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Dobrindts Diesel-Rettungsaktion: Der Nachrüstungsminister
DPA

Verkehrsminister Dobrindt plant eine Nachrüstaktion für Dieselautos. Damit will er verhindern, dass in Innenstädten Fahrverbote verhängt werden - und Fahrzeuge mit Selbstzündern zur Ramschware werden.

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nota_stormarn 05.05.2017, 19:21
70. Gut, dass ich noch einen EURO 4-Diesel fahre...

..dann kann mir keiner diese Anpassung aufzwingen. Mal sehen, wie lange AGR und DPF dann halten bei so einem umgerüsteten EURO 5+ oder 5b-PKW. Das kommende Auto wird ein Vollhybrid aus dem Land der aufgehenden Sonne und die Betriebskosten werden trotz hoher Kilometerleistung (40tkm/70% Autobahn/130kmh) nicht höher sein, alles ausprobiert. Für Land-, Forst-, Transportwirtschaft und Pferdebesitzer ist der Diesel die bessere Wahl aber für den reinen Personentransport (meist alleine) nicht notwendig. Erdgas und LPG sind auch Alternativen, Erdgas mehr für Vielfahrer mit kleinem Radius.

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wasistlosnix 05.05.2017, 19:22
71. Verar....

Ein Software Update kann bei jedem Werkstattbesuch eingespielt werden und wird es oft auch.
Wenn das so einfach wäre warum wurde es dann noch nicht gemacht. Das ist doch nur eine Aktion für die Ränge aber deswegen werden es nicht weniger Abgase.

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gedankensucher 05.05.2017, 19:41
72. Vielleicht gibt es sinnvolle Lösungen

In meiner Dieselverzweiflung habe ich nach Nachrüstmöglichkeiten gesucht. Ein Euro-6-Nachrüstsystem (BNOx-SCR-System) macht einen ganz guten Eindruck, vor allem, weil es bei niedrigeren Abgastemperaturen funktionieren soll. Der Hersteller wartet noch auf eine behördliche Zulassung.

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ardbeg17 05.05.2017, 19:53
73. @Referendumm

sie fahren genau so ein Auto, das die EU mit ihren CO2-Vorgaben von der Straße kriegen will. Denn es stößt mindestens 20-40% mehr davon aus, als die Diesel, die sie hier so verteufeln. Und, mit Verlaub, von der gesundheitsschädlichen Wirkung der Abgase eines Euro5b-Diesels haben sie noch weniger Ahnung als ich von der Reparatur einer Lambda-Sonde.

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Stefan_G 05.05.2017, 19:54
74. zu #60

Zitat von leipziger45
Die Bordelektronik moderner Autos liefert bei Benzinern seit 2000 und bei Diesel-PKW seit 2002 über die OBD 2-Buchse die tatsächlichen Abgaswerte während der Fahrt zu CO2 und Stickoxiden. Jeder kann sich diese Abgaswerte während der Fahrt über einen OBD 2-Adapter (ELM 327) auf seinem ganz normalen Handy anschauen. Diese doch recht triviale Möglichkeit wird in den Medien kaum oder nicht kommuniziert. Warum wohl?
Sind Sie in allem so leichtgläubig? Was immer irgendeine App anzeigen möge, es ist auf keinen Fall ein Messwert für CO2 oder NOx.

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MatthiasPetersbach 05.05.2017, 19:56
75.

Zitat von hardeenetwork
Der Diesel lässt sich nicht mehr retten. Schon jetzt ist er Ramschware und wird in Kürze vom E-Auto abgelöst. Tesla und die Chinesen lassen grüßen. Jede weitere Investition in den Diesel ist verbranntes Geld.
Naja. Diesel ist kein Deut schlechter als Benziner. Der hat auch so seine Probleme. Halt eben nur woanders.

Und beide sind um gefühlten Faktor 500 besser als die Autos in den 70ern.

Der Altersdurchschnitt der bestehenden Autoflotte liegt m.Ws. bei 8 Jahren oder so. Die dazugehörige dem Einzelnen zur Verfügung stehenden Finanzmittel können Sie sich selbst ausmalen. Da ist ein E-Auto schlicht nicht drin.

Es ist eh völlig abstrus : am Auto, was ja eigentlich für viele notwendig ist, einiges ermöglicht und was man ja auch sinnvoll einsetzen kann, DA wird rumgeschraubt und vorgeschrieben bis hinterm Komma.

Dabei ist weitaus übler unser allgemeiner Lebensstil. geschätzte 80 % der Dinge, die wir herstellen, verbrauchen und wegwerfen, sind völlig überflüssiger Quatsch. Incl. Autos mit 1,5 Tonnen und 200 PS.

Und da auch der Kaufpreis eines E-Autos mit umweltschädlicher Arbeitstätigkeit erarbeitet werden muß, ist das auch nicht das Tolle. Selbst wenn die Karre -vor Ort- relativ emmissionsarm daherkommt. Feinstaub macht die allerdings auch ne Menge.

Nöh, das PRINZIP funktioniert nicht - unser Lebensstil. Man kann entweder mit Herstellen und Konsum viel Geld verdienen oder ne saubere Umwelt haben. Beides geht nicht. Sich vom Verdienst ein E-Auto oder ne Jutetragetasche zu kaufen, ist nur ein Feigenblatt.

Schon die Herstellung eines Autos ist der Horror, was Umweltbilanz angeht. Insbesonders, wenn "Auto" so interpretiert wird wie zur Zeit. Und da ist Tesla keine Ausnahme.

Ein (Elektro)auto darf 10 000 Euro kosten und sollte möglich wenig enthalten, was nach Ablauf der Lebenszeit funktionsfähig auf dem Schrott bzw. im Slum in Afrika landet. Elektronik kann mein Handy.

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neunmal 05.05.2017, 20:01
76.

Zitat von gedankensucher
In meiner Dieselverzweiflung habe ich nach Nachrüstmöglichkeiten gesucht. Ein Euro-6-Nachrüstsystem (BNOx-SCR-System) macht einen ganz guten Eindruck, vor allem, weil es bei niedrigeren Abgastemperaturen funktionieren soll. Der Hersteller wartet noch auf eine behördliche Zulassung.
Bin in dergleichen Verzweiflung auf die gleiche (sinnvolle) Lösung gekommen.
Ich habe mich 2015, nach langem ringen, zu einem Diesel Leicht-LKW entschieden. Nun soll ich damit nicht mehr fahren dürfen?!
3 Jahre später? Weil die Politik pennt und die Hersteller mogeln?!
Bei den Gewinnen die die Autoindustrie einfährt sollten die Kosten für eine Umrüstung drin sein.

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martin58 05.05.2017, 20:06
77. Mit den Deutschen kann man worklich alles machen

Erst wurde Diesel gefördert und steurlich begünstigt und jetzt wird den Leuten einfach erzählt das sie Mist gekauft haben. Reaktion? Nahe null. In Frankreich wären schon wieder sämtlich Autobahnen blockiert bis die Politiker zur Vernunft kommen. Und Dobrindt, so eine Niete. Erst macht er PKW Maut, die auch keiner braucht zur Glaubensfrage und jetzt redet er vom Dieselnachrüsten ohne zu wissen wovon er redet. Was kommt als nächstes? Normalbenzin abschaffen damit die Ölfirmen mehr Geld machen? Ach, schon geschehen? Na ja, ihr schafft das schon.

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MatthiasPetersbach 05.05.2017, 20:06
78. Wird nicht gehen

Zitat von ditor
Das Rumgebastel an alten Motoren ist nur Aktionismus. Neuwagen müssen Grenzwerte im realen Betrieb mit nur minimalen Ausnahmen einhalten. Mehr muss man bei dem Thema politisch nicht machen. Aber man muss es auch tun.
Nun, ich denke, die geforderten Werte sind einfach nicht zu erreichen. Sonst müsste ja auch niemand schummeln.

Was uns da jahrelang als immer größeren Fortschritt verkauft wurde, war in realo wohl nur das Hamsterrad, um uns immer "bessere" Wagen anzudrehen.

Vielleicht gibts gar keinen Unterschied zu früher. 100 kg Wagengewicht sind eben ca. 0,6-0,8 Liter Verbrauch. Soweit waren wir vor 30 Jahren schon. Weggelassene Dachrinnen und integrierte Start-und Stopautomatik werden da den Kohl nicht fett macheen - insbesonders wenn der moderne Autobau mit völlig überdimensionierten Reifenquerschnitten, großer Stirnfläche und 100 Stellmotoren im Fahrersitz daherkommt.

Mit dem Material, was so ne moderne Karre benötigt, könnte man wohl 2 alte bauen. Mit den Fenstern wirds zugegebenerweise schwierig - die neuen haben ja eher keine :)

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MatthiasPetersbach 05.05.2017, 20:11
79.

Zitat von dipl.inge83
Ansonsten müssten Temperaturen und Drücke soweit gesenkt werden das Diesel wieder das werden was sie früher waren: lahm.
Ehrlich gesagt ist die Funktion -und der Nutzen- des Autos zu 99,9999 % nicht abhängig von der Geschwindigkeit und/oder Beschleunigung. Ich komm zu Tante Erna, zu den Kindern, an die Atlantikküste, zum Job oder zum Schrebergarten -mit entsprechender Transportladung- auch mit 60 PS und 100 km/h.

Kein Problem.

Mobilität ist segensreich - problematisch daran ist, wie wir sie iinterpretieren. Das ist aber nicht naturgegeben und nicht systembedingt.

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