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Dieselgipfel in Berlin: Mit Abgas in den Abgrund
DPA

Die Autohersteller sind angeschlagen, ihre Diesel-Verkäufe sinken dramatisch. Mit dem Gipfel sollte hektisch Vertrauen zurückgewonnen werden, doch das Gegenteil ist der Fall. So ist die Branche dem Untergang geweiht.

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steingärtner 03.08.2017, 07:11
60. Alles richtig

Aber bitte mal korrigieren : "..... Hersteller am Ende teuer womöglich bezahlen."

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HAJ 03.08.2017, 07:14
61. Über die Zukunft von Diesel und Elektromobilität entscheidet der Kunde

Weder die Automobilkonzerne, noch moralische Umwelt-Jakobiner, noch hellseherische Pressekommentatoren und allmächtige Fernsehmoderatoren entscheiden über die Zukunft des Mobilitätsverhaltens und der Fahrzeugtechnik. Grosse Worte und illusionäre Pläne sind wohlfeil, besonders wenn sie die Zukunft in 20 Jahren betreffen. Entscheiden wird am Ende die Kundschaft, die die gesamte Chose bezahlt. Die Kunden bezahlen, indem sie Fahrzeuge kaufen, ihre Fahrzeuge an Wert verlieren, ihr Weg zur Arbeit und zum Einkaufen teurer und länger wird.

Technisch ist die Reduzierung der Schadstoffbelastung in der Luft machbar, aber ob die Bevölkerung die Kosten akzeptiert, ist eine ganz andere Frage. Selbstverständlich wünschen wir alle saubere Luft. Wir wollen aber auch mobil sein dürfen. Es ist eine Frage der Kosten-Nutzen Abwägung. Die drastischsten Vorschläge zur Reduktion des Schadstoffausstosses durch Verbrennungsmotoren werden geringere positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben, als die Schäden, die das Passiv-Rauchen erzeugt.

Es wird immer noch geraucht, und ebenso wird es mit dem Verkehr gehen.

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eugler 03.08.2017, 07:14
62. Das Vertrauen ist sowieso futsch

Das Vertrauen ist sowieso futsch ... und zwar sehr viel stärker als den Herstellern bewusst ist!
Der Zeitpunkt einer Angabe der Hersteller zu misstrauen ist längst überschritten. Warum sollte auch nur ein Kunde glauben, daß die Hersteller beim Thema Abgas tricksen, aber beim Crashtest ganz anders handeln?
Tun sie nicht! Als Beweis kann hier der Small-Overlap-Test dienen, in dem europäische 5-Sterne-Kandidaten komplett desintegriert wurden. Die Hersteller produzieren also keine umfassend guten Produkte mehr, sondern Produkte die auf enge Testsituationen frisiert sind und unter geringsten Abweichungen dieser Bedingungen keine Premiumeigenschaften aufweisen.

Das ist allerdings kein singuläres Phänomen in der Automobilbranche. Stichwort: Shareholder Value. Die Bedürfnisse der Kunden und Mitarbeiter spielen schlicht weg keine Rolle mehr. Es ist egal in welcher Branche wir suchen! Gradmesser ist hier die Geschäftsform. Inhaber geführte Unternehmen sind für diese Hirn befreite Geschäftspolitik weniger anfällig - AG dürften zu 99 Prozent dieser aus meiner Sicht kriminellen Geschäfts(un)ethik verfallen sein.
Wenn die Politik hier Steigbügelhalter spielt, wird das Label Made in bereits in einem Jahrzehnt keine Rolle mehr spielen.
Manager die so unethisch handeln müssen zu Recht mit einer Gefängnisstrafe rechnen.

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Nutzer96 03.08.2017, 07:14
63. Was soll das ewige gebashe?

Ich kann's nicht mehr hören. Offenbar ist kaum jemand klar, wie viele Arbeitsplätze da dran hängen. Elektroautos verschieben Entwicklung und Produktion von vielen Teilen nur nach China - und helfen der Umwelt absolut nicht.
Und es gibt keine seriöse Studie, die die super niedrigen NOx Grenzwerte in der Stadt überhaupt rechtfertigen - warum sind die zulässigen Grenzwerte im Büro z.B. 24 Fach höher??

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mikaiser 03.08.2017, 07:15
64. Eine treffende Zusammenfassung!

Michail Hengstberg hat es auf den Punkt gebracht. Die Bedeutung ist aber weitgehender. Es ist der überfällige Anfang vom Ende des Autos wie wir es kennen. In einigen Jahrzehnten werden wir die ganze Nummer mit dem privaten Besitz von tonnenschweren Fahrzeugen zwecks Ortswechsel von 80 Kg Mensch als die historische Absurdität erkennen, die sie ist. Sage ich als begeisterter, aber nicht ganz realitätsblinder Autofahrer.

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d.u.s 03.08.2017, 07:16
65. Ernsthaft?

"So ist die Branche dem Untergang geweiht"? Das hoffe ich nicht. Denn dieser Abgasskandal, der unumwunden so bezeichnet werden muss, bildet nich alles ab, wofür diese Branche steht. Ich hoffe, die Autobauer besinnen sich nun und schreiten in eine erfolgreiche, innovative Zukunft - in unser aller Interesse. Mir scheint allerdings, da das dünnbeinige "Syndikatsthema" bisweilen etwas an Dynamik zu verlieren scheint, dass nun die zumindest belegten Themen weiter marktschreierisch fundamentalisiert werden müssen. Etwas mehr Differenzierung gefiele.

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labuday 03.08.2017, 07:20
66. Patch ist in der IT kein Flickwerk im negativen Sinn

Ein Patch ist eine schnelle Hilfe, um Fehler auszumerzen, die schlimmeisten Folgen haben können. MS hat für seine Software sogar einen Patchday. Das muss man so machen, weil neue Release (Vollversionen) zu lange dauern würden.
Also voll ok der Beschluss.

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funxxsta 03.08.2017, 07:21
67. Milchmädchenrechnung

Eine Farce, exakt wie erwartet, dieser "Gipfel". Abseits des Faktes, das das Softwareupdate den Emissionsausstoss nur marginal reduziert und die Grenzwerte danach noch immer massiv überschritten werden - und damit Menschen getötet - fragt bis dato weder ein Politiker noch die Presse nach der Durchführbarkeit des Softwareupdates. Bei, laut Statistischem Bundesamt, derzeit ca. 16.800 Markenwerkstätten, müsste jede dieser Werkstätte 327,.. Fahrzeuge updaten. Da frage ich mich was passiert mit den anderen Aufträgen, die turnusmässig wie unkalkulierbar auf die Werkstätten zukommen. Das ist eine unbeschreibliche Dreistigkeit und Täuschung der Bürger. Wann wird aus diesem Volk wieder ein Volk der Denker und wann gehen wir mal gemeinsam auf die Strassen und Plätze um diesem Neu-Feudalismus ein schnelles Ende zu bereiten?!

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kritischergeist 03.08.2017, 07:21
68. Autoindustrie totschreiben

Die Medien klopfen derzeit massiv auf unserer Autoindustrie. Der Diesel wird regelrecht schlecht geschrieben. Man suggeriert dem uninformierten Leser dass deutsche Diesel ja so schlecht sind und die NOx Grenzwerte nicht einhalten und angeblich die Städte verpesten. In Stuttgarter Tallagen wird gemessen. Keiner hat aber je gefragt ob der von der EU vorgegebene Grenzwert von 40ug pro m3 überhaupt sinnvoll ist. In Büroräumen gilt übrigens 900ug als Grenzwert. Schaut man mal was die USA als Grenzwert ansetzen. Sie definieren den NOx Grenzwert etwas anders, aber man kann ihn umrechnen. Es sind 120ug pro m3. Danach wären unsere Städte alle relativ sauber, denn dieser Wert wird auch bei ungünstigen Wetterlagen nirgendwo überschritten. Vielleicht sollten wir die Kirche mal im Dorf lassen und uns von typisch deutschen aufgeregten Diskussionen verabschieden. Das viele Geld das unsere Autoindustrie jetzt in Soft- und Hardware-Updates investieren soll um doch nur marginale Verbesserungen zu erreichen, wäre besser in Zukunftstechnologien investiert. Wir haben einen hohen Nachholbedarf bei der Batterieentwicklung zur Elektromobilität. Chinesen und Japaner dominieren den Markt. Wenn wir langfristig unsere Führungsposition bei der Automobiltechnik halten wollen, müssen wir hier aufholen und sollten das Geld dort investieren.

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womo88 03.08.2017, 07:21
69. Wenn die Politik versagt

muss und wird der Kunde die Antwort geben.

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