Forum: Auto
E-Bike Neuheiten : Rückenwind für alle
Roland Baege / pd-f

Früher zeichneten sich Pedelecs besonders durch einen tiefen Einstieg aus. Das passte zur älteren Zielgruppe. Mittlerweile ist die E-Mobilität selbst bei Rennrädern angekommen - dank neuer Motorentechnik.

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isi723 08.10.2018, 10:36
20. Muss ein Motor wirklich immer sein??

Elektrifizierte Fahrräder sind ja zunächst einmal positiv, wenn sie denn dazu dienen andere Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu substituieren, oder die Menschen motivieren sich mal wieder zu bewegen. Warum aber Rennräder oder MTB´s einen Motor brauchen, erschließt sich mir in den meisten Fällen nicht. Rennrad oder Mountainbike sind zunächst einmal Sportgeräte und benötigen deshalb in den allermeisten Fällen keine Unterstützung durch einen Motor. Oft hört man z.B. das Argument, dass man sich ja ohne Motor den Berg hochquälen muss, damit man anständig Downhill fahren kann. Ja, das gehört meiner Meinung nach zwingend zusammen. Und wer leistungsmäßig nicht in der Lage ist den Berg hochzufahren, der muss dass für sich eben akzeptieren oder entsprechend trainieren. In unserer Gesellschaft herrscht die Idee immer alles jetzt und sofort ohne Quälerei verfügbar zu haben. Das halte ich für einen großen Fehler. In diesem Kontext sehe ich auch den Materialtransport für Bergwanderer mehr als kritisch und auch Lifte für Pistenskifahrer dienen dem Kommerz.

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misterknowitall2 08.10.2018, 10:47
21. Hä?

Zitat von fatherted98
...eine gute Entwicklung....wobei die Elektro-Unterstützung bis 20 km eindeutig zu schnell ist und damit die Unfallgefahr für Fahrer und andere erheblich erhöht. Wenn auf Rad/Gehwegen Leute mit 30km und mehr unterwegs sind....rücksichtslos oder unfähig....sind schwerste ....
Ich glaube eher, dass alle, die mit weniger als 20 kmh unterwegs sind die Unfallgefahr eklatant erhöhen! Selbst ohne große Anstrengung und ohne E-Motor fährt ein Vielfahrer wie selbstverständlich schneller als 20 kmh. Da den meisten Radwegen die nötige Breite fehlt, werden langsam fahrende Radfahrer zum Hindernis (Zumal man unterhalb einer gewissen Geschwindigkeit zum "Rummeiern" neigt). Schwere Unfälle ereignen sich oft auch nicht wegen der Geschwindigkeit des Radfahrers, sondern der Unaufmerksamkeit der Fußgänger oder Radfahrer. Da kann man oft klingeln wie man will, der Fußgänger rennt einfach auf den Radweg, bemerkt den Radfahrer erst als dieser versucht innerhalb von 5 Metern zu bremsen oder auszuweichen und anschließend wird der Radfahrer beschimpft (weil der Fußgänger sich erschrocken hat)

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benmartin70 08.10.2018, 10:48
22.

Zitat von fatherted98
...eine gute Entwicklung....wobei die Elektro-Unterstützung bis 20 km eindeutig zu schnell ist und damit die Unfallgefahr für Fahrer und andere erheblich erhöht. Wenn auf Rad/Gehwegen Leute mit 30km und mehr unterwegs sind....rücksichtslos oder unfähig....sind schwerste .....
Bis zu 20km/h zu schnell? Und dann mir 30 km/h unterwegs?
Letztere würden das dann auch ohne elektrische Unterstüzung schaffen da die Pedelecs ab 25 km/h die Unterstützung kappen (ist übrigens kein großes Problem 30km/h ohne Unterstützung zu fahren).
Ihr Kommentar ist wirr....

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7eggert 08.10.2018, 10:48
23.

Zitat von zoon.politicon
Elektrifizierung von Fahrrädern, ein Trend, der mir eine Gänsehaut macht: in Grunde sind das Elektro-motorisierte Mofas bzw. Mopeds mit all den Risiken, die nun mal Zweiräder im Verkehr haben: Knautschzone ist das Nasenbein, Schlüsselbeinbruche sind noch die harmlosere Sturzfolge. Vor allem die älteren "Einsteiger" in Elektromobilität sind gefährdet, beherrschen solche "Maschinchen" nicht (Neulich hat mich so ein Elektro-Opa beim Waldlauf fast überfahren). Im "Sport"-Bereich wird dasjenige von den elektrischen Reitern.....
Wie immer weiß das Spiegel-Forum besser, was der Nutzer riskieren darf, was die Herzfrequenz des jetzt-endlich-Trainiererenden nicht überschreiten darf und ob es bei Hungerast auf dem Rückweg vom anderen Ende Hamburgs man gefälligst rückwirkend am Morgen noch etwas mehr gegessen zu haben hat, statt einfach den Motor zuzuschalten.

Für mich sollte das Tempolimit eher bei 30 km/h sein, damit ein Motor mir durchgehend hilft und ich mir ein solches wünschte, aber mir fällt auch keine Krone aus dem Zacken, wenn mich Jemand überholt.

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joka_110 08.10.2018, 10:49
24.

Zitat von schorsch_69
E-Mobilität selbst bei Rennrädern, ist die Perversion des Radfahrens an sich. Das sind keine Rennräder mehr, sondern eine neue Gattung. So wie auch niemals Formel-E Fahrzeuge, Formel 3,2 oder 1 Fahrzeuge sein werden. Sie meinen mit "treten" wohl eher die Beine höchst....
Nee, sicher keine Optimierung. Aber wie schon erwähnt ist es besser als sich gar nicht zu bewegen oder im Auto zu sitzen. Was die verschiedenen Formen von Rädern betrifft so wird dann wohl der Markt entscheiden. Ähnlich sinnlose Auswüchse gibt es ja auch bei den Autos zu verzeichnen, da ist es nur schon viel etablierter. Die Ergozentren damit zu vergleichen ist natürlich sinnfrei, da bei den Ergometern ja auch die Belastung modellierbar ist und man ebenso kraftarm pedalieren kann wie auf dem e-bike. Wenn das dann einfach geht erhöht man die Wattzahl, nennt sich Training. Falls Sie aber mal den Versuch unternehmen wollen kann ich Ihnen nur raten mal eines zu leihen und damit zu fahren. Wie wären überrascht wie sehr man den Kreislauf in Wallung bringen kann wenn man in hügeligem Gelände unterwegs ist. Muss man nicht gut finden sehe ich ja ein, aber verteufeln macht auch keinen Sinn. Ich habe übrigens drei verschiedene Räder die ich alle fahre (keins davon mit Motor).

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7eggert 08.10.2018, 10:57
25.

Zitat von oli2go
... eigentlich ein Widerspruch in sich. Es sind Sportgeräte und wer schneller fährt, tut dies, weil er mehr trainiert hat. Und wenn einer in der Gruppe langsamer ist, dann muss man eben Rücksicht auf den Langsameren nehmen. Das ist kein großes Ding. Wenn die Gruppe aber schneller....
Muß Hans aufs Trainieren verzichten, sonst gehört Franz nicht dazu?
Nicht Jeder hat voll die Zeit, mit zu trainieren, oder überhaupt die Anlagen, ein Spitzensportler zu sein, sonst würden wir wie bei Obelix alle zeitgleich über die olympische Ziellinie joggen - aber dann ohne Zaubertrank.

Also lassen wir doch Beide fahren, Hans tut, was er kann, schaltet mach der ersten Hälfte den Antrieb passend dazu, und trainiert halt mehr Ausdauer als Kraft, während Franz mehr sein Tempo trainiert.

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varesino 08.10.2018, 11:03
26. Der nächste Trend

Der nächste Trend ist elektrisch unterstützes Gehen und Joggen für Gesunde.
Exoskeletons werden es bald erlauben mit elektrische Unterstützung zum E-Bike zu gehen, oder lange Distanzen zu rennen.
Ich sehen auch schon E-Triathlons über Ultra-Distanzen vor mir. Schwimmen mit dem E-Scooter, radeln auf dem E-Rennrad und anschliessend laufen mit einem Exoskeleton.
Eine unglaubliche Herausforderung für Mensch und Batterie.

PS.: Ich habe nichts gegen E-Gebrauchsräder, aber bei Sportgeräten mit elektrischer Unterstützung hört es für mich auf.

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rocknrolf88 08.10.2018, 11:05
27. Das E-Bike ist die geilste Erfindung ...

... seit es Fahrräder gibt. Wer sich mal mit älteren Nutzern unterhält und deren Freude über die neue Möglichkeit der Fortbewegung erlebt, der kann diese Euphorie nachvollziehen. Aber auch für so manchen bewegungsfaulen und/oder übergewichtige/n Autofahrer/in bietet sich mit dem E-Bike ein Trainingsgerät mit wohltuender Tretunterstützung. Es muss ja nicht gleich ein E-Rennrad sein.

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alpenradler 08.10.2018, 11:06
28. Quält euch!

Verdammt, will sich denn keiner mehr anstrengen?
Ok, volles Verständnis habe ich für die Leute, die E-Bikes nützen, um damit (eine längere Strecke) zur Arbeit zu fahren.
E-"Rennräder" und E-"Mountainbikes" gehen für mich gar nicht. Plagt euch gefälligst!

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zoon.politicon 08.10.2018, 11:07
29. Ausdauertrainung: kontiniuerliche Belastung im mittleren Bereich

Zitat von joka_110
So ganz viel Ahnung von den E-bikes oder wie auch immer man sie nennen mag scheinen sie mir aber nicht zu haben. Denn im Gegensatz zu den Mofas oder Mopeds muss man bei den Fahrrädern eben noch treten. Insofern ist das schon mal besser für das Herz- Kreislaufsystem als im Auto zu sitzen, oder eben auf dem Mofa oder Roller.
Als Internist und Sportmediziner möchte ich anmerken, dass gemäß vielen Studien und Meta-Analysen von Studien zum Ausdauertraining der Gesundheitseffekt davon abhängt, dass man über längere Zeit kontinuierlich / durchgehend im mittleren (Ausdauer-)Bereich, dem "Fettverbrennungs"-Bereich unserer Mitochondrien-reichen Ausdauermuskulatur trainiert. (Für die wenig Trainierten ist dann der Puls bei ca. 130/min, für besser Trainierte höher).
Dann wird über über Zitrat-Cyklus und Atmungskette - vereinfacht gesagt - Fett in Bewegungsenergie umgewandelt bzw. "verbrannt".
Ob das bei den meisten bei den Pedelec-Fahrern so stattfindet, möchte ich bezweifeln. Viele gehen beim Ausdauertraining eher den Weg des geringsten Widerstandes und vermeiden beim E-Biken den optimalen Trainingsbereich. Überhaupt ist bei wechselnden Verkehrs-Situationen und Gelände-Profilen beim Radfahren eine gleichmäßige mittlere Belastung schwer zu realisieren.
Vielleicht könnten Sie sich ein Patent auf ein E-Bike geben lassen, das Sie bis zu einem Puls von 130/min ö.ä. selber treten lässt und nur darüber unterstützend eingreift. Dann wären Sie immer im optimalen "Gesundheitstraining-Bereich". So etwas ist aber me. Wissens noch nicht am Markt. ("Geschäfts-Idee"!).

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