Forum: Auto
Diskussion um Tempolimits: Mein Name ist Raser, ich kann sonst nix
DPA

In der Debatte um Tempolimits sind die Sachargumente ausgetauscht. Ein Aspekt fehlt noch: Viele Sympathisanten des Schnellfahrens denken, sie wären Könner hinter dem Steuer. Ein großes Missverständnis.

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meinemutti 23.01.2019, 15:25
90. Ich wäre dankbar....

.....endlich auf deutschen Autobahnen 130 km/h fahren zu dürfen. Leider fällt dieses auf Grund von Staus, Baustellen, unendlichen Karawanen an LKWs und vielen anderen Verkehrshindernissen flach.
Ausbau des Schienennetzes ich und eine Verbannung der Langstrecken- und Transitgütern auf die Schiene würde ein freies und stressfreies fahren fördern.
Gleichzeitig sinkt der CO2 Ausstoß der LKWs, weniger Baustellen, da weniger LKWs die Autobahnen zerstören, und ein reibungsloser Verkehrsfluss bei Tempo 130 wäre möglich.
Die vermeintliche Zeitersparnis bei freier Fahrt ist irrelevant, da so gut wie nicht existent.

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wolle0601 23.01.2019, 15:27
91. Irgendwie will die

Sau nicht rennen, die da wieder mal, den Klickzahlen zuliebe, durchs Dorf rennen sollte. Ausbau und Sanierung gerade von Autobahnen, aber auch von Straßen anderer Kategorien wäre ein echter Gewinn, über Reduktion von Staus. Nicht nur für die Umwelt, sondern auch im Sinn von "verlorenen Lebensjahren" - anderswo, sprich, in der Nox-Debatte, wird diese Größe ja hoch gehandelt.

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Münchner73 23.01.2019, 15:27
92. Sie sind lustig

Zitat von robber
Wenn ich eine Stunde lang mit Tempo 180 fahre, statt mit Tempo 120 bin ich in einer Stunde 60km weiter. Das geht nicht? Natürlich geht das, wenn man zu den richtigen Zeiten fährt. Das wären hin und zurück also 60 Minuten. Pro Tag! Die Lebenszeit will ich mir nicht nehmen lassen. Tempolimit fordern die, die sich nicht mehr zutrauen und nur weil sie es sich nicht zutrauen, alle anderen gefälligst auch so langsam zu fahren haben.
Keine Ahnung von Mathematik, aber Rechnungen erstellen, über den Zeitgewinn.
wie berechnen sie die 60 Min.?
das will ich erleben, wie sie mehrere Stunden, ohne Pause, auf Deutsche Autobahnen, 180 km/h fahren :-)

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derfriemel 23.01.2019, 15:29
93.

Moin zusammen

Wie der User Bevölkerung bin auch ich ein Vielfahrer (45000 Kilometer im Jahr) und kann das, was er/sie geschrieben hat so unterstreichen.

Nur mit den 130 Km/h gehe ich nicht ganz mit.

Ich denke, man sollte auf einer zweispurigen Autobahn die linke Spur mit einer Mindestgeschwindigkeit von 130 Kmh/ belegen. Bei einer drei bzw 4 spurigen Autobahn die dritte und vierte sogar bei 160/180 Km/h anheben.

Das hätte den Vorteil, das die Raser unter sich sind und das Schleicher bzw LKW Fahrer unter sein dürfen. Die Normalfahrer dürfen in der Mitte bleiben.

Zauberwort heißt hier nicht "Höchstgeschwindigkeit", sondern "Mindestgeschwindigkeit.

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w.diverso 23.01.2019, 15:29
94. Man könnte die Ideen

des Verfassers noch weiterspinnen und sagen, wenn man auch auf Autobahnen ganz langsam fährt kommt man auch ans Ziel und die Verkehrstoten sinken dann gegen Null. Wie wäre es dann mit maximal 10 km/h in der Stadt, 30 km/h Überland und 50 km/h auf der Autobahn? Klingt idiotisch, würde aber die Abgase und die Verkehrsunfälle drastisch reduzieren. Also was spricht dagegen? Andererseits, wo und wann kann man auf deutschen Autobahnen denn überhaupt noch unbegrenzt schnell fahren? Dort wo es vom Verkehr möglich ist, sollte es auch so bleiben. Alles andere ist ein übertriebener Versuch allen alles vorzuschreiben. Warte nur noch, bis ein Journalist mal was von maximal 18 Grad in Wohnräumen und vom Verbot aller möglicherweise gefährlicher Sportarten schreibt. Das Leben besteht einfach nicht nur darin nur vernünftige Sachen zu machen.

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peterpeterweise 23.01.2019, 15:29
95. Schnell Zug fahren kann auch jeder, warum auch nicht?

Natürlich ist es einfach auf einer freien, geraden Autobahn schnell zu fahren. Aber daraus eine Angeberei zu machen, ist doch weit hergeholt. Wenn der Zug von Berlin nach München jetzt schneller unterwegs ist, dann werfen wir den Passagieren doch auch nicht vor, dass es nichts mit ihren Fähigkeiten zu tun hat, so schnell zu sein. Wir erkennen einfach an, dass es schöner ist, etwas eher am Ziel zu anzukommen. Genau so geht es mir, wenn ich lange Strecken mit dem Auto vor mir habe.Heutige gute Autos liegen bei 180 Kmh sicherer und ruhiger auf der Straße wie es früher mit 120 kmh war. Freuen wir uns doch einfach über schnellere Züge und schnellere Autos. Geschwindigkeitsbegrenzungen an unübersichtlichen und gefährlichen Stellen sind selbstverständlich, aber warum sollen wir auf gut ausgebauten Strecken so tun, als ob es keinen Fortschritt in der Bahn- und Auto- Technik gegeben hat?

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MatthiasPetersbach 23.01.2019, 15:30
96. Alle Sachargumente sind noch lange nicht ausgetauscht....

Ehrlich gesagt, sind meines Erachtens Unfallrisiko und Umwelt das Vernachlässigbarste an der Sache.

Klar, bevor an Leute enteignet und Straßen sperrt, ist die Deckelung der Geschwindigkeit sicher die Maßnahme an erster Stelle.

Aber es gäbe 2 -wichtigere- Aspekte:

In den Ländern mit Tempolimit fahre ich gaaaaaanz entspannt auf den Autobahnen und komme auch dementsprechend an. Kaum aber bin ich in Basel auf der deutschen A5, geht die idiotische Jagd um ein paar Meter und Positionen wieder los. Incl. der Verlangsamung der Gesamtverkehrs nur wegen ein paar Schnellfahrern. Das ist einfach banane.

Der zweite Aspekt ist, daß man ein Auto, das maximal 130 Reisegeschwindigkeit (also 150) fahren muß, um den Faktor 30% weniger aufwendig, weniger schwer, verbrauchsärmer und die Bauteile kleiner dimensioniert als die Monsterkarren heute herstellen kann. Ne DTM-reife Straßenlage braucht man eh nicht.

Wenn man als Autohersteller noch alle Tassen im Schrank hat.

Auto ist (auch kostenseitig) eigentlich Low-Tech - und das ist gut so - und sollte das auch bleiben bzw. wieder werden. Der Rest sind Hirnfürze überkandidelter Ingenieurs"kunst", die aber nur dazu da ist, uns das Geld aus der Tasche zu ziehen und sich in Verkomplizierung statt in Weiterentwicklung suhlt.

Gemessen an der Aufgabe "sicherer Verkehr und Transport" sind unsere Autos dreimal zu "gut", zu kompliziert, zu teuer.

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Dütschi 23.01.2019, 15:30
97. 120

Gern bin ich früher auch schneller gefahren (als es auf deutschen Autobahnen noch besser ging). Vor 12 Jahren bin ich in die Schweiz gezogen und hier ist das Höchsttempo bekanntermassen 120 auf Autobahnen (geahndet mit drakonischen Strafen für Nichteinhalter; Beispiel: gefahren 132 = 12 km/h zu schnell = 120 CHF!). Ich hab es überlebt und mir wurde auch kein Stück Lebensqualität geraubt. Es würde m.E. wohl auch der Bundesbürger mit 130 oder 140 nicht all zu sehr in seiner "Freiheit" beschnitten. Und: der Spritverbrauch dankt es.

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columbo1 23.01.2019, 15:31
98.

Zitat von Maverlized
Wenn Sie mal die Zeit messen, die Sie real von Einsteigen ins Auto (in der Regel Garage oder Ortsstraße) bis Aussteigen am Zielort (ebenfalls meist wirklich in einem Ort) stoppen, kommen Sie immer ziemlich genau bei einem Durchschnitt von wenig über 100km pro Stunde heraus.
Freut mich, dass das mal jemand ausspricht.

Es ist nämlich gar nicht so, dass man durch Schnellfahren viel Zeit sparen würde. Das kommt vor, aber nur in seltenen Fällen.

Mein Langzeitversuch ist die Strecke Frankfurt - Husum. Ob ich für die Strecke 6 oder 8 Stunden reiner Fahrzeit brauche, hängt im Prinzip nur von der Verkehrsdichte und dem Elbtunnel ab. Der Faktor "gefahrene Geschwindigkeit auf freier Strecke" ist vernachlässigbar.

(Ach ja: Windelwechsel bei kleinen Kindern ist auch noch ein Faktor, der berücksichtigt werden sollte.)

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bauigel 23.01.2019, 15:31
99. @ patriae.

Entschuldigen sie, aber wieder jemand der meint seine Meinung durch Märchen unterstützen zu müssen.
Täglich 1.000 km fährt niemand auf der Welt!
Ein LKW-Fahrer kommt auf ca. 500 km/Tag im Durchschnitt.
Als PKW-Fahrer kommen sie mal auf 1000 km, aber niemals jeden Tag.

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