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DS X E-Tense: Ab in die Zzzzzzzzzzzzzukunft
DS

Heulend und sägend - so klingt der DS X E-Tense bei seiner ersten Fahrt. Das Auto aus dem PSA-Konzern gibt einen Ausblick, wie Mobilität im Jahr 2035 aussehen könnte. Autor Michael Specht wurde es mulmig.

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ExigeCup260 20.07.2018, 13:56
20.

Zitat von Pickle_Rick
Sie sprechen da ein interessantes Thema an. Die technische Hilfeleistung im Bereich VU hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Bei allem was sich in der PKW Industrie so getan hat bzw. bei dem was noch kommen wird (weit verbreitete alternative Antriebe, Verbundwerkstoffe) sind versenkte Türgriffe aber ein eher geringes Problem. Wenn die Tür bzw. die Karrosserie verzogen sind, dann helfen oft nur noch Schere und Spreizer bzw. eine Öffnung über Fenster. Griff hin oder her. Viel problematischer für Einsatzkräfte sind Elektrofahrzeuge. Allgemein enwickelt sich die Industrie aber in eine sehr gute Richtung. Die Fälle in denen man wirklich schwer Verlertzte aus dem Autos schneiden muss, gehen seit Jahren zurück. Die Sicherheitstechnik wird allgemein eher immer besser. Sowohl bei Unfällen selbst als auch bei ihrer Vermeidung.
"... Die Sicherheitstechnik wird allgemein eher immer besser. Sowohl bei Unfällen selbst als auch bei ihrer Vermeidung."

Na ja, die einfachen Sachen werden nicht gemacht. Jedes Baby wird in einen Vollschalensitz gesetzt und mit einem Mehrpunktgurt verzurrt, die Erwachsenen flenzen sich überwiegend auf konturlosen Sitzflächen mit lausigen Gurten. Vollschalensitze, Sechs-Punkt-Gurte und die Bilanz sähe noch viel besser aus. Steifere Chassis wären durch andere Bauweise (Monocoque) auch möglich, ist aber aufwändig in der Produktion. Also, alles was technisch relativ einfach und zuverlässig zu realisieren wäre, wird nicht vorgeschrieben. Da werden lieber zwanzig Airbags verbaut. Die Pedalerie und das Lenkrad lassen sich in vielen Serienautos nicht vernünftig passend einstellen, da sollte man auch mal verpflichtend gesetzgeberisch tätig werden.

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AGCH 20.07.2018, 14:09
21.

Zitat von ExigeCup260
"... Die Sicherheitstechnik wird allgemein eher immer besser. Sowohl bei Unfällen selbst als auch bei ihrer Vermeidung." Na ja, die einfachen Sachen werden nicht gemacht. Jedes Baby wird in einen Vollschalensitz gesetzt und mit einem Mehrpunktgurt verzurrt, die Erwachsenen flenzen sich überwiegend auf konturlosen Sitzflächen mit lausigen Gurten. Vollschalensitze, Sechs-Punkt-Gurte und die Bilanz sähe noch viel besser aus. Steifere Chassis wären durch andere Bauweise (Monocoque) auch möglich, ist aber aufwändig in der Produktion. Also, alles was technisch relativ einfach und zuverlässig zu realisieren wäre, wird nicht vorgeschrieben. Da werden lieber zwanzig Airbags verbaut. Die Pedalerie und das Lenkrad lassen sich in vielen Serienautos nicht vernünftig passend einstellen, da sollte man auch mal verpflichtend gesetzgeberisch tätig werden.
Ich profezeie, dass sich Sechspunktgurte negativ auf das Gurtanlegeverhalten auswirkt. Klar lässt sich mit einem Monocoque die Steifigkeit verbessern, die Autos sollen aber auch noch bezahlbar bleiben. Die wenigen Leute, die ihre Sitzposition im Auto nicht finden, rechtfertigen auch nicht die Mehrkosten einer verstellbaren Pedalerie.

Nicht jeder, einer sicher Auto fahren möchte, möchte dies in einem dem Rennsport entlehnten Fahrzeug tun, von den Mehrkosten mal ganz abgesehen.

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Leser161 20.07.2018, 14:09
22. Fotos zu Features?

Ich wollte gerne die besonderen im Artikel erwähnten Features angucken. Also die Assymmetrie und die fächernden Carbonblätter der Sitzverstellung. Beides kann auf den Fotos erahnt werden, wenn mans weiss. Da aber genau das die besonderen Features der Studie sind hätte ich mir Fotos gewünscht die diese optimal präsentieren.

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gerd0210 20.07.2018, 15:03
23.

Zitat von dbeck90
Also ein Auto, dessen Batterie auf so kleinem Raum 1 MegaWatt ausgibt, möchte ich sehen. Nicht nur, dass dies bei „nur“ 400V schon 2.500 Ampere wären, was extrem groß dinensionierte Leistungselektronik braucht.... (Und wir reden nicht von kleinen IGBT, das sind Frequenzumrichter mit 1 Millionen Watt) Das Auto müsste zur Hälfte aus Kupfer bestehen und 3 Tonnen wiegen um die Leistung abzukönnen. Was dann die Power (pro kg) wieder extrem relativiert. Allein unsere 1,2MW 400V Umrichter in unserem Rechenzentrum sind größer als das ganze Auto. Für mich unvorstellbar, eine solche Energie aus dem Auto zu holen. Zumal: Der Akku wär dann nach max. 4 minuten leer
Die technischen Daten sind:
für eine Zelle:
3,7 Volt, 5800 mAh, 21 Wh, 25 Ampere, 45 Gramm.
für 10.000 Zellen (100x100):
370 Volt, 580 Ah, 210 kWh, 2500 Ampere, 450 kg.

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dbeck90 20.07.2018, 15:24
24. @gerd

Ich habe herausgefunden, warum die Leistungsdaten so überdimensioniert sind und real nicht existieren (könnten). Eines scheint der Spiegel verschwiegen zu haben: Die Technologie dazu gibt es noch nicht... Zitat aus motor-talk: „Das war nicht das einzige Problem des Projekts. Das Schlimmste: Die Antriebstechnik von 2035 existiert noch nicht. Deshalb erhielt der DSX E-Tense einen Antrieb mit der Formel-E-Technik des Jahres 2018 – sowie tatsächliche und imaginäre Leistungsdaten. Ganz real steckt unter der Carbon-Karosse ein 200-kW-Elektroantrieb (272 PS).“

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dbeck90 20.07.2018, 15:28
25. @gerd: Bitte reale Daten

Das sind Blanco Daten von Zellen (die übrigens so nicht existieren). Ich verkaufe LiPo Akkus. 3.500 (reale) mAh (unser größer Akku) blanco 76 Gramm. Und 18650er LiIon Akkus gibt es so nicht, da liegt die Leistungsgrenze bei 3.600mAh bei 55g und mehr. Rechnen Sie da nochmal neu nach.... Akkus sind extrem schwer. Und die Elektronik für 2.5kAmpere auch.

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gerd0210 21.07.2018, 16:18
26.

Zitat von dbeck90
Das sind Blanco Daten von Zellen (die übrigens so nicht existieren). Ich verkaufe LiPo Akkus. 3.500 (reale) mAh (unser größer Akku) blanco 76 Gramm. Und 18650er LiIon Akkus gibt es so nicht, da liegt die Leistungsgrenze bei 3.600mAh bei 55g und mehr. Rechnen Sie da nochmal neu nach.... Akkus sind extrem schwer. Und die Elektronik für 2.5kAmpere auch.
Es gibt auch Industrieprodukte, die sich von Standardwaren unterscheiden. Natürlich müssen die vielen Zellen strukturiert in einem sehr festen Behälter untergebracht werden. In dem Behälter befinden sich auch noch jede Menge elektronischer Bausteine, um die Fertigungstoleranzen auszugleichen. Obendrein muss das Ganze auch noch gut gekühlt werden. Wenn alles fertig ist, wiegt das sicherlich mehr als eine halbe Tonne.

Nicht zu übersehen sind auch die Stromverbinder, durch die nunmal die 2,5 kA fließen. Pro Volt, dass an der Leitung hängen bleibt, entstehen 2,5 kW Abwärme.

Und dann, wie wickelt man diese Kupferstränge? Man braucht mindestens drei Spulen. BMW verwendet 12 Spulen. Da die Permanentmagnete nicht heiß werden dürfen, sonst geht der Magnetismus verloren, muss auch hier sehr stark gekühlt werden.

Es ist schon eine Herausforderung...

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