen nicht zu erteilen. Wo sind die anderen aus der Oldtimer-Szene, die das wollen? Bis jetzt hat man keine gehört. Spaltung der Szene?? Geht's noch?

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cabarrus 01.02.2019, 19:36
13. Interessante Diskusion

Für ein Fahrzeug mit H Kennzeichen gelten allerdings Einschränkungen“
Ein Oldtimerfahrzeug zeichnet sich dadurch aus, daß dieses als historisches Sammlerstück in der Regel nur noch zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes und nicht als übliches Beförderungsmittel eingesetzt wird. Am häufigsten kommen diese Kraftfahrzeuge bei sogenannten Oldtimerrallys und ähnlichen Veranstaltungen zum Einsatz. Fahrten im Alttagsverkehr oder zu gewerblichen Zwecken sind nicht erlaubt (Kfz.-Steuerhinterziehung!)“
Die Nutzung eines solchen Fahrzeuges unterliegt also besonderen Vorschriften, es ist hier auch von „Bewegungs- oder Erhaltungsfahrten“ die Rede. Die durchschnittliche Kilometerleistung eines Oldtimers pro Jahr beträgt 1850 km. ( Quelle Oldtimer Verband). Von Umweltbelastung kann man da eigentlich nicht wirklich reden insbesondere wenn man die Gesamtumweltbilanz in Betracht zieht Spannend wird die Frage ob man starr an einer 30 Jahre Regel festhalten sollte. Ein 1968 20.000 mal gebauter Roadster kann nicht mit einem 1975 1 Mio. mal gebauten Golf gleichgesetzt werden. Das sieht aber wahrscheinlich jeder anders.

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stefanmargraf 01.02.2019, 19:41
14. Eine neue Hatz, diesmal die Oldtimer!

Die Meute ist noch heiß wegen Diesel und NOx, jetzt jagen wir das nächste Wild: die Oldtimer! Schließt die Oldtimer weg, bevor sie brennen! Das ist so wenn jetzt jeder Müller oder Meyer über Minderheiten entscheidet: ab in Feuer! Als nächstes wird das Volk zu Kunst befragt: Ist das Kunst, brauchen wir Museen, oder kann das weg?

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skylarkin 01.02.2019, 19:47
15.

Zitat von kai_4711
Warum sollen Oldtimer das Recht haben wehrlose Kinder zu vergiften ? Und dafür noch mit geringeren Steuern belohnt werden ? Da ist doch was faul ! Ich würde H-Kennzeichen nur noch ab 40 Jahren erlauben, und nur wenn auf Stand der Technik bei den Abgasen umgerüstet wird. Steuern wie jeder andere, fertig !
Sie Troll sie. Sie haben schon gelesen, dass der Anteil an Fahrzeugen mit H-Kennzeichen marginal ist und diese Fahrzeuge zudem eine sehr geringe jährliche Fahrleistung haben. Da wird niemand vergiftet, eher vergiften die ganzen Stadtparkgriller, die Kaminanzünder, und der Reifen- und Bremsabrieb der Fahrradfahrer die Stadt. Im übrigen gibt es für keinen einzigen Oldtimer der mind.40 Jahre ist irgendwelche Nachrüstkats, schon gar nicht nach dem Stand heutiger Technik. Das ist Quatsch dies zu fordern und es wird diese auch niemand jemals nachträglich für Hunderte Modelle und Motoren entwickeln.

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claus7447 01.02.2019, 20:00
16.

Zitat von cabarrus
Für ein Fahrzeug mit H Kennzeichen gelten allerdings Einschränkungen“ Ein Oldtimerfahrzeug zeichnet sich dadurch aus, daß dieses als historisches Sammlerstück in der Regel nur noch zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes und nicht als übliches Beförderungsmittel eingesetzt wird. Am häufigsten kommen diese Kraftfahrzeuge bei sogenannten Oldtimerrallys und ähnlichen Veranstaltungen zum Einsatz. Fahrten im Alttagsverkehr oder zu gewerblichen Zwecken sind nicht erlaubt (Kfz.-Steuerhinterziehung!)“ Die Nutzung eines solchen Fahrzeuges unterliegt also besonderen Vorschriften, es ist hier auch von „Bewegungs- oder Erhaltungsfahrten“ die Rede. Die durchschnittliche Kilometerleistung eines Oldtimers pro Jahr beträgt 1850 km. ( Quelle Oldtimer Verband). Von Umweltbelastung kann man da eigentlich nicht wirklich reden insbesondere wenn man die Gesamtumweltbilanz in Betracht zieht Spannend wird die Frage ob man starr an einer 30 Jahre Regel festhalten sollte. Ein 1968 20.000 mal gebauter Roadster kann nicht mit einem 1975 1 Mio. mal gebauten Golf gleichgesetzt werden. Das sieht aber wahrscheinlich jeder anders.
Allerdings sind die Ausnahmen zu "Nachrüstung" sehr großzügig. Solange dies unter dem Stichwort "Sicherheit" läuft. Das wäre ggf. noch unter nachrüsten von 3-Punktgurte verständlich, wenn es aber an das Eingemachte geht, z.B. Umrüstung auf Scheibenbremsen, oft verbunden dann mit anderen Felgen und Reifengrößen wird es grau.

Zudem, da Autos durch bessere Rostschutzmittel älter werde, sollte die Altersgrenze nach oben gesetzt werden, analog Rente :-)

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ProfPedro 01.02.2019, 20:03
17. Warum muss der Spiegel das künstlich aufblasen??

Das ist ein echt vernachlässigbares Thema. Wer einen Youngtimer hat, muss, um ihn als H-Kennzeichen versichert zu bekommen, ein aktuelles Alltagsfahrzeug haben. Die Km im Jahr sind begrenzt. Man muss das Gutachten bezahlen und das Fahrzeug so gut behandeln, dass es sein originales Aussehe behält. Dazu kommt, dass Reparaturen und Ersatzteilbeschaffung zunehmend kompliziert sind.
Ausserdem sind auch Youngtimer eher Pannenanfällig. Ich hatte lange genug einen Heckflossenmercedes (damals gab es noch keine Umweltzonen) und hatte irgendwann einfach keine Lust mehr, ständig daran rumzufummeln. Und das waren echt haltbare Teile.
Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass man tatsächlich solche Fahrzeuge ausschließlich als Alltagsfahrzeug nutzt.
Ich verstehe nicht, warum man jetzt auch noch den Leuten ihre Hobbys wegnehmen will, wo man nicht mal das Flugzeugbenzin versteuert.
Angesichts der immer noch geringen Anzahl ist das Ganze viel Wind um nichts.

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chrismuc2011 01.02.2019, 20:04
18.

Vielleicht sollten sich hier und auch sonst die Neidhammel und Volrautschwätzer ertmal schlau machen, ehe sie sich zu Themen äußern, von denen sie keine Ahnung haben.
Oldtimer gibt es von jedem Jahrgang nur sehr begrenzt, als Alltagsauto viel zu schade, zudem rostanfällig bis auf wenige Ausnahmen. Versicherungsmäßig auch der Betrieb auf nur auf wenige tausend km im Jahr beschränkt.
Ein Oldtimer wird als Kulturgut gewertet, das ist unsere Vergangenheit. Zudem werden sich die wenigsten Oldtimerbesitzer eine Fahrt durch die Innenstadt antun, mit schleifender Kupplung anfahren hundert mal im Stau mit verrußenden Zündkerzen. Oldtimertreffen und Ausfahrten bevorzugen die Landstraßen.
Bis auf Oldtimertreffen ( mit Einfahrgenehmigung) und Anwohner, kann man gerne die Innenstädte für Oldtimer sperren. Ich bin Oltimerfan und habe auch einen aus den 60er Jahren. Ich habe nicht vor damit im Berufsverkehr rumzufahren.
Im Übrigen ist die Argumentationskette falsch. Weil Diesel Klasse 4 und 5 aus den Städten in großen Massen ausgeschlossen werden, sollen ein paar Oldtimer dieses Verbot auch bekommen. Vielleicht sollten sich hier die Besserwisse eher über die Politiker aufregen, die unsinnige und nicht wissenschaftlich fundierte Grenzwerte willkürlich festgesetzt haben. Im Übrigen kein Oldtimer stösst Feinstaub aus, und ein 800kg Golf III moderat gefahren braucht auch nicht mehr Sprit als ein schwergewichtiger Golf VI, der fast das doppelte auf die Waage bringt.

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ProfPedro 01.02.2019, 20:05
19.

Zitat von doc_x
Oldtimer gehören ins Museum oder meinetwegen mal auf Schautagen ein wenig spazieren gefahren. Aber sie gehören nicht mehr in den öffentlichen Verkehr. Nicht nur wegen den Schadstoffen, sondern schlicht aus aktiven wie passiven Sicherheitsaspekten. So waren Bremsen, Fahrwerke etc. weitaus schlechter. Und die passive Sicherheit selbst noch in den 1980er Jahren je nach Fabrikat sehr rudimentär ausgeprägt. Das lässt sich heute gar nicht mehr rechtfertigen. Nicht nur für die Insassen selbst, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer, die durch schlechtere Bremsen, mieses Licht etc. gefährdet werden. Einerseits wird heute ein Bohei gemacht, wenn ein Kindersitz fehlt oder man sich nicht anschnallt. Andererseits darf man sich und andere ohne Weiteres mit einer "Ente" (2CV), einem R4 oder einem hochbetagten Porsche in Gefahr bringen. Diese ganzen in Blech gepressten deutschen Neurosen (neben PS-Wahn, "Sportlichkeit", "freie Fahrt" u.a.) gehören mal gründlich entsorgt. Es ist letztlich eines der ganz großen Versäumnisse, Kfz-Zulassungen nicht von vornherein zu befristen, z.B. auf zehn oder maximal 15 Jahre. Mit einer solchen Befristung blieben uns viele Diskussionen hinsichtlich Schadstoffen, Sicherheit etc. erspart, weil zwangsweise für eine Verjüngung und Anpassung an den Stand der Technik gesorgt würde.
Ich schätze mal, dass Old- und Yountimer so gut wie gar nicht in den Unfallstatistiken auftauchen...

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