Forum: Auto
Dobrindts Diesel-Rettungsaktion: Der Nachrüstungsminister
DPA

Verkehrsminister Dobrindt plant eine Nachrüstaktion für Dieselautos. Damit will er verhindern, dass in Innenstädten Fahrverbote verhängt werden - und Fahrzeuge mit Selbstzündern zur Ramschware werden.

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leipziger45 05.05.2017, 18:46
60. Selbstprüfung der Abgaswerte des Autos

Die Bordelektronik moderner Autos liefert bei Benzinern seit 2000 und bei Diesel-PKW seit 2002 über die OBD 2-Buchse die tatsächlichen Abgaswerte während der Fahrt zu CO2 und Stickoxiden. Jeder kann sich diese Abgaswerte während der Fahrt über einen OBD 2-Adapter (ELM 327) auf seinem ganz normalen Handy anschauen.
Diese doch recht triviale Möglichkeit wird in den Medien kaum oder nicht kommuniziert. Warum wohl?

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Holbirn 05.05.2017, 18:47
61. Das Schlimme ist eigentlich, dass dieses Szenario schon vor über einem Jahr bekanntermaßen gedroht hat

Das Verhalten des Bundesverkehrsministeriums erscheint mir in ärgerlicher und vollkommen unnachvollziehbarer Weise stimmungsgetrieben und weitgehend von einer Kopf-im-Sand-Haltung geprägt. Wahrscheinlich, so steht zu befürchten, passiert nun beides: Der Steuerzahler muss bluten UND Dieselfahrzeuge werden wertlos. Dobrindts Wackelkurs und ministeriale Intransparenz machen's möglich.

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Referendumm 05.05.2017, 18:47
62.

Zitat von hardeenetwork
Der Diesel lässt sich nicht mehr retten. Schon jetzt ist er Ramschware und wird in Kürze vom E-Auto abgelöst. Tesla und die Chinesen lassen grüßen. Jede weitere Investition in den Diesel ist verbranntes Geld.
Der erste Satz ist völlig richtig, der zweite absoluter Unsinn. Der dritte diskussionswürdig.

Eine Umrüstung von alten Dieselfahrzeugen ist nuneinmal so etwas von bescheuert, dass es kracht - imho. Das Kind ist dank des KBA und vor allem dank Dobrindt nun einmal voll in den Keller gefallen und jede unsinnige Reanimation verursacht nur noch mehr Schäden.

Wir alle müssen uns damit abfinden, dass VW einen riesen Betrug vollzogen hat und für den Schaden in der EU noch nicht mal gerade stehen will, dass das KBA der Bettvorleger der Automobilindustrie ist und Dobrindt einer der unfähigsten Minister (von einer ganz großen Reihe anderer wie die BW-Ursula vdL. etc.).

Dieselfahrzeuge im Nachhinein von den Städten auszuschließen halte ich allerdings für die größte Frechheit ever. Da sollen also unschuldige Bürger bestraft werden für etwas, was VW (und andere Autobauer-Betrüger) verursacht haben? Ja gehts noch bei denen da oben?

P.S.: Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Da ich mich mit der Abgastechnik sehr gut auskenne, fahre ich selbstverständlich einen Benziner und auch KEINEN Direkteinspritzer, logo. Lambda = 1 und ein schöner Dreiwegekat und alles ist bestens. Kein zur Verstopfung neigender Partikelfilter, kein versifftes / verstopftes AGR-System, kein Harnstoffsystem, welches im schlimmsten Falle im Winter mal einfrieren kann, kein SCR-Kat, der gerne mal nen Ammoniakdurchbruch vorweist; das alles ist im Benziner ganz einfach nicht nötig. dafür reicht ein motornah angeordeter, gut ausgelegter Drewegekat. Ende und aus.

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melnibone 05.05.2017, 18:50
63. Bundesdeutscher Murks.

Eine heilige Kuh wird nicht beschnitten; eingeschränkt; optimiert; angepasst ...
Ministerieller Murks ... deutsche Unternehmen und deren Produkte verursachen Verbraucherschaden; Verbrauchertäuschung ... Umweltverschmutzung.
Eigentlich gäbe es dafür ein Ministerium. Wenn man die Umweltschäden hinzurechnet ... zwei Ministerien.
Leider ist das ´Verkehrs- und Automobilunternehmenssicherungs-Ministerium´ doch von ´Aliens´ besetzt.
Der Präsi: heißt doch seit einer geraumen Zeit: Matthias Wissmann.
Nur mal nochmal für alle die ´Zuordnungsprobleme´ mit sich ´umherschleppen´.
Ein ´Nachrüsten´ der Zuordnungen scheint niemals zu spät, zu sein.
Herr Dobrindt ist der einheimischen Automobilindustrie niemals in die ´Quere´ gekommen.
Europäische ... Internationale Standards ... darauf ministeriell ´gepinkelt´.
Herr Dobrindt ist leider altersbedingt erst anderweitig unterzubringen.
Irgendein Problemunternehmen muss jetzt einfach mal die ´Arschbacken´ zusammen kneifen und dem ´Alexander´ ein paar Jahre ´politisches Asyl´ gewähren.
Bevor der eigentliche Traumberuf eines ´Verkehrsministers´ frei wird.
Unsere Minister sind nicht so leicht an die Wirtschaft abzugeben ... manchmal ist ein Pöstchen gerade belegt.
Spätere freie Berufswahl für unsere fähigsten Minister.
Äh ... ´bezogene´ Unterbringung.
Das hatte sich zuvor der ´Matthias und künftig der Alexander´ hart und äußerst nahe am Verbraucher erarbeitet.

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Zitatbot 05.05.2017, 18:56
64. Armutszeugnis

Diese Idee von Minister Dobrindt ist ein Armutszeugnis. Ein Nissan Quashai hat einen um 10-fach erhöhten Schadstoffaustoss. Mit einer Softwarelösung soll nun also der Schadstoffaustoss auf die Hälfte reduziert werden. Damit hat er immer noch einen 5-fach erhöhten Schadstoffaustoss. Gleiches gilt für fast alle anderen Hersteller. Fast. Denn es gibt Hersteller, die die Abgasnorm schaffen. Allerdings sind diese Fahrzeuge auch in einem andren Preissegment. Es geht hier also nur darum ein Feigenblatt zu bauen, damit die Gewinnmargen weiter stimmen.
Damit, bekräftigt Herr Dobrindt mich nur in meiner Haltung, kein Auto mehr von den Konzernen zu kaufen, die sich dem Problem nicht ehrlich stellen. Es gibt alternativen. Herr Dobrindt tut der Autoindustrie kurzfristig einen Gefallen und ruiniert sie langfristig. Ebenso wie Herr Wissmann, der sich über Jahre gegen die Weiterentwicklung der E-Autos gestellt hat. Schade.

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mpitt 05.05.2017, 18:59
65. Realistische Grenzwerte - Änderung der Rechtslage

Die vernünftigste Lösung wäre eine Überprüfung der Methoden bei der Grenzwerterhebung. Solange ohne gesicherte wissenschaftliche Basis allein aufgrund von Rechenmodellen zehntausende von Toten als Folge herbeifabuliert werden, ist die Verteufelung des Selbstzünders und sind angedrohte Fahrverbote rational nicht begründbar. Sicher wird der Verbrennungsmotor eines Tages abgelöst werden, aber nicht von heute auf morgen. Hinzu kommt, daß sich die nationalen europäischen Regierungen durch rigides EU-Recht, welches auf fragwürdigen Erhebungen beruht, vor sich her treiben lassen. Eine geänderte Rechtslage wird Gerichte davon abhalten, durch Urteile ganze Regionen lahmzulegen.

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bernd_ackermann 05.05.2017, 19:00
66. Dieselrettung

Warum keine Diesel mehr? Sie haben Vorteile. Wenn die Autoindustrie Diesel produzieren kann, die hinreichende Grenzwerte (z.B. 60 mg/km NOx, entsprechend Feinstaub) im Alltagsbetrieb zuverlässig einhalten, dann spricht doch wenig gegen einen Diesel. Zuverlässig heißt natürlich auch, dass Werte garantiert werden müssen - also keine Abschaltvorrichtungen für Reinigungsvorrichtungen und regelmäßige Funktionstests.
Wenn die Autoindustrie das nicht kann: Fahr- und Verkaufsverbote - selbstverständlich, zum Schutze der Gesundheit unserer Kinder und Enkel.

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Spon_Client 05.05.2017, 19:03
67. Abwrackprämie II

zum Mindestens für Diesel ab bestimmtem Altet, weil Umrüstung teilweise ein wirtschaftlicher Totalschaden entspräche. Sonst kämen es wieder zu einer Quasi-Enteignung?

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Stefan_G 05.05.2017, 19:04
68. Alle Euro 4- und Euro 5-Diesel ...

... der letzten 15 Jahre kranken daran, dass man ihre Abgasprobleme nicht mit Abgasrückführung und Software lösen kann. Wenn es möglich gewesen wäre, hätte VW keinen Grund für Betrügereien gehabt. Auch die VW-Nachrüstungen der letzten Monate sind nichts weiter als Fake-Maßnahmen.
Warum sollte es also diesmal auf Dobrindts Befehl funktionieren?

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Stefan_G 05.05.2017, 19:07
69. zu #7

Zitat von napfsuelze71
Eventuell lege ich mir demnächst mal so einen Oldie zu (MB200D) und fahre damit Hamburgs beide Prachtalleen rauf und runter, bis sie mich rauswinken...
Cleverer Plan, einfacher kann der Staat nicht an ihre Euros kommen.

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