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Ducati Multistrada 1260 Enduro im Test: Aus niedrigen Beweggründen
Ducati

Die Ducati Multistrada 1260 Enduro mit tieferem Sitz lässt von Ausflügen abseits der Straßen träumen. Unser Autor hat das Motorrad auf Knüppelpfaden in der Toskana getestet.

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teita60 30.01.2019, 18:12
20. Zu schwer und voluminös

Zitat von mikko11
Michael Martin, der bekannte Fotograf, fuhr auch schon mit Partnerin und Gepäck auf der GS durch die Sahara (zusammen > 500 kg). Er kann's halt - manch anderer nicht. Ich auch nicht.
Der hat aber auch ein komplettes Expeditionsteam mit dabei. Alleine würde der sich mit seinem elektronisch völlig überladenen GS Schachtschiff sicher nicht in die Wüste trauen.
Ich hatte früher eine BMW R 80 G/S. Das war noch ein richtiges Motorrad. leicht, bequem auch auf langen Etappen und neben geländetauglich auch eine tolle Straßenlage. Außerdem noch leicht selber zu reparieren. Ganz wichtig, wenn man mal aus der Zivilisation raus will. Damit kann man nach Afrika.

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kuschkusch 30.01.2019, 18:54
21.

Zitat von teita60
Der hat aber auch ein komplettes Expeditionsteam mit dabei. Alleine würde der sich mit seinem elektronisch völlig überladenen GS Schachtschiff sicher nicht in die Wüste trauen. Ich hatte früher eine BMW R 80 G/S. Das war noch ein richtiges Motorrad. leicht, bequem auch auf langen Etappen und neben geländetauglich auch eine tolle Straßenlage. Außerdem noch leicht selber zu reparieren. Ganz wichtig, wenn man mal aus der Zivilisation raus will. Damit kann man nach Afrika.
Kaum ein Mensch will mit ner Reiseenduro in die Wüste. Dafür gibt es andere Motorräder bis hin zu kleinsten Vollcrossern. Jeder Bedarf wird durch die Hersteller abgedeckt. Wem eine 1200er für seine Bedürfnisse zu groß ist, der nimmt halt ne 1000er oder 800er oder 450er oder oder oder. Nur weil mir persönlich was nicht passt, verteufel ich doch nicht gleich ein ganzes Segment.

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P-Schrauber 30.01.2019, 19:16
22.

Das ist halt eine Reiseenduro und nein damit lässt sich leider nicht einmal mehr auf Schotterstraßen und abseits befestigter Straßen bei schlechter Witterung fahren.

Habe selbst miterlebt wie sich jemand mit so einem 200+x kg Gerät (war eine Moto Morini Grandpasso) auf moduliertem schmierigen unbefestigten Weg in Passhöhe hingelegt hatte, die Motoren haben zu viel Bums, die Reifen zu wenig Profil, das ging ganz schnell und zack rutschte das Heck weg und die Fuhre kippte um.
Das Bein wegziehen war bei so einem Dickbauchigen 2-Rad auch nicht drin. Ergebnis Beinbruch mit zertrümmerten Gelenk. Es war eine Heidenarbeit das Bein des jungen Mannes, noch unter dem Brocken begraben, wieder hervor zu pulen.

Der Fahrer hat dann eine schönen Flug mit dem Heli bekommen.

Richtig abseits der Wege und evtl. noch Alpin reichen 175 - 350cc vollkommen aus, wer mehr braucht kann nicht richtig fahren.

Als Reisemotorrad könnte ich es mir vorstellen, allerdings bei Langstrecke - das gebe ich zu- fahre ich lieber Auto.

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Hamberliner 30.01.2019, 19:35
23. Re: @ dancar

Zitat von tamna
Und wieder der so typisch deutsche Reflex: Das muss verboten werden! Aus Dekadenzgründen!
Dieser typisch deutsche Reflex nervt natürlich, aber es ist nicht der einzige typisch deutsche Reflex, der nervt. Ein anderer scheint in der Annahme zu bestehen, es sei vorgeschrieben, ausschließlich mit einer Enduro, mit einer GS-Gummikuh, Suppentätärä oder ähnlichem Fernreisen zu unternehmen, mit folgenden Merkmalen:
a) Hässlich wie ein Mähdrescher,
b) kaum Platz für Gepäck, weil auf einer Seite aller Platz von so einem blöd hochgezogenen Auspuff verbraucht wird, davor eine dünne, platte Koffer-Atrappe.
Wo es noch eine egal wie schlechte Straße gibt braucht man beides nicht, und wo es im Umkreis von hunderten km überhaupt keine Straßen gibt schafft man keine sinnvollen Tagesetappen und kommt nicht im Traum in die Nähe von 10000 km/Urlaub. Leute, fahrt doch mal in Georgien von Batumi nach Akhaltsikhe, oder rumänische Landstraßen wo jeweils zig km eine Richtungsfahrbahn weggefräst wurde, oder von Agadir nach El Aaiún. Wozu braucht man da eine Enduro?

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odenkirchener 30.01.2019, 20:13
24. Sitzposition

Ich sach nur Sitzposition. Und im Falle der 11xx GS Modelle, Fahrwerk. Eine Offenbarung. Endlich konnte ich Menschenwürdig sitzen und trotzdem flott unterwegs sein.

Betreffend M.Martin. Der Kerl ist zum einen ziemlich groß. Bei den modernen GSen kein Nachteil. Zum anderen schon ewig und drei Tage aufz wei Rädern unterwegs. Und erst die letzten Jahre mit Tross. Und ja, Erfolg erzeugt Neid.

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outofgermany 30.01.2019, 20:35
25. was hat der denn gefahren?

"Die Maschine hängt auch sauber am elektronischen Gaspedal (Ride-by-Wire-System)" verwechselt der Autor hier ein Auto mit einem Motorrad? Das haben wir früher mit dem Mofa gemacht wenn der Gaszug gerissen war: Drahtseil vom Vergsser am Pedal festgebunden und dann hatte man ein Gaspedal...
Eine Ducati mit Gaspedal ist ja mal was neues......

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m-teske 30.01.2019, 20:53
26. Zu schwer, zu groß, zu viel PS, zu teuer, aber...

So ein Motorrad wäre mir zu schwer, zu groß-hoch, zu stark und zu teuer, aber es wird seine Käufer finden.
Habe selber so große schwere Reiseenduros gefahren bis ans schwarze Meer. Die Industrie wird sowas verkaufen, da durch Werbung eben damit Gefühle verkauft werden. (Freiheit, Abenteuer, …) Wie auch bei Autos, Wohnungen, Häusern, Wohnmobilen etc. Ständig wird etwas zu großes verkauft, weil damit eben größeres Geld verdienst werden kann.
Und das zum Hintergrund von Klimawandel, vielen weiteren Problemen in der Welt.
So ist eben unsere Industriekultur. Ein Stück weit dekadent.
Der Spaß liegt zB. darin, ein leichtes fast untermotorisiertes Zweirad schnell zu bewegen. Ein starkes Motorrad langsam zu bewegen, ist schnell langweilig. Weniger ist unbedingt mehr.

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mikko11 30.01.2019, 22:31
27.

Zitat von teita60
Der hat aber auch ein komplettes Expeditionsteam mit dabei. Alleine würde der sich mit seinem elektronisch völlig überladenen GS Schachtschiff sicher nicht in die Wüste trauen. Ich hatte früher eine BMW R 80 G/S. Das war noch ein richtiges Motorrad. leicht, bequem auch auf langen Etappen und neben geländetauglich auch eine tolle Straßenlage. Außerdem noch leicht selber zu reparieren. Ganz wichtig, wenn man mal aus der Zivilisation raus will. Damit kann man nach Afrika.
Oh je, der Fachmann spricht.

MM fuhr schon als 15-Jähriger mit einem Motorrad nach Mauretanien (allein) und von den Zeiten, von denen ich sprach, war er allein unterwegs - in diesem Fall zu zweit auf der R1150. Nicht bloß die eigenen Vorstellungen in den luftleeren Raum projizieren ...

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tamna 30.01.2019, 22:34
28. @m-teske

Ihre Freude, ein leichtes, untermotorisiertes Mopped stets bis zur Schmerzgrenze auszuquetschen, um es dann "schnell" zu bewegen..sollen Sie haben. Lautstärkenbeschwerden sowie hoher Verbrauch und Verschleiss gehen dann auf Ihre Karte. An meiner Triumph Explorer geht das Weltklima nicht zu Grunde...und ob andere das als "dekadent" empfinden..wirklich, ist mir völlig egal. Sie haben Ihren Spass, den ich Ihnen wünsche, aber nicht Teile, und ich meinen.

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mikko11 30.01.2019, 22:35
29.

Zitat von m-teske
So ein Motorrad wäre mir zu schwer, zu groß-hoch, zu stark und zu teuer, aber es wird seine Käufer finden. Habe selber so große schwere Reiseenduros gefahren bis ans schwarze Meer. Die Industrie wird sowas verkaufen, da durch Werbung eben damit Gefühle verkauft werden. (Freiheit, Abenteuer, …) Wie auch bei Autos, Wohnungen, Häusern, Wohnmobilen etc. Ständig wird etwas zu großes verkauft, weil damit eben größeres Geld verdienst werden kann. Und das zum Hintergrund von Klimawandel, vielen weiteren Problemen in der Welt. So ist eben unsere Industriekultur. Ein Stück weit dekadent. Der Spaß liegt zB. darin, ein leichtes fast untermotorisiertes Zweirad schnell zu bewegen. Ein starkes Motorrad langsam zu bewegen, ist schnell langweilig. Weniger ist unbedingt mehr.
Aber ein leichtes Motorrad schnell zu bewegen steht im Einklang mit dem Klimawandel. Sie widersprechen sich beinahe im gleichen Satz.

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