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Diskussion um Tempolimits: Mein Name ist Raser, ich kann sonst nix
DPA

In der Debatte um Tempolimits sind die Sachargumente ausgetauscht. Ein Aspekt fehlt noch: Viele Sympathisanten des Schnellfahrens denken, sie wären Könner hinter dem Steuer. Ein großes Missverständnis.

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ishigami_san 23.01.2019, 15:59
160. 130 und gut ist

Das Problem ist nicht, dass die Autobahn nicht sicher ist, sondern, dass man bei 130 nicht überholen kann oder an LKWs vorbeiziehen, nur weil einer schneller fahren will. Das stresst ungemein. Den Schnellfahrer und mich.

Schnellfahrer mit ihrem super Tunnelblick können auch nicht vorausschauend fahren. z.B. überholt ein LKW 200 bis 300 Meter weiter vorne einen anderen und ich bin schon auf der linken Spur weil ich überholen wollte. Dann wird man angehupt und abgeblendet, weil die Idioten nicht merken, was weiter vorne los ist. Nein, ich ziehe auch nicht rüber und bremse für so eine Null auf 80 runter nur um dann hinter dem LKW festzuklemmen.

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bertram.anderer 23.01.2019, 16:00
161. Ewig gestern

Der einzig gestrige ist der Autor mit seinen tendenziösen und schlichten Verunglimpfungen wie sie inzwischen so typisch sind für den "SPON". Alle die schnell fahren wollen sind doof und von vorgestern, er, der Autor, ist der einzig abgeklärte Geist zwischen all den Bekloppten. Ich würde mir nur wünschen wenn er ein bisschen was von Toleranz für anders Denkende hätte und sich nicht mit solch primitiver Ausgrenzung durch Herabwürdigen leiten lassen würde. Seit meinem Besuch in Hamburg bei der SPIEGEL Leserkonferenz habe ich das Gefühl das es nicht besser wird sondern im Gegenteil, immer mehr versucht wird der BILD nachzueifern. Das ist erbärmlich und schwach.
Ich freue mich jedenfalls das es kein Tempolimit gibt auch wenn ich nur einen Fiat 500 fahre.

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rösti 23.01.2019, 16:00
162. Ja

In der Schweiz gibt es ein Tempo Limit ...und es hat viele Staus und das nicht nur zu Stoss- Zeiten! In Deutschland hatten wir schon eimal ein Tempo- Limit.... und was hat es gebracht nichts! Solange man mit 120 kaum an den LKW´s und den Rennbussen vorbeikommt nutzt die
Tempolimite nichts! Die meisten fahren zwischen 140 und 160 und das bei freier Fahrt und Links fahren nur über 200 nur wenige und die Raser können es nur wenn es frei ist und das Stört mich nicht auf der mittleren Spur mit Tempo 150 ( was für heutige Autos und Technik kein an die Grenzen gehen heisst ) und fühle mich sicher und wenn links frei ist gebe ich auch mal Gas!
Wir in Deutschland sind nur noch von Beschrenkungen und Verordungen umgeben....vom Kamin Ofen, Knaller-Verbot, usw. usw. bis hin zum Dieselfahr-Verbot!!

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holladiewaldfee123 23.01.2019, 16:00
163. Regelkonform?

"Dort ist auf den Autobahnen signifikant weniger Aggressivität spürbar, weniger Raserei, weniger Drängelei und ich darf auch mit 120 einen LKW überholen, ohne, dass mir jemand mit Lichthupe viel zu dicht auffährt und meint, er habe jetzt mehr Rechte weil er mehr PS unter der Haube hat und mit Bleifuß fahren muss."

"Nein. Ich könnte schneller, will aber nicht und will vor allem nicht bedrängt werden, wenn ich mit 130 einen LKW überhole. Das hohe Tempo der Anderen ist nicht das Problem, sondern deren mangelnder Respekt für mein Recht, regelkonform am Autobahnverkehr teilzunehmen."

Kommentare wie diese zeigen doch genau, wes Geistes Kind die meisten Befürworter eines Tempolimits sind. Für die ist Autofahren eine lästige Angelegenheit, die mit möglichst wenig Aufwand (=Aufmerksamkeit) und möglichst viel Ablenkung (=Handy) hinter sich gebracht werden muss. Mit dem Führen eines PKWs sind diese Leute generell überfordert. Denn wer sich, egal mit welcher Geschwindigkeit, an die Regeln hält und seinen Verstand benutzt, der kommt gar nicht erst in die Situation, daß jemand von hinten mit Lichthupe viel zu dicht auffährt, weil er gar kein Überholmanöver startet, wenn von hinten ein schnellerer kommt, und während des Überholens dann etwas Gas gibt um den Vorgang möglichst schnell zu beenden.

Aber da leider auf der Straße wie in allen Bereichen die mental überforderten Menschen weit in der Überzahl sind werden natürlich die, die es besser können, eingebremst. Ich will natürlich nicht abstreiten, daß es auch ein paar völlig verrückte Raser gibt, denen der Lappen sofort auf ewig entzogen gehört, aber die allermeisten "Raser" sind nach meiner Beobachtung Leute, die auf nahezu leerer Autobahn sehr aufmerksam mit 170-200 zügig von A nach B kommen wollen.

Und die die bestraft gehören sind die, die, obwohl ich weit und breit der einzige auf der linken Spur bin unbedingt noch vor mir hinter dem LKW vorziehen müssen und mich zu einem riskanten Brems- oder gar Ausweichmanöver zwingen (mich damit gefährden und somit gegen die StVO verstoßen) statt mal kurz den Fuss vom Gas zu nehmen und mich durchzulassen... Zum Glück denke ich im Gegensatz zu solch unverantwortlichen Fahrern immer für die anderen mit und darum passiert nichts. Warum solche Leute aber ihr Schicksal in meine Hand geben kann ich nicht verstehen...

Eigentlich müsste man bei der Eignungsprüfung zur Nutzung von KFZ ansetzen, die leider viel zu lax gehandhabt wird. Aber es muss ja jeder Honk mobil sein können....

Von mir aus könnte man ein tageszeitabhängiges Limit einführen, z.B. Wochentags von 6 bis 20 Uhr, da geht oft eh nicht viel mehr, und bei viel Verkehr sollte man sich tatsächlich zurückhalten. Oder auch eine vernünftige Zahl wie z.B. 170 oder 180 (250 muss wirklich keiner fahren, und ich selbst fahre kaum mal mehr als 200 obwohl es geht). Aber 130 auf einer leeren Autobahn ist doch Blödsinn.

Im Hinblick auf Umwelt und Sicherheit sollte man sowieso gleich 90 fordern, dann muss man auch keine LKW mehr überholen und liegt verbrauchsmäßig in einem Sweet Spot (zumindest bei meinem Auto so...)

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7eggert 23.01.2019, 16:00
164.

Mir wäre das Tempolimit egal, wenn die Befürworter selbiges nicht nur wollten, um ohne zu blinken die Spur zu wechseln und auf Sicherheitsabstände zu sch~, wie man bei jedem anfangenden Tempolimit sehen kann. Die haben Angst, beim Überholen von hinten abgeschossen zu werden? Gut so, dann sehen die mich mit meinen 120 km/h im Spiegel und "hängen" halt drei Sekunden länger "ewig" hinterm LKW, statt mich zum Abbremsen zu zwingen.

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DKH 23.01.2019, 16:01
165. Was mir diese Debatte zeigt ist,

Dass es höchste Zeit wird, dass der Computet das fahren übernimmt! Da treffen so unterschiedliche Ansichten über die korrekte Fahrweise aufeinander, dass es völlig g klar ist: So kann es nicht funktionieren. Der Verkehr funktioniert nur, wenn es einheitliche Regeln gibt, und Sich A LLE an diese halten. Und das ist hier nicht der Fall. Beispiel Blinken: hier blinkt man beim Verlassen des Kreisels, in Frankreich beim Einfahren. Und dann gibt es massenweise die, die gar nicht blinken, auch beim Spurwechsel auf der Autobahn.

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Nania 23.01.2019, 16:02
166.

Zitat von ivo_lukitsch
Ich kann durch aus nachvollziehen wenn viele Mitbürger das als Beschnitt Ihre persönlichen Freiheit sehen. Wir müssen ja auch nicht alles im Leben rationalisieren und in ein Vernunftgitter pressen. Und ja, auch der Spassfaktor ist im Leben entscheidend. Ausserdem wird sich auch die Autoindustrie freuen, wenn da noch etwas weiter geträumt werden darf von der "Freiheit hinter dem Steuer". Ein nicht ganz unwesentlicher Faktor in der deutschen Wirtschaft. Ich persönlich nutzte die höheren Geschwindigkeiten so zwischen 160 und 180 m/h tatsächlich, um mich schneller von A nach B zu bewegen. Ausserdem setzt bei Tempo 120 m/h die Müdigkeit zu schnell ein, weil man sich nicht so konzentrieren muss.
Ich beziehe mich vor allem auf Ihre Überschrift, dass nicht alles im Leben "vernünftig" sein muss.
Nein, muss es nicht - aber wir befinden uns hier in einer Diskussion über das Autofahren, genauer gesagt, über das Fahren eines Autos auf der Autobahn und da sind Sie nun einmal nicht allein.
Und deshalb MUSS man auf der Autobahn vernünftig sein und vielleicht auch strenger als es derzeit der Fall ist.
Es geht nicht um "Spaß" auf der Autobahn. Wenn Sie Spaß beim Autofahren wollen - und den Spaß hier als "schnell fahren" definieren, dann fahren Sie bitte zum Nürburgring, dort können Sie so schnell fahren wie Sie wollen und gefährden, nötigen, bedrängeln oder verschüchtern keine anderen Autofahrer. Vielleicht machen Sie nicht einmal einen Fehler - sorgen aber mit ihrem "Spaß" dafür, dass ein anderer einen macht.
Diesen Egoismus brauchen wir im motorisierten Verkehr einfach nicht.

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joki81 23.01.2019, 16:02
167. Auf die Verkehrssituation kommt es an

Bei einer komplett oder zumindest fast freien Autobahn ist es m.M. nach in Ordnung, stellenweise 200 zu fahren, bei einer normal befahrenen Autobahn dagegen nicht: Das Problem sind die hohen Relativgeschwindigkeiten, mit denen dabei auf angrenzenden Fahrspuren überholt wird, vor allem dann wenn eine Kolonne (mehr als ein Fahrzeug hintereinander) überholt wird. Denn schert dann jemand im falschen Zeitpunkt aus, kracht es. Fahrer, die Kolonnen zu schnell überholen, gefährden damit alle anderen Verkehrsteilnehmer und sollten dafür auch zur Rechenschaft gezogen werden.

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h.w.d. 23.01.2019, 16:02
168. Was man nicht alles verbieten könnte, um die Welt besser zu machen...

Zitat von fson21
Beim privaten Automobilverkehr würde ein allgemeines Tempolimit von 120kmh eine co2 Ersparnis von 2% bringen. Auf die deutsche Wirtschaft gerechnet sind das unter 0,3%, also wirklich marginal. Durch unangepasste Geschwindigkeit auf der Autobahn sind 2016 70 menschen gestorben. Das ist auch eine absolut lächerlich geringe Zahl, um so eine Diskussion loszutreten. Im Vergleich dazu sterben jährlich mehr als 4000 Menschen durch Unfälle auf Treppen. Ein Treppenverbot wäre demnach uber 50 mal effektiver als ein Tempolimit. Es wird sowieso schon jegliche Form von persönlicher Freiheit verboten und wir können auch gerne noch weiter manchen, alles was Spaß macht zu verbieten. Aber ich hätte wenigstens gerne eine vernünftige Begründung dafür.
Und wenn alle Fußgänger gezwungen würden, beim Verlassen des Hauses einen Helm aufzusetzen, würde man sicherlich HUNDENTEN pro Jahr das Leben retten...

Mich würde auch mal interessieren, wie viele Menschen pro Jahr durch Sekundenschlaf auf Autobahnstrecken mit Tempolimit sterben?

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peaceonearth 23.01.2019, 16:02
169.

Zitat von quark2@mailinator.com
Ich fahre selten selbst Auto, nutze normalerweise Bahn und ÖPNV bzw. Fahrrad und Fußweg. Dennoch bin ich gegen ein Tempolimit auf Autobahnen. Nicht weil ich dort rasen will. Das Wort ist ohnehin tendenziös. Aber ich hatte beruflich oft genug die Situation, von Hamburg in die Schweiz zu müssen. Wir sind nachts gefahren und wären bei Tempo 130 "nie" angekommen. Die Piste war gewöhnlich weitestgehend frei und man kam auch bei sehr verantwortungsvoller Fahrweise deutlich schneller voran, als wenn es dieses Limit gegeben hätte. Insofern bin ich dafür, junge Menschen zu Eigenverantwortung und Rücksichtnahme zu erziehen, ihnen dann aber als mündigem Bürger auch das Recht einzuräumen, freie Entscheidungen zu treffen. Ich bin überzeugt, daß ein Umfeld, welches versucht, alles zu reglementieren, zu überwachen und zu kontrollieren auf Dauer zu einem Menschenschlag führt, den wir alle nicht wollen würden. Mir geht es hier nicht um die paar Raser, die es sicherlich gibt. Mir geht es um die Masse der Leute, die wenigstens an dieser einen Stelle mal einen Staat erleben, der sagt "Hier dürft ihr, also zeigt, daß ihr damit umgehen könnt.". Auch andere Einschränkungen sollten mal auf den Prüfstand.
Eigenverantwortlichkeit von Mitmenschen zu fordern, weil Sie selbst gerne rasen, ist schon etwas absurd. Das mit der Eigenverantwortlichkeit scheint nicht zu funktionieren, sonst müsste man das Problem ja gar nicht diskutieren. Die Autobahn als Spielplatz "Hier dürft ihr, also zeigt, dass ihr damit umgehen könnt." anzubieten ist mehr als zynisch, wenn man bedenkt wie viele Unschuldige dabei immer gefährdet sind.

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